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Kerze 5

Eine Kerze für Klaus

Geboren in Gumbinnen
Gestorben am 26.08.2015 in Huelva, Spanien
Am 06.09.2015 um 20:28 Uhr
wurde von Tina eine Kerze entzündet.
Für meinen Klaus. Immer wird dein Platz in meinem Herzen und in meiner Seele bleiben.
Leider konnte ich dir nur einmal das Leben retten. Beim zweiten Mal hätte ich Unterstützung gebraucht, die mir versagt blieb. Alles Kämpfen war umsonst. Mögen die, die hätten helfen können und es nicht taten, noch lange leben um lange bitter bereuen zu können.
Wir werden uns wiedersehen. Grüß mir Onda, Astor, Branko, Mietze, J.B. I und II, Adolfo, Rudi und all die anderen. Mag Gott dir gnädig sein.
In ewiger Liebe Tina
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Tina am 06.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Ein schöner und sonniger Tag geht jetzt langsam dem Ende zu. Morgen früh geht es kurz auf den Flohmarkt. Mein Ex-Nachbar will dort einen Stand aufmachen um einen Großteil seines Hausstandes an den Mann zu bringen, weil ein Umzug ansteht. Alles was man vorab verkauft hat, muß man nicht verpacken und schleppen. Außerdem kommt zusätzliches Geld in die Kasse. Dafür muß ich früh zu Bett gehen - was mir nicht liegt - denn wir wollen schon um fünf Uhr in der Frühe dort sein. Wenn ich gegen Mitternacht zu Bett gehe wache ich mindestens zweimal auf bevor ich gegen fünf oder sechs Uhr morgens aufstehe. Durchschlafen kann ich schon lange nicht mehr. Seufz. Donnerstag habe ich ein Vorstellungsgespräch. Mal sehen was dabei herauskommt. Klaus du fehlst! Ich fühle mich schrecklich alleine ohne dich. Wahnsinn die Leere, die einen immer wieder umgibt. Richtig unheimlich.
In tiefer Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 05.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich nicht rausgegangen. Mir war nicht danach. Gleich muß ich die helle Wäsche im Trockenkeller aufhängen. Morgen werde ich wohl etwas im Garten tun, oder Mittwoch oder Donnerstag... Als ich Freitag den Rasen mähte begegnete mir eine "Gartenfreundin", die sich sonst nie großartig um mich kümmerte, und wollte mich über dich ausfragen und in meinem Garten herumspionieren. Mein Gartentürchen ließ ich zu und vermittelte ihr daß ich an dergleichen kein Intreresse hätte. Unglaublich. Ich könnte nie so agieren. Es fällt mir nicht schwer die Leute harsch abzuwehren. Wurde ich als Kind doch immer brüsk abgelehnt und diskriminiert. So waren diese frühen Erfahrungen wenigstens zu dieser Handlungsweise nützlich. Klaus du fehlst. In Spanien herrscht noch immer eine Hitzewelle. Noch immer habe ich ein Auge darauf. Immer wirst du mir fehlen, bis zum Ende meiner Tage auf Erden! Im Grunde kann ich nur noch weinen. Heute ist wieder so ein verheulter Tag.
Tina am 04.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es endlich Regen! Ich denke, daß das nicht genug war, aber besser als nichts. Die Erde im Garten war am Samstag total trocken. Morgen werde ich die Innenhecke stutzen und den Wildwuchs eindämmen, bevor es wieder warm wird und die Insekten unerträglich werden. Klaus du fehlst mir ungemein. Noch immer ist es unfaßbar daß mir außer Erinnerungen nichts blieb. Wie soll das nur weitergehen? Ich weiß mir oft keinen Rat.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Vorhin war ich kurz im Garten. Was ich mir vornahm tat ich jedoch nicht. Das Leergut gab ich ab. Den Schnitt der Hecke habe ich eingesammelt und entsorgt. Das war so ziemlich alles was ich tat. Ich kann kaum gehen, wegen des Fersenspornes links. Ganz schwerfällig humpelte ich umher. Nun gönne ich mir etwas Ruhe. Zudem habe ich Schmerzen wegen der Colitis. Ich sollte mich nicht so sehr stressen und aufregen. Das habe ich nun davon. Seufz. Klausi ich hüpfe gleich ins Bett und werde das Wochenende mit Teeschlürfen verbringen. Gestern habe ich auf dem Weg nach Hause ein rotes Eichhörnchen beobachtet. Das hatte kein braunes Fell sondern richtig rotes. Im Mäulchen hatte es einen kleineren Apfel oder auch eine Walnuß samt grüner dicker Schale. Das konnte ich nicht genau sehen. Jedenfalls legte das Tierchen den Gegenstand unter einer Trauerweide ab, hüpfte um seine "Beute" herum und wußte wohl nicht so recht wie es damit umzugehen hat. Klaus du fehlst jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich wieder in der kleinen Stadtkirche und wohnte der kurzen Andacht bei. Leider wurde heute nicht auf der Orgel gespielt, sondern auf einem elektrischen Teil von Yamaha CP, was überhaupt nicht in die alte Kirche passte und blechern klang. Keine Akustik... kein Genuß. Schade. Die Predikt wurde aber schön gesprochen und war vom Thema her gut ausgewählt. Morgen werde ich abermals etwas im Garten tun. Die Himbeerpflanzen und die Sträucher am Zaun müssen zurückgeschnitten werden, Fugenkratzen ist angesagt und Laub kehren. Gerade kommt eine Reportage über Neuseeland im TV. Das war damals eine schöne Zeit! Das werde ich auch nie vergessen! Der Cheddar von dort war übrigens der beste. Seufz. Das war vor unserer gemeinsamen Zeit. Das Leben ist vorbestimmt. Ich bin dankbar dafür, daß ich so viel mit dir teilen durfte. Klaus du fehlst dennoch!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich endlich den Rasen gemäht! Hat mich das Selbstüberwindung gekostet! Die Birnen sind noch nicht reif. Zwetschgen und Äpfel gibt es viele, sind aber klein und wurmig. Seufz. Erstaunlicherweise waren wenig Wespen unterwegs. Das Fallobst war nur von Schnecken angenagt und von Asseln bewohnt. Samstag werde ich mich um den Wildwuchs kümmern müssen. Oder es geht mit Dirk auf den Flohmarkt... oder ich gehe mit meiner Gartenfreundin frühstücken... anschließend wird sich auf den Wildwuchs gestürzt. Mal sehen. Egal was ich tue... du fehlst mir! Es hilft alles nichts. Jegliche Ablenkung ist immer nur von kurzer Dauer. Das Gefühl des Verlassenseins, der Trostlosigkeit und der unermesslichen Trauer läßt sich nicht abschütteln.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Das Bewerbungsgespräch habe ich nun auch hinter mir. Ein Betrieb mit einem eigenen Gebäude, großer Empfangshalle mit zwei Damen, einer Sitzecke, für die Wartenden, mit schwarzen komischen Sesseln, aus denen man schwer wieder herauskommt, Thermoskannen mit heißem Wasser für diverse Tees, Kaffee, frisches Obst und Snacks in diversen Schälchen, Barhocker an einer Art Bar für Tee und Kaffee. Das beste waren die schwarzen Stoffsessel in Form eines toten, auf ein Metallgestell gespannten, Mantarochens ohne Schwanzteil. Der Witz ist, daß die Sitzgelegenheit in der Mitte herunterhing, so daß man sich nur sehr schwer wieder aus dem Möbelstück befreien kann. Dieses Unterfangen hätte die Eleganz eines auf dem Rücken liegenden Maikäfers, der sehr ungelenk versucht wieder auf die Beine zu kommen. Ich setzte mich nur auf den Rand des Sessels, ahnend wie das ausgehen könnte wenn mich mein Chef in spe aus dem Teil rausziehen muß. Fahrtkosten: 10 Euro 20 für heute. Fahrtzeit für eine Fahrt 1 Std. 30 Min. Arbeitszeit: von Montag bis Freitag je 6 Std. Alles ok. Nur die Arbeitszeit kann ich nicht flexibel gestalten. Also kann ich mich nicht mehr um meine Anwendungen bezüglich meines Rheumas kümmern, den Garten kann ich ganz vergessen, Arzttermine werden schwierig zu legen sein... Wenn die mich einstellen würden - was ich nicht annehme, da es genug Arbeitswillige auch in deren Stadt geben wird - dann hätte ich nichts von meiner Teilzeitbeschäftigung, da neun Stunden außer Haus. In die Rente klebte ich auch nicht den wahnsinnigen Betrag ein und würde so vor mich hin krücken bis zu meiner Rente mit fast 67 Jahren... was noch lange hin ist. Ich bekam nach dem Gespräch Depressionen. Wenn ich wenigstens die Arbeitszeit so legen könnte wie bei dem Arbeitgeber davor... 3 mal 8 Stunden und dann 1 mal 6 Stunden und einen Tag frei oder... oder... das war richtig klasse. Das System von heute kann ich nicht stemmen. Ich muß wegen meiner Gesundheit am Ball bleiben sonst kann ich in ein paar Jahren ganz einpacken. Habe ich doch bereits einen Behinderungsgrad von 40 auf Lebenszeit. Seufz. Ich werde weiter suchen müssen. Hoffentlich finde ich etwas in dieser Stadt hier oder im Kreis. Dann wären die Fahrtkosten geringer und evtl. die Fahrtzeiten. Habe mich vorhin telefonisch bei zwei hiesigen Betrieben beworben. Allerdings geht es hierbei um 450€ Jobs. Aber besser als gar nichts. Seufz. Klaus du fehlst mir mehr und mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der heutige Tag war gespickt mit Hindernissen. Angefangen vom gekippten Schlafzimmerfenster, das sich nach dem Lüften des morgens nicht mehr schließen ließ. Das ist besonders prickelnd wenn man im Hochparterre wohnt und ständig in der Umgebung eingebrochen wird. Ich ließ das schwere Holzrollo runter und mußte die Wohnung wegen eines Arzttermines und eines anschließenden Vorstellungstermines verlassen. Mir war dabei überhaupt nicht wohl! Zum Bewerbungsgespräch verpaßte ich gleich zweimal den Bus. Ich wollte schon aufgeben, dann schaffte ich es doch noch "kurz vor knapp". Die angebotene Stelle war aber leider nicht das Richtige für mich, da körperlich schwere Arbeit bei bescheidener Bezahlung. Mein Gesprächspartner bei diesem Gespräch machte aber einen sehr ehrlichen und netten Eindruck. Jung, sportlich, gut aussehend - wie Frank Beckenbauer in jungen Jahren... nur viel besser. Ich hatte den Eindruck daß wir uns auf Augenhöhe begegneten. Dankend lehnte ich ab, was von meinem Gegenüber verstanden wurde. Zu Hause angekommen versuchte ich das Fenster zu schließen, was mir nach langen Mühen und Krach gelang. Das kleine Mistding werde ich nicht mehr öffnen. Zum Glück habe ich noch das große zum Lüften. Im Korridor habe ich seit Wochen keine Beleuchtung mehr. Also rauf auf die Leiter, die Glasschale der Lampe abgenommen und eine neue LED Lampe eingedreht und siehe da... die ganze Lampe ist Schrott oder schlimmer noch... die Leitung..., denn die eingedrehte Glühlampe funktioniert ebenfalls nicht und alle anderen verfügbaren genauso wenig. Na Klasse!. Da muß jemand dran, der Kenntnisse besitzt welche über das Heraus- und Eindrehen von Glühlampen hinausgehen. Du siehst Klaus... du fhelst auch dort. Immer und überall. Es ist ein Jammer!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist es nicht mehr so heiß. Den Entschluß, heute Rasenmähen zu wollen, ließ ich sehr früh wegen Unwohlseins fallen. Die Knochen schmerzen witterungsbedingt. Es regnet ohnehin. Wenigstens bewegt sich die Luft, daß Durchzug möglich ist und hoffentlich den warmen Mief mit sich nimmt. So kann ich mich ruhigen Gewissens den Bewerbungen widmen und dem Haushalt. Gestern war der Tag an dem du vor einem Jahr eingeäschert wurdest. Unvorstellbar. Du bist einfach vom Erdboden verschwunden. Nun muß ich mich wieder alleine durchschlagen. Immer Kampf und Krampf. Du fehlst!
In unendlicher Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 29.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es wieder schrecklich warm. Nachts zuvor gab es ringsherum mehrere Gewitter... in allen Himmelsrichtungen, nur nicht bei uns. Ein wenig Regen ging nieder, aber nicht genug. Nachts kann ich vor lauter Wärme nicht schlafen. In Spanien, wo wir einst lebten, herrscht seit Monaten eine Hitzewelle - ohne Unterbrechung. Ich ginge dort auf Dauer ein wie eine Primel ohne Wasser. Hier strömten die Menschenmassen bereits am frühen Morgen - "mit Sack und Pack und Rind und Kind" - zum See. Meine Bekannte und ich aßen, im Schatten sitzend, schon um 12 Uhr das erste Eis. Es folgten bis zum Abend noch zwei weitere. Auf dem Balkon grillten wir Rippchen und aßen Curryreis dazu. So hatten wir keine zusätzlich erhitzte Küche. Kochdünste zogen gleich ab. Bestimmt haben wir je zwei Liter diverse gekühlte Getränke in uns hineingeschüttet. Wir erzählten uns währenddessen groteske Erlebnisse und lachten lauthals, ohne alkoholische Getränke genossen zu haben. Unter anderem berichtete ich von einem Bekannten, der eine Schermaus auf seinem Balkon entdeckte, die wohl seine Katzen anschleppten und das Tier als zu groß befanden. Jedenfalls bugsierte er das Tier in einen Käfig, nicht wissend um welche Spezies es sich handle. Ich betrachtete das Nagetier und hielt es damals schon für eine Schermaus und riet ihm das Tier hinten am Feld, wo sich ein Gewässer befindet, wieder freizulassen. Mein Bekannter wußte es besser und ließ das Vieh im Garten frei, wobei die Schermaus ihn während des Freilassens in die Hand biß. Jetzt würde sich jeder Sorgen machen, ob man sich eine Tollwutspritze oder sonst eine Injektion prophylaktisch verpassen lassen sollte, nur nicht eben dieser Bekannte. Der Witz war, daß die quicklebendige Schermaus, kurz nach dem Biß in die Hand, tot umfiel. So gesehen war die Schermaus wohl gegen die aggressiven Erreger meines Bekannten nicht immun. Ich habe Tränen gelacht. Dann die Schote mit dem Heringsbrötchen, welches mir eine Möwe auf dem Weg zum Deutschen Museum in München, an der Isar, meiner Hand entriss. Oder die Story mit der großen Speiseeiskugel, die beim Beugen über das Geländer einer Aussichtsplattform aus der Eistüte meiner Freundin in einen See fiel und von einem Karpfen, mit fast ausgerenktem Kiefer auf einmal, verschlungen wurde. So folgte eine lustige Geschichte nach der anderen. Ein nettes Treffen war das. Dennoch... egal was ich unternehme... du fehlst. Meine Familie, die du warst, fehlt mir. Ich bin ohne Familie und unbeheimatet. Die Erkenntnis übermannt mich spätestens dann wenn ich meine Wohnungstür hinter mir schließe.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern hatte ich um 21 Uhr 30 einen Anruf als "unbekannt" im Display dargestellt. Annehmend daß das nur Anthony, Klara oder Philippe sein könne ging ich ans Telefon. Seufz... es war die Frau die mich einst gebar, die normalerweise mit den Hühnern schlafen geht und um die Zeit niemals anrufen würde, es sei denn es wäre Silvester. Meine Begrüßung war "ach herje. Ich dachte es wäre jemand gestorben". So nämlich hat sie mich schon vor zig Jahren am Telefon begrüßt, als ich sie noch anrief. Allerdings sagte sie "ach du bists. Ich dachte es wäre jemand gestorben." Herzlich wie immer. Na ja... Sie bemerkte, daß du Klaus gestern deinen Todestag hattest. Daraufhin erklärte ich ihr daß mit deinem Sterben auch meine Familie gestorben sei, denn du warst meine einzige Familie. Ich solle doch meinen Haß begraben meinte sie dann. Grundsätzlich hasse ich niemanden. Das ist mir zu anstrengend. Ich meide nur gewisse Personen. Sie wolle wieder ein gutes Verhältnis zu mir pflegen. Wir hatten nie ein gutes Verhältnis. Was man nie hatte kann man nicht kitten. Das wird nie in unserem Leben etwas. Leider versteht sie das nicht. Sie hat alles richtig gemacht und ist sich keiner Schuld bewußt. Stelle ich sie zur Rede verdrängt sie was war, leugnet ab, verdreht Tatsachen und verharmlost. Oder behauptet ich würde mir das alles einbilden. Was habe ich unter deren narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelitten! Ich fehle ihr nur weil sie niemanden zum Quälen hat. Über meinen Vater beklagte sie sich, daß er desinteressiert und gleichgültig wäre. Ich konnte sie beruhigen... Menschen, die gleichgültig und desinteressiert sind, würden sehr alt, da sie sich nicht aufregen, das müsse sie doch am besten wissen. Alzheimer hätte mein Vater. Er würde nachts um zwei Uhr aufstehen und sie wecken. Ob sie ihn dann auch anschreit, wie sie es mit mir tat, wenn ich sie weckte als mir als kleines Kind schlecht war? Ob sie dann auch brüllt "ich brauchte auch meinen Schlaf!" Bei mir ergänzte sie noch "ich sags Vati!" Wem will sie das nun petzen, der den Verursacher der nächtlichen Unruhe anschließend anbrüllt? Die zwei haben sich redlich verdient. Mein Vater hat der was geschissen. Die Rechnung ging nicht auf. Der hat ihr nicht den Gefallen getan - totz einer Krebserkrankung vor mehr als 34 Jahren, schwerer Kriegsverletzung und sieben Jahren Altersunterschied - alsbald abzukratzen. Sie meinte abschließend, daß sie wieder anrufen wolle. Ich entgegnete nur "tu was du nicht lassen kannst" und legte auf. Das brauchte ich nun wirklich nicht! Gestern hatte ich dennoch ein schönes Erlebnis. Nach dem Kirchenbesuch bestieg ich am Bahnhof den Bus, um nach Hause zu fahren. Mit mir "stieg" auch ein schöner Schmetterling ein. Ein Admiral. Ich versuchte den Schmetterling auf meine Fahrkarte zu bewegen... er flatterte aber hysterisch an der Fensterscheibe umher. Zum Glück hatte der Bus noch Pause, da der Bahnhof Endstation war. Plötzlich stand ein, offenbar Neubürger, aus dem Bereich der Flüchtlinge, auf und versuchte ebenfalls den Schmetterling zu fangen. Dem jungen Mann gelang das schließlich, wobei ich Bedenken hatte - da Schmetterlingsflügel schnell zu Staub zerfallen - daß das Tierchen die Rettungsversuche nicht unbeschadet überleben würde... aber er entflug seiner Hand unbeschadet, vor dem wartenden Bus, gen Himmel. Die insgesamt vier jungen Männer aus dem arabischen Raum, Syrien nehme ich an, strahlten um die Wette, selbst die, welche zuvor sehr ernst und finster vor sich hinstarrten. Als ob ein Sonnenstrahl für einen kleinen Moment ihre Düsternis erhellte und blitzweiße Zähne samt dunkler glänzender Glutaugen, umrandet von goldbraunem Teint, zutage treten ließ. Ein schönes Erlebnis.
