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Kerze 7

Eine Kerze für Klaus

Geboren in Gumbinnen
Gestorben am 26.08.2015 in Huelva, Spanien
Am 06.09.2015 um 20:28 Uhr
wurde von Tina eine Kerze entzündet.
Für meinen Klaus. Immer wird dein Platz in meinem Herzen und in meiner Seele bleiben.
Leider konnte ich dir nur einmal das Leben retten. Beim zweiten Mal hätte ich Unterstützung gebraucht, die mir versagt blieb. Alles Kämpfen war umsonst. Mögen die, die hätten helfen können und es nicht taten, noch lange leben um lange bitter bereuen zu können.
Wir werden uns wiedersehen. Grüß mir Onda, Astor, Branko, Mietze, J.B. I und II, Adolfo, Rudi und all die anderen. Mag Gott dir gnädig sein.
In ewiger Liebe Tina
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Tina am 29.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder habe ich eine schlaflose Nacht hinter mir. Das geht seit meiner Kündigung so. Jeden Tag gehe ich ins Internet und schaue nach Jobs. Im Moment sieht das diesbezüglich nicht so rosig aus. Ferienzeit. Außerdem gibt es von "meiner Sorte" zu viele, die dazu auch noch jünger sind als ich. Klasse. Ich wünsche denen, die meine Kündigung zu verantworten haben - obwohl ich mir den Hintern aufgerissen habe, untadelig arbeitete und nie ein Problem in der Firma hatte - die selben Schwierigkeiten im Leben, wie ich sie von Kindesbeinen habe und hatte. Das kann ich doch... ist ja nichts Schlimmes, da die Frau die mich gebar behauptet ich hätte eine glückliche Kindheit gehabt. Dann will ich besser nicht wissen was eine unglückliche Kindheit ist, wenn das als glücklich bezeichnet wird. Mistkrücken allesamt! Unglaublich! Und wieder muß ich mit Verrat, Verlust, Enttäuschung und Trauer klarkommen.


Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern
es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben
und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben
wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf' um Stuf' uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.

(Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel)


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 28.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen war ich mit Dirk auf dem Flohmarkt und anschließend einkaufen und essen. Auf dem Flohmarkt kaufte ich nur kleine Dinge. Dort war wohl wegen der Sommerferien nicht viel los. Jetzt habe ich wenigstens wieder einige Gebinde Mineralwasser zu Hause. Nachher werde ich in die Stadt fahren um meinen Kontostand abzufragen. Traurig ist das alles. Seufz. Mir scheint daß ich meine Bewerbungen ins Universum geschossen habe. Es herrscht "das Schweigen im Walde"... niemand meldet sich darauf. Ich habe nur noch Stress seit mir gekündigt wurde. Unglaublich! Klausi du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich beim Amt usw. Ergebnis: Alles gequirlte Scheiße. Am besten man arbeitet nicht. Dann hat man auch keinen Ärger wenn man den Arbeitsplatz nach kurzer Zeit wieder verliert. Wenn ich mir anschaue was in der Welt passiert erschaudere ich. Der Minimalismus und die Gleichgültigkeit der werten Mitmenschen kommt zudem noch dazu. Zum Kotzen. Klaus du fehlst mir!

Der einzige Weg, nicht um dich zu trauern,
wäre, dich nicht geliebt zu haben.
So gehen wir den Weg der Trauer,
in dem Wissen, dass er ein Weg der Liebe ist.
(Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder ein 26. Das war noch nie guter Tag. Am 26. August jährt sich dein Todestag das erste Mal. Wie hält man solche Verluste nur aus? Ich habe keine Familie die mir Trost spenden könnte. Die Frau die mich einst an einem 26. gebar schleuderte mir hemmungslos ihren Unmut über meine Existenz entgegen. Niemand unternahm etwas dagegen. Mein Bruder, der davon profitierte, daß ich diskriminiert wurde... kann sich angeblich nicht daran erinnern und stellt meine Behauptungen in Frage. Was für ein verachtenswertes Geschöpf. Er haßt meine Mutter mehr als ich das jemals könnte und hängt seine Fahne nach dem Wind, damit der Alleinerbe wird... und das als Dipl. Ing. und sehr hohem monatlichen Gehalt. Pfui Teufel! Ich verzichte auf alles. Das tut mir nicht gut. Schon als Kind hatte ich Probleme mit meinem Magen. Fast jeden Tag mußte ich mich übergeben. Wenn ich mich übergab rannte meine Mutter über den Korridor und rief durch die geschlossene WC-Tür "Na! Hast du wieder etwas Unkontrolliertes oder zu hastig gegessen?!" Alle konnten das mitbekommen und haben es mitbekommen! Bis heute leide ich an chronischer Gastritis, Enteritis und Colitis. Meine Mutter sagte oft "du bist nur einmal krank und das ist immer". Es wird Zeit daß die Gestalten endlich aus meinen Erinnerungen verschwinden. Was habe ich gelitten wegen denen! Klaus... nur du warst jemals meine Familie... mein Fels in der Brandung... meine Heimat! Du hast mich entschädigt um das worum ich betrogen wurde. Die Anderen können dir niemals das Wasser reichen! Heute war ich in einer Kirche um vier Kerzen zu entzünden. Ich hatte Glück, daß eine junge Frau schöne Orgelstücke währendessen einübte. Weißt du noch wie wir in Südfrankreich etliche Kirchen aufsuchten um deren Architektur zu bewundern? Nebenbei war es dort immer herrlich kühl und unseren Lebensmitteln in der mitgeführten Tasche tat das auch gut. In heutigen Kirche war es nicht kühl. Das lag wohl daran daß die Eingangstür weit offenstand. Auch verfügte sie nicht über mächtige Säulen und Seitenschiffe. Klaus du wirst mir immer fehlen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es Putenkeule. Du mochtest das auch so gerne. Seufz tief. Morgens war ich beim Amt um einen Bescheid zu beanstanden, welchen ich am Samstag im Briefkasten hatte. Einen Beleg reichte ich zudem nach. Jetzt fehlt nur noch ein Dokument damit die Leute vom Amt ihre Daseinsberechtigung sichern können. Und wieder geschehen Dinge die ich nicht verstehen kann. Da fliehen Menschen vor dem Terror um in dem Land, das sie aufnimmt und ihnen Asyl gewährt, den Terror zu entfachen. Unglaublich. Die Geschichte wiederholt sich in der Türkei. Auch das ist nicht neu. Klausi du würdest das auch nicht verstehen. Dann soll das Rentenalter auf 73 erhöht werden. Das geht, wenn man Johannes Heesters als Meßlatte nimmt. Na klar! Warum sollen die Arbeitenden nicht umsonst einzahlen! Das ist völlig ok so. Ich glaube ich spinne. Na egal. Ich habe den Zenit meines Lebens bereits überschritten. Letzte Nacht konnte ich vor Wärme wiederum nicht schlafen. Heute wird es nicht besser werden. Regen fehlt hier allerorten. In Spanien herrscht noch immer die Hitzewelle. Ich hangele mich tapfer von Tag zu Tag. Was bleibt mir auch anderes übrig? Klaus du fehlst mir!
In tiefster Taruer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
In fünf Monaten ist Heiligabend. In einem Monat und zwei Tagen jährt sich dein Todestag das erste Mal. Du starbst zwei Tage und zwei Monate vor deinem Geburtstag und genau vier Monate vor dem meinen. Monika hatte gestern Geburtstag und pflegt ihre irrationalen Ängste. Ich bat sie mich damit zu verschonen. Den gequirlten Scheiß hält kein Mensch aus. Meine Probleme werden auch nicht weniger. Das Amt hat sich wegen meiner Bezüge verrechnet. Da muß ich morgen hin. Klasse. Dann habe ich wenigstens keine Langeweile. Ich bin es so leid. Klaus du fehlst mir jeden Tag mehr.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Endlich habe ich trotz Wärme und aggressiver Bremsen den Rasen gemäht! Juhu!!! Lust hatte ich dazu überhaupt nicht. Bin ziemlich früh aufgestanden und zum Garten gefahren. Des nachts zuvor schlief ich super schlecht. Wachte fünfmal total verschwitzt auf. Habe das T-Shirt mehrfach gewechselt. Schrecklich. Eine Bewerbung habe ich auch schon wieder gemailt. Das mache ich jetzt jeden Tag, so ich etwas finde das passen könnte. Klaus du fehlst mir. Was ist nur in er Welt los? Unglaublich! Zustände wie in den USA.

Wenn Tränen Dich hätten
halten können,
dann wärst Du immer noch
hier.
Wenn Tränen Dich zurück-
bringen könnten, wärst Du
schon zu "Haus" bei mir.
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die gestrigen Erfahrungen haben Spuren hinterlassen. Nun habe ich Depressionen und bin antriebslos. Klasse. Gestern Abend gegen 23 Uhr brachte ich noch den Müll weg. Der Mond stand knapp über den Bäumen welche das abgeerntete Kornfeld nach hinten, zum Bahndamm, abgrenzen. Ich weiß nicht warum man vor etwa einem Monat davon sprach, daß man einen "Erdbeermond" nur ein Mal im Leben beobachten könne. Der "fast noch Vollmond" gestern sah so aus... oder wie eine aufgeschnittene Blutorange... ganz komisch. Abendrot war das um 23 Uhr nicht mehr... da gibt es keine Erklärung für... für mich jedenfalls nicht. Na egal... Die gelben Duftrosen an der Hauswand blühen schon wieder und verströmen bei Sonnenschein einen herrlichen Duft. Mein "Arbeitsabschiedsstrauß" muß heute entsorgt werden. Dafür bekommst du nun wieder gelbe Duftrosen und Lavendelzweiglein. Das gefiele dir ohnehin besser und ich finde das allemal schöner. Morgen hat Monika Geburtstag. Morgen werde ich aus dem Grunde dort kurz anrufen, gratulieren und das war es dann. Überall fliegen Strohstücke auf der Straße herum. Das war noch nie so, wenn das Getreidefeld abgeerntet war. Da kann man alle vier Stunden kehren und es sieht am Ende aus als hätte man nichts dergleichen getan. Heute morgen habe ich bereits eine Bewerbung gemailt. Das mache ich jetzt jeden Morgen, wenn ich ein Stellenangebot entdecke. Ich fühle mich trotz meiner Betriebsamkeit Scheiße.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Frag nicht wie das heutige Vorstellungsgespräch verlief. Unglaublich. Das war ein Ladengeschäft von ca. 18qm in welchem sich zwischen 3-4 Männer tummeln. Es gibt nur einen Laptop. Kein Fenster zum Lüften, nur eine Milchglaseingangstür und ein unsinniges großes Schaufenster. Ein Kühlschrank in der Ecke, ein Plastiksack mit Leergut und ein wackeliges Regal mit einsamen Aktenordnern. Die Einrichtung erinnert an Sperrmüll. Es mutete an als ob man "die schnelle Mark machen wolle" und dann die Segel streicht. Nur ein Landsmann von mir, der Rest sprach eine mir bekannte Sprache, die ich jedoch nicht verstehe. Die Bezahlung dementsprechend üppig. Da kann ich trotz zusätzlicher Witwenrente noch Wohngeld beantragen. Schon das Abo um dahin zu kommen frißt von dem allzu großzügigen Gehalt ein großes Stück. Ich bin erschüttert. Ein wirklich hochtabender Name und dann? Außer Spesen nichts gewesen. Mich hat heute "ein Pferd getreten". Der Vermittlungsvorschlag kam sogar vom Amt. Unglaublich. Klaus du fehlst mir entsetzlich! Wie soll das nur enden?
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 20.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es ein groß angekündigtes Gewitter, was sich jedoch als unspektakulär erwies. Gemessen an dem Blitzschlag vor sieben Jahren im Haus acht Meter entfernt ... nebenan... und den Gewittern in den Bergen des Penedes, wo Funken aus den Steckdosen bei unserem Bekannten sprühten, war das heutige Gewitter natürlich "Pillepalle". Morgen habe ich einen Vorstellungstermin. Wie das ausgeht weiß ich nicht. Diesmal ist es eine Baufirma. In der Branche habe ich noch nie gearbeitet. Eben war ich kurz draußen um den Müll zu entsorgen. Jetzt ist es kühler aber schwül, was noch unangenehmer ist. In dem Ort, in welchem wir in Spanien lebten und du letztendlich starbst... und in der ganzen Umgebung... wütet noch immer eine Hitzewelle. "Die Bratpfanne Spaniens", wie die Spanier diesen Landstrich selber nennen. Dir war das auch immer zu warm. Mal sehen, ob ich es noch diese Woche schaffe den Rasen zu mähen. Wenn es zu warm sein sollte, werde ich das tunlichst unterlassen. Als ich noch bei meinen Eltern wohnte und davon sprach es wäre "heiß draußen" verbesserte mich die Frau, die mich gebar stets und meinte daß man sagen würde "es ist warm draußen und nicht heiß". Alles wußte sie besser, nur nicht wie man seine Kinder respektiert und zu selbstbewußten glücklichen Kindern erzieht. Ich werde damit nie zurechtkommen, dass mich diese Frau emotional mißbraucht hat. Klaus du fehlst mir! Du hast mich für manches entschädigt um das ich betrogen worden bin. Hab Dank dafür!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern hat der Bauer auf dem Feld gegenüber das Korn geerntet. Knut Kiesewetter fällt mir dabei stets ein

Wenn de Wind dör de Bööm weiht un Grass nich mehr wassen deiht. Un geeler warrd, denn kummt bald de Tied. Wenn'e Storm övert Feld geiht, wo lang schon keen Korn mehr steiht, un meeler warrd. Denn is bald so wied. Dat de Dag kötter warrd, un de Nachte duern lang un de Kinner vun'n Naver de warrn in'n Düüstern bang, wenn de Rägen vun't Reihdack dröppt, mien Söhn buten gauer löppt, sonst warrd he natt, denn schnurrt binn' de Katt. Wenn 'e Wind dreiht, vun Nord weiht un Rägen gägen de Finstern neiht. de Schiem daalrinnt, denn föhl ick mi wohl. Wenn'at Füer in'n Kamin brennt, un jeder di bi'n Vörnaam nennt, weil he di kennt. Denn is uns Huus vull. Denn de Navers sünd in disse Tied ok neet gern alleen. Un bi Teepunsch an'n Füer warrd de Wedder wedder schön. Wenn de Bläder sik bruun farvt, un Water steiht in de Groov. Denn warrd dat Harfst, op uns Fresenhoff.
(Knut Kiesewetter)

Seufz tief. Heute war es ziemlich warm draußen. Zum Glück wehte noch ein leichter Wind. Morgen soll es noch wärmer werden. Die Hitze, die alljährlich in Spanien zu herrschen pflegt ist nun auch zu uns rübergewabbert. Du hättest jetzt gesagt du hättest das Wetter von Spanien zu uns rübergeschoben. Ich vermisse deine Stimme... deinen Ratschlag... deine Herzlichkeit. Meine Unterlagen gab ich auf dem Amt ab, dennoch fehlen noch zwei unselige Dokumente. Das ist die Pest! Donnerstag habe ich schon einen Vorstellungstermin. Das ist die Reaktion auf eine Bewerbung, die ich erst gestern Abend per E-mail rausschickte. Klasse. Mal sehen was daraus wird. Klaus du fehlst mir entsetzlich. Meine einzige Familie warst du. Wie mag es dir nun gehen? Was ist aus dir geworden? Unfaßbar, daß du nicht mehr lebst!

In unendlicher Trauer und endloser Liebe
deineTina
Tina am 18.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Den Tag habe ich schweißnaß verbracht, dennoch habe ich die acht Punkte bzw. Stellen abarbeiten können. Morgen bin ich gespannt was dabei herauskommt. Mir graut davor. Meine werte "Freundin" Monika hat sich wiederum daneben benommen. Mit meiner Gartenfreundin verhält sich das ähnlich. Mir egal. Ich kann auch ohne solche Individuen leben. Ganz tolle unrealistische Vermittlungvorschläge wurden mir unterbreitet. Auch egal. Stumpfsinnig werde ich der Pflicht genüge tun. Was soll ich mit einem 450€ Job? Und dazu noch wenn ich für eine Fahrt 1 3/4 Std. brauche um dort anzukommen, und das Monatsabo ca. 148€ kostet? Da bleibt nichts übrig. Die Beraterin hörte überhaupt nicht zu. Auch ok. Augen zu und durch. Klausi du fehlst mir entsetzlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eben war ich bei meiner Bekannten und gab ihr meine Josta- und Johannisbeeren. Ich muß gestehen daß ich total depressiv und zu keinem klaren Gedanken fähig bin. Stellenangebote in der Zeitung, auf die ich mich bewerben könnte, finde ich auch keine. Mir fällt es schwer mich mit der neuen Situation abzufinden. Immer Kampf und Krampf. Mir hängt es zum Hals heraus. Niemals kann ich mich einmal zurücklehnen und mich meines Lebens freuen. Klaus du fehlst mir mit jedem Tag mehr. Morgen habe ich drei Termine. Das wird total stressig. Dienstag wird entsetzlich. Mittwoch ist auch wieder ein Termin fällig. Mir graut vor der Zukunft. Immer dieses Willkommensein und plötzlich verstoßen werden. Immer gibt es Menschen, die einem hemmungslos ins Leben scheißen. Das kenne ich von Kindesbeinen an. Muß das immer so weitergehen?!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Noch immer bin ich mehr oder weniger verwirrt. Eine Gartenfreundin verhält sich mehr als seltsam mir gegenüber, findet das selbst aber normal. Ich lasse das mal so stehen. Im Moment habe ich mit mir selbst genug zu tun, dank der kommenden Zeit der Arbeitslosigkeit. Heute habe ich im Garten Josta- und Johannisbeeren gepflückt. Zum Rasenmähen konnte ich mich dennoch nicht durchringen. Wenn es wieder kühler ist, werde ich das nachholen. Der kommende Montag und auch der Dienstag ist mit Terminen gespickt, Mittwoch soll es heiß draußen werden. Die Vorkommnisse seit deinem Ableben sind mehr als unerfreulich. Am 26. August jährt sich dein Ableben. Für mich noch immer unfassbar. Klaus du fehlst mir ganz erbärmlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!