Klaus du fehlst mir immerzu. Das wird mit der Zeit eher mehr denn weniger.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist der Tag an dem du um 22 Uhr 58 in Huelva starbst. Ein Jahr ist das nun her. Mir ist es als wäre das gestern gewesen. Aus diesem Grunde werde ich heute in die Stadtkirche gehen und einer kleinen Andacht samt Orgelspiel beiwohnen. In Gedanken nehme ich dich dazu mit... du bist ohnehin immer dabei. Mehr weiß ich an diesem Tage nicht zu schreiben oder zu berichten. Mir fehlen förmlich die Worte.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Hitzewelle - die du zu uns hinüber schobst - hat uns fest im Griff. Wird die Frau, die mich einst gebar, das nun als Wärmewelle bezeichnen? Wenn ich damals behauptete, daß es draußen heiß wäre "verbesserte" sie mich sofort und meinte "es ist nicht heiß draußen, sondern warm". Trotz meiner damaligen Einfalt wird im Radio und Fernsehen von Hitze und nicht Wärme gesprochen. Da fragt sich wer am Ende der Kretin ist. Das waren Sommer damals... mit flirrender Hitze über dem Asphalt. Der Asphalt löste sich an manchen Stellen und kaugummiartiges, widerliches Teerzeugs klebte an den Schuhsohlen. Bei meinen Großeltern, ganz in der Nähe wo ich geboren wurde, war es auch irre heiß während der Sommermonate. In der Loggia hatte meine Oma rot blühende Geranien stehen. Die rochen so stark, daß man sich kaum dort aufhalten konnte. Heute gibt es solche Geranien nicht mehr. Den Geruch hat man wohl weggezüchtet. Wenigstens konnte man sich in ihrer Wohnung im kühlen Schlafzimmer aufhalten, oder im Hinterhof, der immer - dank eines Durchganges durch die Häuser - kühl war. Meine Großmutter hatte immer Obst eingekocht und Fruchtsirup hergestellt. In der Küche - zwischen der Außenwand mit dem Küchenfenster und der Seitenwand eines halbhohen Schrankes - standen die Sirupflaschen für uns parat... zum Verdünnen mit Mineralwasser. Nur der Brombeersirup war allein für meinen Großvater reserviert. Ob das daran lag, daß man seiner Mutter... damals nach seiner Geburt... mitteilte "bei dem können Sie nur beten... der wird nicht alt..." Immerhin wurde er neunzig Jahre alt. Ob des Betens oder Zusteckens aller möglichen Leckereien... wer weiß das schon. Ich fühlte mich immer wohl dort. Zumal dort gesprochen wurde, wie ich es auch tat, bevor ich sehr weit entfernt eingeschult wurde und wegen der Art und Weise des Sprechens ständig diskriminiert wurde. Mir erschienen meine Landsleute liberaler und herzlicher. Das Land war weit und flach. Die besten Kartoffeln, Spargel und Zuckerrüben wuchsen im dunklen Sandboden. Pferdekopfpumpen bewegten sich gemächlich auf und ab. Als Kind wirkten die Teile auf mich wie Sauriere. Apfelbaumreihen und anderes Gehölz schützten die Felder vor Erosion. Immer wird mich der Duft von Phlox und Wicken an dieses Land erinnern. Mit dir Klaus habe ich oft einen Abstecher dorthin gemacht... mit dem Wohnmobil und den Hunden. Jedes Jahr unternahmen wir ein Tour dorthin. Du mochtest auch die wunderschöne Landschaft mitsamt deren Stille... war es dort fast schon wie in deiner Heimat... mit weißen Birken, Sandboden, Heidekraut, Heidel- und Preiselbeeren, Wacholder, Sanddorn und Schlehen. Wo ich letztendlich aufwuchs durften sich mein Bruder und ich nur im 11qm großen Kinderzimmer aufhalten. Das war fürchterlich. Keine Rückzugsmöglichkeit. Es mußte alles ausgehalten werden. War man zu lange auf den Klo schloß meine Mutter von außen auf. Es war die Hölle! Vor dem fünfstöckigen Wohnhaus befand sich eine Sackgasse und eine ellenlange Treppe zu einer viel befahrenen Hauptstraße hinauf. Die Y-förmige Treppe teilte sich zu Anfang in eine linke Treppenseite und eine rechte. Dazwischen befand sich eine ca. 200qm große, schräge Grünfläche, von einer niedrigen Hecke zur Sackgaqsse hin begrenzt, und seitlich durch die Treppengeländer. Die Grünfläche diente den Bewohnern hauptsächlich als Hundeklo. Drei Birken kämpften dort um ihr Überleben und zwei andere niedrige Bäume taten es ihnen gleich. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befanden sich mächtige Kastanienbäume und eine neuapostolische Kirche sowie Wohnhäuser aus der Vorkriegszeit. Das war ein Kulturschock für mich, als ich gewahr wurde, daß der Aufenthalt dort nicht vorübergehend, sondern endgültig war. Klaus du fehlst mir unsagbar!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern war ich morgens zur Akupunktur und nachmittags mit meiner Bekannten unterwegs. Wir haben nun eine Sitzung "heilsames Berühren" hinter uns... oder heilsames Handauflegen... schaden kann das schon mal nicht. Mal sehen was wird. Bei "Nordsee" kehrten wir - zur Stärkung - ein. Das Unternehmen hat nachgelassen. Teures Essen von mittelmäßigem Geschmack. Die Vergabe eines Codes für die Toilettenbenutzung ist ein Witz. Der Code steht auf dem Kassenbon drauf und lautet immer 1133... grins. Ich weiß das, weil ich dort immer auf ein Zitronenwasser einkehre wenn ich in der Nähe einen Arzttermin habe. Die Hitzewelle hat nun auch uns erreicht. Du hättest jetzt gesagt, daß du das Wetter zu uns rübergeschoben hättest. Immer werde ich daran denken. In Spanien herrscht seit Monaten eine Mörderhitze. Wildgänse konnte ich gestern laut schnatternd, über das Haus fliegend, vernehmen. Diese Wintergäste hatte ich schon zwei Wochen zuvor bemerkt. Die Kastanien werden langsam reif, ebenso Ebereschen. Alles nimmt seinen Lauf... unbeeindruckt... nur du... du fehlst. Bei der Wärme werde ich im Haus bleiben, wenn ich nichts zu erledigen habe oder einen Termin wahrnehmen muß. Die Nacht über schlief ich total schlecht. Sollte das diese Nacht auch so sein, werde ich fernsehen oder lesen. Das Hin- und Herwälzen ist schrecklich. Gleich werde ich zwei Bewerbungen mailen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Zeit ist wieder für ein paar Erkenntnisse reif. 1. Es ist kein kultureller oder gar kulinarischer Verlust Queller nicht zu kennen oder gegessen zu haben. 2. Weltgereiste Lebemänner schrumpfen in Krisensituationen auf die Ausmaße einer Mikrobe zusammen. 3. Pisa liegt machmal um die Ecke. 4. Dummheit tut nicht weh, sonst würden Viele vor Schmerz aufschreien. 5. Die einzig Glücklichen im Leben sind die Irren. 6. Unbelehrbarkeit ist, wie die Ratten, unausrottbar.
Klausi... du siehst "ich habe den Kaffee auf"... Du fehlst mir mein ganzes restliches Leben lang!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern war ich bei einer Bekannten. Wir haben "gegrillt". Grillen sieht für mich anders aus. Das Grillgerät war nämlich eine große, tiefe, elektrisch betrieben Pfanne die auf dem Balkon stand. Ich steuerte Tzaziki dazu bei. Die übrigen Kosten haben wir geteilt. Von den Hähnchenschenkeln und dem Beiwerk waren wir schnell ziemlich gesättigt. Nun haben wir gewiß eine "Mörder-Knoblauchfahne". Damals haben wir auch öfters in Bonastre oben auf dem Berg gegrillt... bei deinem ehemaligen Chef und dessen ganzer Familie samt marokkanischer Arbeiterschaft. Einmal warf dort ein älterer holländischer Kunde mit seiner polnischen Freundin eine solche Grillrunde. Das war irre. Mit Aioli, salsa romesco, Baguettes, Salat, Hähnchenschenkeln, Salsicas, Serrano, Manchego, Wein, Gaseosa, Cola und Moscatel wurde stundenlang geschmaust und gebrutzelt. Die salsa romesco stammte immer aus der Hand von Filomena, aus dem Dorf unten. Die konnte das am besten. Klaus... dein erbauter Anbau steht bestimmt noch zwischen den riesigen Pinien. Heute noch gehe ich in Gedanken dort spazieren. Wilder Thymian, Rosmarin und Fenchel wuchsen dort in Massen. Eidechsen huschten über den Weg. Farbenfrohe Schmetterlinge flogen umher. Zikaden nervten in der gleißenden Sonne. Mandel-, Pfirsich- und Olivenbäume säumten den Weg. Weinreben prägten zudem die Landschaft. Ob man sich dort noch deiner erinnert? Eigentlich müßte das so sein, denn wir halfen damals diesen Betrieb aufzubauen und dein Chef flog dreimal mit seiner ganzen Familie bei uns in Deutschland ein und nächtigte bei uns jeweils eine Woche lang... und das in einer 2 Zimmerwohnung. Nicht zu vergleichen mit dem Anwesen des heutigen Großgrundbesitzers. Der Typ war ein schreckliche Tierquäler. Unglaublich. Gut daß wir eines Tages unsere Sachen packten und weiterzogen. Dagegen konnten wir nichts ausrichten. Es ging dermaßen an die Nieren. Schrecklich. Klaus... die Welt ist seitdem nicht besser geworden... im Gegenteil. Du fehlst mir irrsinnig.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr sprachen wir das letzte Mal miteinander. Ich bin untröstlich. Oft denke ich daß ich dir noch so viel hätte sagen müssen. Immer wieder fallen mir Fragen ein, die ich dir nun nie mehr stellen kann. Diese seelischen Schmerzen sind für mich nur schwer auszuhalten. Mein Kampf dich nach Deutschland bringen zu lassen war mangels Kapital erfolglos. Das könne man dem deutschen Steuerzahler nicht zumuten teilte mir das Konsulat mit. Dein Pech war, daß du keinen Migrantenhintergrund hattest, denn dafür gibt es Spendentöpfe. Nach deinem Ableben war plötzlich die irre Frage aufgetaucht ob du zum Zeitpunkt deines Ablebens überhaupt die deutsche Staatsbürgerschaft hattest und sie nicht doch gewechselt hattest. Am 26. 08. starbst du und am 28.08. hatte man dich schon wie einen auf der Straße totgefahrenen Streuner verbrannt. Hier wird so viel Geld zum Fenster herausgeworfen. Da fragt man sich nicht ob sich das lohnt. Du hast hier seinerzeit Steuern bezahlt und in das Sozialsystem eingezahlt! Ob die in unserem Land gestrandeten Personen jemals hier einzahlen werden und am Ende nicht nur kassiert haben... ist fraglich. Hier ist alles verkehrt herum. In Spanien zum Beispiel kommen vornean die Spanier, dann die Südamerikaner, dann die Philippinos, dann die EU`ler und dann der Rest der Welt. Bei uns ist das umgekehrt. Total verrückt. Daß diese Vorgehensweise den Ummut der Bevölkerung hervorruft ist doch klar. Mir graut vor der nächsten Wahl. Ich kenne viele mündige Bürger, die sich in das rechte Lager schlagen. Leider haben wir, dank der Amerikaner, keine Chance auf ein Referendum. Das sieht die deutsche Verfassung nicht vor. Daß bedrohten Menschen geholfen werden muß ist Ehrensache. Aber man sollte die Fürsorge nicht übertreiben, so daß die Bedrohten aus einem sicheren Land heraus nur das Bestreben haben nach Deutschland zu kommen oder dorthin verbracht zu werden und sich für immer hier niederlassen. Die Erwartungshaltung dieser Menschen ist hoch und die Ernüchterung äußert sich in Beschwerden über mangelnde Unterkünfte und nicht "angemessene" Ernährung. Kein Land hat millionen von Wohnungen zur Verfügung - wie Bienenwaben... die nur befüllt werden müssen - für solche Fälle! In den Krisenländern muß eine Lösung geschaffen werden. Alles andere ist ein schlechter Kompromiss! Denn so werden deren Probleme zu den unseren gemacht. Ich bin der Meinung, daß die Kolonialmächte sich um die geflüchteten Personen aus den betroffenen Ländern wie jene aus Nord- und Zentralafrika zu kümmern haben, denn die haben über Jahrzehnte hemmungslos gerade diese Länder ihrer Bodenschätze beraubt. Nun haben diese Staaten die Gelegenheit begangenes Unrecht wieder gutzumachen. In Spanien würden die afrikanischen Flüchtlinge niemals derart auftreten wie hier. Die bekommen dort so gut wie nichts und kommen sofort in Haft oder werden abgeschoben, wenn nur das geringste passiert. Klaus seufz... ich bin desillusioniert was dieses Land hier betrifft. Du wirst mir bis an mein Lebensende fehlen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 20.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Juhu! Das Telefon funktioniert wieder. Das Internet gab wohl in der Nacht seinen Geist auf. Auch das Problem scheint behoben. Heute traf ich in der Stadt eine Bekannte, die ich von einer "Weiterbildungsmaßnahme" her kenne. Das hat mich wirklich gefreut sie zu sehen. Spontan lud sie mich zu einer Tasse Tee ein und ließ mich nonstop erzählen. Ich kam mir vor wie Gisela Schlüter... und schilderte meine letzten, aktuelleren, Lebensnabschnitte im Zeitraffer. Anschließend besorgte ich Dill auf dem Wochenmarkt... welch Wunder, daß der zwischenzeitlich noch nicht zusammengepackt hatte und noch verwunderlicher ein Bund Dill für mich übrig hatte und Queller. Queller kenne ich von Süd-Frankreich. Damals in Peyriac-De-Mer fand ich die Pflanze am Ufer der Salinen... leider traute ich mich seinerzeit nicht an die Spezialität heran. Du Klaus stauntest nur was ich alles kenne. Astor ließ das völlig kalt. Der jetzige Queller stammt aus Israel. Welch ein Glück daß ich nicht mehr mit Nesim zusammenlebe, sonst würde deswegen ein Sechstagekrieg in meiner Küche ausbrechen - wie damals vor dreiunddreißig Jahren, als ich unbedacht Weintrauben aus Isreal wagte zu kaufen. Der Verkäufer des fleischigen Krautes verriet mir freundlicherweise die Zubereitung. Das wird heute mein vegetarisches Abendessen. Für den morgigen Tag muß ich Cacık zubereiten. Ich weiß noch nicht ob ich, wie Nesim, dem Joghurt geriebenen Schafskäse zum Salzen zugeben sollte. Frischer Dill und getrocknete Nane kommt auf jeden Fall hinein, von geriebenem frischen Knoblauch, entkernter fein geraspelter Gurke, Zitronensaft und Olivenöl ganz zu schweigen. Alles Erinnerungen. Ein Wahnsinn. Dennoch du fehlst. Egal was ich anstelle.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Meine Telefongesellschaft hat heute mal wieder ein Problem. Ich kann seit 18 Uhr nicht mehr telefonieren. Wenigstens kann ich mich noch im Internet bewegen. Oft war ich schon tagelang ohne Telefon und Internet. So gesehen kann ich dankbar sein. Heiß war es heute draußen. Die Frau, die mich einst gebar würde mich daraufhin verbessern und den schwachsinnigen Spruch von sich geben: "Es ist nicht heiß sondern warm." Was ihr das gebracht hat, kann ihr Geheimnis bleiben. Dirk lud mich anlässlich seines Geburtstages zum Essen ein. Uns war es zu warm dort und nach dem Essen und einer 0,75l Flasche Mineralwasser, einem Radler sowie einem Krefelder waren wir froh wieder nach Hause zu fahren. Auf der Straße sahen wir einen amerikanischen Straßenkreuzer. Ich erzählte von dir. Du hattest auch mal so ein Fahrzeug repariert. Wir mußten extra Werkzeug dafür kaufen, weil in Amerika nicht alles genormt ist, wie bei uns. Das Werkzeug blieb in Spanien... wie so Vieles... ein Fressen für die Geier. Über deinen Verlust komme ich wohl nie im Leben hinweg. Eine schmerzende Wunde die niemals verheilen wird.