Die Welt steht Kopf. Was ist nur los? Beängstigend. Ich vermisse dich.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war mein letzter Tag in dem Betrieb, in welchem ich seit fast vier Jahren gearbeitet habe. Davor auf 400 bzw. 450€ Basis und das letzte Jahr auf Teilzeitbasis. In dreieinhalb Stunden habe ich zwei zwanzig Jahre alten Kolleginnen versucht zu erklären was ich die ganze Zeit über tat. Die meinten nur, daß das easy wäre. Respekt Fehlanzeige. Na dann... ich muß loslassen... so ist das eben. Einen Blumenstrauß bekam ich von meinen direkten Kolleginnen sowie Kollegen und zwei Packungen Pralinen mit einer netten Karte von denen, die ihren Obolus dazutaten. Die Blumen habe ich dir gleich hingestellt. Ich habe etwas gegen derartige Blumen. Das hat etwas Endgültiges. Scheiße. Jetzt noch zwei Wochen Urlaub und dann kann ich wieder zum Amt und die Hand aufhalten. Ich glaube nicht wirklich, daß ich so kurzfristig wieder in Arbeit komme. Klaus ich fühle mich mental ziemlich unten. Du fehlst mir!
In unendlicher Trauer und endloser Liebe
deine Tina
Tina am 13.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen muß ich noch in dem Betrieb, der mir gekündigt hat, arbeiten und eine Kollegin innerhalb vier Stunden einen Crashkurs bezüglich meines Aufgabengebietes verpassen. Da fiel den "Obersten" heute ein, daß es welch Wunder, keinen Ersatz für mich gibt und man nicht dafür gesorgt hat, was wird wenn sie mich rauswerfen. Tolle Nummer. Das ich das nicht in vier Stunden vermitteln kann und natürlich nicht alles verraten werde ist wohl klar. Man muß sich meine Unentbehrlichkeit auf der Zunge zergehen lassen, wenn sie schon das "falsche Schwein geschlachtet haben" wie Churchill seinerzeit zerknirscht feststellen mußte. Mehr muß ich nicht dazu schreiben zum Thema "hire and fire". Klausi du fehlst mir, wie du siehst. Zum Friseur ging ich heute. Ich hasse Friseure, aber es ging nicht anders, da ich abermals um einen Job buhlen muß. Vielleicht sollte ich mal bei einem Chef hineinplatzen um mich unkonventionell vorzustellen. So bleibt man im Gedächtnis. Einmal bekam ich einen Lachkrampf und bekam den Job, der immerhin mehr als acht Jahre andauerte, bis man uns aufkaufte. Und einmal hatte ich kein Zeugnis und wurde dennoch angenommen. Ein toller Job für drei Jahre, bis wir pleite waren. Und dann der Job, wo ich dem Chef nach drei Monaten die Meinung sagte und der mich trotz meiner Kündigung unbedingt behalten wollte, weil ihm das imponierte. Es gibt manchmal tolle Erlebnisse. Seufz. Entweder man kommt mit meiner Art klar oder eben nicht. Klausi du kanntest mich genau. Du hast das an mir geschätzt. Du fehlst mir unenedlich!
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 12.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen ist mir eine Kette gerissen und fast alle Glasperlchen ergossen sich im Badezimmer. Tolle Show. Nun kann ich mit Sandpapier unter der Tür entlangschmirgeln, da die Perlen nun unter der Tür, auf den Fliesen, mit einem scheußlichen Geräusch... entlangschleifen. Das mußte wohl heute in der Frühe so sein. Klausi du fehlst mir. Ich bin von meiner Arbeitstelle total enttäuscht. Ohnehin sehe ich wenig Sinn in einem Leben ohne dich. Wie soll das nur werden? Jeden Tag zitiere ich dich, jedenTag spreche ich von dir, jeden Tag denke ich an dich. Mein erster Gedanke am Tag bist du und mein letzter. So wie früher, als du noch lebtest. Der Schmerz wird bleiben in meiner Seele und meinem Herzen. Danke für die schöne Zeit mit dir.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Mental bin schlecht drauf. Der Verlust des Arbeitsplatzes wiegt schwer. Zu Hause wird wieder alles über mich hereinbrechen. Tagsüber, während der Arbeit ging das... aber nun? Wieder kann ich zum Amt gehen, damit ich das Existenzminimum habe. Klaus du fehlst mir. Du hättest jetzt gesagt ich solle nach Spanien ziehen. Da hätte ich genauso wenig. Die Hitze halte ich aber nicht aus und die ärztliche Versorgung ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Mir ist nur noch nach Weinen zumute. Wieder muß ich im Haifischbecken um einen Job buhlen. Mir bleibt nichts erspart.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
In Spanien herrscht schon lange eine Hitzewelle. Nun bekommen wir auch diese Schwüle. Wenn ich als Kind sagte daß Hitze herrsche "verbesserte" mich die Frau, die mich gebar, und meinte ich müsse sagen es wäre warm draußen und nicht heiß. Was die Narzisstin gegen das Wort "heiß" oder "Hitze" hatte weiß ich nicht. "Mama" durfte ich auch nicht sagen sondern "Mutti". Monster kann ich nicht verniedlichen also sagte ich "Mutter" oder gar nichts und sprach sie nur im Notfall an. Was soll ich auch mit einer Mutter anfangen die mir sagte ich käme in die Erziehungsanstalt, ich wäre der erste Nagel zu ihrem Sarg, ich mache ihr das Leben zur Hölle mit meinem Vater und dessen Mutter zusammen, ich wäre an ihrer Gallenoperation schuld, ich solle mir ein Beispiel an meinem Bruder nehmen und so werden wie er, dann würde ich richtig, ich wäre nur einmal karnk und das wäre immer.... etc.? Um Mutter- und Geschwisterliebe fühle ich mich betrogen. Klaus nur du warst meine Familie und meine Heimat!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich fünf Stunden im Garten. Mein werter Gartennachbar hat mir ein gekochtes Eisbein auf die Wiese geworfen. Zum Glück hatte ich diesmal eine Zeugin dabei, die mitbekam was der Armleuchter zu mir hinübergeworfen hat. Unglaublich. In der Schwüle waren heute viele Bremsen unterwegs. Drei von den widerlichen Biestern habe ich erledigt. Jetzt habe ich eine Mücke im Schlafzimmer. Mit dem Spray habe ich draufgehalten und die Tür zugemacht. Hoffentlich liegt die jetzt Blut hustend in der Ecke. Morgen werde ich Johannisbeersaft kochen. Es gibt wahnsinnig viele Johannisbeeren dieses Jahr. Tja... und der Gartennachbar, von dem meine werte Gartenfreundin behauptete er sei gestorben... begegenete mir recht lebendig in der Innenstadt. Klausi du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Du kannst dir nicht vorstellen wie traurig und enttäuscht ich bin. Mit dem Urlaub in deiner Heimat wird dank der kommenden Arbeitslosigkeit ab August nichts. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das ist ein Gefühl als ob mir die Kehle eingeschnürt würde. Das Gefühl habe ich ohnehin sehr oft und nun ständig. Man muß immer wieder die Verluste und Enttäuschungen hinnehmen, akzeptieren und verarbeiten. Dein Verlust ist ohnehin nicht zu verarbeiten. Ein unverdauter Kloß der immer wieder an die Oberfläche tritt. Nun auch noch der Verlust der hart erkämpften Arbeit. Mir wird das zu viel. Für heute habe ich mir einige Dinge vorgenommen, die ich erledigen wollte. Meine deprssiven Gedanken lähmen jedoch jegliche Aktion. Ich werde wohl zu Hause bleiben und nicht fähig zu konstruktivem Denken und Handeln sein. Scheiße. Das gestrige Fußballspiel hätte ich mir auch schenken können. Nachdem das zweite Tor fiel habe ich den Fernseher ausgeschaltet. Wohl dem der immer gesund ist und dessen Leben in sicheren, glücklichen Bahnen verläuft. Mein Leben war immer nur Kampf und Krampf. Wenn man von einer Frau geboren wird die einen nicht leiden kann und das offen zeigt, ja sogar das Umfeld in diese Diskriminierung mit hineinzieht, dann geht man ganz anders ins Leben als jemand, der ein wohlbehütetes Nest hat. Auch da wurde ich betrogen. Klaus du fehlst mir ganz erbärmlich! Während der wunderschönen Zeit mit dir konnte ich wenigstens innehalten. Die Tür zumachen und die traumatischen Erinnerungen an früher abprallen lassen. Du warst meine Heimat. Nun bin ich erneut entwurzelt, heimatlos.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist wieder Fußball angesagt. Klar werde ich mir das anschauen. Weil Schwapp-Schwapp von Pepsi im Angebot ist habe ich mir drei Flaschen mitgebracht. Herrlich wenn das Getränk eiskalt ist. In Spanien, wo wir lebten, ist entweder Gewitter angesagt oder eine wahnsinnige Hitzewelle. Hier war es heute Morgen herrlich kühl. Der blaue Himmel war voller Kondensstreifen der umherfliegenden Flugzeuge. Gegen Mittag wurde es richtig warm, fast schwül. Sonnig war es. Nachmittags zog sich der Himmel zu. Klaus ich vermisse dich und deine Ratschläge. Du warst meine Familie. Bis 14. Juli arbeite ich noch, danach habe ich bis Ende des Monats Resturlaub und dann bin ich wieder arbeitslos. Das sind Perspektiven... seufz. Klausi ich muß jetzt wieder einen Job bekommen und mein Lebenskonzept erneuern.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es nicht mehr so windig und ein wenig sonnig. Wo wir in Spanien lebten gibt es bis Freitag eine Gewitterwarnung. Und wo wir oft in Frankreich Urlaub machten herrscht eine Hitzewelle. Ich werde traurig wenn ich auf die Karte blicke. Klaus du fehlst mir. Die Situation ist im Moment eh schwer zu ertragen. Ab August bin ich wieder arbeitslos. Immer habe ich alles gegeben und alles in die Waagschale geworfen. Das Ergebnis ist ein Tritt in den Hintern. So war es immer. Ich habe es satt. Mental bin ich im Keller.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Bin mental total erschöpft. Als Monika - nach langer Zeit - anrief, bin ich während des Telefonates eingeschlafen und hab der was vorgeschnarcht. Mir egal. Die kommt mit ihren 1400 € netto nicht aus. Was soll ich da erst sagen? Wir wären mit der Knete König gewesen! Mein Ex-Nachbar rief ebenfalls an und berichtete, daß er nun dicke erben würde... von seinem verstorbenen Lieblingsonkel und seinem sterbenden Vater würde er im sechsstelligen Bereich kassieren. Seufz. Das interessiert mich nicht die Bohne. Klausi du fehlst mir. Nur das zählt. Mit all dem Geld der Welt bekomme ich dich nicht mehr zurück.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bekam ich das 12 kg Paket aus Spanien mit deinen... unseren Fragmenten unseren Lebens im Süden. Ein Nachbar nam das Teil an. Ich könnte nur noch heulen. Deine von deinem spanischen Freund, eine Woche nach deinem Ableben, leergeräumte Scheckkarte ist auch dabei. Unglaublich. In letzter Zeit kommt es knüppeldick. Was muß man nicht alles im Leben aushalten können. Auf meine Bewerbungen hat sich noch niemand gemeldet. Warum auch. Ich kann heute nicht viel schreiben. Bin mental im Keller. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Drei Bewerbungen habe ich nun geschrieben. Bei der Gelegenheit habe ich die Mails von Philippe gelöscht. Dabei stieß ich auf unsere Mails. Das war wieder ein Stich in mein Herz. Klar... da saß ich eine ganze Weile heulend und fassungslos. Schade daß ich in meiner Jugend so viel Zeit an Philippe verschwendet habe. Nun weiß ich endlich Bescheid. Mit neunzehn Jahren war das nicht der Fall. Und vor fünfzehn Jahren fing er an mich zu suchen. Warum weiß ich nicht. Wir haben uns verändert. Oder war er schon immer ein Armleuchter und ich bemerkte es damals, völlig geblendet, nicht? Na egal. Es gab eh nur einen sporadischen Mailkontakt. Klausi der kann dir das Wasser nicht reichen, auch wenn er studiert und einen hochdotierten Job in Paris inne hat, Ländereien und Häuser erbte. Das ist nicht alles. Ich war mir dessen Defizite nicht bewußt. Damals war er Student und mit Twen Tours quer durch Europa unterwegs. Irgendwo auf Sizilien stießen wir aufeinander... nachts um 23 Uhr in einer Pizzeria... und tauschten Adressen aus. Das war alles zunächst. Ich wußte nur... ein sehr großer, kräftiger Franzose, brünettes Haar, blaue Augen... blaues Hemd, Student, Fallschirmspringer und Rugbyspieler. Im Aussehen wie Helmut Berger in jungen Jahren... besser noch und sehr maskulin. Ein Jahr später kam der Stein ins Rollen und endete über den Umweg Ungarn damit, daß ich Jahre später untröstlich nach Neuseeland entfloh. Weiter ging es von hier aus nicht. Seufz. Unglaublich. Ich sollte ein Buch schreiben. Aber wen interessiert das? Du warst meine Familie. Nur du wirst mir bis an mein Lebensende fehlen. Heute gibt es zum Glück wieder Fußball. Das werde ich mir antun. Dann noch diese und nächste Woche arbeiten. Zwei Wochen Resturlaub dann ist Sense. So wird mir mir umgegangen. Wenn ich es überlege habe ich in drei Betrieben gearbeitet, die pleite gingen. Eine Firma wurde von einer anderen aufgekauft, und was mir der hier ist weiß ich nicht. Im Grunde ist mir das jetzt auch egal. Das Resultat ändert das nicht. Klausi, du als erfahrener Betriebsratsvorsitzender fehlst! Ich habe hier niemanden zum Reden. Als Kind hatte ich auch niemanden. Klar überlebt man das. Dennoch es schmerzt.

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes -
manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann,
dann stärkt sich indessen leise das Schöne
und berührt wieder unsere Seele.

( Hugo von Hoffmansthal )

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nun gibt es ein Elfmeterschießen bei der Europameisterschaft. Ungünstiger kann man kein Fußballspiel beenden. Gestern habe ich es zum Glück geschafft den Rasen zu mähen... da bin ich wirklich froh drüber. So konnte ich mich heute ruhigen Gewissens den Bewerbungen widmen. Morgen muß ich im Haus etwas tun. Gleich muß ich noch die Wäsche im Keller aufhängen. Ich bin noch im Zweifel ob ich nicht besser den Fernseher ausschalten sollte und morgen das, wie auch immer geartete, Ergebnis dem Internet entnehme. Das würde dich jetzt auch aufregen, Klaus. Aber was geht mich das an... ab 01.08.2016 bin ich arbeitslos, wenn ich bis dahin nichts Neues finde. Dann bin ich wieder eine arme Wurst. Dem Fest im Schrebergartenverein blieb ich heute fern. Ich habe nichts mehr zu feiern. Außerdem gingen mir die miesen Charaktere im Verein derart auf die Nerven, daß ich innerlich damit abgeschlossen habe. Klaus du fehlst mir bis an mein Lebensende. Niemand kann dir jemals das Wasser reichen. Chapeau!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich endlich den Rasen gemäht. Puh! Mein werter Nachbar hat wohl aus Frust ob des Abschneidens "seiner Fußballmannschaft" - am gestrigen Abend - jede Menge Müll in meinen Garten geworfen. Sechs große Teile von Broten und Baguettes fand ich in meinem Garten zwischen den Johannisbeeren, einen großen Knochen, ein zugeschraubtes Glas mit braunem Schlunz (evtl. Durchfall seines Hundes) und eine Verpackung von Hähnchenteilen mit anderem Schmadder, der nachhaltig stank. Alles habe ich eingesammelt und zwischen seinen Zaun und die Tujaanpflanzung geworfen. Sollen sich dort die Ratten tummeln, die ihn besser verstehen. Evtl. wälzt sich sein Hund auch in der stinkigen Masse... mir egal. Solche Personen braucht die Welt nicht. Ungeholbelt, verlogen und parasitärisch. Mariusz bezeichnete seine Landsleute vorhin als Pack. Recht hat er. Dieses Jahr gibt es viele Johannisbeeren, Äpfel, Kirschen und Zwetschgen. Die Hortensien sind sehr groß geworden und blühen unheimlich schön. Klaus du fehlst. Es ist immer wieder schön die Vögel in meinem Garten beobachten zu können. Dir würde das auch gefallen.


Zeitlos

Wer sagt du seist fort
weiß nicht um deine Gegenwart
die hängen blieb
in allen Dingen die du geliebt
Wer sagt du seist fort
weiß nicht um Liebe
nicht gebunden an Raum und Zeit
weiß nicht um deinen Geist
Der sich eingenistet
dort wo dein Herz schlug

(Maria Grünwald)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Today we have black Thursday and it's raining stones. Jetzt bin ich meinen Job auch los. Bis Ende Juli kann ich noch dort arbeiten... dann ist Sense. Man ist nichts wert für seine geleistete Arbeit. Nur eine Nummer. Ein Fall, den es zu bearbeiten gilt. Nun fehlst du mir mehr denn je. Es ist nicht auszuhalten, was aber ausgehalten werden muß. Immer und immer wieder aufs Neue. Durch schlechtes Management sitzt man wieder auf der Straße und lebt vom Existenzminimum. Ich bekomme wieder die altbekannten Ängste. Wieder muß ich mein ohnehin nicht stabiles Lebensgerüst der Situation anpassen. Mit ist im Moment nur noch nach mehr Weinen.
In tiefer Liebe und unendlicher Trauer
Deine Tina
Tina am 29.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Inzwischen schrieb mir Philippe. Leider hat sich der ganz seltsam artikuliert, daß ich ihm dementsprechend geantwortet habe. Auf weitere Kontakte lege ich keinen Wert mehr. Was für ein Armleuchter. Für mich ist der nach all der langen Zeit gestorben. Unglaublich. Unser beider Leben war schwer genug, da brauchen wir niemanden, der selbstgerecht in unser Leben scheißt, wie Philippe sich erdreistete. Klaus, dir kann trotz alledem niemand das Wasser reichen. Ich danke dir für die schöne Zeit. Du bist alle Tage in meinem Leben. Oft spreche ich über uns... über dich... Das bleibt so bis an mein Lebensende.

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

(Verfasser unbekannt)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe.
Deine Tina
Tina am 28.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Rasen wächst im Garten. Vor Samstag habe ich keine Zeit ihn zu mähen! Es ist zum verrückt werden! Heute Morgen hatte ich zwei Arzttermine. Zeckenbisse mußten kontrolliert werden. Letzten Mittwoch hatte ich drei Zecken am Hals entdeckt, nachdem ich des abends noch ein wenig im Garten werkelte. Freitag ging ich zum Doc, weil die Einstichstellen total rot und dick angeschwollen waren. Kleine Ursache... große Wirkung. Nachher muß ich das Antibiotikum wegen der Mistviecher einwerfen. Beim anderen Arzt hatte ich ein seltsames Erlebnis. Ein geistig Behinderter kam mit Rollator ins Wartezimmer und sagte die ganze Zeit ihm ginge es nicht gut. Er würde sich schwindelig fühlen. Irgendwann kippte er zur Seite. Eine wartende Patientin hielt ihn an der anderen Seite fest, sonst wäre er wohl vom Stuhl gefallen. Die Arzthelferinnen verfrachteten ihn auf eine Liege in einem seperaten Raum. Dort schrie und jaulte er so erbärmlich, daß mir ganz anders wurde. So geht es wohl auch in der "Geschlossenen" zu und in Altenheimen... an die NS-Zeit mußte ich denken. Der Patient tat mir schrecklich leid. Vor dem Altwerden habe ich Angst. Wenn ich bedenke, daß man als alter Mensch der Willkür der Pflegekräfte ausgesetzt ist. Das war schon schlimm, daß ich der Willkür meiner narzistischen Mutter ausgesetzt war und mir niemand beistand. Ein Alptraum. Der Arzt frug ob ich etwas zum "seelisch aufhellen" brauche. Ich verneinte. Dich brauche ich und sonst nichts! Da nutzen auch keine "Happypillen". Sehnsucht ist unheilbar.


Du fehlst


Das kannst du gar nicht glauben,
wie sehr du mir fehlst.
Alles erinnert mich an dich:
Jedes Bild, das ich sehe und berühre,
jeder Hauch, den ich sachte spüre
auf meiner Haut,
jedes Ding, das sich legt in meine Hand,
jedes Lied, das je eine Note fand –
alles bist du, hatte von dir seinen Glanz,
ist jetzt farblos und fade und tut mir weh.

Kein Abendspaziergang an deiner Seite,
keine Nacht mehr,
in der ich deinen Atem lausche.
So still, einfach still,
manchmal unerträglich,
weil du nicht mehr bist.

Der Mond mit romantischen Träumen
ist vom Himmel gefallen,
liegt zerbrochen da wie mein eigenes Leben
so ganz ohne dich.

Wo soll ich denn hin, warum bin ich noch da?
Warum steht die Zeit einfach still
und wartet, bis du wiederkommst?

Jochen Jülicher


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr nahm unser unaufhaltsames Schicksal seinen Lauf. Diese Machtlosigkeit, diese Hilflosigkeit, dieses Gefühl der Verlorenheit... ich habe mein Lebenskonzept verloren, den Boden unter den Füßen... den Sinn im Leben. Das schmerzt ungemein. Du fehlst mir bis an mein Lebensende. Nichts ist wie es einmal war. Unwiederbringlich. Tagsüber funktioniere ich zwar, aber wenn ich alleine bin bricht alles in mir zusammen. Ich bin untröstlich. Kochen macht keinen Spaß, Urlaubmachen ist sinnlos, Fernsehen ist uninteressant... vieles ist eher lästig geworden. Mein Sinnen und Trachten warst du.

Ich würde Jahrtausende lang
die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.
Aber ich denke, was sich gleich ist,
findet sich bald.

Friedrich Hölderlin


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr war der Tag an dem es anfing dir sehr schlecht zu gehen. Ab heute waren deine... unsere Tage zusammen... gezählt. Unfaßbar. Gestern beobachtete ich einen kleinen Vogel in den Rosen im Vorgarten. Der suchte wohl Raupen. Ich habe auch schon kleine grüne Raupen auf den Knospen entdeckt. Im Internet habe ich recherchiert was das denn für ein Vogel war. Ein Spatz war das. So selten sind die mittlerweile geworden, daß man sie nicht mehr kennt. Traurig ist das. Im Moment scheint die Sonne, aber von Nordwesten ziehen dunkle Wolken auf. Hoffentlich gibt es kommende Woche ein paar trockene Tage, daß die Wäsche trocknet und ich endlich den Rasen mähen kann. Klaus du fehlst mir unendlich. Ich werde dich bis an mein Lebensende vermissen. Kein Verlust in meinem Leben wog jemals so schwer. Kein weiterer Verlust in meinem Leben wird jemals so schwer wiegen wie der deine.

Aufbrechen

Keiner wird gefragt,
 wann es ihm recht ist
 Abschied zu nehmen;
von Menschen,
Gewohnheiten,
sich selbst
irgendwann.
 Plötzlich
heißt es
damit umzugehen,
 ihn auszuhalten
diesen Abschied,
 diesen Schmerz des Sterbens, 
dieses Zusammenbrechen,
um neu
aufzubrechen.

Margot Bickel


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Mir ist vor den nächsten Tagen bange. Nie werde ich vergessen was vor einem Jahr geschah. Heute morgen war ich für zwei Stunden im Garten... das Unkraut ließ mir keine Ruhe. An Rasenmähen war nicht zu denken, so sehr hat es geregnet. Total durchnäßt kam ich nach Hause. Die Wäsche habe ich gleich in die Waschmaschine getan. Zur Zeit trocknet die Wäsche sehr schlecht im Keller, weil es ständig regnet und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Schöne Blumen habe ich heute für dich gekauft. Weiße und gelbe mittelgr0ße Gerbera mit lila Strandflieder und grünem Beiwerk. Das sieht sehr schön aus. Gestern kaufte ich unsere heiß geliebte Blaubeertorte. Eine halbe erwarb ich. Seufz. Die schmeckt nicht mehr so toll wie zu der Zeit als du noch lebtest. Alles ist anders. Nichts ist so wie es mit dir war. Es gibt keinen wirklichen Trost. Du bist unersetzlich. Hab dich lieb Klaus.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die gestundete Zeit läuft ab. Vor einem Jahr in zwei Tagen... nun jährt sich das. Von da an ging es bergab. Nie werde ich darüber hinweg kommen. Zudem haben sich viele Leute ganz gemein dir gegenüber und vor allem auch mir gegenüber verhalten. Unverzeihlich und unverständlich. Denen wünsche ich von Herzen so eine Situation und daß man sie am ausgestreckten Arm verhungern läßt. Zeit meines Lebens werde ich das nicht vergessen! Nicht vergessen können. Leider war ich machtlos, da nicht vermögend. Das Recht und die Aussicht auf gute medizinische Versorgung ist auf Seiten derer, die gut situiert sind. Klaus das schmerzt ungemein. Für diese Individuen warst du nur ein Fall... eine Nummer in der Statistik. Für mich warst du meine Familie... meine Welt!
In unendlicher Trauer und tiefer Liebe
deine Tina
Tina am 23.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
So schlimm, wie in den Nachrichten vorab angekündigt und befürchtet, habe ich die Schwüle heute nicht empfunden. Müde bin ich ohne Ende und mental ziemlich down. Morgen muß ich wieder sehr viel erledigen. Langsam habe ich genug vom Herumhasten um etwas erledigt zu bekommen. Klaus du fehlst mir unendlich! Meine Bekannte hat ganz tolles Apfelgelee vor zwei Jahren hergestellt. Heute aßen wir es zu frischen Waffeln. Das hätte auch dir geschmeckt! Du bist allgegenwärtig in meinem Leben. Du warst das und wirst es immer bleiben. Die zwei fliegenden Grünspechte, die ich heute Morgen beobachten konnte, hätten dich genauso begeistert. Unfaßbar daß du nicht mehr bist. Unvorstellbar.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nach der Arbeit für drei Stunden im Garten. Mich traf fast der Schlag. Das Unkraut ist bei den Temperaturen und dem Regen gewachsen! Schrecklich! Eben habe ich zwei Zecken am Hals entfernt. Ein Mücken und Zeckenjahr ist das! Scheußlich! Den Rasen werde ich nächste Woche mähen. Bei der Hitze auf keinen Fall! Morgen soll es sehr schwül werden. Na Klasse. Stöhn. Jetzt bin ich müde ohne Ende. Morgen muß ich um fünf Uhr morgens aufstehen. Klausi du fehlst mir.

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die letzte Halbzeit des Fußballspieles Nordirland gegen Deutschland konnte ich eben noch verfolgen. Hab mich heute ständig verspätet. Morgens hatte ich schon verschlafen. Seufz. Im Bus wurde ein Kerl unverschämt. Ich frug ihn ob neben ihm noch Platz wäre, der reagierte nicht mit seinen Stöpseln in den Ohren. Sah aber, daß ich mich um einen Sitzplatz bemühte. Kurzerhand setzte ich mich neben ihn. Der Schwachmatiker fing daraufhin an mich anzupöbeln... ich hätte fragen können statt mich einfach da reinzuquetschen. Ich erwiderte dass ich das tat und diverse Zeugen dafür hätte. Dann meinte der Blindgänger "halts Maul" und andere Nettigkeiten, die ich nicht verstand, obwohl das eindeutig ein Deutscher war. Seufz. In Spanien, genau dort wo wir lebten, gibt es wieder ein Hitzewarnung. Die Bratpfanne nennen selbst die Spanier diesen Landstrich. Heute ist Sommeranfang. Das erste Mal, seit du nicht mehr lebst. Mittsommernacht findet ebenfalls ohne dich statt. Im Gartenverein sagte ich Bescheid, daß ich nicht (mehr) für den Kuchenverkauf zur Verfügung stehen werde. Ich habe diverse Gründe dafür, unter anderem die dämliche, respektlose, unverschämte Tratscherei im Verein. Nun habe ich endgültig genug! Hoffentlich kann ich morgen Nachmittag noch etwas im Garten tun, bevor es so schwül wird. Die ganze Zeit schaffte ich es nicht in den Garten, denn immer dann fing es zu regnen an. Klaus du fehlst mir!

Nur ein Stück weit
Konnten wir den Weg des Lebens gehen;
Verhallt sind Worte, die uns bewegten.
Verwehrt sind Blicke, die uns beschenkten.
Verflogen sind Gedanken,
die uns bereicherten.
Vergangen sind Zärtlichkeiten, die uns beglückten.
Verflossen sind Träume,
die uns bezauberten.
Und doch schimmert durch alle Schleier
der Trauer ein Licht der Hoffnung:
Wir werden uns wieder nahe sein
im Land des Friedens und des Lichts,
zeitlos und glücklich.

Erich Friebe

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Leider bin ich während des England gegen Slowakei Fußbalspieles eingeschlafen. Den Erdbeermond habe ich auch nicht bewundert. Kein Wunder... am Montag habe ich über zehn Stunden gearbeitet. Nun ist zwei Uhr in der Frühe und mein Schädel brummt. Ich werde am Abend mehr zu schreiben wissen als jetzt. Habe nur schnell den Fernseher ausgeschaltet und im Internet recherchiert wie das Match ausgegangen ist. Bis später also. Ich vermisse dich jede Sekunde und der Schmerz wird nicht geringer.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Österreich hat das Spiel - wider Erwarten - gut über "die Bühne" gebracht. Das freut mich sehr. Ein "Fußballzwerg" hat seine Zähne gezeigt worauf die arroganten Stars sich am Kopf kratzen mußten. Im Moment lese ich ein Buch von einer Autorin die ebenfalls in der Obhut einer Frau, die unglücklicherweise auch ihre leibliche Mutter ist, welche eine narzistische Persönlichkeitsstörung hat, aufwachsen mußte. Das kommt mir teilweise bekannt vor. Auch ich hatte als Kind immer Angst, daß meine Mißgeschicke außerhalb der Wohnung meiner Eltern, wie zum Beispiel in der Schule oder anderswo, meiner Mutter zugetragen werden und ich dafür niedergemacht würde. Das ist das System eines totalitären Staates aber nicht eines harmonisches Nestes, das sich Familie nennt! Ich habe damit abgeschlossen in dem ich den Kontakt abgebrochen habe. Ändern kann ich die Menschen nicht und Wertschätzung oder Rehabilitation wird mir von denen auch nie zuteil. Meine Kraft sollte ich nicht mehr verschwenden für eine nicht zu gewinnende Schlacht, zumal ich den Zenit meines Lebens bereits erreicht habe. Klausi heute habe ich costillas gebraten. Gegrillt sind die besser aber egal... Erstaunlicherweise waren die recht fleischig. Alitas suche ich noch, um die im Ofen auf dem Blech braten zu können... Klaus du bist immer allgegenwärtig. Du fehlst! Weißt du noch wie die grauen iberischen Schweine irgendwo ausgebüchst sind und auf der Straße nach Zufre herumliefen? Ich habe ein wenig Angst bekommen, weil wir zu Fuß unterwegs waren - vorschriftsmäßig in den leuchtenden Warnwesten - nur die Schweine konnte man von Auto aus schlecht sehen, dazu waren die auch noch grau in der Farbe. Die Borstentiere wirkten scheu auf mich oder halbwild wie du sagtest. Deren Fleisch schmeckt wirklich ganz anders und ist auf jeden Fall nicht voller Wasser. Wie sagt Dirk, als gelernter Fleischer, immer... "mit Wasser macht der Metzger am meisten Geld". Das stimmt. Tja... und alas oder alitas sind bei uns nicht gefragt. Die Teile des Hähnchens bekommt man hier nicht. Schade. Man müßte schon 20 ganze Hähnchen kaufen und die Teile abschneiden um eine Mahlzeit für zwei Personen daraus zaubern zu können. Ich bin unheimlich dankbar für die Zeit mit dir, Klaus. Die Erinnerungen kann mir niemand nehmen. Wer lernt Spanien schon so intensiv kennen, wenn er in einer Touristenhochburg zwei oder drei Wochen - sonnenverbrutzelt - verbringt?! Wir lebten lange Zeit in Katalonien in den Bergen (im Zelt), in einem Holzhaus, auf einem Campingplatz, in der Extremadura und in Andalusien in einigen Orten. Du warst der beste Ehemann , den ich jemals hätte heiraten können!

Die schwersten Wege

Die schwersten Wege
werden alleine gegangen,
die Enttäuschung,
der Verlust,
das Opfer -
sind einsam.

Selbst der Tote,
der jedem Ruf antwortet
und sich keiner Bitte versagt,
steht uns nicht bei
und sieht zu,
ob wir es vermögen.

Die Hände der Lebenden,
die sich ausstrecken, ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.

Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt,
den der Fuß noch nicht gegangen ist,
aber gehen wird.
Stehen bleiben und sich umdrehen
hilft nicht.

Es muss gegangen sein.

(Hilde Domin)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat es immer wieder gewittert und geregnet. Dennoch war ich mit meiner Bekannten in der Stadt um Blumen zu besorgen. Aus dem Blumenstrauß wurde nichts, aber eine schöne dunkelrosa Nelke kaufte ich in einem Topf. Ich liebe deren Duft. Linden blühen dieses Jahr üppig. Auch ein toller Duft. Ansonsten kauften wir noch Lebensmittel und Unterwäsche ein. Anschließend leisteten wir uns eine Pommes beim Metzger und fuhren wieder mit dem Bus nach Hause. Dort angekommen aßen wir den Bienenstich von gestern und tranken Tee dazu. Klar... Karten spielten wir auch... bis abends. Nun sehe ich mir das Fußballspiel Portugal gegen Österreich an. Ich wäre dafür, daß die Österreicher gewinnen. Im Moment schauts gut aus. Mal sehen was wird. Klaus du fehlst mir! Irgenwie haben wir die Zeit verplempert, damals. Mit meiner Arbeit habe ich dazu begetragen, daß mein Arbeitgeber reicher wurde. Ich selbst blieb ein Knecht. Klar... es muß Knechte geben... wenn jeder ein König wäre, dann wäre es uninteressant und niemand würde die Arbeit der Knechte leisten. Unsere Lebenszeit ging dabei dahin. Das schmerzt ungemein im Nachhinein. Was haben wir uns für die Arbeit aufgerieben. Wofür nur? Wenn ich in Rente gehe... wieviele Jahre habe ich dann noch vor mir? Diese Jahre werde ich auch ohne dich verbringen müssen. Welch Ironie des Schicksals!

Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selbst mit fortgenommen.
Gott aber will, dass wir uns wiederfinden -
reicher um alles Verlorene und vermehrt
um jenen unendlichen Schmerz.

Rainer Maria Rilke

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich all das, was ich mir gestern vorgenommen habe, erledigen können. Das Rheumamittel holte ich bei der Apotheke ab. Nächstes Mal werde ich das gleich nach Erhalt des Rezeptes tun. Jetzt weiß ich, daß ein Rezept der Art nach vier Wochen verfällt, auch wenn die vermeindliche Abholung der Arznei noch im gleichen Quartal ist. Bis auf die Blumen erledigte ich alles auf der "to do Liste". Morgen werde ich mit einer Bekannten zum Wochenmarkt fahren. Dort werde ich wohl einen Blumenstrauß erstehen können. Mein Ex-Nachbar, dessen Stimme du so toll fandest, rief mich heute Nachmittag an, als ich gerade zu meiner Bekannten starten wollte. Das war ein Zufall, daß er mich antraf. Der gute Mann wollte sich heute Abend noch einmal melden, was er jedoch nicht tat. Nun gut. Dann wird er es wohl morgen nachholen. Klausi du fehlst bei all meinen Aktivitäten und im Alltag ebenfalls. Nun bin ich ganz allein.


Unwirklich, weit weg

Am liebsten würde ich gar nicht hinsehen
auf das, was ist
und einfach nicht wahr sein darf.
Warum wache ich nicht auf,
und alles war nur ein böser Traum?

Was soll ich noch sagen,
noch denken, noch tun?
Es ändert sich doch nichts daran,
dass du nicht mehr da bist,
nie mehr,
dass du nicht mehr zur Türe hereinkommst,
nie wieder.
Es strengt mich so an, weiterzuleben
ohne dich, so unwirklich, weit weg,
und ich will nicht, dass es mir nahe kommt.
Ich sehe dich lebend, nicht tot.

Wie anders soll ich dich sehen?
Ich will dich spüren.
dich fühlen, ganz nah.
Es sag mir doch einer,
dass das alles nicht stimmt!

Stattdessen nur
Stille, Leere.
Kein Traum mit Erwachen.
Es bleibt fest in mir drin,
dass du nicht mehr da bist
und dass ich weiter muss
ohne dich,
dass ich hinsehen muss,
zusehen, dass es weitergeht
irgendwie,
und dich nur geborgen weiß
irgendwo,
wo ich noch nicht bin.

Mein Platz ist hier,
schau her zu mir,
ich muss noch sehen,
wie Leben ohne dich überhaupt geht.

Jochen Jülicher


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen werde ich nicht arbeiten. Das wird wieder ein mega anstrengender Tag. Den Anfang des Fußballspieles Polen gegen Deutschland habe ich verschlafen, weil ich den Wecker nicht gehört habe. Seufz. Mental bin ich in letzter Zeit total erschöpft. Ich merke das. Mir ist abends so kalt, daß ich vor dem Fernseher einen dicken Pullover anziehen muß. Auf der Arbeit muß ich mich immer mal wieder bewegen, sonst überfällt mich am PC ein Sekundenschlaf. Klausi du fehlst mir so unsagbar. Unglaublich, daß du nicht mehr da bist. Unvorstellbar, daß du jetzt vielleicht nur noch Materie sein sollst. Gestern habe ich in der Kirche drei Kerzen angezündet. Eine für dich, eine für mich und eine für den Rest der Welt. Dabei war ich so zittrig, daß ich Angst hatte die Kerze, die dem Anzünden dient, umzureißen. Hoffentlich haut es mich nicht wieder mit meinem ausgefallenen linksseitigen Gleichgewichtsorgan um. Das war schon zweimal der Fall und ist entsetzlich in der Auswirkung. Wahrscheinlich muß man erstmal die Angst vor der Angst überwinden. Morgen werde ich auf dem Wochenmarkt nach schönen Blumen Ausschau halten und eine gebratene Scholle verzehren. Das hätte dir auch Freude bereitet.

Und immer wird es mir,
wenn ich Deinen Namen
hören werde, einen kleinen
Stich versetzen,
mitten ins Herz.