Zerrissen ist mein Herz
meine Seele voller Leere und Schmerz.

Der kalte Windhauch tief innen in mir drin
suche vergeblich nach dem Lebenssinn.

Meine Augen in Tränen eingehüllt
so habe ich mich noch nie gefühlt.

Ich habe dich verloren bist für immer weg
hinterlässt wie bei einem Schiff
ein großes Leck.

Nie werde ich Dich wieder in meine Arme schließen,
werde um Dich in Trauer zerfließen.

Wünsche mir unsere gemeinsame Zeit zurück
voller Freude und Glück.

Warum musstest Du von mir gehen
ich suche nach einer Antwort
doch ich kann es nicht verstehen.

Schaue mir immer wieder Dein Foto an
damit ich Dich wenigstens sehen kann.

Du wurdest von Gott gegeben
damit Du kannst leben.

Doch jetzt hat er Dich
mir wieder genommen
der Sand in der Uhr
ist für Dich nun verronnen …

(Verfasser unbekannt)


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen hat Dirk Geburtstag. Morgen in einer Woche... bist du schon ein Jahr tot. Damals am 21. August 2015 sprach ich das letzte Mal mit dir. Dann ging nichts mehr. Ich möchte manchmal nur noch schreien. Das wird mein Leben lang schmerzen. Eine Wunde die niemals heilen wird. Klaus du fehlst mir unendlich!!!! Mir fehlen die Worte!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eine Absage bezüglich meiner Bewerbungen habe ich heute erhalten. Wegen des Wetters habe ich leichte Kopf-und Gliederschmerzen. Jetzt ist mein Elan erstmal dahin. Klausi... im Moment bin ich mental mit meinem Latein am Ende. Die Arbeit hätte ich nicht auch noch verlieren dürfen. Klaus du fehlst mir. Mit dir wäre das alles nur halb so schlimm.

ich gehe nicht weg
hab’ meine frist verlängert
neue zeitreise
offene welt
habe dich sicher
in meiner seele
ich trage dich bei mir
bis der vorhang fällt
ich trag dich bei mir
bis der vorhang fällt.

(Herbert Grönemeyer)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Warm ist es wieder geworden. Die rot blühende Stockrose vom Vorgarten habe ich heute runtergeschnitten. Die war nicht mehr schön. Der weiß blühende Hibiskus sieht auch nicht so dolle aus. Wenn die Blüten verblüht sind kleben die, ganz häßlich aussehend, an den anderen Knospen und Blättern. Ich habe das vorhin ein wenig abgezupft aber das ist eine Mördermaloche. Zur Akupunktur war ich auch... meine erste Sitzung in diesem Jahr. Bei dem REHA-Mediziner artet das wenigstens nicht aus, so daß man sich wie eine Dartscheibe fühlt. Heute habe ich angefangen meine Kleidung zu sortieren und die abgetragenen Kleidungsstücke in den Sack für das Deutsche Rote Kreuz zu packen. Das ist dringend notwendig. Klaus du siehst, auch ich habe das Problem des fehlenden Platzes. Seufz tief. Ich habe nun - gezwungenermaßen - Zeit zu solchen Aktionen. Morgen werde ich die Fenster putzen. Das Feld von gegenüber ist abgeerntet und umgepflügt. Ansonsten habe ich keine Nachrichten zu vermelden. Klaus du fehlst mir jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nicht viel zu berichten. Drei Bewerbungen habe ich per e-mail versandt. Gestern sah ich zum x-ten Mal "Jenseits von Afrika" ... ein toller Film. Die olympischen Spiele verfolgte ich auch ein wenig. Mücken flattern hier in Massen herum. Am besten man sprüht vor dem Schlafengehen mit dem Insektenspray den Raum aus. Schrecklich. Mein Rücken schmerzt. Irgendwie bin ich mental erschöpft. Immer Kampf und Krampf macht auf die Dauer mürbe. Klaus du fehlst mir. Es vergeht nicht ein Tag an welchem ich nicht irgendwie von dir spreche. Du bist allgegenwärtig.

Ich weiß, wie man loslässt.
Ich weiß, wie man aufhört.
Ich weiß, wie man was hinter
sich lassen muss......

Aber ich weiß, heißt
noch lange nicht
ich kann.......
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich wieder einmal kreuzlahm. Habe dennoch die weiße Wäsche unten im Keller in der Waschmaschine und werde sie gleich aufhängen. Gleich kommt noch die Buntwäsche dran. Die Rosen vor dem Haus habe ich auch geschnitten, den Müll entsorgt und die Zeitung nach Stellenanzeigen gefilzt. Ich habe mir überlegt ob ich nicht den Text meiner Bewerbungen ändern sollte. Da schreibt man immer davon man suche neue Herausforderungen. Bei mir ist das so, daß ich mich den Herausforderungen stelle, wenn sie denn mein Leben kreuzen. Aber feiwillig suche ich keine Probleme mehr. Ich suche eine Arbeit, die mir Spaß macht, die ich beherrsche und die mir ein Ein- und Auskommen bis zur Rente sichert. Vielleicht denken die Leute, die meine Bewerbung in die Hände bekommt "ach eine Witwe... die will hinzuverdienen um sich nicht zu langweilen und damit sie sich einen Urlaub auf dem Clubschiff AIDA leisten kann..." Bei mir ist das leider nicht so. Durch deine Selbstständigkeit, in welcher du nicht "klebtest"... beziehe ich eine Witwenrente deren Betrag nicht einmal für die Wohnungsmiete reicht. Ich glaube das werde ich in dem Bewerbungsschreiben artikulieren. Außerdem bin ich dafür, daß Betriebe nicht nur eine Ausgleichsabgabe wegen des Nichtbeschäftigen eines Behinderten zu leisten haben sondern auch wegen des Nichteinstellen eines Arbeitnehmers über 50 Jahren, wenn es zu Neueinstellungen in dem Betrieb gekommen ist. Von einem "Bodensatz" an Arbeitslosen zu sprechen ist unfair, wenn denen keine Chancen eingeräumt werden. Klausi... ich habe keine Lust bis zum Eintritt meiner Rente vom Existenzminimum leben zu müssen. Nachher werde ich mich an das Anschreiben setzen um etwas entsprechendes zu "schnitzen"... zu verlieren habe ich nichts mehr und stehe mit dem Rücken an der Wand. Klaus ich vermisse dich. Es ist schon verdammt einsam und langweilig ohne dich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Vorhin war ich für zwei Stunden im Garten. Ich entdeckte dort eine ganz kleine Eidechse. So klein und dünn wie mein kleiner Finger, braun mit gelb-rosa-oranger Unterseite. Ich dachte erst das wäre ein kleines Stück Holz. Auf dem Erdboden kaum zu erkennen. Ich erinnere mich noch gut an eine kleine Eidechse auf Zypern... zwischen antiken riesigen Amphoren in der Außenanlage eines einem Museums... das Tierchen war auch so niedlich. Ganz kleine Schüppchen am Körper, eine feine Zeichnung und kleine Äugelchen, braun-grauer Körper... kleine Füßchen mit winzigen Zehen und Krallen... Wer da nicht Ehrfurcht vor dem Leben und der Schöpfung empfindet hat keinen Verstand und kein Herz! Oder die zwei kleinen grau-weißen Geckos, die wir in Spanien unter der Verkleidung eines Wohnwagens fanden und die mich anfauchten... Da mußten wir lachen. Klaus... ich bin voller Erinnerungen. Zum Glück sind unsere gemeinsamen Erlebnisse meistens schön, im Gegensatz zu den Erinnerungen an die Frau, die mich geboren hat. Ich kann das niemals verstehen, wie man sich so verhalten kann. Aber das kann nunmehr ihr Geheimnis bleiben. Heute gibt es bei mir Putenfleisch mit Bohnen und Kartoffelpüree. Das liebstest du auch. Ach ja... gestern war ich mit meiner Bekannten Heringsstipp essen. Herrlich! Klausi... hier wird es wieder warm draußen. Der Feigenbaum im Garten ist auch schon 17 cm "groß". Immerhin hat er schon zwei Winter überlebt. Noch immer herrschte eine Hitzewelle dort wo wir in Frankreich und Spanien lebten. Gestern sah ich deine Notizen bezüglich einer Klimaanlage für Spanien. Den "Pinguin" brauchen wir nun nicht mehr. Das schmerzt wahnsinnig, daß du nicht mehr bist.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Manchmal frage ich mich was ich hier tue. Ob du das lesen kannst... ob du meine Gedanken hörst... meine Gefühle spürst... ich weiß es nicht. Diese Endgültigkeit zermürbt mich. Es ist sogar so, daß ich an mein eigenes Ende denke und beschließe so nach und nach meinen Hausstand auflösen zu wollen... nach dem Motto "nothing left to lose". Das Ereignis möge noch Jahrzehnte weit weg sein... bei bester Gesundheit und nötigem Ein- und Auskommen... man weiß jedoch nie wie es kommt und gefragt wird man eh nicht. Ich will auf keinen Fall daß meine Familie, die mich nie wertschätzte, nach meinem Ableben Hand an meine Habseligkeiten legt oder sich erdreist meiner Beerdigung beizuwohnen. Zu Lebzeiten war ich immer der Stein des Anstoßes da müssen sie nicht zu diesem Anlaß die Richtung ändern und sich zivilisiert mir gegenüber verhalten. Klausi du fehlst mir. Dein Ableben hat mich mental aus meiner Umlaufbahn gehauen. Der Verlust meines Arbeitsplatzes tut ein Übriges.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Rasen ist nun endlich gemäht! Heute war es schön kühl und relativ trocken. Den Tag mußte ich dafür nutzen. Die Mücken und Bremsen haben mich in Ruhe gelassen. Leider habe ich ein Hummelnest im aufgeschichteten trockenen Rasenschnitt nicht bemerkt. Der trockene Rasenschnitt ist umgekippt und die Hummelwaben, Minihummeln, adulte Hummeln und die Brut lagen plötzlich vor meinen Füßen. Ich wußte nicht was tun und habe den trockenen Schnitt vorsichtig auf das Gewimmel geworfen, denn es fing an zu tröpfeln... ehe der Wind und Regen zunahm. Samstag werde ich mal linsen was Sache ist. Meine Blutabnahmeergebnisse sind noch immer auffällig was mich sehr beunruhigt. Gleich werde ich noch eine Bewerbung mailen. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausi!
Heute ist es ab Mittag sehr schön draußen geworden. Wenn es morgen auch so sein sollte kann ich den Rasen mähen. Hier tut sich, was die Bewerbungen betrifft, gar nichts. Wieder ist die halbe Stadt eine Baustelle. Wieder kann man mit Verspätungen rechnen und muß zusehen wo die verlegten Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel ihren Platz gefunden haben. Ich kenne das schon nicht anders. Du siehst Klaus... es ist so wie es immer war... das ändert sich nicht. Hast nichts versäumt. Klaus du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nein... ich habe den Rasen nicht gemäht. Mir war nicht danach. Werde es die Tage bis Samstag nachholen. Mir ist nur noch nach Schlafen zumute und am Ende finde ich doch keinen Schlaf. Den olympischen Spielen wohnte ich gestern Nacht bei... den Fight der zwei deutschen Underdogs gegen die Niederländer verfolgte ich gespannt. Klasse. Schade daß die zwei - die keiner auf dem Plan hatte - verloren. Seufz. Die Sache mit dem Amt... tja... da werde ich wohl klagen müssen. Das werde ich dann wohl tun. Mich ekelt das an. Meine Bewerbungen haben auch niemanden dazu bewogen sich zu rühren und sich mit mir in Verbindung zu setzen. Klausi du fehlst mir entsetzlich!

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Auf der "to do Liste" habe ich heute - gegen Nachmittag - die Punkte "Altglas entsorgen", "Leergut abgeben", "Kartoffeln kaufen" und "zur Apotheke gehen" erledigt. Morgen werde ich endlich den Rasen mähen... welch Graus! Das Fernsehprogramm ist heute wieder einmal zum Einschlafen... das endet dann wieder bei den olympischen Spielen. Wenigstens kann ich dann vier Stunden am Stück schlummern. Im Moment bin ich mental erschöpft. Ich muß mein Lebenskonzept wegen deines Ablebens und nun zusätzlich - dank der Arbeitslosigkeit - neu gestalten. Klaus du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eigentlich gibt es nichts Neues zu berichten. Ralf ruft jeden Tag an um über seine Lebenssituation zu berichten. Was soll ich dazu sagen?! Ich habe so viele Täler in meinem Leben alleine durchschreiten müssen. Dabei hat mir auch niemand geholfen. Nur du Klaus... du hast mir damals geholfen. Mir blieb auch nichts von meinem Leben davor. Ich mußte von dort weg und du kamst mir zu Hilfe. Ein Pferdeanhänger wurde gemietet und zweimal fuhren wir noch dahin, wo meine Möbel standen und holten alles ab. Das war ein ganz fürchterliche Zeit. Vor allem wußten alle besser über mich Bescheid als ich selbst und zeigten mit Fingern auf mich. Das war aber nichts Neues für mich. Ausgrenzung und Ablehnung habe ich von der Stunde Null an erleben müssen. Wie kann man nur so viel Schuld auf sich laden? Ich käme mir dämlich dabei vor. Jonathan Swift schrieb ode sagte seinerzeit: "Ich wundere mich niemals, boshafte Menschen anzutreffen, aber ich wundere mich oft, dass sie sich nicht schämen." Wie wahr... wie wahr. Klausi du fehlst mir jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute schreibe ich fleißig Bewerbungen. Mir war nicht nach Garten, zumal es immer mal etwas regnet und gestern ziemlich viel geregnet hat. Später werde ich in der Wohnung etwas tun. Ob ich alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe, weiß ich nicht... aber anfangen sollte ich schon mal. Klaus du fehlst mir so entsetzlich! Alle guten Ratschläge diesbezüglich sind für den Allerwertesten. Gestern Mittag war ich bei einer Bekannten. Die reichte zu Mittag Salate. Rote Bete war auch dabei. Du hättest die nicht gegessen, weil du als Kind so viel Betenbartsch essen mußtest. Alles Erinnerungen... das ist alles was bleibt. Zum Heulen!

Es war zu früh - sagt das Herz.
Du fehlst uns sehr -sagt die Liebe.
Wir sehn´uns wieder - sagt die Hoffnung.
Und wer sagt, so ist das Leben,
der weiß nicht, wie weh es tut.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich auf dem Wochenmarkt und habe anschließend einem kleinen Orgelvortrag in der Kirche beigewohnt. Anschließend gab es eine kleine Andacht. Meine drei Kerzen zündete ich auch wieder an. Klaus du fehlst mir! Noch drei Wochen, dann bist du bereits ein Jahr nicht mehr am Leben. Unglaublich. Noch immer habe ich Probleme mit dieser Endgültigkeit... daß ich dich nie mehr sehen kann... nie mehr mit dir lachen... sprechen... kochen... essen... reisen... kann... dich nicht mehr in den Arm nehmen kann... Es ist nichts von dir übrig außer Erinnerungen und ein paar Fotos und Gegenstände... aber was ist das schon!? Du fehlst mir! Du! Das schmerzt wahnsinnig.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deiner Tina
Tina am 04.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Aktion Doc ist erledigt. In der Kirche war ich und zündete drei Kerzen an. Seufz tief. Morgen geht es zur Apotheke und auf den Wochenmarkt. Eine Absage bezüglich meiner Bewerbungen bekam ich heute per Mail. Ich bat sofort die gemailte Bewerbung zu löschen. Was mir ebenfalls heute per Mail zugesagt wurde. Ansonstern habe ich sehr viel zu erledigen und klären. Ich könnte kotzen. Das ist immer ein Kampf um die paar Penunsen. Gleich muß ich die Bundwäsche im Keller aufhängen. Hoffentlich trocknet die relativ schnell. Wir haben zur Zeit eine hohe Luftfeuchtigkeit. Klaus du fehlst mir so unbeschreiblich!

Ich möchte lachen,
muss aber weinen,
möchte mich freudig erinnern,
aber es kommen nur Tränen,
möchte glücklich sein,
dass ich Dich hatte,
bin aber nur traurig,
dass Du nicht mehr bei mir bist.

Alles, was ich möchte, bist Du !!

Du solltest hier sein - bei uns !!
Nun bist Du bei den Sternen
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Letzte Nacht hatte ich einen Albtraum. Ich träumte von meiner Mutter wie sie sich abends zu mir setzte und frug wie es denn bei der Arbeit war. Das war damals, als ich meine Lehre absolvierte. Ich erzählte ihr von Mobbing und der entsetzlichen Situation dort. Mit zusammengekniffenen haßerfüllten Augen stand sie auf und blickte geringschätzig auf mich herab und meinte: "Das liegt an dir. Ändere dich, dann passiert dir das nicht mehr. Ich komme auch nicht mit dir klar." So war sie immer. Nach dem Motto "die Feinde meines Feindes sind meine Freunde." Das hat sich wirklich so ereignet. Das zweite mal sagte ich zu der niederträchtigen Frau, die mich einst gebar, "jetzt habe ich Freizeit. Morgen früh um sieben Uhr kannst du mich wieder schikanieren." Mit einer beleidigten Fratze verzog sie sich dann. Von einem meiner ersten Lehrlingsgehälter wollte ich sie einmal zum Essen einladen. Mein Bruder kam nie auf die Idee, da er krankhaft geizig ist. Meine Mutter meinte auf die Einladung hin "ich will keine Almosen von dir." Heute wundert sie sich. daß ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern pflege. Mein Vater hat mich immer abends angebrüllt, weil sie sich dadurch besser fühlte... mit ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Mein Vater hat mich nicht vor diesem Seelenmonster beschützt und nur des Friedens willen herumgebrüllt. So war ich das Bauernopfer. Die falsche Alte leugnet heute alles und meint ich würde mir alles nur einbilden. Mein studierter Bruder - das Prinzchen - meint dazu nur süffisant "so ... so... war das so?" Als ob es nie so gewesen wäre und er nicht grinsender Zeuge der Vorfälle war. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen damit Frieden zu schließen. Wie könnte man das auch wenn man von Kindesbeinen an mit Sätzen wie "du bist der erste Nagel zu meinem Sarg", "du macht mir das Leben zur Hölle zusammen mit deinem Vater und dessen Mutter", "du bist nur einmal krank und das ist immer", "werde wie dein Bruder, dann wirst du richtig", "nimm dir ein Beispiel an deinem Bruder"... Ärzte, ja sogar der Pfarrer des Krankenhauses rieten mir den Kontakt abzubrechen. Der Pfarrer sagte sogar "Arsch lecken". Ein nicht mehr funktionierendes linkes Gleichgewichtsorgan habe ich nun (nach zwei Infarkten gerade dort), Schwindelattacken, chronische Gastritis, Enteritis und Colitis... rheumatoide Arthritis.... etc. Hier gibt es leider keine Selbsthilfegruppe für Töchter narzisstischer Mütter. Klaus... du warst mein Fels in der Brandung... meine Familie... alles. Ich weiß nicht wie man mit solchen Verlusten jemals weiterleben kann.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nicht in der Stadt. Klar... ich hätte viel zu tun, aber heute morgen war mir nicht gut. Rechts in der Hüftgegend habe ich Probleme bis ins Knie gehend. Ich kann kam gehen und eben bin ich umgekippt. Klasse. Schwindelig ist mir auch. Morgen werde ich wohl noch einiges erledigen und Donnerstag geht es wieder zum Doc. Gleich lege ich mich ein wenig hin. Wer weiß, was ich schon wieder ausbrüte. Seufz tief. Eben las ich ein Gedicht und fühlte daß es mir oft so erging.