( Jochen Jülicher )

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist unser Hochzeitstag. Aus diesem Grunde bin ich zum Griechen essen gegangen. Ich saß alleine in dem Lokal, weil ich erst 13 Uhr 30 dort ankam. Es ging arbeitstechnisch nicht schneller. Lammsteaks und -koteletts mit Zaziki, Pommes und gemischten Salat aß ich. Das schmeckte richtig gut. Du liebtest immer den griechischen Krautsalat. Den aß ich ganz bewußt, da du dem nicht mehr beiwohnen konntest. Das Lokal war sauber und ruhig. Von mir aus hätte es nach griechischen Gewürzen duften und typisch griechische Musik aus der "Konserve" spielen können. Egal. Ich gedachte dir... uns... ganz intensiv dabei. Blumen konnte ich auf dem Rückweg nicht kaufen, weil ein dringendes menschliches Bedürfnis meinen Weg ins Rathaus führte statt zu Blumengeschäften. Dann kam auch schon mein Bus. Ich schnitt dir rote Rosen und Lavendel aus meinem Vorgarten ab. Eine Lindenblüte tat ich des Duftes wegen dazu. Dort, wo ich gezwungen wurde aufzuwachsen gab es auch einen herrlich blühenden und duftenden Lindenbaum. Später gab es einen solchen Baum auch in der Nähe unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Ich liebe den Duft von Lindenblüten. Vielleicht kann ich irgenwann einen Strauß Wicken auf dem Markt kaufen. Das wäre ein Traum. Die tollen zarten Blüten mit ihrem herrlichen Duft. Auch das erinnert mich an viele schöne Jahre lange zuvor, als ich meine Ferien bei meinen Großeltern verbringen konnte, da wo ich herkam... wo meine Heimat war und immer sein wird. Ich wollte eigentlich eine Cubatta trinken, während ich dem Fußballspiel Frankreich gegen Albanien zusehe, nur fehlt mir dazu eine Cola. Das werde ich am Wochenende nachholen, wenn ich Eiswürfel eingefroren habe. An Cubatta Bill muß ich immer mal grinsend denken. Das waren noch Zeiten. Es stimmt schon... wir hatten ein reiches Leben. Nicht reich an Geld oder Gütern aber an Erlebnissen... an Erinnerungen. Hab Dank dafür. Mit einem Sesselpupser und Langweiler hätte ich es nie ausgehalten. Es ging nicht gut, aber gut ging es uns dennoch. Immer haben wir um jeden Quadratzentimeter in unserem Leben kämpfen müssen, aber es gab auch Zeiten der Ruhe und des kurzen Verschnaufens und Glücklichseins. Rück- und Nackenschläge gab es genug, aber wir haben uns nie unterkriegen lassen, weil wir zu zweit waren. Haben immer wieder von vorne angefangen. Nun bin ich alleine. Den liebsten und wichtigsten Menschen in meinem Leben habe ich letztes Jahr am 26. August verloren. Wie es ist jahrelang arbeitslos zu sein, kenne ich. Wie es ist vom Existenzminimum zu leben auch. Schwer krank darnieder zu liegen kenne ich auch. Sich von Haustieren, Dingen und Orten trennen zu müssen kenne ich auch. Mobbing kenne ich von der Stunde Null an. Zwei Erdbeben habe ich erlebt, zwei Autounfälle mit Totalschaden ebenfalls, Waldbrand, einen Regierungssturz mit anschließender Mobilmachung und Seenot kommen dazu und noch einiges mehr. Blitzschlag kenne ich und Erdrutsch. Ach ja... ein fremder Mann war auch schon in meinem Schlafzimmer, von außen eingeklettert... Beklaut, verraten, betrogen, verleumdet, gemobbt, verhöhnt, erpresst, bedroht und diskriminiert wurde ich auch schon. Was Niedertracht ist, weiß ich seit meiner Geburt. Also was kann noch kommen? Das Leben ist vorbestimmt. Es mußte wohl alles so kommen. Um Weisheit zu erlangen mußte alles so sein. Dennoch du fehlst mir unendlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Rentenversicherung schickte eine Brief wegen der Rentenerhöhung. Was hättest du dich über die paar Penusen gefreut. Du hättest nicht sterben dürfen, damit ich nun ein bißchen mehr Geld habe. Ich rühre das Geld nicht an. Das war nicht mein Ansinnen als ich dich geheiratet habe. Allerdings könnte man von der Witwenrente allein unmöglich leben. Man müßte trotzdem zum Amt gehen. Weil ich wieder arbeiten gehe, komme ich über die Runden. Morgen ist unser Hochzeitstag. Letztes Jahr erinnertest du mich daran, weil ich das in der Hektik verschwitzt habe. Elf Tage später ging es dir schlecht und dann ging es nur noch bergab. Das Ende ist bekannt. Ich möchte nur noch weinen, wenn ich daran denke. Blumen muß ich für dich... für uns kaufen. Hoffentlich schaffe ich das morgen. Ein Rezept vom Rheumatologen habe ich zu lange liegen lassen, daß die Apotheke es nicht mehr annehmen wollte. Also morgen hin zum Doc und ein neues Rezept ausstellen lassen, dann zur Ergotherapie und anschließend zur Arbeit. Klaus du fehlst mir unendlich.

Nichts ist mehr so,
wie es war, seit du gingst.
Alles hat sich verändert,
Alles hat ein anderes Gesicht bekommen.
Geblieben ist dein Name,
den ich in meiner Einsamkeit stets rufe.

(Verfasser unbekannt)

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einigen Jahren mußte ich unseren Astor einschläfern lassen. Das war so schlimm für mich, daß ich einen Rheumaschub bekam. Lange Zeit konnte ich mich, wegen der linken Schulter, nicht mehr alleine anziehen und kämmen. Das war das so genannte Dreh-Manschetten-Rotatoren-Syndrom. Das waren die fürchterlichsten Schmerzen in meinem ganzen Leben. Der Blinddarmdurchbruch und die jahrelange Colitis mucosa waren nichts dagegen. Zwei Tage nach dem Tod meines Lieblings Astor mußte ich - total verheult - eine Prüfung vor der IHK ablegen und bestand diese auch. Danach ging nichts mehr. Astor wurde mit seinen sechs Geschwistern bei uns geboren. Das war eine herrliche Zeit damals. Alle unsere Hunde waren vom Herumreisen begeistert. Das war unsere Familie. Diese Erinnerungen kann mir niemand nehmen. Die Woche muß ich neue Blumen für dich kaufen. Das ist nun alles was ich an Gutem für dich tun kann. Unfaßbar! Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Juni ist ein schrecklich geschichtsträchtiger Monat für mich. Morgen ist der Tag an dem ich, vor vielen Jahren, meinen Liebling Astor habe einschläfern lassen müssen. Zwei Tage später habe ich - total verheult - eine Prüfung vor der IHK abgelegt und bestanden. Heute hätte meine Tante Hilde Geburtstag gehabt. Hochbetagt im Alter von neunzig Jahren fiel sie am neunzehnten Juni tot um. Am fünfzenten Juni haben wir einst geheiratet. Am 26. Juni ließ ich, viele Jahre später, fast 2700 km von dir entfernt unsere Wohnung aufbrechen, weil ich ahnte daß etwas Schlimmes passiert sein mußte. Von da ab ging es bergab. Das Ende ist bekannt. Das Sommerfest im Gartenverein muß ohne mich auskommen und die ganzen kommenden Jahre bis an mein Lebensende. Ich habe keinen Grund mehr zu feiern. Der August wird genauso schlimm werden. Mein Freund Mario starb damals mit gerade 31 Jahren an einem Hodgkin Lymphom. Der kämpfte so viele Jahre mit der Krankheit, war nur noch ein Skelett mit grau grüner Haut überzogen. Am Énde mußte seine Zähne saniert werden und nach dem Eingriff wachte er nicht mehr auf. Zuvor ist Mario erblindet. Jahre zuvor starb mein Seniorchef über siebzigjährig an der gleichen Krankheit. Mein Lieblingsonkel starb im August... damals als das sowjetische Atom U-Boot Kursk sank und die EXPO 2000 in Hannover stattfand. Mein Onkel kam gerade vom Urlaub aus Italien zurück und wollte mit dem Zug zu seinem Friseur nach Hannover fahren. Es wurde eine Fahrt ohne Wiederkehr. Im Zug verstarb er an einem Herzversagen. Leider wurden seine ständigen Schmerzen im Arm fehldiagnostiziert und mit Rheumamitteln behandelt. Ich war damals zu der Trauerfeier geladen. Meine Eltern und meinen Bruder wollte man dort nicht sehen. Dennoch fiel die Familie über mich her und ich steckte das ein, was meine Eltern hätten abkriegen müssen. Im August starbst auch du, Klaus. Für mich werden die Monate Juni bis August immer besonders schrecklich sein. Ich vermisse dich unendlich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Fußball schaue ich gerade. Schweiz gegen Albanien. Da ich u.a. schweizer Abstammung bin ist das Ehrensache. Gekocht habe ich auch, das Ergebnis war schrecklich. Werde mir prophylaktisch einen Schnaps genehmigen. Heute Morgen war ich fünf Stunden lang im Garten um mit Unkraut und Mückenschwärmen zu kämpfen. Bei dem Wetter wächst das wilde Kraut fürchterlich. Ok, den Schnaps habe ich intus. Bin nicht firm im Schnapsflaschenöffnen. Jetzt könnte ich ein Pflaster gebrauchen. Klasse. Am liebsten würde ich mich ins Bett legen, so müde bin ich. Morgen werde ich zu Hause verbringen. Das Wochenende vergeht immer wahnsinnig schnell. Der schönste Tag ist Freitag. Sonntag ist schon nicht mehr so dolle. Die Sonne läßt sich jetzt auch mal blicken und scheint, was den ganzen Tag über nicht der Fall war. Debby Boone "You light up my life"... seufz. Klausi du fehlst mir.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist Fußball angesagt. Allez les bleus! Ich werde mir das Match ansehen... na klar! Bin ich doch seit meinem vierzehnten Lebensjahr frankophil. Von der Arbeit ging ich heute schon gegen Mittag nach Hause. Meine Kollegin, die irrtümlich meint meine Chefin zu sein, sülzte doof herum warum ich heute schon wieder so früh ginge. Wenn ich meine vertraglich vereinbarten Stunden zusammen habe gehe ich eben. Wie überdurchschnittlicher Einsatz honoriert wird weiß ich seit einigen Monaten. Man bekommt einen Tritt in den Hintern. Also lasse ich das. So einfach ist das. Wie mit Menschen - die an einer narzistischen Persönlichkeitsstörung leiden - umzugehen ist, ist mir seit der Stunde Null geläufig. Was will diese Person dann von mir? Kreuzlahm bin ich seit der letzten Gartenaktion. Meine Wäsche werde ich jetzt noch im Keller aufhängen, dann ist relaxen angesagt. Bei dem heutigen Fußballabend fehlst du mir ganz fürchterlich... wie immer und überall.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nur bis Mittag gearbeitet, dann bin ich nach Hause geeilt, hatte eine halbe Stunde Pause und bin anschließend mit dem Bus zum Garten gefahren um den Rasen zu mähen. Der heutige Tag war gut dafür, bei +18°C, ohne Regen und Sonnenbrandgefahr. Die Johannisbeeren werden schon rot. In meinem kleinen Vogelhäuschen aus Holz, direkt unter dem Dach, nistet jetzt ein Zaunkönig. Immer wenn der Vogel Nistmaterial in das Häuschen gebracht und verarbeitet hat, setzt er sich auf den Holzstapel und trällert ein Lied. Erstaunlich wie laut das Tierchen singt, obwohl es so klein ist. Du hättest deine Freude daran, Klaus. Du fehlst mir. Jetzt fängt die Fußball Europameisterschaft an. Du würdest dir das auch anschauen. Ohne dich macht mir das alles keinen Spaß mehr.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es nicht so warm und schwül wie die Tage über. Noch immer ist nicht geklärt was für ein komischer Vogel in meinem Garten die Wiese hinauf lief. Der NABU kann mit meiner Schilderung ohne Foto auch nichts anfangen. Klar. Heute war ich beim Anwalt - einem Rechtsverdreher - wie mein Vater immer sagte. Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe... wie wahr... wie wahr. Mal sehen wie das werden wird. Diese Woche muß ich endlich den Rasen mähen. Vielleicht mache ich das morgen, wenn ich nur den halben Tag arbeite. Ich muß es ausnutzen, daß es nicht mehr so knallheiß draußen ist. In Spanien ist es jetzt, genau dort wo wir zuletzt lebten, irre heiß. Die Spanier selbst bezeichnen die Gegend "als die Bratpfanne Spaniens". Klaus du fehlst mir unendlich! Mein Leben hat seinen Sinn verloren.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich mit Kolleginnen in einem portugiesischen Lokal essen. Eingelegte Champignons für 3,80€... das waren etwa 10 Dosenchampignonviertel, erwärmt mit Essig und etwas Öl sowie rotem Paprika. Kommentar überflüssig. Die fünf kleinen Lammkoteletts waren nicht zart gegrillt sondern strohig und schlugen mit 10,90€ zu Buche. Seufz. Ich kenne die anders. Das Gewitter hat nicht wirklich eine Abkühlung gebracht. Ich fürchte, daß es nun schwül werden wird. Morgen wird ein harter Tag. Morgens Ergotherapie dann zum Rechtsanwalt und anschließend zur Arbeit. Auf der Unwetterkarte sehe ich, daß es eine Hitzewarnung für das Gebiet gibt, in welchem wir in Spanien lebten. Klaus du fehlst mir so sehr! Heute, in dem portugiesischen Lokal dachte ich an uns. Selten gingen wir in Spanien essen, aber wenn wir das taten aßen wir immer gut. Das hier war kein Vergleich. Da lagen mehrere Lichtjahre dazwischen. Gestern dachte ich noch, daß ich das nie mehr in der Form erleben werde. Irgendwie kam mir der Gedanke, daß ich nur noch auf mein eigenes Ableben hinsteuere, sprich ich nichts mehr - bis dahin - im Leben erleben werde. Mit wem denn auch? Du warst der einzige Mensch der wichtig für mich war. Du warst meine Familie mein Leben.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich sauteure, nicht schmeckende, Pommes Frites vom Imbiss auf dem Nachhauseweg von der Arbeit gekauft. 2,30€ bezahlte ich... das wären 4,60 DM! Nie im Leben hätte ich jemals 4,60 DM dafür bezahlt. Man hätte sich damals auch gefragt ob das Pappschälchen, bei dem Preis, wohl mit Gold ausgegossen sei. Unglaublich! Der Naturschutzbund konnte mir auch nicht sagen was das für ein beiger, langhalsiger Vogel am Samstag war, der in meinem Garten auf der Wiese herumlief. Der Vogel fiel auch anderen Leuten auf. Nie habe ich so ein Vieh gesehen. Ich würde auf eine Großtrappe tippen. Der NABU frug mich ob ich denn einen Graureiher kennen würde. Der ist grau, wie der Name schon sagt, und nicht beige gescheckt und stelzt außerdem wie ein Storch daher. Mein Vogel stelzte aber nicht. Einen Mörderschnabel hatte mein Vogel ebenfalls nicht. So. Na egal. Ich werde das im Auge behalten. Der Pott mit der Stroblume hat das Zeitliche gesegnet. Ich habe keinen "grünen Daumen" wie du ihn hattest, Klaus. Für Morgen habe ich kein Brot. Auch gut. Habe noch ein hartes Brötchen. Das schneide ich in dünne Scheiben und klatsche Quark drauf. Das reicht zum Frühstück. Muß mich eh beeilen, da ich zum Rehamediziner muß und anschließend zur Arbeit. Klaus du fehlst mir. Wie soll das nur alles werden?!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Den heutigen Tag verbrachte ich zu Hause. Die weiße Wäsche ist gewaschen und hängt im Keller auf der Wäscheleine, der Müll ist entsorgt und das Geschirr gespült. Nachher werde ich etwas TV sehen und früh zu Bett gehen, denn morgen muß ich wieder früh raus. Es ist besser früh mit der Arbeit anzufangen, statt in der abendlichen Schwüle den Heimweg anzutreten. Ich höre gerade "A thousand years" von Christina Perri. Im Gartenverein werde ich keinen Kuchen mehr verkaufen. Mir ist nicht mehr danach. Gestern fand ich wieder Knochen in meinem Garten. Anscheinend ist das irre lustig Grillabfälle wie Knochen, Fettstücke und Baguettes, über den Zaun zu werfen. Das kommt nicht von außen, dazu ist die Hecke zu hoch. Das ist mein werter Nachbar. Offensichtlich ist in den Breiten wo der herkommt das Achten fremden Eigentums nicht selbstverständlich. Der Armleuchter ist mal Pole, mal Deutscher und mal Schlesier... je nachdem was in der jeweiligen Situation von Vorteil ist. Es reicht ihm nicht übel hinter mir herzureden... das versoffene Genie... nannte mich schon vor Jahren eine Hure und Schlampe ohne mich überhaupt zu kennen, nur weil ich einen Pullover anläßlich einer Weihnachtsfeier des Vereines trug, den ich tags zuvor schon im Garten anhatte. Der Typ aber, fett wie ein gemästeter Eber, läuft mit einem kurzen rosa T-Shirt herum und verliert im Gehen fast seine Hose, so daß man einen herrlichen Blick auf seine Kimme werfen kann - wenn man will oder es unausweichlich ist. Du Klaus hattest dem Kerl damals deine große Parabolantenne samt Equipment, einen Glastisch und jede Menge schöne Biergläser geschenkt. Ich will garnicht wissen was der Schwachmatiker noch alles an Lügen über mich... über uns... verbreitet. So etwas braucht die Welt nun wirklich nicht. Ich bin froh wenn ich das Kapitel abschließen kann, obwohl ich an den Bäumen hänge, die ich mit dir pflanzte. Aber das hilft alles nichts. Ich habe nicht mehr die Zeit, nicht die optimale Kondition und auch nicht das Knowhow alles instand zu halten, insbesondere das Haus. Klausi du fehlst mir bis an mein Lebensende!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nicht den Rasen gemäht. Morgens war es nebelig und irre schwül. Richtig komisch war das... ich konnte meinen Atem sehen, aber man schwitzte dermaßen, daß das T-Shirt naß wurde. Gegen Mittag war die Schwüle weg, aber dann bekam ich die Metalltür meiner Gartenlaube nicht auf, weil die sich - dank der Sonneneinstrahlung - derart ausdehnte. Die Tür bewies schon immer Charaktereigenschaften, das heute war jedoch die Spitze. Na egal... stattdessen habe ich mich mit dem Wildwuchs beschäftigt und bei Raissa zwei junge Pfirsichbäumchen abgeholt, die mir ihr Mann Andreas schenkte. Sie bereitete Pfannkuchen mit irgendwelchen, mir unbekannten, sauren lila Beeren zu und bot mir davon an. Die waren recht schmackhaft, ebenso ihre rote Johannisbeerlimonade. Meine andere Gartenfreundin wird wohl - ihrer Meinung nach - an ihrer Arbeitsstelle von einer Kollegin mit narzistischer Persönlichkeitsstörung gemobbt. Leider zeigt das Gift dieser Kollegin Wirkung. Meine geschätzte Gartenfreundin reagiert unangemessen und beginnt sich Sympathien nach und nach zu verscherzen. Wenn sie nicht etwas unternimmt, wird der Konflikt nicht nur an ihrer Arbeitsstelle eskalieren. Seelischer Druck kann nicht mittels Unbeteiligter kompensiert werden. Das zieht Kreise. Entsetzlich. Ich kenne das von klein auf. Wurde ich doch von einer Narzistin geboren und bekam deren Wesenszüge von der Stunde Null an zu spüren. Aber es ist ein riesiger Unterschied ob man als Neugeborenes, als wehrloses Kind, an so einen Menschen gerät und Jahrzehnte von der Person abhängig ist oder als längst erwachsene Frau, die dazu noch Pädagogik studiert hat und als solche tätig ist. Die Strohblumenpflanze ist eingegangen. Deshalb kaufte ich eine Staude Löwenmäulchen. Klaus du fehlst mir bis an mein Lebensende!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heut war ich nicht arbeiten. Dafür habe ich - bei der Schwüle - sechs Stunden lang versucht dem Wildwuchs im Garten Herr zu werden. Als ich das Gartentürchen aufschloß traf mich gleich zweimal der Schlag. Das Amselnest lag leer auf dem Boden. Von den Jungvögeln war nichts zu sehen und das nachdem sie mal eben vor zwei Wochen geschlüpft waren. Keine Ahnung was passiert ist. Dann mußte ich mit Entsetzen feststellen, das die wilden Gräser von Kniehöhe - innerhalb einer Woche! - auf Brusthöhe gewachsen sind. Wie beim Bambus... da kann man auch beim Wachsen zusehen! Morgen werde ich den Rasen mähen. Dazu war es heute zu feucht. Bis zehn Uhr hatten wir Dunst. Eben hatte ich mich aufs Ohr gelegt, da rief Monika an. Ich war so weggetreten im Schlaf, daß ich nicht wußte wer sie ist, welchen Wochentag wir haben und welche Uhrzeit. Irre viel Zeit brauchte ich um einen klaren Gedanken fassen zu können. Monikas Schwager ist heute - mit 65 Jahren - plötzlich verstorben. Der wollte eine Tour mit dem Auto unternehmen und ist auf dem Weg zu seinem Auto zusammengebrochen. Ein Nachbar sah das und rief den Notarzt, welcher nur noch den Tod des Schwagers feststellen konnte. Klausi... einen lieberen, wichtigeren und anständigeren Menschen als dich kann ich in diesem Leben nicht mehr verlieren. Du warst alles für mich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Seufz... ich habe viel zu berichten. Ich muß das alles aber erst sacken lassen. Morgen werde ich den Rasen mähen, wenn das Wetter es zuläßt. Hoffentlich geht es meinem Amselpaar und den Kleinen gut. Ich mache mir schon Sorgen. Die letzten Tage wurde es gegen Abend wahnsinnig schwül. Meine gekochten grünen Bohnen sind im Topf innerhalb einen Tages schimmelig geworden. Igitt! Sprudel und ungespritzte Zitronen müßte ich fürs Wochenende kaufen. Meine Bronchitis flaut zum Glück langsam ab. Kein Tag vergeht an dem ich nicht von dir... von uns... spreche. So muß das auch sein, daß man mit Respekt, Liebe und Bewunderung von einander redet. Ich habe so viele Erinnerungen an unsere Zeit. Die alltäglichsten Dinge lassen mich innehalten und lächeln. Oft kullern auch Tränen. Das ist mir aber egal ob das jemand sieht.

Niemand hat Deine Fingerabdrücke.
Niemand hat Deine Stimme.
Niemand sagt so "Ich liebe Dich" wie Du,
niemand glaubt wie Du.
Niemand denkt so ans Sterben wie Du.
Niemand hat Deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück wie Du.
Niemand ist wie Du.
Niemand in Deinem Land,
auf Deinem Kontinent,
auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems,
in der Galaxie, die wir die Milchstraße nennen.
Niemand.
Weil Du einmalig bist.

(Ulrich Schaffer)

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam regnete es in Strömen. Die vor wenigen Wochen neu geteerte und mit mehr Abflüssen versehene Straße, stand wieder unter Wasser. Obwohl die Abflüsse tiefer lagen als zuvor. Die Autos pflügten da durch, als gäbe es kein Aquaplaning. Gut daß dort keine Leute gingen. Die hätte eine riesige Welle übergossen. An der Bushaltestelle - in der Nähe meiner Arbeitstelle - sah ich einen betrunkenen Mann sitzen. Den beobachtete ich schon oft. Ich glaube das ist ein Russe. Mittelgroß und spindeldürr. Immer wenn er total betrunken in den Bus einsteigt verliert er fast seine Hose, so dünn ist der. Heute saß er da... mit seiner angenuckelten Flasche Bier und weinte. Das ging mir richtig nahe. Noch nie konnte ich weinende Menschen sehen ohne mit ihnen zu fühlen. Wie meine Mutter es fertigbrachte mich immer wieder unglücklich zu machen und das regungslos mit anzusehen wird mir immer ein Rätsel bleiben. Die wollte als Jugendliche Kinderkrankenschwester werden. Zum Glück kam es nicht dazu. Die Kinder täten mir heute noch leid. Als ich als kleines Kind ins Krankenhaus kam war dort auch ein Besen von Frau. Eine Schwester Felicitas. Entsetzlich. Solchen Typen begegnet man wohl immer mal im Leben. Aber muß man denen begegnen wenn man klein, wehrlos und dazu noch von ihnen abhängig ist? Nun bin ich ganz alleine zwischen Habichten, Geiern, Haien und Monstern. Klaus du fehlst mir.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat meine Mutter Geburtstag. Warum auch immer sie mich nicht mochte und ihren Frust immer an mir ausließ... sie ist betagt geworden mit der Art und Weise, die sie an den Tag legte und noch legt. Meine Mutter ist eigentlich zu bedauern. Hat die jemals ein Hähnchen, das mit Margarine eingerieben war und mit Instandbrühe bestreut über einem improvisierten Grill gebrutzelt wurde, gegessen? Hat sie jemals in einem Fruchthaus in den Bergen des Penedes geschlafen und an einem brüllend heißen Tag nachts die herrlich frische kühle Pinienluft eingeatmet? Hat sie jemals den Duft der Zitronenblüten in sich eingesogen? Hat sie jemals im Frühjahr im Rifgebirge die Felder mit hellblauen Blumen gesehen... die wie hingestreutes Lidschattenpulver anmuteten? Sind jemals Schwalbenschwänze auf der Nektarsuche in der Thymianvegetation um sie herumgeflogen? Ist sie jemals von Möwen - an der neuseeländischen Küste - mit geschlossenen Muscheln fast beworfen worden? Genoß sie jemals eine Paella wie bei Filomena in Bonastre und Pulpitos wie bei Jeanette in Castelldefels? Und... und... und... Ich habe viele schöne Dinge mit dir erlebt und auch wenn ich, vor unserer gemeinsamen Zeit, alleine unterwegs war. Das Leben meiner Eltern war bestimmt nicht so harmonisch wie unseres war. Meine Mutter immer mit dem Spruch "ich mache mir nichts aus sechs". Peinlich. Sex meinte sie. Unglaublich darüber öffentlich zu reden, wo die doch konservativ und verstockt sind ohne Ende. Unglaublich. Ich habe mit der Familie abgeschlossen. Recht bekommt man bei einer Person mit einer narzistischen Persönlichkeitsstörung und ihrem aufgehetzten Anhang eh nie. Klaus du warst meine Familie und sonst niemand. Schade daß du nicht mehr am Leben bist. Werde dich vermissen solange ich lebe.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Tag wäre auch geschafft. Wahnsinnig schwül war es draußen, stintflutartige Regenfälle gingen nieder und werden es nachher wohl noch tun, so wie der Himmel aussieht. Im Büro war es so unangenehm feuchtwarm, daß mich ein paar Male der Sekundenschlaf übermannte. Mein Rheuma meldet sich auch auf unangenehme Art und Weise. Fast alle Gelenke schmerzen. Heute Morgen hatte ich so gut wie keine Stimme mehr, dank der Bronchitis. Die Unwetter, die anderenorts wüteten habe ich auch schon erlebt. Damals kam in die unterirdische S-Bahn Haltestelle das Wasser geschossen. Nur kniehoch aber mit einer wahnsinnigen Wucht. Ich war dort ganz alleine... kein Mensch sonst... mittags im Sommer, während eines Gewitters. Da kam Panik auf. Ich hatte irre Angst einen Stromschlag zu bekommen... bei all den Rolltreppen. Zum Glück fand ich einen Ausgang der seitlich lag und auf den nicht der Wind samt Regen einpeitschte. Allerdings war ich meine Schuhe los. Die waren weg. Das ist mir später noch einmal passiert, daß meine Schuhe weggerissen wurden. Und in Begues hatten wir auch Hochwasser... weißt du noch? Als der Hundewelpe, auf dem runden Wohnzimmertisch sitzend, mit der Flutwelle mitgerissen wurde. Kleine Bäche werden in den Bergen zu Strömen... urplötzlich. Zum Glück kam der Kleine total erschöpft und beleidigt abends wieder nach Hause gehumpelt. Wir befürchteten schon Chico nie wieder zu sehen. In Neuseeland habe ich einen Erdrutsch miterlebt. Nichts ging mehr. Die ums Leben gekommenen Menschen tun mir leid. Aber das ist wohl Schicksal. Seufz. Ich tue mich schwer damit, das hinzunehmen. Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der große Regen samt Unwetter ist bislang ausgeblieben. Niesend und hustend verbringe ich den Sonntag zu Hause. Mal sehen was ich noch alles finde und einwerfen kann um eine rasche Genesung herbeizuführen. Sollte die Bronchitis sich verschlimmern ist ein Arztbesuch angesagt. Meine stets mitfühlende Mutter hätte jetzt zu mir, als keines Kind, gesagt "du bist nur einmal krank... und das ist immer". Na Klasse! Werde mal Spitzwegerichsirup einnehmen. Vielleicht paßt der zu Schweinelende mit grünen Bohnen. "An Spitzwegerichsirup" nennt man das dann. Nun gut. Es gibt Schlimmeres. Habe das bereits dutzende Male hinter mir. Nachher ist Formel I angesagt. Morgen wird ein langer Tag. Morgens zwei Arztbesuche und dann zur Arbeit. Früher ist mir das alles leichter gefallen. Klausi du fehlst mir unendlich! Wir wären längst weggefahren. Nach Frankreich, Holland, Belgien oder Spanien. Oder dahin wo meine Großeltern bis zu ihrem Tode lebten. Vielleicht werde ich im Spätsommer ein paar Tage dorthin fahren, wenn ich das mental schaffe. Ganz viele Erinnerungen verbinde ich damit. Wahnsinn! Das Leben geht weiter ohne dich Klaus. Das ist aber nicht mehr das gleiche und wird nie wieder wie es einmal war.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 28.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Bin doch nicht in den Garten gegangen. Mir ist mental nicht danach gewesen. Der DHL Auslieferungswagen kam und klingelte wohl bei mir, ich hörte - dank meiner Innenohr- bzw. Hochtonschwerhörigkeit - niemanden klingeln. Ein Zettel von DHL teilte mir den Zustellversuch schriftlich mit. Die unseligen Geburtstagswünsche für meine entsetzliche Mutter gab ich zwischenzeitlich auf der Post ab und ging dann etwas einkaufen. Eine Frau, die ich vom Sehen her kenne, begegnete mir im Supermarkt. Im Laufe des Gespräches erzählte ich ihr, daß du im August letzten Jahres verstorben bist. Meine Fassung war dann dahin... mir egal. Dann heule ich eben im Supermarkt. Formel I habe ich auch vergessen anzuschalten. Morgen werde ich das nachholen. Alles Kacke im Moment. Gleich werde ich meine Wäsche im Keller aufhängen und mich ins Bett begeben. Die Erkältung steckt mir zudem in den Knochen. Vielleicht gehe ich Morgen für ein paar Stunden in den Garten. Klausito du fehlst mir jeden Tag mehr!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Vorhin war ich. nach der Arbeit, für zwei Stunden im Garten. Die rosa Pfingstrosen fangen an zu blühen. Meine Amselfamilie hat nun mindestens vier kleine Jungtiere. Ich hatte seinerzeit fünf Eier ertastet. Gesehen habe ich aber nur vier aufgerissene Schnäbelchen. Hoffentlich geht das gut. Die Elstern machen mir Kummer. Klausi... weißt du noch wie sich ein Wildkaninchenjunges zwischen deine Beine rettete... auf der wilden Flucht vor einer Elster... Was es alles gibt. Dann der Marder, der nicht nur die Kabel durchbiß... nein... der entstöpselte unsere Zündkerzen und legte Kartoffelscheiben auf die Autobatterie... woher der die auch immer hatte. Der Autoschlosser von der Renault Werkstatt hatte so etwas auch noch nie gesehen. Und dann hat das Vieh einen toten Fisch irgendwo im Motorraum deponiert. Würgend hielten wir - wegen des Gestankes - unsere Köpfe aus dem Fenster. Die Ursache fanden wir jedoch nicht. Seit gestern bin ich erkältet. Klasse. Der Hals schmerzt, die Nase läuft und der Kopf dröhnt. Morgen, in der Frühe, werde ich ein paar Stunden im Garten arbeiten, ehe das angekündigte Unwetter einsetzt. Sonntag habe ich mir vorgenommen etwas in der Wohnung zu tun. Klaus du fehlst wahnsinnig!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen wachte ich mit einem Kratzen im Hals auf. Ich glaube ich habe mich gestern bei meinem Kollegen angesteckt. Der war krank, weil er keine Stimme mehr hatte. Na toll! Gleich werde ich meinen Kleiderschrank ausmisten. Eine gute Gelegenheit, wenn man nicht unter die Leute gehen will, weil man mental nicht gut drauf ist. Das Webradio werde ich anstellen, dann geht es einigermaßen. Der Film "der englsche Patient" erinnert mich irgendwie an mein bzw. unser Schicksal. Ich kam auch zu spät um dich erneut zu retten, weil mir niemand half... und im Gegenteil noch Steine in den Weg gelegt wurden. Das werde ich nie vergessen! Niemals! Mein Onkel verstarb auch im August seinerzeit, lange vor dir Klaus. Als ich dorthin fuhr stürzte sich die ganze restliche Familie auf mich und beschimpfte mich und meine komischen Eltern. Der Haß richtete sich eigentlich gegen meine Eltern, da sie aber nicht eingeladen waren, richtete sich der Haß gegen mich. In unserer Familie ist es an der Tagesordnung, daß man jemanden zum Sündenbock macht, der dann für alles herhalten muß. Ende des Monats hat meine schreckliche Mutter Geburtstag. Ich werde Frau Niedertracht eine Karte zukommen lassen, mehr auch nicht. Sie hat etwas anderes verdient. Abgerechnet wird auch bei ihr am Schluß. Mein Vater und all die Anderen, denen sie etwas vorspielt, wissen gar nicht was das für eine Person ist. Mag Gott geben, daß mein Vater das nie gewahr wird. Die Erkenntnis, sein Leben an so eine Kreatur verschwendet zu haben, muß fürchterlich sein! Morgens habe ich dir Klausi vier gelbe Duftrosen und eine rote Rose abgeschnitten. Interessant ist, daß die nur zwei Tage halten, ehe sie abknicken und ihre Blätter verlieren. Komisch. Nun gut... die Geste zählt. Ach ja... einen Topf mit Strohblumen kaufte ich. Gelblich golde Strohblumen. Die werden wohl länger halten, denke ich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Das Getreide, auf dem Feld gegenüber, ist bald reif. Da kann man zusehen wie das wächst. Erstaunlicherweise ist es dieses Jahr Gerste. Die langen Grannen des Getreides sehen schön aus. Früher pflanzte der Bauer dort, im Wechsel, Raps, Weizen oder Futterpflanzen an. Die drei Rehe, die immer in der Dämmerung am Rande des Feldes das schützende Dickicht verließen, sind hinter dem Getreide nicht mehr zu erkennen. Dieses Jahr wird unser Quittenbaum Früchte tragen. Auch Äpfel und Birnen wird es reichlich geben. Schade daß du das alles nicht mehr erleben kannst! Auch die Weinlese in Spanien und Frankreich findet nunmehr ohne dich statt. Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es ziemlich kühl. Auf der Arbeit war mir im Büro so kalt, daß ich die Heizung anmachen mußte. Den aktuellen Befund holte ich beim Arzt ab und die Rechnungen der Versandhäuser habe ich auch schon überwiesen. Mein Nachbar nahm heute freundlicherweise eine Sendung für mich an. Heute Morgen sagte ich ihm deshalb Bescheid und bat ihn in meiner Abwesenheit das Paket anzunehmen, wenn er zufällig zu Hause sein sollte. Den Armen hatte ich wohl unter der Dusche hervorgeholt... nur mit einem Handtuch bekleidet kam er an die Tür, was mir anfangs unangenehm war. Weder er noch ich sind im Tarzanalter, so daß es peinlich wirkte. Sein Fahrzeug hat wohl seinen Geist aufgegeben, denn auf dem Weg nach Hause traf ich ihn im Bus. Nun ist er auf der Suche nach einem guten, gebrauchten Motor. Wie oft hast du Motoren aus- und eingebaut, nachdem du sie repariert hattest... unter primitiven Umständen... unter einem Birnbaum oder in Spanien auf einer Betonplatte. Nur dein Werkzeug hattest du dabei. Voller Stolz erzähle ich oft von dir. Ich bewundere dich noch immer. Ich vermisse dich so!!!