Bahnhof

Er ist abgefahren,
der Zug,
aus dem Gelächter hallt.
Verloren steh'n wir
am leeren Bahnhof,
seh'n ihm nach.
Zu uns'ren Füßen
raschelt Laub,
das schon den Winter ruft.
Von fern die Weise
eines Leiermanns.
Ich dreh mich um,
nehm' meine Koffer
voll Erinnerung,
gehe davon,
dem Leben zu.

(Margot S. Baumann)


Seufz... Erinnerungen.... das ist leider alles was mir blieb. Klausi du fehlst!

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nö... den Jackpot habe ich nicht gewonnen... Seufz. Nichts wars. Egal. Von den Bewerbungen habe ich auch nichts mehr gehört. Zum Doc war ich heute. Donnerstag muß ich wieder hin. Klasse. Nachher mache ich mich wieder auf den Weg. Immer nur Kampf und Krampf. Das nervt. Klaus... seit deinem Ableben hat sich nichts geändert. Noch immer hat der Recht, der das Geld hat. Noch immer werden Tiere sinnlos abgeschlachtet und auch Menschen. Noch immer wird Tropenholz geschlagen, noch immer wird die Umwelt verpestet, noch immer gibt es Verblendetet die Andere mit ins Unglück reißen, noch immer werden Kinder mißhandelt oder ermordet, noch immer leben die Niederträchtigen und Oberflächlichen besser als die Ehrlichen und Tiefsinnigen, noch immer schämen sich Diejenigen nicht, die Unrecht begehen, noch immer hat der Stärkere recht und die Unverschämtheit siegt. Du siehst... du hast nichts verpaßt. Du fehlst mir unendlich. Ich muß mal wieder neue Blumen für dich kaufen. Bei der Hitze war das völlig sinnlos und die Blumentöpfe wurden ein Opfer ganzer Heerscharen von Schnecken. Das Getreide gegenüber ist geerntet. Gestern hat der Bauer das Stoppelfeld gepflügt. Vor ein paar Tagen sah ich nur eines der drei Rehe. Wo der Rest steckt weiß ich nicht. Hier fehlt Regen ohne Ende. In Spanien herrscht noch immer eine Hitzewelle.

Es gibt lange Wege,
da braucht man viel Ausdauer,
Es gibt schöne Wege,
die machen Freude und Lust auf mehr.
Es gibt schmale Wege,
voller Angst, Kummer und Bedrängnis.
Egal auf welchen Wegen du gehst,
Du bist nie allein.
Es begleitet Dich Gottes Segen.
( unbekannter Verfasser )


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder hat eine schlaflose Nacht ihr Ende gefunden. Ich weiß nicht wie das noch enden soll. Stellenangebote gibt es so gut wie keine. Und wenn da etwas wäre, so ist das mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen. Es ist zum Heulen. Ich befinde mich in einer Sackgasse. Entsetzlich. Der morgige Tag wird wieder stressig. Zum Arzt muß ich. Leider gibt es die Art von Arzt nicht in unserem Ort. Also heißt es Geld berappen und endlos umherdüsen. Leider habe ich jetzt die Zeit dafür. Nachher werde ich Formel I einschalten. Dir zu Ehren. Du hättest das auch gesehen. Es ist schon traurig, wenn man sonst nichts Gutes mehr für seinen Liebsten tun kann. Im Moment bin ich ziemlich down. Ich müßte so viel tun und komme nicht in Gange. Nicht einmal schlafen gelingt mir. Ich vermisse dich!

Wie schön wird es sein
wenn sich einst die Hoffnung erfüllt,
die wir in den Himmel tragen
einander wieder zu sehen.
Wie schön wird es sein
wenn wir einst voll Liebe
von dem Menschen erwartet werden,
dem hier unsere ganze Sehnsucht gilt.
( unbekannter Verfasser )


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin klaus!
Heute war ich fünf Stunden lang im Garten und habe mich den Rosen und dem Wildwuchs gewidmet. Es fehlt Wasser! Die Erde ist unter dem Bewuchs staubtrocken!!! Gestern hatte ich seltsame Erlebnisse. Eigentlich ist das alles nicht die Zeit wert um das niederzuschreiben. Es geht um die Selbstgerechtigkeit mancher Mitmenschen und um Dämlichkeit. Erschreckend wie nah Pisa sein kann. Was ist los in unserem Land? Das ist schon peinlich. Unglaublich. Nein ich schreibe das jetzt nicht nieder. Es ist zu blöde wie sich ein Nachbar von mir verhalten hat. Eine richtige Dumpfbacke. Wenn Dummheit weh täte würde der ständig vor Schmerz aufschreien. Auch das Amt weiß nicht was es tut. Zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre! Klausi du fehlst mir!

Ja, man muß seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.
Hermann Hesse, Demian

... ich versuche mich darin zu üben, dennoch du fehlst unendlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder habe ich eine schlaflose Nacht hinter mir. Das geht seit meiner Kündigung so. Jeden Tag gehe ich ins Internet und schaue nach Jobs. Im Moment sieht das diesbezüglich nicht so rosig aus. Ferienzeit. Außerdem gibt es von "meiner Sorte" zu viele, die dazu auch noch jünger sind als ich. Klasse. Ich wünsche denen, die meine Kündigung zu verantworten haben - obwohl ich mir den Hintern aufgerissen habe, untadelig arbeitete und nie ein Problem in der Firma hatte - die selben Schwierigkeiten im Leben, wie ich sie von Kindesbeinen habe und hatte. Das kann ich doch... ist ja nichts Schlimmes, da die Frau die mich gebar behauptet ich hätte eine glückliche Kindheit gehabt. Dann will ich besser nicht wissen was eine unglückliche Kindheit ist, wenn das als glücklich bezeichnet wird. Mistkrücken allesamt! Unglaublich! Und wieder muß ich mit Verrat, Verlust, Enttäuschung und Trauer klarkommen.


Stufen

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend
dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe
blüht jede Weisheit auch und jede Tugend
zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern
es muß das Herz bei jedem Lebensrufe
bereit zum Abschied sein und Neubeginne
um sich in Tapferkeit und ohne Trauern
in andre, neue Bindungen zu geben
und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne
der uns beschützt und der uns hilft zu leben
wir wollen heiter Raum um Raum durchschreiten
an keinem wie an einer Heimat hängen
der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen
er will Stuf' um Stuf' uns heben, weiten
kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise
und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen
nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise
mag lähmender Gewöhnung sich entraffen
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegensenden
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde.

(Hermann Hesse, Das Glasperlenspiel)


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 28.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen war ich mit Dirk auf dem Flohmarkt und anschließend einkaufen und essen. Auf dem Flohmarkt kaufte ich nur kleine Dinge. Dort war wohl wegen der Sommerferien nicht viel los. Jetzt habe ich wenigstens wieder einige Gebinde Mineralwasser zu Hause. Nachher werde ich in die Stadt fahren um meinen Kontostand abzufragen. Traurig ist das alles. Seufz. Mir scheint daß ich meine Bewerbungen ins Universum geschossen habe. Es herrscht "das Schweigen im Walde"... niemand meldet sich darauf. Ich habe nur noch Stress seit mir gekündigt wurde. Unglaublich! Klausi du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich beim Amt usw. Ergebnis: Alles gequirlte Scheiße. Am besten man arbeitet nicht. Dann hat man auch keinen Ärger wenn man den Arbeitsplatz nach kurzer Zeit wieder verliert. Wenn ich mir anschaue was in der Welt passiert erschaudere ich. Der Minimalismus und die Gleichgültigkeit der werten Mitmenschen kommt zudem noch dazu. Zum Kotzen. Klaus du fehlst mir!

Der einzige Weg, nicht um dich zu trauern,
wäre, dich nicht geliebt zu haben.
So gehen wir den Weg der Trauer,
in dem Wissen, dass er ein Weg der Liebe ist.
(Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder ein 26. Das war noch nie guter Tag. Am 26. August jährt sich dein Todestag das erste Mal. Wie hält man solche Verluste nur aus? Ich habe keine Familie die mir Trost spenden könnte. Die Frau die mich einst an einem 26. gebar schleuderte mir hemmungslos ihren Unmut über meine Existenz entgegen. Niemand unternahm etwas dagegen. Mein Bruder, der davon profitierte, daß ich diskriminiert wurde... kann sich angeblich nicht daran erinnern und stellt meine Behauptungen in Frage. Was für ein verachtenswertes Geschöpf. Er haßt meine Mutter mehr als ich das jemals könnte und hängt seine Fahne nach dem Wind, damit der Alleinerbe wird... und das als Dipl. Ing. und sehr hohem monatlichen Gehalt. Pfui Teufel! Ich verzichte auf alles. Das tut mir nicht gut. Schon als Kind hatte ich Probleme mit meinem Magen. Fast jeden Tag mußte ich mich übergeben. Wenn ich mich übergab rannte meine Mutter über den Korridor und rief durch die geschlossene WC-Tür "Na! Hast du wieder etwas Unkontrolliertes oder zu hastig gegessen?!" Alle konnten das mitbekommen und haben es mitbekommen! Bis heute leide ich an chronischer Gastritis, Enteritis und Colitis. Meine Mutter sagte oft "du bist nur einmal krank und das ist immer". Es wird Zeit daß die Gestalten endlich aus meinen Erinnerungen verschwinden. Was habe ich gelitten wegen denen! Klaus... nur du warst jemals meine Familie... mein Fels in der Brandung... meine Heimat! Du hast mich entschädigt um das worum ich betrogen wurde. Die Anderen können dir niemals das Wasser reichen! Heute war ich in einer Kirche um vier Kerzen zu entzünden. Ich hatte Glück, daß eine junge Frau schöne Orgelstücke währendessen einübte. Weißt du noch wie wir in Südfrankreich etliche Kirchen aufsuchten um deren Architektur zu bewundern? Nebenbei war es dort immer herrlich kühl und unseren Lebensmitteln in der mitgeführten Tasche tat das auch gut. In heutigen Kirche war es nicht kühl. Das lag wohl daran daß die Eingangstür weit offenstand. Auch verfügte sie nicht über mächtige Säulen und Seitenschiffe. Klaus du wirst mir immer fehlen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es Putenkeule. Du mochtest das auch so gerne. Seufz tief. Morgens war ich beim Amt um einen Bescheid zu beanstanden, welchen ich am Samstag im Briefkasten hatte. Einen Beleg reichte ich zudem nach. Jetzt fehlt nur noch ein Dokument damit die Leute vom Amt ihre Daseinsberechtigung sichern können. Und wieder geschehen Dinge die ich nicht verstehen kann. Da fliehen Menschen vor dem Terror um in dem Land, das sie aufnimmt und ihnen Asyl gewährt, den Terror zu entfachen. Unglaublich. Die Geschichte wiederholt sich in der Türkei. Auch das ist nicht neu. Klausi du würdest das auch nicht verstehen. Dann soll das Rentenalter auf 73 erhöht werden. Das geht, wenn man Johannes Heesters als Meßlatte nimmt. Na klar! Warum sollen die Arbeitenden nicht umsonst einzahlen! Das ist völlig ok so. Ich glaube ich spinne. Na egal. Ich habe den Zenit meines Lebens bereits überschritten. Letzte Nacht konnte ich vor Wärme wiederum nicht schlafen. Heute wird es nicht besser werden. Regen fehlt hier allerorten. In Spanien herrscht noch immer die Hitzewelle. Ich hangele mich tapfer von Tag zu Tag. Was bleibt mir auch anderes übrig? Klaus du fehlst mir!
In tiefster Taruer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
In fünf Monaten ist Heiligabend. In einem Monat und zwei Tagen jährt sich dein Todestag das erste Mal. Du starbst zwei Tage und zwei Monate vor deinem Geburtstag und genau vier Monate vor dem meinen. Monika hatte gestern Geburtstag und pflegt ihre irrationalen Ängste. Ich bat sie mich damit zu verschonen. Den gequirlten Scheiß hält kein Mensch aus. Meine Probleme werden auch nicht weniger. Das Amt hat sich wegen meiner Bezüge verrechnet. Da muß ich morgen hin. Klasse. Dann habe ich wenigstens keine Langeweile. Ich bin es so leid. Klaus du fehlst mir jeden Tag mehr.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Endlich habe ich trotz Wärme und aggressiver Bremsen den Rasen gemäht! Juhu!!! Lust hatte ich dazu überhaupt nicht. Bin ziemlich früh aufgestanden und zum Garten gefahren. Des nachts zuvor schlief ich super schlecht. Wachte fünfmal total verschwitzt auf. Habe das T-Shirt mehrfach gewechselt. Schrecklich. Eine Bewerbung habe ich auch schon wieder gemailt. Das mache ich jetzt jeden Tag, so ich etwas finde das passen könnte. Klaus du fehlst mir. Was ist nur in er Welt los? Unglaublich! Zustände wie in den USA.

Wenn Tränen Dich hätten
halten können,
dann wärst Du immer noch
hier.
Wenn Tränen Dich zurück-
bringen könnten, wärst Du
schon zu "Haus" bei mir.
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die gestrigen Erfahrungen haben Spuren hinterlassen. Nun habe ich Depressionen und bin antriebslos. Klasse. Gestern Abend gegen 23 Uhr brachte ich noch den Müll weg. Der Mond stand knapp über den Bäumen welche das abgeerntete Kornfeld nach hinten, zum Bahndamm, abgrenzen. Ich weiß nicht warum man vor etwa einem Monat davon sprach, daß man einen "Erdbeermond" nur ein Mal im Leben beobachten könne. Der "fast noch Vollmond" gestern sah so aus... oder wie eine aufgeschnittene Blutorange... ganz komisch. Abendrot war das um 23 Uhr nicht mehr... da gibt es keine Erklärung für... für mich jedenfalls nicht. Na egal... Die gelben Duftrosen an der Hauswand blühen schon wieder und verströmen bei Sonnenschein einen herrlichen Duft. Mein "Arbeitsabschiedsstrauß" muß heute entsorgt werden. Dafür bekommst du nun wieder gelbe Duftrosen und Lavendelzweiglein. Das gefiele dir ohnehin besser und ich finde das allemal schöner. Morgen hat Monika Geburtstag. Morgen werde ich aus dem Grunde dort kurz anrufen, gratulieren und das war es dann. Überall fliegen Strohstücke auf der Straße herum. Das war noch nie so, wenn das Getreidefeld abgeerntet war. Da kann man alle vier Stunden kehren und es sieht am Ende aus als hätte man nichts dergleichen getan. Heute morgen habe ich bereits eine Bewerbung gemailt. Das mache ich jetzt jeden Morgen, wenn ich ein Stellenangebot entdecke. Ich fühle mich trotz meiner Betriebsamkeit Scheiße.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Frag nicht wie das heutige Vorstellungsgespräch verlief. Unglaublich. Das war ein Ladengeschäft von ca. 18qm in welchem sich zwischen 3-4 Männer tummeln. Es gibt nur einen Laptop. Kein Fenster zum Lüften, nur eine Milchglaseingangstür und ein unsinniges großes Schaufenster. Ein Kühlschrank in der Ecke, ein Plastiksack mit Leergut und ein wackeliges Regal mit einsamen Aktenordnern. Die Einrichtung erinnert an Sperrmüll. Es mutete an als ob man "die schnelle Mark machen wolle" und dann die Segel streicht. Nur ein Landsmann von mir, der Rest sprach eine mir bekannte Sprache, die ich jedoch nicht verstehe. Die Bezahlung dementsprechend üppig. Da kann ich trotz zusätzlicher Witwenrente noch Wohngeld beantragen. Schon das Abo um dahin zu kommen frißt von dem allzu großzügigen Gehalt ein großes Stück. Ich bin erschüttert. Ein wirklich hochtabender Name und dann? Außer Spesen nichts gewesen. Mich hat heute "ein Pferd getreten". Der Vermittlungsvorschlag kam sogar vom Amt. Unglaublich. Klaus du fehlst mir entsetzlich! Wie soll das nur enden?
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 20.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es ein groß angekündigtes Gewitter, was sich jedoch als unspektakulär erwies. Gemessen an dem Blitzschlag vor sieben Jahren im Haus acht Meter entfernt ... nebenan... und den Gewittern in den Bergen des Penedes, wo Funken aus den Steckdosen bei unserem Bekannten sprühten, war das heutige Gewitter natürlich "Pillepalle". Morgen habe ich einen Vorstellungstermin. Wie das ausgeht weiß ich nicht. Diesmal ist es eine Baufirma. In der Branche habe ich noch nie gearbeitet. Eben war ich kurz draußen um den Müll zu entsorgen. Jetzt ist es kühler aber schwül, was noch unangenehmer ist. In dem Ort, in welchem wir in Spanien lebten und du letztendlich starbst... und in der ganzen Umgebung... wütet noch immer eine Hitzewelle. "Die Bratpfanne Spaniens", wie die Spanier diesen Landstrich selber nennen. Dir war das auch immer zu warm. Mal sehen, ob ich es noch diese Woche schaffe den Rasen zu mähen. Wenn es zu warm sein sollte, werde ich das tunlichst unterlassen. Als ich noch bei meinen Eltern wohnte und davon sprach es wäre "heiß draußen" verbesserte mich die Frau, die mich gebar stets und meinte daß man sagen würde "es ist warm draußen und nicht heiß". Alles wußte sie besser, nur nicht wie man seine Kinder respektiert und zu selbstbewußten glücklichen Kindern erzieht. Ich werde damit nie zurechtkommen, dass mich diese Frau emotional mißbraucht hat. Klaus du fehlst mir! Du hast mich für manches entschädigt um das ich betrogen worden bin. Hab Dank dafür!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern hat der Bauer auf dem Feld gegenüber das Korn geerntet. Knut Kiesewetter fällt mir dabei stets ein

Wenn de Wind dör de Bööm weiht un Grass nich mehr wassen deiht. Un geeler warrd, denn kummt bald de Tied. Wenn'e Storm övert Feld geiht, wo lang schon keen Korn mehr steiht, un meeler warrd. Denn is bald so wied. Dat de Dag kötter warrd, un de Nachte duern lang un de Kinner vun'n Naver de warrn in'n Düüstern bang, wenn de Rägen vun't Reihdack dröppt, mien Söhn buten gauer löppt, sonst warrd he natt, denn schnurrt binn' de Katt. Wenn 'e Wind dreiht, vun Nord weiht un Rägen gägen de Finstern neiht. de Schiem daalrinnt, denn föhl ick mi wohl. Wenn'at Füer in'n Kamin brennt, un jeder di bi'n Vörnaam nennt, weil he di kennt. Denn is uns Huus vull. Denn de Navers sünd in disse Tied ok neet gern alleen. Un bi Teepunsch an'n Füer warrd de Wedder wedder schön. Wenn de Bläder sik bruun farvt, un Water steiht in de Groov. Denn warrd dat Harfst, op uns Fresenhoff.
(Knut Kiesewetter)

Seufz tief. Heute war es ziemlich warm draußen. Zum Glück wehte noch ein leichter Wind. Morgen soll es noch wärmer werden. Die Hitze, die alljährlich in Spanien zu herrschen pflegt ist nun auch zu uns rübergewabbert. Du hättest jetzt gesagt du hättest das Wetter von Spanien zu uns rübergeschoben. Ich vermisse deine Stimme... deinen Ratschlag... deine Herzlichkeit. Meine Unterlagen gab ich auf dem Amt ab, dennoch fehlen noch zwei unselige Dokumente. Das ist die Pest! Donnerstag habe ich schon einen Vorstellungstermin. Das ist die Reaktion auf eine Bewerbung, die ich erst gestern Abend per E-mail rausschickte. Klasse. Mal sehen was daraus wird. Klaus du fehlst mir entsetzlich. Meine einzige Familie warst du. Wie mag es dir nun gehen? Was ist aus dir geworden? Unfaßbar, daß du nicht mehr lebst!