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute haben wir Sprühregen. Morgens habe ich das erste Retourenpaket an das Versandhaus bei der Hermesannahmestelle abgegeben. Mit dem Bus fuhr ich bis fast vor deren Tür. Gab das Paket ab und rechnete schon damit eine Weile auf den nächsten Bus warten zu müssen. Tja... dann bog ich um die Ecke und ich stellte erstaunt fest, daß der gleiche Bus noch ca. 100m entfernt, an der nächsten Bushaltestelle stand. Klasse! Die Busfahrerin von zuvor ging den Bus entlang. Ich dachte die hätte die Rampe für Rollstuhlfahrer wieder reingeklappt und daß es knapp werden könnte mit meiner Humpelei wegen meiner Achillessehne. Ich erreichte den Bus... welch Wunder... doch die Busfahrerin zitterte vor sich hin. Ihr ging es schlecht. Irgendjemand rief das Busunternehmen, daß für die Stadtwerke fährt, an. Mittlerweile traf auch der Notarzt ein und verfrachtete die Busfahrerin auf eine Bahhre um sich im Krankenfahrzeug mit ihr zu beschäftigen. Den nächsten Bus nahm ich dann um zur Arbeit zu gelangen. Du siehst Klausi... ich erlebe immer etwas. Das Tollste habe ich vorhin festgestellt. Die Arzthelferinnen meines Arztes haben mir alte Befunde statt der neuen mitgegeben. Ich bemerkte bei der Abholung ein gewisses Desinteresse der Damen hinter der Empfangstheke. Man muß wirklich jeden Furz kontrollieren! Unglaublich! Pisa ist nicht weit entfernt! Also wenn ich früher so gearbeitet hätte... mein Chef hätte mich einen Kopf kürzer gemacht! Klaus du fehlst mir. Das Gefühl dich nie wieder zu sehen... nie wieder zusammen etwas unternehmen zu können... nie wieder zusammen kochen oder backen zu können... nie wieder zusammen einkaufen gehen zu können... nie wieder gemeinsam zu verreisen... nie wieder gemeinsam zu lachen... Dieses "nie wieder" zermürbt mich. Das ist wahnsinnig bitter und jeden Tag aufs neue ein seelischer Klimmzug das Schicksal hinzunehmen.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Angeblich soll es heute Regen geben oder gar ein Gewitter. Wind ist aufgekommen... es herrscht auch mehr Luftfeuchtigkeit, das war aber gestern auch schon so und da war es schwüler. Ach ja... heute morgen dachte ich mich tritt ein Pferd. Der Forsythienbusch aus dem Vorgarten ist weg! Wenn ich das gewußt hätte, dann hätte ich den nicht vor ein paar Tagen geschnitten und die Biotonne - zum allgemeinen Verdruß - damit vollgestopft. Ich will gar nicht wissen worauf das zurückzuführen ist, ist mir doch vor Jahren aus meinem Garten ein Kirschbaum geklaut worden, der das Jahr zuvor erstmals Früchte trug. Besonders bitter war, daß ich den teuren Baum mit dir in einer Gärtnerei erwarb und pflanzte. Eine Parkbank bekam damals auch Füße. Seufz. Gestern, als ich gegen acht Uhr morgens, in den Garten ging stand ein Polizeiwagen auf dem Parkplatz des Kleingartenvereines. Wahrscheinlich ist wieder etwas entwendet, zerstört oder aufgebrochen worden. Ich könnte kotzen. Auch hier wird ständig ringsherum eingebrochen. Zwei Häuser weiter... am helllichten Tag, hinter einer Ligusterhecke verborgen. Seitdem ist die Hecke gestutzt... fast auf Hüfthöhe. Einen versuchten Einbruch gab es auch, drei Häuser die Straße runter. Anwohner störten den Einbrecher, der wie Spider-Man auf unser Garagendach sprang und zunächst verschwand. Die Polizei suchte fieberhaft. Ein Nachbar stand vor unserer niedrigen, allerhöchstens hüfthohen, Hecke und unterhielt sich gerade über den Einbruchsversuch, als eine schwarz gekleidete Gestalt geduckt an der Hecke vorbeischlich und sekundenschnell verschwand. Wie im Film! Damals als ich erst zwei Wochen hier wohnte schlug der Blitz direkt im Haus nebenan ein... ein Hausbewohner verstarb in der Wohnung über mir... der Vorbesitzer meines Schrebergartens lag tot auf dem Kompost, ein anderer ertrank in einer Pfütze von Teich... Unglaublich. Vorhin habe ich Modeschau gemacht. Noch immer kann ich mich zu keiner anderen Kleidung durchringen als zu schwarzer oder grauer. Ich habe es versucht. Türkis und hellblau... ich fühle mich darin überhaupt nicht wohl. Morgen früh werde ich die Retoure bei Hermes abgeben. Klaus alles ist irgendwie anders und wird nie mehr so sein, wie es einmal war. Das Fußballspiel endete so wie ich befürchtet hatte. Klar... die kaufen auch alle guten Fußballspieler auf. Seufz. Klausi du fehlst!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wie ich gestern befürchtete kam das Paket erst gegen 16 Uhr. Es war nur ein Paket, der Paketzusteller hat eine sehr krackelige Schrift. Das hätte sich aber nicht mehr gelohnt sich zu der Uhrzeit in den Garten aufzumachen. Obwohl das Wetter dafür besser als heute gewesen wäre. Heute begab ich mich gegen 8 Uhr in den Garten und arbeitete dort bis 16 Uhr. Den Rasen habe ich gemäht und jeder Menge Wildwuchs entfernt. An manchen Stellen konnte ich den Rasen wie einen Rollrasen entfernen und hatte bei zwei Quadratmetern Fläche ein ganzes Kehrblech voller Engerlinge in allen Entwicklungsstadien, ohne buddeln zu müssen. Unglaublich! Die Amsel hat nun fünf grünliche Eier zu bebrüten. Ab und zu verläßt sie das Nest. Ich denke mal daß sie dann auf Nahrungsuche geht. Heute stand erstmals das Amselmännchen auf dem Nestrand, als das Weibchen kurz abwesend war. Das Weibchen stört sich schon nicht mehr an meinem Herumgewusel. Ich habe dem Amselpaar frisches Wasser hingestellt, denn unter dem Verandadach wird es in der Sonne bullig heiß. Morgen werde ich mir einen gemütlichen Tag machen und mich nur um die Wäsche kümmern. Gleich ist die erste Maschine fertig. Die Wäsche muß ich jetzt aufhängen. Das Fußballmatch Dortmund gegen München steht noch immer 0:0. Du hättest dir das Fußballspiel auch angeschaut. Seufz. Jetzt mache ich das ganz alleine auf der Couch sitzend. Das Leben "schmeckt nicht mehr" wie zu Zeiten, als du noch am Leben warst. Ich kann noch so oft Normalität üben... es hat einen anderen Touch. Du wirst mir bis zu meinem Lebensende entsetzlich fehlen!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 20.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute mußte ich nicht so lange arbeiten. Jetzt warte ich auf die zwei Pakete, die gestern nicht zugestellt werden konnten, weil anscheinend niemand im Haus war. Laut telefonischer Ansage würden die Pakete zwischen 8 und 20 Uhr geliefert werden. Im Postkasten war eben noch keine zweite Benachrichtigung... also kommt die Lieferung wohl noch... Schade... wenn es heute zu spät wird, brauche ich nicht mehr in den Garten zu starten um den Rasen zu mähen. Heute wäre es für solche Aktivitäten günstig. Nicht zu warm und nicht zu kalt, trocken und ein Lüftchen geht auch. Egal... dann muß ich das eben morgen machen. Vorhin, auf dem Weg zur Post, beobachtete ich einen älteren Mann wie er sein Auto, durch die Stadt, Richtung VW schob. Kurz entschlossen half ich ihm und siehe da, als ich auf die Straße ging um zu helfen, tat es ein Radfahrer - der sein Rad stehenließ - ebenfalls und eine Radfahrerin bot sich außerdem an. So habe ich das in Frankreich immer erlebt. In Spanien, genauer gesagt in Katalonien, gerieten wir am Strand mit den Hinderrädern unseres Wohnmobiles - einem umgebauten 7.5 Tonner - in eine sandige Mulde. Klaus... da war guter Rat teuer. Du hast am Steuer gesessen und ich habe versucht die Hinterräder durch hin und her Schwingen zu bewegen (indem ich mich mit den Händen hinten an den Griffen festhielt und immer wieder, wenn du vorsichtig Gas gabst, versuchte das Gefährt aus der Mulde zu pushen). Das ging eine Weile hin und her und nach und nach wurde die Strecke aus der Mulde und wieder in die Mulde zurück, ganz harmonisch, immer größer. Und plötzlich waren die Hinterräder wieder aus der Mulde raus und auf festem Untergrund. Die spanischen Zuschauer hatten bestimmt schon Wetten abgeschlossen gehabt, daß wir das nicht schaffen würden. Einem Zuschauer fielen sogar, offenen Mundes, die Krücken aus der Hand, daß diese Frau der Rasse der "cabeza cuadrada" es mit ihrem Mann alleine schaffen konnte diese Situation zu meistern. Keiner aus der mittlerweile herbeigeeilten Menschentraube machte damals Anstalten mir zu helfen und sich die Hände dreckig zu machen. Egal... heute hatte ich schmutzige Hände vom Helfen und das war gut so! Klausi du fehlst mir unendlich. Das einzige was mir geblieben ist sind Erinnerungen. Derer gibt es zum Glück viele.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich einen Brief mit einer schönen Geburtstagskarte an meinen Bruder abgeschickt. Leider klebte ich zu wenig Porto drauf, nicht daran denkend, daß nun 70 Cent für einen normalen Brief berappt werden müssen. Ich klebte 60 Cent drauf. Damit hat mein Bruder eine Steilvorlage von mir bekommen um über mich abzulästern zu können, weil er entweder Strafporto zahlen oder den Brief beim Postamt abholen muß. Klasse. Klausi ich bin müde. Morgen muß ich nach der Arbeit den Rasen mähen. Welch Graus! Alles fällt mir schwer. Eine Bekannte erzählte mir, daß der Freund ihres Enkelsohnes mit 20 Jahren innerhalb einer Woche an Blutkrebs verstarb. Der arme Junge war Koch von Beruf und fühlte sich seit einiger Zeit schlapp und ermüdete schnell. Nach dem Gang zum Arzt und einer Blutabnahme samt Analyse wurde gleich eine Chemotherapie in Angriff genommen, die er nicht vertrug. Eine Verlegung in ein anderes Klinikum brachte auch nichts. Am Ende lag er im künstlichen Koma und verstarb nach Diagnosestellung innerhalb einer Woche an multiplem Organversagen. Unglaublich. Da muß man mit fertig werden. Als Betroffener und als Hinterbliebener. Klaus du fehlst mir so entsetzlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat es gegen Abend einen Fingerhut voll, pro Quadratzentimeter, geregnet. Das war der berühmte Tropfen auf den heißen Stein. Nun gut... das kann man nicht beeinflussen. Auf dem Weg zur Arbeit bin ich heute einmal anders gefahren... und habe eine Schafherde mit kleinen Lämmchen bewundert. An die 50 Schafe waren das auf einer umzäunten Wiese. Dafür nehme ich gerne in Kauf einen Umweg gemacht zu haben, der mich eine Viertelstunde gekostet hat. Vor einer Woche habe ich mir Kleidung bei einem Versandhaus bestellt. Das Paket wurde natürlich während meiner Abwesenheit geliefert. Mein Nachbar nahm die Lieferung für mich an. Morgen Abend ist also Modenschau bei mir angesagt. Heute ist es schon zu spät. Wenn ich die Ware unangezogen betrachte muß ich feststellen, daß vieles wesentlich besser im Katalog oder Internet aussieht als in natura. Seufz. Was nicht gut aussieht oder nicht optimal paßt wird zurückgeschickt. Leider kann man im Leben nicht immer alles umtauschen mit dem man sich eingelassen hat oder gar gezwungen ist zusammen zu arbeiten oder zu leben. Ich spreche da von meinem ersten Exmann, von meiner Familie, in der ich aufwuchs und meine Arbeit, damals als ich in die Lehre ging. Du Klaus warst meine Familie... und nur du!... mein Lebensmittelpunkt. Das wird sich niemals ändern. Du fehlst!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Noch immer ist es kühl draußen und der Regen fehlt. Und du Klaus... du fehlst mir. Was soll ich dir heute schreiben? Ich war zur Arbeit, zum Arzt - die Überweisung und Arztberichte holen - und zur Post einen Kontoauszug holen. Zum Einkaufen hatte ich keine Lust. Ein geschnittenes Eifeler Brot kaufte ich beim Bäcker, weil es im Angebot war. Ach ja... über den Wochenmarkt ging ich heute morgen - vor der Arbeit. Eine Waldmeisterpflanze kaufte ich bei der Gelegenheit, weil ich deren Duft so liebe. Der herrliche Duft entströmt erst wenn die Pflanze welkt. Als letzten Gruß? So kann man der Vergänglichkeit noch etwas Schönes abgewinnen. Wenn das bei der Menschheit nur auch so wäre! Da fällt mir ein daß du Waldmeistergötterspeise so gerne mochtest. Alles erinnert mich an dich. Die einfachsten Dinge sind das oftmals. Du bleibst in meinem Herzen und meiner Seele.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Pfingsten ist vorbei. Morgen werde ich wieder arbeiten. Zum Glück ist die Woche kurz. Gekocht habe ich zwar, aber nicht so dolle. Mir macht das alleine keinen Spaß und Sinn sehe ich darin auch nicht. Keiner meiner Freundinnen oder Bekannten hatte Zeit, da deren Familien zu Besuch kamen. Auch gut. Habe wirklich viel relaxt und so gut wie nichts getan. Ich hätte so viel in der Wohnung tun müssen. Außer Wäschewaschen und -aufhängen tat ich nichts. Heute morgen habe ich mich aufgerafft die Forsythie im Vorgarten zu stutzen. Wenn ich das nicht mache habe ich Ameisen im Wohnzimmer herumlaufen, weil deren Zweige bis an mein Fenster reichen. Die gelbe Rose im Topf sieht mickrig aus. Habe damit abermals kein Glück damit. Stattdessen habe ich dir drei wunderschöne, zart duftende, Teerosen abgeschnitten und in die Vase gestellt. Wenn die Sonne scheint duften die Schönheiten intensiver. Von diesen Rosen kann ich dir wohl jede Woche eine Rose abschneiden. Der Rosenstock oder -busch ist dieses Jahr auch sehr groß geworden... mit vielen Knospen. Uns fehlt noch immer Regen. Die paar Tropfen, die fielen, reichen bei weitem nicht aus! Gleich werde ich mir einen grünen Tee zubereiten - na klar mit Zitronensaft - und den TV Abend einläuten. Cast away sah ich schon und Pretty Woman kenne ich auch schon... toll die Musketiere kommen auch... in anderer Besetzung. Seufz... Heinz Rühmann ist auch zu sehen. Soll ich mir ein Drama reinziehen? Dramen hatte ich genug in meinem Leben! Rosamunde Pilcher ist nicht mein Ding. Tatort auch nicht. Eher der Krimi aus GB danach. Dann käme ich jedoch erst gegen Mitternacht ins Bett. Na mal sehen... Wenn mir das alles zu doof ist, gehe ich schon um 21 Uhr zu Bett. Klaus du fehlst mir!