In unendlicher Trauer und endloser Liebe
deineTina
Tina am 18.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Den Tag habe ich schweißnaß verbracht, dennoch habe ich die acht Punkte bzw. Stellen abarbeiten können. Morgen bin ich gespannt was dabei herauskommt. Mir graut davor. Meine werte "Freundin" Monika hat sich wiederum daneben benommen. Mit meiner Gartenfreundin verhält sich das ähnlich. Mir egal. Ich kann auch ohne solche Individuen leben. Ganz tolle unrealistische Vermittlungvorschläge wurden mir unterbreitet. Auch egal. Stumpfsinnig werde ich der Pflicht genüge tun. Was soll ich mit einem 450€ Job? Und dazu noch wenn ich für eine Fahrt 1 3/4 Std. brauche um dort anzukommen, und das Monatsabo ca. 148€ kostet? Da bleibt nichts übrig. Die Beraterin hörte überhaupt nicht zu. Auch ok. Augen zu und durch. Klausi du fehlst mir entsetzlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eben war ich bei meiner Bekannten und gab ihr meine Josta- und Johannisbeeren. Ich muß gestehen daß ich total depressiv und zu keinem klaren Gedanken fähig bin. Stellenangebote in der Zeitung, auf die ich mich bewerben könnte, finde ich auch keine. Mir fällt es schwer mich mit der neuen Situation abzufinden. Immer Kampf und Krampf. Mir hängt es zum Hals heraus. Niemals kann ich mich einmal zurücklehnen und mich meines Lebens freuen. Klaus du fehlst mir mit jedem Tag mehr. Morgen habe ich drei Termine. Das wird total stressig. Dienstag wird entsetzlich. Mittwoch ist auch wieder ein Termin fällig. Mir graut vor der Zukunft. Immer dieses Willkommensein und plötzlich verstoßen werden. Immer gibt es Menschen, die einem hemmungslos ins Leben scheißen. Das kenne ich von Kindesbeinen an. Muß das immer so weitergehen?!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Noch immer bin ich mehr oder weniger verwirrt. Eine Gartenfreundin verhält sich mehr als seltsam mir gegenüber, findet das selbst aber normal. Ich lasse das mal so stehen. Im Moment habe ich mit mir selbst genug zu tun, dank der kommenden Zeit der Arbeitslosigkeit. Heute habe ich im Garten Josta- und Johannisbeeren gepflückt. Zum Rasenmähen konnte ich mich dennoch nicht durchringen. Wenn es wieder kühler ist, werde ich das nachholen. Der kommende Montag und auch der Dienstag ist mit Terminen gespickt, Mittwoch soll es heiß draußen werden. Die Vorkommnisse seit deinem Ableben sind mehr als unerfreulich. Am 26. August jährt sich dein Ableben. Für mich noch immer unfassbar. Klaus du fehlst mir ganz erbärmlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!

Die Welt steht Kopf. Was ist nur los? Beängstigend. Ich vermisse dich.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war mein letzter Tag in dem Betrieb, in welchem ich seit fast vier Jahren gearbeitet habe. Davor auf 400 bzw. 450€ Basis und das letzte Jahr auf Teilzeitbasis. In dreieinhalb Stunden habe ich zwei zwanzig Jahre alten Kolleginnen versucht zu erklären was ich die ganze Zeit über tat. Die meinten nur, daß das easy wäre. Respekt Fehlanzeige. Na dann... ich muß loslassen... so ist das eben. Einen Blumenstrauß bekam ich von meinen direkten Kolleginnen sowie Kollegen und zwei Packungen Pralinen mit einer netten Karte von denen, die ihren Obolus dazutaten. Die Blumen habe ich dir gleich hingestellt. Ich habe etwas gegen derartige Blumen. Das hat etwas Endgültiges. Scheiße. Jetzt noch zwei Wochen Urlaub und dann kann ich wieder zum Amt und die Hand aufhalten. Ich glaube nicht wirklich, daß ich so kurzfristig wieder in Arbeit komme. Klaus ich fühle mich mental ziemlich unten. Du fehlst mir!
In unendlicher Trauer und endloser Liebe
deine Tina
Tina am 13.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen muß ich noch in dem Betrieb, der mir gekündigt hat, arbeiten und eine Kollegin innerhalb vier Stunden einen Crashkurs bezüglich meines Aufgabengebietes verpassen. Da fiel den "Obersten" heute ein, daß es welch Wunder, keinen Ersatz für mich gibt und man nicht dafür gesorgt hat, was wird wenn sie mich rauswerfen. Tolle Nummer. Das ich das nicht in vier Stunden vermitteln kann und natürlich nicht alles verraten werde ist wohl klar. Man muß sich meine Unentbehrlichkeit auf der Zunge zergehen lassen, wenn sie schon das "falsche Schwein geschlachtet haben" wie Churchill seinerzeit zerknirscht feststellen mußte. Mehr muß ich nicht dazu schreiben zum Thema "hire and fire". Klausi du fehlst mir, wie du siehst. Zum Friseur ging ich heute. Ich hasse Friseure, aber es ging nicht anders, da ich abermals um einen Job buhlen muß. Vielleicht sollte ich mal bei einem Chef hineinplatzen um mich unkonventionell vorzustellen. So bleibt man im Gedächtnis. Einmal bekam ich einen Lachkrampf und bekam den Job, der immerhin mehr als acht Jahre andauerte, bis man uns aufkaufte. Und einmal hatte ich kein Zeugnis und wurde dennoch angenommen. Ein toller Job für drei Jahre, bis wir pleite waren. Und dann der Job, wo ich dem Chef nach drei Monaten die Meinung sagte und der mich trotz meiner Kündigung unbedingt behalten wollte, weil ihm das imponierte. Es gibt manchmal tolle Erlebnisse. Seufz. Entweder man kommt mit meiner Art klar oder eben nicht. Klausi du kanntest mich genau. Du hast das an mir geschätzt. Du fehlst mir unenedlich!
In unendlicher Trauer und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 12.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen ist mir eine Kette gerissen und fast alle Glasperlchen ergossen sich im Badezimmer. Tolle Show. Nun kann ich mit Sandpapier unter der Tür entlangschmirgeln, da die Perlen nun unter der Tür, auf den Fliesen, mit einem scheußlichen Geräusch... entlangschleifen. Das mußte wohl heute in der Frühe so sein. Klausi du fehlst mir. Ich bin von meiner Arbeitstelle total enttäuscht. Ohnehin sehe ich wenig Sinn in einem Leben ohne dich. Wie soll das nur werden? Jeden Tag zitiere ich dich, jedenTag spreche ich von dir, jeden Tag denke ich an dich. Mein erster Gedanke am Tag bist du und mein letzter. So wie früher, als du noch lebtest. Der Schmerz wird bleiben in meiner Seele und meinem Herzen. Danke für die schöne Zeit mit dir.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Mental bin schlecht drauf. Der Verlust des Arbeitsplatzes wiegt schwer. Zu Hause wird wieder alles über mich hereinbrechen. Tagsüber, während der Arbeit ging das... aber nun? Wieder kann ich zum Amt gehen, damit ich das Existenzminimum habe. Klaus du fehlst mir. Du hättest jetzt gesagt ich solle nach Spanien ziehen. Da hätte ich genauso wenig. Die Hitze halte ich aber nicht aus und die ärztliche Versorgung ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Mir ist nur noch nach Weinen zumute. Wieder muß ich im Haifischbecken um einen Job buhlen. Mir bleibt nichts erspart.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
In Spanien herrscht schon lange eine Hitzewelle. Nun bekommen wir auch diese Schwüle. Wenn ich als Kind sagte daß Hitze herrsche "verbesserte" mich die Frau, die mich gebar, und meinte ich müsse sagen es wäre warm draußen und nicht heiß. Was die Narzisstin gegen das Wort "heiß" oder "Hitze" hatte weiß ich nicht. "Mama" durfte ich auch nicht sagen sondern "Mutti". Monster kann ich nicht verniedlichen also sagte ich "Mutter" oder gar nichts und sprach sie nur im Notfall an. Was soll ich auch mit einer Mutter anfangen die mir sagte ich käme in die Erziehungsanstalt, ich wäre der erste Nagel zu ihrem Sarg, ich mache ihr das Leben zur Hölle mit meinem Vater und dessen Mutter zusammen, ich wäre an ihrer Gallenoperation schuld, ich solle mir ein Beispiel an meinem Bruder nehmen und so werden wie er, dann würde ich richtig, ich wäre nur einmal karnk und das wäre immer.... etc.? Um Mutter- und Geschwisterliebe fühle ich mich betrogen. Klaus nur du warst meine Familie und meine Heimat!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich fünf Stunden im Garten. Mein werter Gartennachbar hat mir ein gekochtes Eisbein auf die Wiese geworfen. Zum Glück hatte ich diesmal eine Zeugin dabei, die mitbekam was der Armleuchter zu mir hinübergeworfen hat. Unglaublich. In der Schwüle waren heute viele Bremsen unterwegs. Drei von den widerlichen Biestern habe ich erledigt. Jetzt habe ich eine Mücke im Schlafzimmer. Mit dem Spray habe ich draufgehalten und die Tür zugemacht. Hoffentlich liegt die jetzt Blut hustend in der Ecke. Morgen werde ich Johannisbeersaft kochen. Es gibt wahnsinnig viele Johannisbeeren dieses Jahr. Tja... und der Gartennachbar, von dem meine werte Gartenfreundin behauptete er sei gestorben... begegenete mir recht lebendig in der Innenstadt. Klausi du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Du kannst dir nicht vorstellen wie traurig und enttäuscht ich bin. Mit dem Urlaub in deiner Heimat wird dank der kommenden Arbeitslosigkeit ab August nichts. Ich kann das gar nicht in Worte fassen. Das ist ein Gefühl als ob mir die Kehle eingeschnürt würde. Das Gefühl habe ich ohnehin sehr oft und nun ständig. Man muß immer wieder die Verluste und Enttäuschungen hinnehmen, akzeptieren und verarbeiten. Dein Verlust ist ohnehin nicht zu verarbeiten. Ein unverdauter Kloß der immer wieder an die Oberfläche tritt. Nun auch noch der Verlust der hart erkämpften Arbeit. Mir wird das zu viel. Für heute habe ich mir einige Dinge vorgenommen, die ich erledigen wollte. Meine deprssiven Gedanken lähmen jedoch jegliche Aktion. Ich werde wohl zu Hause bleiben und nicht fähig zu konstruktivem Denken und Handeln sein. Scheiße. Das gestrige Fußballspiel hätte ich mir auch schenken können. Nachdem das zweite Tor fiel habe ich den Fernseher ausgeschaltet. Wohl dem der immer gesund ist und dessen Leben in sicheren, glücklichen Bahnen verläuft. Mein Leben war immer nur Kampf und Krampf. Wenn man von einer Frau geboren wird die einen nicht leiden kann und das offen zeigt, ja sogar das Umfeld in diese Diskriminierung mit hineinzieht, dann geht man ganz anders ins Leben als jemand, der ein wohlbehütetes Nest hat. Auch da wurde ich betrogen. Klaus du fehlst mir ganz erbärmlich! Während der wunderschönen Zeit mit dir konnte ich wenigstens innehalten. Die Tür zumachen und die traumatischen Erinnerungen an früher abprallen lassen. Du warst meine Heimat. Nun bin ich erneut entwurzelt, heimatlos.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist wieder Fußball angesagt. Klar werde ich mir das anschauen. Weil Schwapp-Schwapp von Pepsi im Angebot ist habe ich mir drei Flaschen mitgebracht. Herrlich wenn das Getränk eiskalt ist. In Spanien, wo wir lebten, ist entweder Gewitter angesagt oder eine wahnsinnige Hitzewelle. Hier war es heute Morgen herrlich kühl. Der blaue Himmel war voller Kondensstreifen der umherfliegenden Flugzeuge. Gegen Mittag wurde es richtig warm, fast schwül. Sonnig war es. Nachmittags zog sich der Himmel zu. Klaus ich vermisse dich und deine Ratschläge. Du warst meine Familie. Bis 14. Juli arbeite ich noch, danach habe ich bis Ende des Monats Resturlaub und dann bin ich wieder arbeitslos. Das sind Perspektiven... seufz. Klausi ich muß jetzt wieder einen Job bekommen und mein Lebenskonzept erneuern.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es nicht mehr so windig und ein wenig sonnig. Wo wir in Spanien lebten gibt es bis Freitag eine Gewitterwarnung. Und wo wir oft in Frankreich Urlaub machten herrscht eine Hitzewelle. Ich werde traurig wenn ich auf die Karte blicke. Klaus du fehlst mir. Die Situation ist im Moment eh schwer zu ertragen. Ab August bin ich wieder arbeitslos. Immer habe ich alles gegeben und alles in die Waagschale geworfen. Das Ergebnis ist ein Tritt in den Hintern. So war es immer. Ich habe es satt. Mental bin ich im Keller.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Bin mental total erschöpft. Als Monika - nach langer Zeit - anrief, bin ich während des Telefonates eingeschlafen und hab der was vorgeschnarcht. Mir egal. Die kommt mit ihren 1400 € netto nicht aus. Was soll ich da erst sagen? Wir wären mit der Knete König gewesen! Mein Ex-Nachbar rief ebenfalls an und berichtete, daß er nun dicke erben würde... von seinem verstorbenen Lieblingsonkel und seinem sterbenden Vater würde er im sechsstelligen Bereich kassieren. Seufz. Das interessiert mich nicht die Bohne. Klausi du fehlst mir. Nur das zählt. Mit all dem Geld der Welt bekomme ich dich nicht mehr zurück.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bekam ich das 12 kg Paket aus Spanien mit deinen... unseren Fragmenten unseren Lebens im Süden. Ein Nachbar nam das Teil an. Ich könnte nur noch heulen. Deine von deinem spanischen Freund, eine Woche nach deinem Ableben, leergeräumte Scheckkarte ist auch dabei. Unglaublich. In letzter Zeit kommt es knüppeldick. Was muß man nicht alles im Leben aushalten können. Auf meine Bewerbungen hat sich noch niemand gemeldet. Warum auch. Ich kann heute nicht viel schreiben. Bin mental im Keller. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Drei Bewerbungen habe ich nun geschrieben. Bei der Gelegenheit habe ich die Mails von Philippe gelöscht. Dabei stieß ich auf unsere Mails. Das war wieder ein Stich in mein Herz. Klar... da saß ich eine ganze Weile heulend und fassungslos. Schade daß ich in meiner Jugend so viel Zeit an Philippe verschwendet habe. Nun weiß ich endlich Bescheid. Mit neunzehn Jahren war das nicht der Fall. Und vor fünfzehn Jahren fing er an mich zu suchen. Warum weiß ich nicht. Wir haben uns verändert. Oder war er schon immer ein Armleuchter und ich bemerkte es damals, völlig geblendet, nicht? Na egal. Es gab eh nur einen sporadischen Mailkontakt. Klausi der kann dir das Wasser nicht reichen, auch wenn er studiert und einen hochdotierten Job in Paris inne hat, Ländereien und Häuser erbte. Das ist nicht alles. Ich war mir dessen Defizite nicht bewußt. Damals war er Student und mit Twen Tours quer durch Europa unterwegs. Irgendwo auf Sizilien stießen wir aufeinander... nachts um 23 Uhr in einer Pizzeria... und tauschten Adressen aus. Das war alles zunächst. Ich wußte nur... ein sehr großer, kräftiger Franzose, brünettes Haar, blaue Augen... blaues Hemd, Student, Fallschirmspringer und Rugbyspieler. Im Aussehen wie Helmut Berger in jungen Jahren... besser noch und sehr maskulin. Ein Jahr später kam der Stein ins Rollen und endete über den Umweg Ungarn damit, daß ich Jahre später untröstlich nach Neuseeland entfloh. Weiter ging es von hier aus nicht. Seufz. Unglaublich. Ich sollte ein Buch schreiben. Aber wen interessiert das? Du warst meine Familie. Nur du wirst mir bis an mein Lebensende fehlen. Heute gibt es zum Glück wieder Fußball. Das werde ich mir antun. Dann noch diese und nächste Woche arbeiten. Zwei Wochen Resturlaub dann ist Sense. So wird mir mir umgegangen. Wenn ich es überlege habe ich in drei Betrieben gearbeitet, die pleite gingen. Eine Firma wurde von einer anderen aufgekauft, und was mir der hier ist weiß ich nicht. Im Grunde ist mir das jetzt auch egal. Das Resultat ändert das nicht. Klausi, du als erfahrener Betriebsratsvorsitzender fehlst! Ich habe hier niemanden zum Reden. Als Kind hatte ich auch niemanden. Klar überlebt man das. Dennoch es schmerzt.