Ein Wunsch

Hätte ich einen Wunsch frei, einen Traum
der wahr werden könnte,
ich würde Gott von ganzen Herzen um das
Vergangene und um Dich bitten.
Doch tausend Worte können Dich nicht
wiederbringen
- ich weiß das, denn ich habe es versucht -
und auch tausend Tränen können das nicht
- ich weiß das, denn ich habe sie geweint -
Zurückgelassen hast Du schöne, glückliche
Erinnerungen.
Ich will keine Erinnerungen
- ich will nur, dass Du wieder hier bist -
Ich verspreche zu lernen damit
zurechtzukommen.
Denn ich weiß:
In meinem Herzen lebst Du weiter!

(Verfasser unbekannt)

Igel ich liebe und vermisse Dich!

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat es etwas geregnet. Kopfschmerzen plagen mich, deshalb habe ich mich immer wieder ins Bett begeben, um zu relaxen. Meine Kapselentzündung im linken Daumengelenk schmerzt ebenfalls heftig. Formel 1 hat mit einer Überraschung geendet. Erstmals hat ein Niederländer gewonnen. Den Eurovision Song Contest 2016 habe ich mir gestern erspart. Das mußte ich nicht haben. Eine langweilige Veranstaltung an deren Ende die Wertungspunkte zwischen Nachbarstaaten und ehemaligen Seilschaftsfreunden, untereinander, hin und her geschoben werden. Die Amsel nistet noch immer fleißig im Garten. Hoffentlich wird das Amselweibchen nicht Opfer der Katze oder vielen Raben und Elstern, die immer wieder meinen Garten heimsuchen und Unheil anrichten. Wenn das Wetter einigermaßen konstant bleibt und keine übermäßig starken Stürme wüten, müßte das ein super gutes Obstjahr werden. Da blutet mein Herz bei dem Gedanken den Garten zu verkaufen. Mein Rheuma wird nicht besser, durch die Arbeit habe ich nicht mehr die Zeit, handwerklich bin ich überhaupt nicht begabt und an der Laube muß viel getan werden... das ist die Realität. Ich muß loslassen, auch wenn viele Erinnerungen an dich... an uns... mit dem Garten verbunden sind. Du fehlst mir unendlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der große Regen ist heute ausgeblieben. Kühler ist es und der Wind bläst ein wenig, aber Regen brauchen wir dringend. Alles ist knüppeltrocken! Im Garten habe ich vorhin ein wenig Unkraut gezupft, gegossen, Pflichtstunden abgeleistet und das brütende Amselweibchen beobachtet. Du würdest sagen das wäre eine Amselin : ). Seufz tief. Dir habe ich einen schönen Strauß Maiglöckchen mit lila Akelei mitgebracht. Ich hoffe du freust dich darüber. Unser Ginster ist so gut wie verblüht. Schade. Durch die Wärme und Trockenheit ging das viel zu schnell. Die Leute tätigen Hamsterkäufe wegen Pfingsten. Das kann ich nicht verstehen. Zur Not könnte ich von gebratenen Gabelspaghetti oder Pellkartoffeln mit Butter und Salz leben. Du hast das alberne Einkaufen vor den Festtagen - vor allem Kaufen in Mengen und Dinge, die man nicht braucht - belächelt. Ich kenne auch so einen Experten. Zu Weihnachten kaufte ein Bekannter eine gefrorene 5 kg Hafermastgans. Aus Angst nicht satt zu werden hat sich der Bekannte noch zwei Gänsekeulen dazu gekauft. Wohlgemerkt... an dem Festbraten nagten nur zwei Personen! Der Bekannte und seine Freundin. Dazu gab es "kalorienarme" Speckknödel und Rotkohl, in den eine "kalorienarme" Mettwurst geschnitten wurde. Mittlerweile reichen die Hosenträger bei ihm nicht mehr aus. Die wurden kurzerhand mit Kabelbindern verlängert. Was soll man dazu sagen?! Das Altglas habe ich entsorgt, Leergut abgegeben und im Garten etwas getan, obwohl ich heute wieder alles andere als motiviert war. So gesehen muß ich wegen des Nichtstuns nicht so ein schlechtes Gewissen haben. Formel I habe ich im TV eingeschaltet, wenn auch nur die letzte Hälfte. Morgen werde ich dir das Rennen von Anfang an einschalten. Mehr kann ich für dich nicht mehr tun. Traurig ist das. Du fehlst mir unendlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Früher sind wir zu Pfingsten immer mit unseren Hunden nach Frankreich gefahren oder auch mal nach Leiden. Auf dem Wochenmarkt aß ich vorhin eine frittierte Scholle. Die war nicht einmal schlecht und fettig war die auch nicht. Es geht doch! Dann hatte ich den blöden Einfall nach Geburtstagskarten Ausschau zu halten. Karten mit Fotos aus Frankreich und Spanien fielen mir in die Hände... man solle relaxen... da wurde mir das Herz schlagartig schwer. Mit wem soll ich nun in diese Gefilden reisen?! Ohne dich geht nicht... mit jemand anderem geht überhaupt nicht... alleine macht es keinen Spaß... macht alles keinen Spaß mehr. Traurig fuhr ich nach Hause und wollte Dirk wegen seiner Bewerbungen anrufen. Wessen Nummer war ich gerade am wählen?! Deine Handynummer! Dann war es aus mit meiner Motivation in den Garten gehen zu wollen. Immer trifft es mich wie ein Keulenschlag... urplötzlich... die bittere Erkenntnis, daß du nie mehr wiederkehren wirst. Morgen werde ich das Vorhaben Garten nachholen müssen. Gestern Nacht hat es um halb zwei bei mir an der Tür geklingelt. Ich habe mich aber nicht gerührt. Die Rollos waren unten, die Fenster geschlossen, das Telefon neben mir... aber unheimlich ist das schon, wenn man aus dem Tiefschlaf aufschreckt. Das war früher auch oft der Fall, wenn Betrunkene vom Lokal an der Ecke oder gar vom See, auf ihrem Weg nach Hause, meinten noch irre lustig zu sein. Seitdem wache ich ohnehin immer um 3 Uhr morgens auf. Klausi... an den Kirschbäumen hängen schon kleine grüne Kirschen! Die Zeit rauscht an mir vorbei. Wahnsinn! Bald bist du schon ein Jahr tot. Wie kann man damit leben? Wie machen das die Anderen damit klarzukommen? Ich weiß mir da keinen Rat. Wenn ich arbeite ist alles einigermaßen ok... aber wenn ich nach Hause komme... das ist schrecklich. Ich vermisse dich unendlich!
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 12.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen muß ich noch einmal einen halben Tag arbeiten, dann ist der Garten dran. Pfingstsonntag und -montag werde ich zu Hause verbringen. Pfingsten pflegte ich, als kleines Mädchen, mit meinem Vater auf einen Stadtteilfußballplatz zu gehen. Dort fanden jedes Jahr internationale Pfingstfußballturniere statt. Drei Tage lang. Junge Fußballer - heute würde man die als U21 oder so bezeichnen - aus der Schweiz, dem damaligen Jugoslawien, aus umliegenden Gemeinden bzw. Städten und ich glaube auch aus Österreich - trafen dort aufeinander. Frauen und Kinder hatten freien Eintritt. Das war jedes Jahr sehr schön. Wir saßen immer an einem quergestellten Biertisch unter dichten Kastanienbäumen. Ich kann mich nicht erinnern ob mein Vater mir eine Limonade ausgab. Dergleichen und auch Saft gab es nur zu besonderen Anlässen wie Geburtstagen oder Weihnachten. Sonst gab es nur Tee, Milch... die ich schon damals scheußlich fand, Kakao... den ich auch nicht mochte, Kaffee... den ich nicht vertrug aber gerne roch und noch gerne rieche, und Wasser. Ich were nie vergessen, wie ich als 17jährige meinem damaligen Freund, der wesentlich älter als ich war, an einem knallheißen Sommertag eine eiskalte Cola - damals noch in einer Glasflasche mit Kronkorken - mitbrachte und davon als etwas "ganz Besonderem" schwärmte. Der schnauzte mich deshalb fürchterlich an. "Etwas ganz Besonderes! Was ganz Besonderes ist ein "Blanc de Blancs" oder "Châteauneuf-du-Pape" aber ganz gewiß nicht dieses Gesöff!" Wenn man bedenkt, daß ich keine Hosen tragen und mich nicht schminken durfte, daß ich meine erste Schallplatte mit 16 Jahren von meiner Tante geschenkt bekam und ich kein eigenes Zimmer hatte, kein Radio, keinen Plattenspieler oder Fernseher besaß und zu Hause keine Wünsche äußern durfte. Ich nicht die Haare tragen durfte wie ich wollte... alles kontrolliert wurde... ich mich sogar abmeldete wenn ich auf die Toilette wollte. Unglaublich. Einmal in der Woche durfte gebadet werden. Meine Kleidung mußte ich selber per Hand waschen. Gelacht wurde bei uns zu Hause auch nicht. Wenn ich es tat und mein Vater bekam das mit sagte der nur "am Lachen erkennt man den Narren". Meine Mutter behauptet ich hätte eine glückliche Kindheit gehabt, weil kein Krieg herrschte. Ich hatte Krieg seelischer Natur zu erdulden von der Stunde Null an. Das ist vielleicht noch schlimmer, weil man die Verletzungen nicht sieht und diese ein Retardwirkung auf das ganze weitere Leben haben. Mir fehlen so viele Dinge, die andere Kinder erleben durften. Oft sind es Hits aus der jeweiligen Zeit... POP und Rock... bei uns gab es nur Volksmusik und affenscheußliche Musik, die meine Eltern bevorzugten. Nie habe ich bei einer Freundin übernachtet, nur einmal gab es einen Kindergeburtstag, nie war ich im Schullandheim, den Fernseher durften wir Kinder nicht anschalten und durften nur wenig - von meinen Eltern Abgesegnetes - im TV sehen, wir Kinder mußten im Kinderzimmer bleiben und kamen selten ins Wohnzimmer... nie habe ich mich in Gleichaltrige verliebt, nie war ich in Diskotheken, selten im Kino, selbst Pommes Frites waren mir fremd. Wünsche äußern war auch nicht. Als kleines Kind wollte ich Silvester eine Essiggurke haben. Meine Mutter meinte ich solle deswegen meinen Vater fragen. Das tat ich und der fauchte mich an "im Salat war genug Gurke!" Aus Verzweiflung trank ich oft den übrig gebliebenen Gurkensud. Geraucht habe ich auch noch nie und werde es auch nicht tun. Nie war ich jemals beschwipst. Ich war eine Außenseiterin - schon an der Kleidung zu erkennen und an der Sprache - ich wurde auch in der Schule gemobbt, nicht nur zu Hause von meiner Mutter und meinem hyperintelligenten älteren Bruder. So kam das, daß ich - ab einem gewissen Alter - nach einem anderen Zuhause Ausschau hielt. Im Irrglauben dort die nötige Nestwärme zu finden. Etwas Gutes hatte die Limonadenabstinenz. Ich habe noch immer total gesunde Zähne mit wenig Füllungen. Süßes ist auch nicht mein Ding. Man könnte meinen, wenn man das alles Revue passieren läßt, wir hätten in der Steppe Kaschastans gelebt oder wären Amische gewesen. Das ist nicht der Fall. Unglaublich. Und dann kamst du Klaus... abermals ein Paradiesvogel... in mein Leben. Wir hätten uns mindestens zehn Jahre früher begegnen können... oft warst du in der Nähe, wo ich gezwungen wurde aufzuwachsen. Schade. Dann wäre alles ganz anders verlaufen. Seufz tief. Dich werde ich stets vermissen. Du warst meine Familie... mein Leben.
In tiefer Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 11.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausi!
Jetzt habe ich wieder eine Mücke in der Wohnung. Heute morgen - beim Lüften - ist das Geschöpf in aller Ruhe an mir vorbeigeschwebt. Wie vor zwei Tagen. Da wachte ich mit einem juckenden, großen, roten Pustel am Ellenbogen auf. Das Vieh habe ich erledigt. Das ruhte sich an der Wand am Bettende aus. Tja... nun habe ich an der Wand eine Erinnerung daran. Ich muß wieder die elektrische Keule aufladen. Dann gibt es keine Flecken mehr. Nur ein Zischen und den Geruch von verbranntem Horn. Klasse. Klaus... du warst noch hysterischer. Du hörtest das Gras wachsen. Ich, mit meiner Innenohrschwerhörigkeit, bekomme das Surren der Mücken nicht mit. Heute war es im Büro nicht ganz so unangenehm warm, da der Wind die stickige Luft austauschte. Die verschwitzten Klamotten sind schon in der Waschmaschine. Gleich werde ich die aufhängen. Morgen früh ist die Kleidung bestimmt schon trocken. Morgen muß ich nur noch einen halben Tag schuften, Freitag ebenfalls. Samstag ist der Garten dran. Klaus du fehlst mir. Am besten lege ich mich nach dem Wäscheaufhängen ins Bett. Das Programm im TV ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Eventuell sehe ich noch Aktenzeichen XY. Mal sehen. Du hättest dir Aktenzeichen XY angesehen. Das weiß ich. Nichts wird jemals wieder so, wie es war. Noch immer ist das unbegreiflich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausi!
Der Flieder blüht. Das erste Mal daß der Flieder ohne dich blüht. Alles ist jetzt das erste Mal und irgendwann jähren sich die Ereignisse. Der seelische Schmerz wird bleiben. So war das immer und in deinem Fall wird der Schmerz und das Gefühl der Leere und des Verlorenseins besonders hartnäckig sein. Heute ist mir nicht gut vom Magen her. Ich gehe schon um 21 Uhr zu Bett. Im TV kommt nichts was mich interessiert. Einen Tee getrunken und noch etwas Musik gehört. Das wars. Es war auch ein langer Tag. Morgens zum Arzt um Blut abnehmen zu lassen. Dann eine Überweisung am Bankautomaten getätigt, einkaufen gegangen, Lotto gespielt, mit dem Einkauf, im Bus, zum Krankenhaus gefahren - zur Ergotherapie und Termine vereinbart, anschließend mit dem ganzen Krempel zur Arbeit und abends nach Hause. Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 09.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausito!
Endlich ist der Scheiß Muttertag zu Ende. Wenn man von klein auf von der eigenen Mutter als "ersten Nagel zu ihrem Sarg" bezeichnet wird und als Kind "das in die Erziehungsanstalt gehört", das "einem das Leben zur Hölle macht... zusammen mit dem eigenen Ehemann (Vater der mißratenen Tochter) und der Schwiegermutter zusammen" usw. glaubt man nicht an Mutterliebe oder zumindest nicht daran, daß einem die eigene Mutter jemals gut gesonnen war. War ich krank, und das war leider oft der Fall, meinte meine Mutter nur ungerührt "du bist nur einmal krank und das ist immer". Und so vieles mehr an verbalen Gemeinheiten und Taten. Nein, dieser Frau gebührt kein Ehrentag! Diese Falschheit! Als ich dich heiraten wollte interessierte meine Mutter nur ob ich meinen Mädchennamen behalten würde. Das tat ich. Zur Hochzeit kam niemand. Wir beide waren an dem Tag alleine. Wochen später kam ich mit meiner Mutter ins Gespräch. Da meinte sie "ach. Klaus hast du geheiratet?! Ich dachte du hast Spaß gemacht!" Seit langer Zeit habe ich keinen Kontakt mehr zu meiner Mutter und ihrem, von ihr manipulierten, Anhang. Na egal... Klaus du warst meine Familie. Nur du! Ich vermisse dich so schrecklich. Wenn ich von der Arbeit heimkomme breche ich in Tränen aus.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der erste Vatertag ohne dich ist vorbei. Heute ist Muttertag. Leider kann ich damit nichts anfangen, weil meine Mutter mich, wie bekannt, nicht mochte und mir das zu jeder Gelegenheit zeigte. Ich bin froh wenn der Scheißtag vorbei ist. Dann folgt Pfingsten. Das erste Pfingstfest ohne dich. Auch wenn viele Feste und Jahre folgen. Ich werde dich stets vermissen. Der Verräter im Garten ist entlarvt. Es ist - wie ich bereits vermutete - ein Henryk der sich Heinrich nennt, weil seine Frau meint daß das deutscher klingen würde. Das sind mir die Richtigen. Wendehälse nennt man solche Kreaturen. Du hattest mit deinen Einschätzungen immer recht. Das kann ich alles bestätigen. Der Witz ist, daß der Tippgeber - bei der Denunziation - ein Typ gleicher Herkunft ist, dem das Wasser in der Gartenlaube abgestellt wurde, weil er noch immer nicht die Pacht für den Garten bezahlt hat. Es sind immer die, die im Glashaus sitzen und mit den größten Steinen um sich werfen. Und dieser Henryk alias Heinrich hat den Keller voller Kanister mit Diesel, die er als Fernfahrer bei seinem Arbeitgeber entwendet hat... oder auch nur den Sprit. Bei ehelichen Streitigkeiten droht seine Alte ihm regelmäßig ihn zu verpfeifen. Das sind alles Helden! Und einen Schiß hat der Scheißer vor der Krähe! Einmal ist der aus Angst an unserem Seeufer ins Schilf gesprungen, sein Fahrrad irgendwo stehen lassend, weil er meinte seine Holde in der Ferne erkannt zu haben. Die Frau war aber nicht seine Angetraute. Nach einer halben Stunde haben wir ihn per Handy aus dem Schilf zitiert. Der sah wie ein Soldat nach einer Geländeübung aus. Mit Gestrüpp auf Kopf und Körper... als Tarnung. Lächerlicher geht es nicht! Gartenzwerge haben die auch bei Bekannten geklaut und dummerweise vergessen bei welchen Bekannten sie die geklaut hatten. Wie es der Zufall so will haben die die Beklauten zum Grillen eingeladen. Die Eingeladenen erkannten ihre "Gartenzwergi grosses" wieder und klauten die in der folgenden Nacht wieder zurück. Du hattest diesbezüglich einen Ausdruck, den ich hier nicht nennen möchte. Recht hattest du. Auch in Bezug auf Russen. Mit denen komme ich weitaus besser klar, die lassen einen auch in Ruhe und sind sehr hilfsbereit. Russen hattest du ja schon als Kind um dich herum, konntest deren Mentalität gut studieren. Mein Vater bestätigte übrigens deine Beobachtungen und Einstellung. Nur Borschtsch (was im Original eigentlich aus der Ukraine stammt) konntest du nicht ausstehen, weil du das zu oft essen mußtest. Klaus du fehlst mir. Hätte große Lust am Abend Gin Tonic zu schlürfen und den Tatort mit Boerne und Thiel zu sehen. Den Tatort hättest du auch gesehen. Nur Gin Tonic... das war nicht dein Ding. Du hättest dich wohl mit Fencheltee begnügt... oder Milch mit Honig. Auch wegen DSDS hattest du Recht. Gestern habe ich lange vor Schluß ausgeschaltet. Es nervte. Klaus du fehlst.

Manchmal schießen Erinnerungen
in deinen Kopf
landen dann in deinem Herzen
und kullern schließlich
als Tränen über
dein Gesicht

(Verfasser unbekannt)