Es gibt viel Trauriges in der Welt und viel Schönes -
manchmal scheint das Traurige mehr Gewalt zu haben,
als man ertragen kann,
dann stärkt sich indessen leise das Schöne
und berührt wieder unsere Seele.

( Hugo von Hoffmansthal )

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nun gibt es ein Elfmeterschießen bei der Europameisterschaft. Ungünstiger kann man kein Fußballspiel beenden. Gestern habe ich es zum Glück geschafft den Rasen zu mähen... da bin ich wirklich froh drüber. So konnte ich mich heute ruhigen Gewissens den Bewerbungen widmen. Morgen muß ich im Haus etwas tun. Gleich muß ich noch die Wäsche im Keller aufhängen. Ich bin noch im Zweifel ob ich nicht besser den Fernseher ausschalten sollte und morgen das, wie auch immer geartete, Ergebnis dem Internet entnehme. Das würde dich jetzt auch aufregen, Klaus. Aber was geht mich das an... ab 01.08.2016 bin ich arbeitslos, wenn ich bis dahin nichts Neues finde. Dann bin ich wieder eine arme Wurst. Dem Fest im Schrebergartenverein blieb ich heute fern. Ich habe nichts mehr zu feiern. Außerdem gingen mir die miesen Charaktere im Verein derart auf die Nerven, daß ich innerlich damit abgeschlossen habe. Klaus du fehlst mir bis an mein Lebensende. Niemand kann dir jemals das Wasser reichen. Chapeau!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich endlich den Rasen gemäht. Puh! Mein werter Nachbar hat wohl aus Frust ob des Abschneidens "seiner Fußballmannschaft" - am gestrigen Abend - jede Menge Müll in meinen Garten geworfen. Sechs große Teile von Broten und Baguettes fand ich in meinem Garten zwischen den Johannisbeeren, einen großen Knochen, ein zugeschraubtes Glas mit braunem Schlunz (evtl. Durchfall seines Hundes) und eine Verpackung von Hähnchenteilen mit anderem Schmadder, der nachhaltig stank. Alles habe ich eingesammelt und zwischen seinen Zaun und die Tujaanpflanzung geworfen. Sollen sich dort die Ratten tummeln, die ihn besser verstehen. Evtl. wälzt sich sein Hund auch in der stinkigen Masse... mir egal. Solche Personen braucht die Welt nicht. Ungeholbelt, verlogen und parasitärisch. Mariusz bezeichnete seine Landsleute vorhin als Pack. Recht hat er. Dieses Jahr gibt es viele Johannisbeeren, Äpfel, Kirschen und Zwetschgen. Die Hortensien sind sehr groß geworden und blühen unheimlich schön. Klaus du fehlst. Es ist immer wieder schön die Vögel in meinem Garten beobachten zu können. Dir würde das auch gefallen.


Zeitlos

Wer sagt du seist fort
weiß nicht um deine Gegenwart
die hängen blieb
in allen Dingen die du geliebt
Wer sagt du seist fort
weiß nicht um Liebe
nicht gebunden an Raum und Zeit
weiß nicht um deinen Geist
Der sich eingenistet
dort wo dein Herz schlug

(Maria Grünwald)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Today we have black Thursday and it's raining stones. Jetzt bin ich meinen Job auch los. Bis Ende Juli kann ich noch dort arbeiten... dann ist Sense. Man ist nichts wert für seine geleistete Arbeit. Nur eine Nummer. Ein Fall, den es zu bearbeiten gilt. Nun fehlst du mir mehr denn je. Es ist nicht auszuhalten, was aber ausgehalten werden muß. Immer und immer wieder aufs Neue. Durch schlechtes Management sitzt man wieder auf der Straße und lebt vom Existenzminimum. Ich bekomme wieder die altbekannten Ängste. Wieder muß ich mein ohnehin nicht stabiles Lebensgerüst der Situation anpassen. Mit ist im Moment nur noch nach mehr Weinen.
In tiefer Liebe und unendlicher Trauer
Deine Tina
Tina am 29.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Inzwischen schrieb mir Philippe. Leider hat sich der ganz seltsam artikuliert, daß ich ihm dementsprechend geantwortet habe. Auf weitere Kontakte lege ich keinen Wert mehr. Was für ein Armleuchter. Für mich ist der nach all der langen Zeit gestorben. Unglaublich. Unser beider Leben war schwer genug, da brauchen wir niemanden, der selbstgerecht in unser Leben scheißt, wie Philippe sich erdreistete. Klaus, dir kann trotz alledem niemand das Wasser reichen. Ich danke dir für die schöne Zeit. Du bist alle Tage in meinem Leben. Oft spreche ich über uns... über dich... Das bleibt so bis an mein Lebensende.

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

(Verfasser unbekannt)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe.
Deine Tina
Tina am 28.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Rasen wächst im Garten. Vor Samstag habe ich keine Zeit ihn zu mähen! Es ist zum verrückt werden! Heute Morgen hatte ich zwei Arzttermine. Zeckenbisse mußten kontrolliert werden. Letzten Mittwoch hatte ich drei Zecken am Hals entdeckt, nachdem ich des abends noch ein wenig im Garten werkelte. Freitag ging ich zum Doc, weil die Einstichstellen total rot und dick angeschwollen waren. Kleine Ursache... große Wirkung. Nachher muß ich das Antibiotikum wegen der Mistviecher einwerfen. Beim anderen Arzt hatte ich ein seltsames Erlebnis. Ein geistig Behinderter kam mit Rollator ins Wartezimmer und sagte die ganze Zeit ihm ginge es nicht gut. Er würde sich schwindelig fühlen. Irgendwann kippte er zur Seite. Eine wartende Patientin hielt ihn an der anderen Seite fest, sonst wäre er wohl vom Stuhl gefallen. Die Arzthelferinnen verfrachteten ihn auf eine Liege in einem seperaten Raum. Dort schrie und jaulte er so erbärmlich, daß mir ganz anders wurde. So geht es wohl auch in der "Geschlossenen" zu und in Altenheimen... an die NS-Zeit mußte ich denken. Der Patient tat mir schrecklich leid. Vor dem Altwerden habe ich Angst. Wenn ich bedenke, daß man als alter Mensch der Willkür der Pflegekräfte ausgesetzt ist. Das war schon schlimm, daß ich der Willkür meiner narzistischen Mutter ausgesetzt war und mir niemand beistand. Ein Alptraum. Der Arzt frug ob ich etwas zum "seelisch aufhellen" brauche. Ich verneinte. Dich brauche ich und sonst nichts! Da nutzen auch keine "Happypillen". Sehnsucht ist unheilbar.


Du fehlst


Das kannst du gar nicht glauben,
wie sehr du mir fehlst.
Alles erinnert mich an dich:
Jedes Bild, das ich sehe und berühre,
jeder Hauch, den ich sachte spüre
auf meiner Haut,
jedes Ding, das sich legt in meine Hand,
jedes Lied, das je eine Note fand –
alles bist du, hatte von dir seinen Glanz,
ist jetzt farblos und fade und tut mir weh.

Kein Abendspaziergang an deiner Seite,
keine Nacht mehr,
in der ich deinen Atem lausche.
So still, einfach still,
manchmal unerträglich,
weil du nicht mehr bist.

Der Mond mit romantischen Träumen
ist vom Himmel gefallen,
liegt zerbrochen da wie mein eigenes Leben
so ganz ohne dich.

Wo soll ich denn hin, warum bin ich noch da?
Warum steht die Zeit einfach still
und wartet, bis du wiederkommst?

Jochen Jülicher


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr nahm unser unaufhaltsames Schicksal seinen Lauf. Diese Machtlosigkeit, diese Hilflosigkeit, dieses Gefühl der Verlorenheit... ich habe mein Lebenskonzept verloren, den Boden unter den Füßen... den Sinn im Leben. Das schmerzt ungemein. Du fehlst mir bis an mein Lebensende. Nichts ist wie es einmal war. Unwiederbringlich. Tagsüber funktioniere ich zwar, aber wenn ich alleine bin bricht alles in mir zusammen. Ich bin untröstlich. Kochen macht keinen Spaß, Urlaubmachen ist sinnlos, Fernsehen ist uninteressant... vieles ist eher lästig geworden. Mein Sinnen und Trachten warst du.

Ich würde Jahrtausende lang
die Sterne durchwandern,
in alle Formen mich kleiden,
in alle Sprachen des Lebens,
um dir einmal wieder zu begegnen.
Aber ich denke, was sich gleich ist,
findet sich bald.

Friedrich Hölderlin


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr war der Tag an dem es anfing dir sehr schlecht zu gehen. Ab heute waren deine... unsere Tage zusammen... gezählt. Unfaßbar. Gestern beobachtete ich einen kleinen Vogel in den Rosen im Vorgarten. Der suchte wohl Raupen. Ich habe auch schon kleine grüne Raupen auf den Knospen entdeckt. Im Internet habe ich recherchiert was das denn für ein Vogel war. Ein Spatz war das. So selten sind die mittlerweile geworden, daß man sie nicht mehr kennt. Traurig ist das. Im Moment scheint die Sonne, aber von Nordwesten ziehen dunkle Wolken auf. Hoffentlich gibt es kommende Woche ein paar trockene Tage, daß die Wäsche trocknet und ich endlich den Rasen mähen kann. Klaus du fehlst mir unendlich. Ich werde dich bis an mein Lebensende vermissen. Kein Verlust in meinem Leben wog jemals so schwer. Kein weiterer Verlust in meinem Leben wird jemals so schwer wiegen wie der deine.

Aufbrechen

Keiner wird gefragt,
 wann es ihm recht ist
 Abschied zu nehmen;
von Menschen,
Gewohnheiten,
sich selbst
irgendwann.
 Plötzlich
heißt es
damit umzugehen,
 ihn auszuhalten
diesen Abschied,
 diesen Schmerz des Sterbens, 
dieses Zusammenbrechen,
um neu
aufzubrechen.

Margot Bickel


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Mir ist vor den nächsten Tagen bange. Nie werde ich vergessen was vor einem Jahr geschah. Heute morgen war ich für zwei Stunden im Garten... das Unkraut ließ mir keine Ruhe. An Rasenmähen war nicht zu denken, so sehr hat es geregnet. Total durchnäßt kam ich nach Hause. Die Wäsche habe ich gleich in die Waschmaschine getan. Zur Zeit trocknet die Wäsche sehr schlecht im Keller, weil es ständig regnet und eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht. Schöne Blumen habe ich heute für dich gekauft. Weiße und gelbe mittelgr0ße Gerbera mit lila Strandflieder und grünem Beiwerk. Das sieht sehr schön aus. Gestern kaufte ich unsere heiß geliebte Blaubeertorte. Eine halbe erwarb ich. Seufz. Die schmeckt nicht mehr so toll wie zu der Zeit als du noch lebtest. Alles ist anders. Nichts ist so wie es mit dir war. Es gibt keinen wirklichen Trost. Du bist unersetzlich. Hab dich lieb Klaus.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die gestundete Zeit läuft ab. Vor einem Jahr in zwei Tagen... nun jährt sich das. Von da an ging es bergab. Nie werde ich darüber hinweg kommen. Zudem haben sich viele Leute ganz gemein dir gegenüber und vor allem auch mir gegenüber verhalten. Unverzeihlich und unverständlich. Denen wünsche ich von Herzen so eine Situation und daß man sie am ausgestreckten Arm verhungern läßt. Zeit meines Lebens werde ich das nicht vergessen! Nicht vergessen können. Leider war ich machtlos, da nicht vermögend. Das Recht und die Aussicht auf gute medizinische Versorgung ist auf Seiten derer, die gut situiert sind. Klaus das schmerzt ungemein. Für diese Individuen warst du nur ein Fall... eine Nummer in der Statistik. Für mich warst du meine Familie... meine Welt!
In unendlicher Trauer und tiefer Liebe
deine Tina
Tina am 23.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
So schlimm, wie in den Nachrichten vorab angekündigt und befürchtet, habe ich die Schwüle heute nicht empfunden. Müde bin ich ohne Ende und mental ziemlich down. Morgen muß ich wieder sehr viel erledigen. Langsam habe ich genug vom Herumhasten um etwas erledigt zu bekommen. Klaus du fehlst mir unendlich! Meine Bekannte hat ganz tolles Apfelgelee vor zwei Jahren hergestellt. Heute aßen wir es zu frischen Waffeln. Das hätte auch dir geschmeckt! Du bist allgegenwärtig in meinem Leben. Du warst das und wirst es immer bleiben. Die zwei fliegenden Grünspechte, die ich heute Morgen beobachten konnte, hätten dich genauso begeistert. Unfaßbar daß du nicht mehr bist. Unvorstellbar.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nach der Arbeit für drei Stunden im Garten. Mich traf fast der Schlag. Das Unkraut ist bei den Temperaturen und dem Regen gewachsen! Schrecklich! Eben habe ich zwei Zecken am Hals entfernt. Ein Mücken und Zeckenjahr ist das! Scheußlich! Den Rasen werde ich nächste Woche mähen. Bei der Hitze auf keinen Fall! Morgen soll es sehr schwül werden. Na Klasse. Stöhn. Jetzt bin ich müde ohne Ende. Morgen muß ich um fünf Uhr morgens aufstehen. Klausi du fehlst mir.

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die letzte Halbzeit des Fußballspieles Nordirland gegen Deutschland konnte ich eben noch verfolgen. Hab mich heute ständig verspätet. Morgens hatte ich schon verschlafen. Seufz. Im Bus wurde ein Kerl unverschämt. Ich frug ihn ob neben ihm noch Platz wäre, der reagierte nicht mit seinen Stöpseln in den Ohren. Sah aber, daß ich mich um einen Sitzplatz bemühte. Kurzerhand setzte ich mich neben ihn. Der Schwachmatiker fing daraufhin an mich anzupöbeln... ich hätte fragen können statt mich einfach da reinzuquetschen. Ich erwiderte dass ich das tat und diverse Zeugen dafür hätte. Dann meinte der Blindgänger "halts Maul" und andere Nettigkeiten, die ich nicht verstand, obwohl das eindeutig ein Deutscher war. Seufz. In Spanien, genau dort wo wir lebten, gibt es wieder ein Hitzewarnung. Die Bratpfanne nennen selbst die Spanier diesen Landstrich. Heute ist Sommeranfang. Das erste Mal, seit du nicht mehr lebst. Mittsommernacht findet ebenfalls ohne dich statt. Im Gartenverein sagte ich Bescheid, daß ich nicht (mehr) für den Kuchenverkauf zur Verfügung stehen werde. Ich habe diverse Gründe dafür, unter anderem die dämliche, respektlose, unverschämte Tratscherei im Verein. Nun habe ich endgültig genug! Hoffentlich kann ich morgen Nachmittag noch etwas im Garten tun, bevor es so schwül wird. Die ganze Zeit schaffte ich es nicht in den Garten, denn immer dann fing es zu regnen an. Klaus du fehlst mir!

Nur ein Stück weit
Konnten wir den Weg des Lebens gehen;
Verhallt sind Worte, die uns bewegten.
Verwehrt sind Blicke, die uns beschenkten.
Verflogen sind Gedanken,
die uns bereicherten.
Vergangen sind Zärtlichkeiten, die uns beglückten.
Verflossen sind Träume,
die uns bezauberten.
Und doch schimmert durch alle Schleier
der Trauer ein Licht der Hoffnung:
Wir werden uns wieder nahe sein
im Land des Friedens und des Lichts,
zeitlos und glücklich.

Erich Friebe

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Leider bin ich während des England gegen Slowakei Fußbalspieles eingeschlafen. Den Erdbeermond habe ich auch nicht bewundert. Kein Wunder... am Montag habe ich über zehn Stunden gearbeitet. Nun ist zwei Uhr in der Frühe und mein Schädel brummt. Ich werde am Abend mehr zu schreiben wissen als jetzt. Habe nur schnell den Fernseher ausgeschaltet und im Internet recherchiert wie das Match ausgegangen ist. Bis später also. Ich vermisse dich jede Sekunde und der Schmerz wird nicht geringer.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Österreich hat das Spiel - wider Erwarten - gut über "die Bühne" gebracht. Das freut mich sehr. Ein "Fußballzwerg" hat seine Zähne gezeigt worauf die arroganten Stars sich am Kopf kratzen mußten. Im Moment lese ich ein Buch von einer Autorin die ebenfalls in der Obhut einer Frau, die unglücklicherweise auch ihre leibliche Mutter ist, welche eine narzistische Persönlichkeitsstörung hat, aufwachsen mußte. Das kommt mir teilweise bekannt vor. Auch ich hatte als Kind immer Angst, daß meine Mißgeschicke außerhalb der Wohnung meiner Eltern, wie zum Beispiel in der Schule oder anderswo, meiner Mutter zugetragen werden und ich dafür niedergemacht würde. Das ist das System eines totalitären Staates aber nicht eines harmonisches Nestes, das sich Familie nennt! Ich habe damit abgeschlossen in dem ich den Kontakt abgebrochen habe. Ändern kann ich die Menschen nicht und Wertschätzung oder Rehabilitation wird mir von denen auch nie zuteil. Meine Kraft sollte ich nicht mehr verschwenden für eine nicht zu gewinnende Schlacht, zumal ich den Zenit meines Lebens bereits erreicht habe. Klausi heute habe ich costillas gebraten. Gegrillt sind die besser aber egal... Erstaunlicherweise waren die recht fleischig. Alitas suche ich noch, um die im Ofen auf dem Blech braten zu können... Klaus du bist immer allgegenwärtig. Du fehlst! Weißt du noch wie die grauen iberischen Schweine irgendwo ausgebüchst sind und auf der Straße nach Zufre herumliefen? Ich habe ein wenig Angst bekommen, weil wir zu Fuß unterwegs waren - vorschriftsmäßig in den leuchtenden Warnwesten - nur die Schweine konnte man von Auto aus schlecht sehen, dazu waren die auch noch grau in der Farbe. Die Borstentiere wirkten scheu auf mich oder halbwild wie du sagtest. Deren Fleisch schmeckt wirklich ganz anders und ist auf jeden Fall nicht voller Wasser. Wie sagt Dirk, als gelernter Fleischer, immer... "mit Wasser macht der Metzger am meisten Geld". Das stimmt. Tja... und alas oder alitas sind bei uns nicht gefragt. Die Teile des Hähnchens bekommt man hier nicht. Schade. Man müßte schon 20 ganze Hähnchen kaufen und die Teile abschneiden um eine Mahlzeit für zwei Personen daraus zaubern zu können. Ich bin unheimlich dankbar für die Zeit mit dir, Klaus. Die Erinnerungen kann mir niemand nehmen. Wer lernt Spanien schon so intensiv kennen, wenn er in einer Touristenhochburg zwei oder drei Wochen - sonnenverbrutzelt - verbringt?! Wir lebten lange Zeit in Katalonien in den Bergen (im Zelt), in einem Holzhaus, auf einem Campingplatz, in der Extremadura und in Andalusien in einigen Orten. Du warst der beste Ehemann , den ich jemals hätte heiraten können!

Die schwersten Wege

Die schwersten Wege
werden alleine gegangen,
die Enttäuschung,
der Verlust,
das Opfer -
sind einsam.

Selbst der Tote,
der jedem Ruf antwortet
und sich keiner Bitte versagt,
steht uns nicht bei
und sieht zu,
ob wir es vermögen.

Die Hände der Lebenden,
die sich ausstrecken, ohne uns zu erreichen
sind wie die Äste der Bäume im Winter.

Alle Vögel schweigen.
Man hört nur den eigenen Schritt
und den Schritt,
den der Fuß noch nicht gegangen ist,
aber gehen wird.
Stehen bleiben und sich umdrehen
hilft nicht.

Es muss gegangen sein.

(Hilde Domin)


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat es immer wieder gewittert und geregnet. Dennoch war ich mit meiner Bekannten in der Stadt um Blumen zu besorgen. Aus dem Blumenstrauß wurde nichts, aber eine schöne dunkelrosa Nelke kaufte ich in einem Topf. Ich liebe deren Duft. Linden blühen dieses Jahr üppig. Auch ein toller Duft. Ansonsten kauften wir noch Lebensmittel und Unterwäsche ein. Anschließend leisteten wir uns eine Pommes beim Metzger und fuhren wieder mit dem Bus nach Hause. Dort angekommen aßen wir den Bienenstich von gestern und tranken Tee dazu. Klar... Karten spielten wir auch... bis abends. Nun sehe ich mir das Fußballspiel Portugal gegen Österreich an. Ich wäre dafür, daß die Österreicher gewinnen. Im Moment schauts gut aus. Mal sehen was wird. Klaus du fehlst mir! Irgenwie haben wir die Zeit verplempert, damals. Mit meiner Arbeit habe ich dazu begetragen, daß mein Arbeitgeber reicher wurde. Ich selbst blieb ein Knecht. Klar... es muß Knechte geben... wenn jeder ein König wäre, dann wäre es uninteressant und niemand würde die Arbeit der Knechte leisten. Unsere Lebenszeit ging dabei dahin. Das schmerzt ungemein im Nachhinein. Was haben wir uns für die Arbeit aufgerieben. Wofür nur? Wenn ich in Rente gehe... wieviele Jahre habe ich dann noch vor mir? Diese Jahre werde ich auch ohne dich verbringen müssen. Welch Ironie des Schicksals!

Wenn etwas uns fortgenommen wird,
womit wir tief und wunderbar zusammenhängen,
so ist viel von uns selbst mit fortgenommen.
Gott aber will, dass wir uns wiederfinden -
reicher um alles Verlorene und vermehrt
um jenen unendlichen Schmerz.

Rainer Maria Rilke

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich all das, was ich mir gestern vorgenommen habe, erledigen können. Das Rheumamittel holte ich bei der Apotheke ab. Nächstes Mal werde ich das gleich nach Erhalt des Rezeptes tun. Jetzt weiß ich, daß ein Rezept der Art nach vier Wochen verfällt, auch wenn die vermeindliche Abholung der Arznei noch im gleichen Quartal ist. Bis auf die Blumen erledigte ich alles auf der "to do Liste". Morgen werde ich mit einer Bekannten zum Wochenmarkt fahren. Dort werde ich wohl einen Blumenstrauß erstehen können. Mein Ex-Nachbar, dessen Stimme du so toll fandest, rief mich heute Nachmittag an, als ich gerade zu meiner Bekannten starten wollte. Das war ein Zufall, daß er mich antraf. Der gute Mann wollte sich heute Abend noch einmal melden, was er jedoch nicht tat. Nun gut. Dann wird er es wohl morgen nachholen. Klausi du fehlst bei all meinen Aktivitäten und im Alltag ebenfalls. Nun bin ich ganz allein.


Unwirklich, weit weg

Am liebsten würde ich gar nicht hinsehen
auf das, was ist
und einfach nicht wahr sein darf.
Warum wache ich nicht auf,
und alles war nur ein böser Traum?

Was soll ich noch sagen,
noch denken, noch tun?
Es ändert sich doch nichts daran,
dass du nicht mehr da bist,
nie mehr,
dass du nicht mehr zur Türe hereinkommst,
nie wieder.
Es strengt mich so an, weiterzuleben
ohne dich, so unwirklich, weit weg,
und ich will nicht, dass es mir nahe kommt.
Ich sehe dich lebend, nicht tot.

Wie anders soll ich dich sehen?
Ich will dich spüren.
dich fühlen, ganz nah.
Es sag mir doch einer,
dass das alles nicht stimmt!

Stattdessen nur
Stille, Leere.
Kein Traum mit Erwachen.
Es bleibt fest in mir drin,
dass du nicht mehr da bist
und dass ich weiter muss
ohne dich,
dass ich hinsehen muss,
zusehen, dass es weitergeht
irgendwie,
und dich nur geborgen weiß
irgendwo,
wo ich noch nicht bin.

Mein Platz ist hier,
schau her zu mir,
ich muss noch sehen,
wie Leben ohne dich überhaupt geht.

Jochen Jülicher


In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen werde ich nicht arbeiten. Das wird wieder ein mega anstrengender Tag. Den Anfang des Fußballspieles Polen gegen Deutschland habe ich verschlafen, weil ich den Wecker nicht gehört habe. Seufz. Mental bin ich in letzter Zeit total erschöpft. Ich merke das. Mir ist abends so kalt, daß ich vor dem Fernseher einen dicken Pullover anziehen muß. Auf der Arbeit muß ich mich immer mal wieder bewegen, sonst überfällt mich am PC ein Sekundenschlaf. Klausi du fehlst mir so unsagbar. Unglaublich, daß du nicht mehr da bist. Unvorstellbar, daß du jetzt vielleicht nur noch Materie sein sollst. Gestern habe ich in der Kirche drei Kerzen angezündet. Eine für dich, eine für mich und eine für den Rest der Welt. Dabei war ich so zittrig, daß ich Angst hatte die Kerze, die dem Anzünden dient, umzureißen. Hoffentlich haut es mich nicht wieder mit meinem ausgefallenen linksseitigen Gleichgewichtsorgan um. Das war schon zweimal der Fall und ist entsetzlich in der Auswirkung. Wahrscheinlich muß man erstmal die Angst vor der Angst überwinden. Morgen werde ich auf dem Wochenmarkt nach schönen Blumen Ausschau halten und eine gebratene Scholle verzehren. Das hätte dir auch Freude bereitet.

Und immer wird es mir,
wenn ich Deinen Namen
hören werde, einen kleinen
Stich versetzen,
mitten ins Herz.

( Jochen Jülicher )

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist unser Hochzeitstag. Aus diesem Grunde bin ich zum Griechen essen gegangen. Ich saß alleine in dem Lokal, weil ich erst 13 Uhr 30 dort ankam. Es ging arbeitstechnisch nicht schneller. Lammsteaks und -koteletts mit Zaziki, Pommes und gemischten Salat aß ich. Das schmeckte richtig gut. Du liebtest immer den griechischen Krautsalat. Den aß ich ganz bewußt, da du dem nicht mehr beiwohnen konntest. Das Lokal war sauber und ruhig. Von mir aus hätte es nach griechischen Gewürzen duften und typisch griechische Musik aus der "Konserve" spielen können. Egal. Ich gedachte dir... uns... ganz intensiv dabei. Blumen konnte ich auf dem Rückweg nicht kaufen, weil ein dringendes menschliches Bedürfnis meinen Weg ins Rathaus führte statt zu Blumengeschäften. Dann kam auch schon mein Bus. Ich schnitt dir rote Rosen und Lavendel aus meinem Vorgarten ab. Eine Lindenblüte tat ich des Duftes wegen dazu. Dort, wo ich gezwungen wurde aufzuwachsen gab es auch einen herrlich blühenden und duftenden Lindenbaum. Später gab es einen solchen Baum auch in der Nähe unserer ersten gemeinsamen Wohnung. Ich liebe den Duft von Lindenblüten. Vielleicht kann ich irgenwann einen Strauß Wicken auf dem Markt kaufen. Das wäre ein Traum. Die tollen zarten Blüten mit ihrem herrlichen Duft. Auch das erinnert mich an viele schöne Jahre lange zuvor, als ich meine Ferien bei meinen Großeltern verbringen konnte, da wo ich herkam... wo meine Heimat war und immer sein wird. Ich wollte eigentlich eine Cubatta trinken, während ich dem Fußballspiel Frankreich gegen Albanien zusehe, nur fehlt mir dazu eine Cola. Das werde ich am Wochenende nachholen, wenn ich Eiswürfel eingefroren habe. An Cubatta Bill muß ich immer mal grinsend denken. Das waren noch Zeiten. Es stimmt schon... wir hatten ein reiches Leben. Nicht reich an Geld oder Gütern aber an Erlebnissen... an Erinnerungen. Hab Dank dafür. Mit einem Sesselpupser und Langweiler hätte ich es nie ausgehalten. Es ging nicht gut, aber gut ging es uns dennoch. Immer haben wir um jeden Quadratzentimeter in unserem Leben kämpfen müssen, aber es gab auch Zeiten der Ruhe und des kurzen Verschnaufens und Glücklichseins. Rück- und Nackenschläge gab es genug, aber wir haben uns nie unterkriegen lassen, weil wir zu zweit waren. Haben immer wieder von vorne angefangen. Nun bin ich alleine. Den liebsten und wichtigsten Menschen in meinem Leben habe ich letztes Jahr am 26. August verloren. Wie es ist jahrelang arbeitslos zu sein, kenne ich. Wie es ist vom Existenzminimum zu leben auch. Schwer krank darnieder zu liegen kenne ich auch. Sich von Haustieren, Dingen und Orten trennen zu müssen kenne ich auch. Mobbing kenne ich von der Stunde Null an. Zwei Erdbeben habe ich erlebt, zwei Autounfälle mit Totalschaden ebenfalls, Waldbrand, einen Regierungssturz mit anschließender Mobilmachung und Seenot kommen dazu und noch einiges mehr. Blitzschlag kenne ich und Erdrutsch. Ach ja... ein fremder Mann war auch schon in meinem Schlafzimmer, von außen eingeklettert... Beklaut, verraten, betrogen, verleumdet, gemobbt, verhöhnt, erpresst, bedroht und diskriminiert wurde ich auch schon. Was Niedertracht ist, weiß ich seit meiner Geburt. Also was kann noch kommen? Das Leben ist vorbestimmt. Es mußte wohl alles so kommen. Um Weisheit zu erlangen mußte alles so sein. Dennoch du fehlst mir unendlich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Rentenversicherung schickte eine Brief wegen der Rentenerhöhung. Was hättest du dich über die paar Penusen gefreut. Du hättest nicht sterben dürfen, damit ich nun ein bißchen mehr Geld habe. Ich rühre das Geld nicht an. Das war nicht mein Ansinnen als ich dich geheiratet habe. Allerdings könnte man von der Witwenrente allein unmöglich leben. Man müßte trotzdem zum Amt gehen. Weil ich wieder arbeiten gehe, komme ich über die Runden. Morgen ist unser Hochzeitstag. Letztes Jahr erinnertest du mich daran, weil ich das in der Hektik verschwitzt habe. Elf Tage später ging es dir schlecht und dann ging es nur noch bergab. Das Ende ist bekannt. Ich möchte nur noch weinen, wenn ich daran denke. Blumen muß ich für dich... für uns kaufen. Hoffentlich schaffe ich das morgen. Ein Rezept vom Rheumatologen habe ich zu lange liegen lassen, daß die Apotheke es nicht mehr annehmen wollte. Also morgen hin zum Doc und ein neues Rezept ausstellen lassen, dann zur Ergotherapie und anschließend zur Arbeit. Klaus du fehlst mir unendlich.

Nichts ist mehr so,
wie es war, seit du gingst.
Alles hat sich verändert,
Alles hat ein anderes Gesicht bekommen.
Geblieben ist dein Name,
den ich in meiner Einsamkeit stets rufe.

(Verfasser unbekannt)