In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 07.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern habe ich den Rasen gemäht. Heute mußte ich Pflichtstunden ableisten, was mir sehr schwerfiel. Das war ja warm draußen! Zum Glück wurde mir die letzte Stunde erlassen. Im Garten brütet eine Amsel oben auf dem Feuerholz unter dem Dach. Vor Tagen lag nur ein grünes Ei im Nest. Nun scheinen es schon drei oder mehr zu sein, dann das Amselweibchen verläßt nicht mehr das Nest. Unter dem Dach wird es knallheiß, deshalb habe ich ihr Wasser zum Trinken hingestellt. Ich konnte beobachten wie die Amsel den Schnabel zum Hecheln offen hielt. Leider kann ich ihr den Aufenthalt nicht kühler gestalten. Klaus du fehlst mir! Ein kleines, stark duftendes Sträußchen Maiglöckchen habe ich dir hingestellt. Mehr kann ich nicht mehr für dich tun. Unbegreiflich! Selbst der Quittenbaum, der sich jahrelang nicht rührte, steht in voller Blüte. Quittengelee liebtest du so sehr. Es ist zum Heulen. Alles erinnert mich an dich. Es sind die einfachsten Dinge. Seufz.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausi!
Die wilden Veilchen blühen so schön und so viele sind das dieses Jahr! Wahnsinn! Heute habe ich einen freien Tag und werde den Rasen mähen. Mir geht der Kleingartenverein mit seinen geschwätzigen Mitgliedern unheimlich auf die Nerven. Da schuftet man den ganzen Tag, versucht mit Anstand zu leben und trifft immer wieder auf Heckenschützen. Was soll das? Ich zahle ich nicht gerade wenig und werde Opfer von Rufmördern. Der Freizeitwert ist null, da ich dort nie auf der Liege zu finden bin oder grille. Wirklich... ich gehe nur zum Arbeiten dort hin. Das Thema ist für mich durch. Werde hoffentlich die Hohlköpfe im neuen Jahr nicht mehr zu ertragen haben. Das hat jetzt meine Toleranzgrenze eindeutig überschritten. Boulevardblattniveau. Pfui. Mir ist nach Kotzen zumute. Unglaublich. Brunnenvergiftern wird auch noch Glauben geschenkt. Armes Deutschland. Da fehlen mir die Worte. Klaus... du siehst... es hat sich nichts geändert, seit du in eine andere Welt gegangen bist. Jeden Tag bete ich für dich, für uns, für uns alle. Das Leben ist ohne dich noch schwieriger geworden. Oft sehe ich keinen Sinn darin. Dein Ableben tut unheimlich weh. Ich wünsche den Blindgängern von Herzen den gleichen seelischen Schmerz, den sie durch ihr Verhalten verursachen.
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 05.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klüten!
Gestern wäre Astors Geburtstag gewesen. Werde das nie vergessen... Onda und ihre sieben Zwerge. Das war eine tolle Zeit. Später sahen die Kleinen wie Seemänner aus... mit einem hellen U unter ihrem Kinn. Wie die kreischten, wenn sie unser Auto hörten... wie bei einem Indianerüberfall im Western. Einziger Wermutstropfen war dieser entsetzliche Thomas, der ständig irgendwelche kriminellen Anwandlungen hatte. Immer hatte ich Angst um die Kleinen. Der Armleuchter hat doch tatsächlich mit meinen teuer bezahlten Zeitungsannoncen seine Hunde verkauft und unsere Lieblinge schlechtgemacht. Und noch so einiges mehr... ganz fürchterlich. Es gibt Leute, die haben sich totgearbeitet. Thomas schaffte es sich totzurauchen. Wie kann ich mit einer überstandenen Tuberkulose rauchen wie ein Schlot?! Und das war nicht einmal Krebs oder ein Infarkt, was ihn dahinraffte - nein - ein Erstickungsanfall. Trotz mehrfacher Notarzteinsätze konnte der das Rauchen nicht lassen. Mit Nikotinpflaster qualmte der weiter. Nahm aus dubiosen Quellen erworbenes Cortison ein. Mein Mitgefühl, wegen seines Ablebens, hielt sich in Grenzen. Ich habe mich immer gefragt was so eine Nulpe in deinem Freundeskreis zu suchen hatte, warst du doch ein wirklich edler Mensch. Heute ist Tag des Brotes. 300 Sorten gibt es in Deutschland. In Spanien haben wir immer selber unser Brot gebacken. Das war eine Delikatesse. Klaus du fehlst mir! Ich leide unheimlich darunter, daß du nicht mehr bist. Unfassbar! Von dir blieb mir nichts außer ein paar Fotos, Erinnerungen, Papiere und wenige persönliche Dinge. Das zu begreifen und zu akzeptieren ist für mich ein wahnsinniger Kraftakt. Jeden Tag aufs neue.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine untröstliche Tina
Tina am 04.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nun habe ich vier Tage frei. Das habe ich auch bitter nötig. Einen Topf mit gelben Buschrosen habe ich dir hingestellt. Rote Rosenbüsche gab es auch, aber bei deren Anblick drohte ich in Tränen auszubrechen. Waren es doch solche Rosen, die du in Spanien nach dem Valentinstag immer von den Kassiererinnen von Lidl oder ALDI geschenkt bekamst. Die Rosen wurden immer wunderschön in deiner Obhut. Ich würde mich manchmal am liebsten hinstellen und schreien "Klaus komm zurück!" Aber was würde das nutzen? Ich vermisse dich bis zu meinem Lebensende. Jeden Tag, jede Minute, jede Sekunde. Morgen habe ich mich mit Klara verabredet. Feiertage sind immer entsetzlich für mich. Schon früher mochte ich Feiertage nicht... und jetzt - ohne dich - sind die unerträglich. Ich werde wohl früh zu Bett gehen. Im TV kommt auch nichts was mit interessiert. Per Kopfhörer lausche ich dem Soundtrack von dem Film "Legenden der Leidenschaft". Das war ein toller Film. Hab den bestimmt schon fünfmal gesehen. Tolle Landschaften, die Handlung, Schauspieler und der Soundtrack... da stimmte alles. Bei "Spiel mir das Lied vom Tod", "Das Piano", "Jenseits von Afrika", "Der englische Patient", "Brücken am Fluß", "Der mit dem Wolf tanzt" und "Aus der Mitte entspringt ein Fluß" ist es genau so. Hier blühen zur Zeit die Birnenbäume. Die Kirschbäume haben fast ausgeblüht. Weiße Blütenblätter fallen zu Boden wie Schneeflocken. Irre! Schade daß du das nicht mehr genießen kannst. Du fehlst mir unendlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute kam ich von der Arbeit nach Hause und hab mich gleich ins Bett verkrochen. Ich bin mental total erschöpft. Heute morgen hatte ich solche rheumatische Schmerzen in der linken Schulter bis zum Handgelenk runter... da war ich schon völlig fertig... Tja und die Brücke über unseren Fluß wurde heute endlich eingeweiht. Mit mickriger drei- bis vierjähriger Verspätung. Der Witz ist, daß durch die vielen Baustellen in unserer Stadt niemand mehr weiß wo die Bushaltestellen hinverlegt und nun wieder nach und nach zurückverlegt wurden bzw. werden. Am besten man begibt sich zum Bahnhof. Da kann man nichts falschmachen. Am Ende steht man verkehrt und wartet bis man Wurzeln schlägt, wie zu Beginn der ganzen Wühlereien. Wir landen damit und den, damit verbundenen, Fehlinvestitionen noch im TV. Klausi du fehlst mir. Eine Tasse Tee werde ich schlürfen und die erste Halbzeit des Champions League Fußballspieles verfolgen. Dann bin ich bettreif. Du würdest das Spiel auch auf der Couch verfolgen. Du fehlst und das wird immer heftig schmerzen.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Seufz... vorhin kam ich nach Hause und schon hatte ich einen absolut unnötigen Scheißanruf von einer absoluten Hohlbirne! Unglaublich! Was die Leute an mich ranranzen. Auf so eine gequirrlte Scheiße käme ich in meinen künsten Träumen nicht! Na egal. Auch solche Menschen muß es geben, die anderen Mitbürgern Glauben schenken, die ihre Lügen nicht für sich behalten können. Klaus... du siehst... da hat sich nichts geändert. Der Mensch ist noch immer eine gemeine Marmelade. Ich bin froh, wenn ich den Müll hinter mir habe. Die Dämonen meiner Vergangenheit im Vergessen versenkt und die Irren der Gegenwart aus meiner Wahrnehmung getilgt. So muß es sein. Seufz. Klaus du fehlst mir! Gleich muß ich schon wieder zu Bett gehen, weil ich morgen früh raus muß. Rasch noch einen Tee geschlürft und schon ist der Abend vorbei.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute scheint die Sonne. Jetzt bin ich das ganze Wochenende zu Hause geblieben. Formel I habe ich auch geschaut... allerdings habe ich die ersten zwanzig Minuten verpaßt. Seufz. Im Haus tat ich auch nicht sonderlich viel. Depressionen lähmen leider jegliche Aktivitäten. Nachher werde ich die Wäsche im Keller aufhängen, Geschirr spülen und ein wenig aufräumen. Nächstes Wochenende wird es hoffentlich besser. Pflichtstunden sind dann im Garten angesagt und Rasenmähen. Michael rief an. Der arme Kerl hat die Diagnose Parkinson mitgeteilt bekommen und das mit gerade mal 42 Jahren. Der arme Kerl. Tja... und Dirk meldet sich mal wieder nicht. Das müßte er aber tun, da ich seine Bewerbungen schreibe. Das sollte vorher abgesprochen werden. Klaus du fehlst. Diese Woche werde ich den Krankenkassenwechsel in Angriff nehmen. Hab denen schon gemailt und um Informationsmaterial gebeten. Bundesweit sind das die günstigsten bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Immerhin ist die jährliche Ersparnis im dreistelligen Bereich. Klausi du fehlst trotz aller hektischer Betriebsamkeit. Wenn Ruhe einkehrt sitze ich hier mit meinen Erinnerungen und weine vor mich hin. Du fehlst egal was auch immer ich anstelle.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Klausi mir geht es mental schlecht. Bin vorhin aufgewacht und war erschlagen von der Leere um mich. Alltags hätte ich die Arbeit. Nun da es "junge Hunde regnet" kann ich nicht einmal in den Garten gehen und etwas tun. Einkaufen gehen mag ich auch nicht. Frisches Krustenbrot müßte ich holen. Knäckebrot muß es dann eben ersatzweise tun. Ich kann mich zu nichts aufraffen. Schüttelfrost habe ich auch. Am besten lege ich mich wieder hin. Um 13 Uhr werde ich Formel I im TV einschalten - weil du das gesehen hättest. Ein Urlaubsziel habe ich auch nicht ausfindig gemacht. Werde wohl mit dem Hintern zu Hause bleiben. Das Allgäu hatte ich in Betracht gezogen, scheitert aber an der Anfahrt. Ohne Auto ist man doch aufgeschmissen. Seit meiner zwei Infarkte im linken Gleichgewichtsorgan kann ich das vergessen. Das hat sich auch nicht erholt und schwindlig ist mir schon so, ohne daß ich den Kopf herumdrehe. Wie soll das nur enden? Selbst Radiohören ist mir heute lästig. Du fehlst. Du... der Mittelpunkt meines Denkens... Fühlens... Lebens....
In unendlicher Trauer und ewiger Liebe
deine Tina
Tina am 29.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Mir ist nach Weinen zumute. Ich vermisse dich einfach. Wenn ich jemandem etwas Gutes tun konnte, dann fühlt sich das für mich gut an. Warum meine Mutter immer gemein zu mir war, kann ich nach wie vor nicht verstehen. Wahrscheinlich hat sie sich nur dann gut gefühlt, wenn sie ihren Frust an mir abreagieren konnte und sich widerlich mir gegenüber verhalten konnte. Ob das erstrebenswert ist, wenn man an solch eine Person denkt und einem nur einfällt "was für eine entsetzliche Kreatur"? Schade. Manchmal könnte ich losheulen, wenn ich umsorgte Kinder mit ihren Eltern sehe. Das wird auch ein Leben lang, wie ein Dorn, schmerzen. Jetzt bist du nicht mehr Klaus... mein Fels in der Brandung. Wie hält man so einen Verlust nur aus?!
In tiefer Trauer und ewiger Liebe
deine untröstliche Tina
Tina am 28.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nach der Arbeit bei dem Nachfolge-Rheumatologen. Ein arroganter Armleuchter. Unglaublich! Fragt der mich doch warum ich denn alle drei Monate Blut abnehmen ließe und in die Sprechstunde käme! Ob ich vielleicht seit Jahren Rheumamedikamente einnehmen muß, die nicht gut für die Leber sind??!! Der hat sich nicht in die Krankenakten eingelesen. Ständig hat er gemeint mich verbessern zu müssen und nannte mir den lateinischen Begriff für meine Erkrankung, die ich auf deutsch benannte. Der Arzt saß genervt hinter seinem Schreibtisch und ich hatte das Gefühl als befände sich eine Mauer zwischen uns. So entsteht kein Vertrauensverhältnis. Seufz. Seit die Ärztin nicht mehr dort praktiziert gibt der Besuch dieser Praxis mit diesem Nachfolger keinen Sinn. Ich muß mich wieder auf die Suche begeben. Klaus du fehlst mir! Als ich mich im Bus daran erinnerte, wie du mich am 15. Juni letztes Jahr an unseren Hochzeitstag erinnert hast, weil ich in dem Moment - in der Hektik - nicht daran dachte... und elf Tage später das Schicksal derart über uns hereinbrach und nichts mehr so wie vorher war und wurde, fiel es mir schwer nicht loszuweinen. Der 26. Juni war das und genau zwei Monate später starbst du. Der 26. ist ein Scheißtag! An einem 26. wurde ich geboren. Der Tag scheint verflucht. Meine Mutter mochte mich nie und ließ mich das immer spüren. Was hatte sie nur davon ihr eigenes Kind so zu schikanieren?! Ich werde das nie verstehen. Niemals! Klaus... nur du warst meine Familie und ich vermisse dich so lange ich lebe!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine untröstliche Tina
Tina am 27.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Kalt ist es draußen und vom Wetter her nicht viel besser als gestern. Ich sitze hier nach dem "Zwiebelsystem verpackt" auf dem Sofa, bei voll aufgedrehter Heizung. Heute gab es Spaghetti mit Tomaten. Ganz schlicht mit etwas Salz, Pfeffer, Butter und einigen klein geschnittenen Cocktailtomaten. Zu "haute cuisine" reicht die Zeit und Motivation nach der Arbeit nicht. Außerdem habe ich noch nie gerne für mich alleine gekocht. Mit dir war das immer anders. Seufz tief. Letzte Nacht hatte ich einen schlechten Traum und anschließend einen Wadenkrampf. Durchschlafen ist eben nicht mehr möglich. Klaus du fehlst einfach! Deine warme Stimme... es ist zum Heulen. Ich muß dir wieder frische Blumen hinstellen. Die Tulpen aus dem Garten hielten wenigstens zwei Wochen. Zart duftende rote, rosa oder weiße Nelken hätte ich gerne. Mal sehen was es auf dem Markt an frischen Blumen gibt. Fußball sehe ich gerade Im TV. Die Bayern werden wohl verdient verlieren. Gut so. Werde einen Tee mit Zitrone schlürfen und mir die zweite Halbzeit schenken.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute morgen wachte ich um vier Uhr auf und erblickte beim Hochziehen des Rollos eine weiße Wiese. Graupel lag dort zentimeterhoch. Nachts hörte ich den Graupel auf der metallenen Außenfensterbank knistern, schlief aber darüber denkend ein. Kalt war es auch. Während des Tages lösten sich Sonnenschein und immer wiederkehrende Wassergüsse ab, im Wechsel von ca. einer halben Stunde, jeweils über Stunden hinweg. Aprilwetter eben. Klaus du fehlst mir! Alles heulen und flehen nutzt nichts. Das Leben schmeckt nicht mehr wie vorher. Mein Lebenskonzept ist dahin. Nichts macht Sinn oder Freude.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Das ist heute ein besch... Wetter! Tja... und morgen muß ich mich mit noch mehr Widrigkeiten herumschlagen! Unsere drei Rehe sind immer schön unter den großen Bäumen - am Waldrand - entlanggestakst. Es ist schade, daß du den Frühling nicht genießen kannst. Für mich ist es der erste Frühling ohne dich. Alles geht unbeirrt seinen Gang. Nur du fehlst... egal welches Fest, egal welche Jahres- egal welche Tageszeit... das ändert sich nicht. Heute gab es Bratkartoffeln bei uns. Du mochtest die auch so gerne. Bei uns zu Hause wurden und werden auch ganz tolle Kartoffeln angebaut. Etwas Butter, Salz und eine heiße, gekochte Kartoffel. Am besten eine Pellkartoffel. Das ist noch immer ein Hochgenuß! Weißt du noch wie wir Kartoffeln auf abgeernteten Äckern suchten und gleich vorort im Wohnmobil kochten und genossen? Gleich koche ich mir eine große Tasse Tee und sehe etwas TV. Mir ist total kalt. Hoffentlich habe ich mich nicht erkältet. Im Betrieb sind alle verschnupft. Eine Wärmflasche werde ich mir zudem genehmigen. Seufz. Alles erinnert mich an dich. Ich bin untröstlich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich den ganzen Tag zu Hause geblieben. Laut Unwetterzentrale sollte es Graupel, Gewitter, Sturm und was weiß ich alles geben. Graupel gab es heute morgen tatsächlich. Die Wiese vor dem Haus war deshalb ganz weiß. Graupel so groß wie Hagelzucker. Gestern habe ich Kartoffelsalat fabriziert, so wie immer... wie ich meine... und habe mich dabei an Geschmacklosigkeit selber übertroffen. Komisch. Heute gab es dafür nur Quark mit Früchten. Endlich mal ein ruhiges Wochenende. Ein Mittagsschläfchen habe ich mir gegönnt. Mein Rücken hatte das bitter nötig. Nächstes Wochenende werde ich Formel I im TV sehen - so wie du es immer tatest. Seufz tief. Morgen geht die Arbeit wieder los. Um den 1. Maifeiertag sind wir kalendermäßig betrogen worden. Schade. Hätte mal gerne ein verlängertes Wochenende gehabt. Ralf hat wieder eine dicke Backe. Hatte ihm das schon vor einem Jahr prophezeit. Nicht umsonst habe ich mich 12 Jahre mit Zahnmedizin beschäftigt. Aber bei Ralf ist das natürlich nicht so wie bei Milliarden von Mitmenschen. Da reicht das Einwerfen eines Antibiotikums und Schmerztabletten. Daß damit nur die Symptome behandelt werden und eine Eiterquelle im Körper mega gefährlich ist - früher die Menschen daran starben - interessiert nicht. Gleich werde ich mir einen grünen Tee aufbrühen und den Tag ausklingen lassen. Schließlich muß ich morgen früh raus.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist es ziemlich kühl draußen. Werde mich gleich aufmachen das ganze Leergut abzugeben. Zu mehr habe ich keine Lust. Klar könnte ich in den Garten gehen. Die Insekten werden wahrscheinlich nicht in Massen unterwegs sein. Da ich gestern bereits kreuzlahm war, werde ich mich heute noch mehr vorsehen müssen. Zu Hause habe ich außerem genug zu tun. Nachts hatte ich einen Albtraum. Ich träumte von meiner Mutter... wie sie mit mir jahrelang umging. Mental erschöpft stand ich schon früh auf. Klaus du fehlst. Weißt du noch wie wir in dem Fruchthaus oben auf dem Plateau Richtung Salomo übernachteten? Das war ein heißer Tag und in dem Bruchsteinhaus war es des nachts herrlich kühl. In dem Fruchthaus befand sich ein kleines, schmales, vergittertes Fenster, eine Eingangstür aus Metall, eine offene Feuerstelle und großer gemeißelter Steinquader, auf welchen wir unsere Bandscheibenmatratzen legten. Besser konnte man nicht nächtigen! Seitdem träume ich von einer Burg mit dicken Wänden und Nieschen, in welche man eine gepolsterte Truhe oder dergleichen hineinstellen kann, um in das Tal hinunterzublicken. Unser Ausblick reichte damals nicht so weit. Wir erblickten Rebstöcke, Mandel-, Pfirsich-, Oliven-, Feigen- und ein paar verirrte Kirschbäume. Ach ja... ein paar Pinien gab es direkt neben uns. Der Berg gegenüber... ich glaube der Ort dort hieß Masalbones, oder Mas Albones, in dem es damals nur einen Haushalt gab, der ein Telefon besaß... war grün von den Weinreben und Obstbäumen. Nach Valls sind wir einkaufen gefahren. Dort teilte sich Lidl und ein ganz toller Metzger einen Laden. Seufz... ich komme dort nie mehr hin. Ich würde auch hemmungslos in Tränen ausbrechen, wenn dem so wäre. Wenn ich an dich denke, fallen Sonnenstrahlen in mein Herz. Leider kann ich das nicht von vielen Menschen sagen, insbesondere nicht von meinen nächsten Verwandten. Klaus ich danke dir für das unkonventionelle Leben, wenngleich das seinen Preis hatte. Ich danke dir für das reiche Leben, an welchem ich teilhaben durfte. Untröstlich wegen deines Ablebens werde ich bis zu meinem Lebensende bleiben.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Letzte Nacht konnte ich nicht einschlafen und lag bis 4 Uhr morgens wach. Heute habe ich nach der Arbeit den Rasen gemäht und bin nun kreuzlahm... seufz. Die Obstbäume sind in voller Blüte in unserem Garten. Unsere Tulpen blühen in vielen Farben. Toll. Und unser Ginster erst... ein Traum... auch vom Duft her. Klausi das würde auch dir gefallen! Komisch... jetzt, wo ich den Garten aufgeben will... blüht alles wie es nie blühte... gerade zum Trotz! Klaus du fehlst mir unendlich! Unglaublich wie das Schicksal über uns hereingebrochen ist! Dabei waren wir doch nie auf Rosen gebettet und vom Schicksal verschont gewesen! Klausi... nie werde ich aufhören dich entsetzlich zu vermissen.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.04.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nun habe ich den Rasen doch nicht gemäht. Ich war erst einkaufen, dann wurde mir das zu spät. Außerdem hatte ich anschließend mit Dirk telefoniert und vier Bewerbungen für ihn geschrieben. Schüttelfrost hatte ich auch wieder und legte mich ins Bett... wollte bis 19 Uhr 30 schlafen. Gegen 21 Uhr wachte ich schließlich auf. Na egal. Wenn es morgen nicht regnet, kann ich das alles nachholen. Klaus du fehlst mir. Hier herrscht gegen Abend eine Totenstille. Auch auf der Arbeit spreche ich kaum mit jemandem und verrichte still meine Arbeit. Du fehlst mir entsetzlich. Im Garten sind schon Wespen, Bienen und Hummeln unterwegs. Alles geht seinen Lauf, als wäre nichts geschehen. Du bist weg, als hätte es dich nie gegeben. Unfaßbar nach wie vor!
Untröstlich und in tiefer Trauer
mit unendlicher Liebe
deine Tina


Gedenkseiten.de

Eine Kerze für Klaus

Am 06.09.2015 wurde diese virtuelle Gedenkkerze für Klaus auf Kerze-anzuenden.de entzündet und damit ein einzigartiges Online-Gedenken erstellt.

Die Kerze zum Gedenken an Klaus wurde 2.846 mal besucht. Es wurde bisher 1.118 mal Mitgefühl ausgedrückt. Gerne können auch Sie jetzt den Hinterbliebenen gegenüber Ihr Mitgefühl ausdrücken und einige Worte zum Verstorbenen oder ein Spruch/Gedicht verfassen. Nutzen Sie hierfür den Link "Mitgefühl verfassen". Diese Kerze erlischt nach zwei Wochen, Sie können die Gedenkkerze dann kostenfrei neu anzünden oder selbige in eine goldene Kerze umwandeln.

Diese Kerze brennt noch 2 Tage.