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einigen Jahren mußte ich unseren Astor einschläfern lassen. Das war so schlimm für mich, daß ich einen Rheumaschub bekam. Lange Zeit konnte ich mich, wegen der linken Schulter, nicht mehr alleine anziehen und kämmen. Das war das so genannte Dreh-Manschetten-Rotatoren-Syndrom. Das waren die fürchterlichsten Schmerzen in meinem ganzen Leben. Der Blinddarmdurchbruch und die jahrelange Colitis mucosa waren nichts dagegen. Zwei Tage nach dem Tod meines Lieblings Astor mußte ich - total verheult - eine Prüfung vor der IHK ablegen und bestand diese auch. Danach ging nichts mehr. Astor wurde mit seinen sechs Geschwistern bei uns geboren. Das war eine herrliche Zeit damals. Alle unsere Hunde waren vom Herumreisen begeistert. Das war unsere Familie. Diese Erinnerungen kann mir niemand nehmen. Die Woche muß ich neue Blumen für dich kaufen. Das ist nun alles was ich an Gutem für dich tun kann. Unfaßbar! Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Juni ist ein schrecklich geschichtsträchtiger Monat für mich. Morgen ist der Tag an dem ich, vor vielen Jahren, meinen Liebling Astor habe einschläfern lassen müssen. Zwei Tage später habe ich - total verheult - eine Prüfung vor der IHK abgelegt und bestanden. Heute hätte meine Tante Hilde Geburtstag gehabt. Hochbetagt im Alter von neunzig Jahren fiel sie am neunzehnten Juni tot um. Am fünfzenten Juni haben wir einst geheiratet. Am 26. Juni ließ ich, viele Jahre später, fast 2700 km von dir entfernt unsere Wohnung aufbrechen, weil ich ahnte daß etwas Schlimmes passiert sein mußte. Von da ab ging es bergab. Das Ende ist bekannt. Das Sommerfest im Gartenverein muß ohne mich auskommen und die ganzen kommenden Jahre bis an mein Lebensende. Ich habe keinen Grund mehr zu feiern. Der August wird genauso schlimm werden. Mein Freund Mario starb damals mit gerade 31 Jahren an einem Hodgkin Lymphom. Der kämpfte so viele Jahre mit der Krankheit, war nur noch ein Skelett mit grau grüner Haut überzogen. Am Énde mußte seine Zähne saniert werden und nach dem Eingriff wachte er nicht mehr auf. Zuvor ist Mario erblindet. Jahre zuvor starb mein Seniorchef über siebzigjährig an der gleichen Krankheit. Mein Lieblingsonkel starb im August... damals als das sowjetische Atom U-Boot Kursk sank und die EXPO 2000 in Hannover stattfand. Mein Onkel kam gerade vom Urlaub aus Italien zurück und wollte mit dem Zug zu seinem Friseur nach Hannover fahren. Es wurde eine Fahrt ohne Wiederkehr. Im Zug verstarb er an einem Herzversagen. Leider wurden seine ständigen Schmerzen im Arm fehldiagnostiziert und mit Rheumamitteln behandelt. Ich war damals zu der Trauerfeier geladen. Meine Eltern und meinen Bruder wollte man dort nicht sehen. Dennoch fiel die Familie über mich her und ich steckte das ein, was meine Eltern hätten abkriegen müssen. Im August starbst auch du, Klaus. Für mich werden die Monate Juni bis August immer besonders schrecklich sein. Ich vermisse dich unendlich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Fußball schaue ich gerade. Schweiz gegen Albanien. Da ich u.a. schweizer Abstammung bin ist das Ehrensache. Gekocht habe ich auch, das Ergebnis war schrecklich. Werde mir prophylaktisch einen Schnaps genehmigen. Heute Morgen war ich fünf Stunden lang im Garten um mit Unkraut und Mückenschwärmen zu kämpfen. Bei dem Wetter wächst das wilde Kraut fürchterlich. Ok, den Schnaps habe ich intus. Bin nicht firm im Schnapsflaschenöffnen. Jetzt könnte ich ein Pflaster gebrauchen. Klasse. Am liebsten würde ich mich ins Bett legen, so müde bin ich. Morgen werde ich zu Hause verbringen. Das Wochenende vergeht immer wahnsinnig schnell. Der schönste Tag ist Freitag. Sonntag ist schon nicht mehr so dolle. Die Sonne läßt sich jetzt auch mal blicken und scheint, was den ganzen Tag über nicht der Fall war. Debby Boone "You light up my life"... seufz. Klausi du fehlst mir.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist Fußball angesagt. Allez les bleus! Ich werde mir das Match ansehen... na klar! Bin ich doch seit meinem vierzehnten Lebensjahr frankophil. Von der Arbeit ging ich heute schon gegen Mittag nach Hause. Meine Kollegin, die irrtümlich meint meine Chefin zu sein, sülzte doof herum warum ich heute schon wieder so früh ginge. Wenn ich meine vertraglich vereinbarten Stunden zusammen habe gehe ich eben. Wie überdurchschnittlicher Einsatz honoriert wird weiß ich seit einigen Monaten. Man bekommt einen Tritt in den Hintern. Also lasse ich das. So einfach ist das. Wie mit Menschen - die an einer narzistischen Persönlichkeitsstörung leiden - umzugehen ist, ist mir seit der Stunde Null geläufig. Was will diese Person dann von mir? Kreuzlahm bin ich seit der letzten Gartenaktion. Meine Wäsche werde ich jetzt noch im Keller aufhängen, dann ist relaxen angesagt. Bei dem heutigen Fußballabend fehlst du mir ganz fürchterlich... wie immer und überall.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nur bis Mittag gearbeitet, dann bin ich nach Hause geeilt, hatte eine halbe Stunde Pause und bin anschließend mit dem Bus zum Garten gefahren um den Rasen zu mähen. Der heutige Tag war gut dafür, bei +18°C, ohne Regen und Sonnenbrandgefahr. Die Johannisbeeren werden schon rot. In meinem kleinen Vogelhäuschen aus Holz, direkt unter dem Dach, nistet jetzt ein Zaunkönig. Immer wenn der Vogel Nistmaterial in das Häuschen gebracht und verarbeitet hat, setzt er sich auf den Holzstapel und trällert ein Lied. Erstaunlich wie laut das Tierchen singt, obwohl es so klein ist. Du hättest deine Freude daran, Klaus. Du fehlst mir. Jetzt fängt die Fußball Europameisterschaft an. Du würdest dir das auch anschauen. Ohne dich macht mir das alles keinen Spaß mehr.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es nicht so warm und schwül wie die Tage über. Noch immer ist nicht geklärt was für ein komischer Vogel in meinem Garten die Wiese hinauf lief. Der NABU kann mit meiner Schilderung ohne Foto auch nichts anfangen. Klar. Heute war ich beim Anwalt - einem Rechtsverdreher - wie mein Vater immer sagte. Recht haben und Recht bekommen sind zwei Paar Schuhe... wie wahr... wie wahr. Mal sehen wie das werden wird. Diese Woche muß ich endlich den Rasen mähen. Vielleicht mache ich das morgen, wenn ich nur den halben Tag arbeite. Ich muß es ausnutzen, daß es nicht mehr so knallheiß draußen ist. In Spanien ist es jetzt, genau dort wo wir zuletzt lebten, irre heiß. Die Spanier selbst bezeichnen die Gegend "als die Bratpfanne Spaniens". Klaus du fehlst mir unendlich! Mein Leben hat seinen Sinn verloren.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich mit Kolleginnen in einem portugiesischen Lokal essen. Eingelegte Champignons für 3,80€... das waren etwa 10 Dosenchampignonviertel, erwärmt mit Essig und etwas Öl sowie rotem Paprika. Kommentar überflüssig. Die fünf kleinen Lammkoteletts waren nicht zart gegrillt sondern strohig und schlugen mit 10,90€ zu Buche. Seufz. Ich kenne die anders. Das Gewitter hat nicht wirklich eine Abkühlung gebracht. Ich fürchte, daß es nun schwül werden wird. Morgen wird ein harter Tag. Morgens Ergotherapie dann zum Rechtsanwalt und anschließend zur Arbeit. Auf der Unwetterkarte sehe ich, daß es eine Hitzewarnung für das Gebiet gibt, in welchem wir in Spanien lebten. Klaus du fehlst mir so sehr! Heute, in dem portugiesischen Lokal dachte ich an uns. Selten gingen wir in Spanien essen, aber wenn wir das taten aßen wir immer gut. Das hier war kein Vergleich. Da lagen mehrere Lichtjahre dazwischen. Gestern dachte ich noch, daß ich das nie mehr in der Form erleben werde. Irgendwie kam mir der Gedanke, daß ich nur noch auf mein eigenes Ableben hinsteuere, sprich ich nichts mehr - bis dahin - im Leben erleben werde. Mit wem denn auch? Du warst der einzige Mensch der wichtig für mich war. Du warst meine Familie mein Leben.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich sauteure, nicht schmeckende, Pommes Frites vom Imbiss auf dem Nachhauseweg von der Arbeit gekauft. 2,30€ bezahlte ich... das wären 4,60 DM! Nie im Leben hätte ich jemals 4,60 DM dafür bezahlt. Man hätte sich damals auch gefragt ob das Pappschälchen, bei dem Preis, wohl mit Gold ausgegossen sei. Unglaublich! Der Naturschutzbund konnte mir auch nicht sagen was das für ein beiger, langhalsiger Vogel am Samstag war, der in meinem Garten auf der Wiese herumlief. Der Vogel fiel auch anderen Leuten auf. Nie habe ich so ein Vieh gesehen. Ich würde auf eine Großtrappe tippen. Der NABU frug mich ob ich denn einen Graureiher kennen würde. Der ist grau, wie der Name schon sagt, und nicht beige gescheckt und stelzt außerdem wie ein Storch daher. Mein Vogel stelzte aber nicht. Einen Mörderschnabel hatte mein Vogel ebenfalls nicht. So. Na egal. Ich werde das im Auge behalten. Der Pott mit der Stroblume hat das Zeitliche gesegnet. Ich habe keinen "grünen Daumen" wie du ihn hattest, Klaus. Für Morgen habe ich kein Brot. Auch gut. Habe noch ein hartes Brötchen. Das schneide ich in dünne Scheiben und klatsche Quark drauf. Das reicht zum Frühstück. Muß mich eh beeilen, da ich zum Rehamediziner muß und anschließend zur Arbeit. Klaus du fehlst mir. Wie soll das nur alles werden?!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Den heutigen Tag verbrachte ich zu Hause. Die weiße Wäsche ist gewaschen und hängt im Keller auf der Wäscheleine, der Müll ist entsorgt und das Geschirr gespült. Nachher werde ich etwas TV sehen und früh zu Bett gehen, denn morgen muß ich wieder früh raus. Es ist besser früh mit der Arbeit anzufangen, statt in der abendlichen Schwüle den Heimweg anzutreten. Ich höre gerade "A thousand years" von Christina Perri. Im Gartenverein werde ich keinen Kuchen mehr verkaufen. Mir ist nicht mehr danach. Gestern fand ich wieder Knochen in meinem Garten. Anscheinend ist das irre lustig Grillabfälle wie Knochen, Fettstücke und Baguettes, über den Zaun zu werfen. Das kommt nicht von außen, dazu ist die Hecke zu hoch. Das ist mein werter Nachbar. Offensichtlich ist in den Breiten wo der herkommt das Achten fremden Eigentums nicht selbstverständlich. Der Armleuchter ist mal Pole, mal Deutscher und mal Schlesier... je nachdem was in der jeweiligen Situation von Vorteil ist. Es reicht ihm nicht übel hinter mir herzureden... das versoffene Genie... nannte mich schon vor Jahren eine Hure und Schlampe ohne mich überhaupt zu kennen, nur weil ich einen Pullover anläßlich einer Weihnachtsfeier des Vereines trug, den ich tags zuvor schon im Garten anhatte. Der Typ aber, fett wie ein gemästeter Eber, läuft mit einem kurzen rosa T-Shirt herum und verliert im Gehen fast seine Hose, so daß man einen herrlichen Blick auf seine Kimme werfen kann - wenn man will oder es unausweichlich ist. Du Klaus hattest dem Kerl damals deine große Parabolantenne samt Equipment, einen Glastisch und jede Menge schöne Biergläser geschenkt. Ich will garnicht wissen was der Schwachmatiker noch alles an Lügen über mich... über uns... verbreitet. So etwas braucht die Welt nun wirklich nicht. Ich bin froh wenn ich das Kapitel abschließen kann, obwohl ich an den Bäumen hänge, die ich mit dir pflanzte. Aber das hilft alles nichts. Ich habe nicht mehr die Zeit, nicht die optimale Kondition und auch nicht das Knowhow alles instand zu halten, insbesondere das Haus. Klausi du fehlst mir bis an mein Lebensende!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nicht den Rasen gemäht. Morgens war es nebelig und irre schwül. Richtig komisch war das... ich konnte meinen Atem sehen, aber man schwitzte dermaßen, daß das T-Shirt naß wurde. Gegen Mittag war die Schwüle weg, aber dann bekam ich die Metalltür meiner Gartenlaube nicht auf, weil die sich - dank der Sonneneinstrahlung - derart ausdehnte. Die Tür bewies schon immer Charaktereigenschaften, das heute war jedoch die Spitze. Na egal... stattdessen habe ich mich mit dem Wildwuchs beschäftigt und bei Raissa zwei junge Pfirsichbäumchen abgeholt, die mir ihr Mann Andreas schenkte. Sie bereitete Pfannkuchen mit irgendwelchen, mir unbekannten, sauren lila Beeren zu und bot mir davon an. Die waren recht schmackhaft, ebenso ihre rote Johannisbeerlimonade. Meine andere Gartenfreundin wird wohl - ihrer Meinung nach - an ihrer Arbeitsstelle von einer Kollegin mit narzistischer Persönlichkeitsstörung gemobbt. Leider zeigt das Gift dieser Kollegin Wirkung. Meine geschätzte Gartenfreundin reagiert unangemessen und beginnt sich Sympathien nach und nach zu verscherzen. Wenn sie nicht etwas unternimmt, wird der Konflikt nicht nur an ihrer Arbeitsstelle eskalieren. Seelischer Druck kann nicht mittels Unbeteiligter kompensiert werden. Das zieht Kreise. Entsetzlich. Ich kenne das von klein auf. Wurde ich doch von einer Narzistin geboren und bekam deren Wesenszüge von der Stunde Null an zu spüren. Aber es ist ein riesiger Unterschied ob man als Neugeborenes, als wehrloses Kind, an so einen Menschen gerät und Jahrzehnte von der Person abhängig ist oder als längst erwachsene Frau, die dazu noch Pädagogik studiert hat und als solche tätig ist. Die Strohblumenpflanze ist eingegangen. Deshalb kaufte ich eine Staude Löwenmäulchen. Klaus du fehlst mir bis an mein Lebensende!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heut war ich nicht arbeiten. Dafür habe ich - bei der Schwüle - sechs Stunden lang versucht dem Wildwuchs im Garten Herr zu werden. Als ich das Gartentürchen aufschloß traf mich gleich zweimal der Schlag. Das Amselnest lag leer auf dem Boden. Von den Jungvögeln war nichts zu sehen und das nachdem sie mal eben vor zwei Wochen geschlüpft waren. Keine Ahnung was passiert ist. Dann mußte ich mit Entsetzen feststellen, das die wilden Gräser von Kniehöhe - innerhalb einer Woche! - auf Brusthöhe gewachsen sind. Wie beim Bambus... da kann man auch beim Wachsen zusehen! Morgen werde ich den Rasen mähen. Dazu war es heute zu feucht. Bis zehn Uhr hatten wir Dunst. Eben hatte ich mich aufs Ohr gelegt, da rief Monika an. Ich war so weggetreten im Schlaf, daß ich nicht wußte wer sie ist, welchen Wochentag wir haben und welche Uhrzeit. Irre viel Zeit brauchte ich um einen klaren Gedanken fassen zu können. Monikas Schwager ist heute - mit 65 Jahren - plötzlich verstorben. Der wollte eine Tour mit dem Auto unternehmen und ist auf dem Weg zu seinem Auto zusammengebrochen. Ein Nachbar sah das und rief den Notarzt, welcher nur noch den Tod des Schwagers feststellen konnte. Klausi... einen lieberen, wichtigeren und anständigeren Menschen als dich kann ich in diesem Leben nicht mehr verlieren. Du warst alles für mich.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Seufz... ich habe viel zu berichten. Ich muß das alles aber erst sacken lassen. Morgen werde ich den Rasen mähen, wenn das Wetter es zuläßt. Hoffentlich geht es meinem Amselpaar und den Kleinen gut. Ich mache mir schon Sorgen. Die letzten Tage wurde es gegen Abend wahnsinnig schwül. Meine gekochten grünen Bohnen sind im Topf innerhalb einen Tages schimmelig geworden. Igitt! Sprudel und ungespritzte Zitronen müßte ich fürs Wochenende kaufen. Meine Bronchitis flaut zum Glück langsam ab. Kein Tag vergeht an dem ich nicht von dir... von uns... spreche. So muß das auch sein, daß man mit Respekt, Liebe und Bewunderung von einander redet. Ich habe so viele Erinnerungen an unsere Zeit. Die alltäglichsten Dinge lassen mich innehalten und lächeln. Oft kullern auch Tränen. Das ist mir aber egal ob das jemand sieht.

Niemand hat Deine Fingerabdrücke.
Niemand hat Deine Stimme.
Niemand sagt so "Ich liebe Dich" wie Du,
niemand glaubt wie Du.
Niemand denkt so ans Sterben wie Du.
Niemand hat Deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück wie Du.
Niemand ist wie Du.
Niemand in Deinem Land,
auf Deinem Kontinent,
auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems,
in der Galaxie, die wir die Milchstraße nennen.
Niemand.
Weil Du einmalig bist.

(Ulrich Schaffer)

In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.06.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Als ich heute von der Arbeit nach Hause kam regnete es in Strömen. Die vor wenigen Wochen neu geteerte und mit mehr Abflüssen versehene Straße, stand wieder unter Wasser. Obwohl die Abflüsse tiefer lagen als zuvor. Die Autos pflügten da durch, als gäbe es kein Aquaplaning. Gut daß dort keine Leute gingen. Die hätte eine riesige Welle übergossen. An der Bushaltestelle - in der Nähe meiner Arbeitstelle - sah ich einen betrunkenen Mann sitzen. Den beobachtete ich schon oft. Ich glaube das ist ein Russe. Mittelgroß und spindeldürr. Immer wenn er total betrunken in den Bus einsteigt verliert er fast seine Hose, so dünn ist der. Heute saß er da... mit seiner angenuckelten Flasche Bier und weinte. Das ging mir richtig nahe. Noch nie konnte ich weinende Menschen sehen ohne mit ihnen zu fühlen. Wie meine Mutter es fertigbrachte mich immer wieder unglücklich zu machen und das regungslos mit anzusehen wird mir immer ein Rätsel bleiben. Die wollte als Jugendliche Kinderkrankenschwester werden. Zum Glück kam es nicht dazu. Die Kinder täten mir heute noch leid. Als ich als kleines Kind ins Krankenhaus kam war dort auch ein Besen von Frau. Eine Schwester Felicitas. Entsetzlich. Solchen Typen begegnet man wohl immer mal im Leben. Aber muß man denen begegnen wenn man klein, wehrlos und dazu noch von ihnen abhängig ist? Nun bin ich ganz alleine zwischen Habichten, Geiern, Haien und Monstern. Klaus du fehlst mir.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute hat meine Mutter Geburtstag. Warum auch immer sie mich nicht mochte und ihren Frust immer an mir ausließ... sie ist betagt geworden mit der Art und Weise, die sie an den Tag legte und noch legt. Meine Mutter ist eigentlich zu bedauern. Hat die jemals ein Hähnchen, das mit Margarine eingerieben war und mit Instandbrühe bestreut über einem improvisierten Grill gebrutzelt wurde, gegessen? Hat sie jemals in einem Fruchthaus in den Bergen des Penedes geschlafen und an einem brüllend heißen Tag nachts die herrlich frische kühle Pinienluft eingeatmet? Hat sie jemals den Duft der Zitronenblüten in sich eingesogen? Hat sie jemals im Frühjahr im Rifgebirge die Felder mit hellblauen Blumen gesehen... die wie hingestreutes Lidschattenpulver anmuteten? Sind jemals Schwalbenschwänze auf der Nektarsuche in der Thymianvegetation um sie herumgeflogen? Ist sie jemals von Möwen - an der neuseeländischen Küste - mit geschlossenen Muscheln fast beworfen worden? Genoß sie jemals eine Paella wie bei Filomena in Bonastre und Pulpitos wie bei Jeanette in Castelldefels? Und... und... und... Ich habe viele schöne Dinge mit dir erlebt und auch wenn ich, vor unserer gemeinsamen Zeit, alleine unterwegs war. Das Leben meiner Eltern war bestimmt nicht so harmonisch wie unseres war. Meine Mutter immer mit dem Spruch "ich mache mir nichts aus sechs". Peinlich. Sex meinte sie. Unglaublich darüber öffentlich zu reden, wo die doch konservativ und verstockt sind ohne Ende. Unglaublich. Ich habe mit der Familie abgeschlossen. Recht bekommt man bei einer Person mit einer narzistischen Persönlichkeitsstörung und ihrem aufgehetzten Anhang eh nie. Klaus du warst meine Familie und sonst niemand. Schade daß du nicht mehr am Leben bist. Werde dich vermissen solange ich lebe.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.05.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Tag wäre auch geschafft. Wahnsinnig schwül war es draußen, stintflutartige Regenfälle gingen nieder und werden es nachher wohl noch tun, so wie der Himmel aussieht. Im Büro war es so unangenehm feuchtwarm, daß mich ein paar Male der Sekundenschlaf übermannte. Mein Rheuma meldet sich auch auf unangenehme Art und Weise. Fast alle Gelenke schmerzen. Heute Morgen hatte ich so gut wie keine Stimme mehr, dank der Bronchitis. Die Unwetter, die anderenorts wüteten habe ich auch schon erlebt. Damals kam in die unterirdische S-Bahn Haltestelle das Wasser geschossen. Nur kniehoch aber mit einer wahnsinnigen Wucht. Ich war dort ganz alleine... kein Mensch sonst... mittags im Sommer, während eines Gewitters. Da kam Panik auf. Ich hatte irre Angst einen Stromschlag zu bekommen... bei all den Rolltreppen. Zum Glück fand ich einen Ausgang der seitlich lag und auf den nicht der Wind samt Regen einpeitschte. Allerdings war ich meine Schuhe los. Die waren weg. Das ist mir später noch einmal passiert, daß meine Schuhe weggerissen wurden. Und in Begues hatten wir auch Hochwasser... weißt du noch? Als der Hundewelpe, auf dem runden Wohnzimmertisch sitzend, mit der Flutwelle mitgerissen wurde. Kleine Bäche werden in den Bergen zu Strömen... urplötzlich. Zum Glück kam der Kleine total erschöpft und beleidigt abends wieder nach Hause gehumpelt. Wir befürchteten schon Chico nie wieder zu sehen. In Neuseeland habe ich einen Erdrutsch miterlebt. Nichts ging mehr. Die ums Leben gekommenen Menschen tun mir leid. Aber das ist wohl Schicksal. Seufz. Ich tue mich schwer damit, das hinzunehmen. Klaus du fehlst mir!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina


Gedenkseiten.de

Eine Kerze für Klaus

Am 06.09.2015 wurde diese virtuelle Gedenkkerze für Klaus auf Kerze-anzuenden.de entzündet und damit ein einzigartiges Online-Gedenken erstellt.

Die Kerze zum Gedenken an Klaus wurde 2.693 mal besucht. Es wurde bisher 1.057 mal Mitgefühl ausgedrückt. Gerne können auch Sie jetzt den Hinterbliebenen gegenüber Ihr Mitgefühl ausdrücken und einige Worte zum Verstorbenen oder ein Spruch/Gedicht verfassen. Nutzen Sie hierfür den Link "Mitgefühl verfassen". Diese Kerze erlischt nach zwei Wochen, Sie können die Gedenkkerze dann kostenfrei neu anzünden oder selbige in eine goldene Kerze umwandeln.

Diese Kerze brennt noch 5 Tage.