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Kerze 7

Eine Kerze für Klaus

Geboren in Gumbinnen
Gestorben am 26.08.2015 in Huelva, Spanien
Am 06.09.2015 um 20:28 Uhr
wurde von Tina eine Kerze entzündet.
Für meinen Klaus. Immer wird dein Platz in meinem Herzen und in meiner Seele bleiben.
Leider konnte ich dir nur einmal das Leben retten. Beim zweiten Mal hätte ich Unterstützung gebraucht, die mir versagt blieb. Alles Kämpfen war umsonst. Mögen die, die hätten helfen können und es nicht taten, noch lange leben um lange bitter bereuen zu können.
Wir werden uns wiedersehen. Grüß mir Onda, Astor, Branko, Mietze, J.B. I und II, Adolfo, Rudi und all die anderen. Mag Gott dir gnädig sein.
In ewiger Liebe Tina
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Tina am 06.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gleich gehe ich in den Garten. Den Blauregen werde ich verschenken. Zum Glück habe ich mich vorher im Internet darüber informiert. Das Pflänzchen wird gigantisch und sprengt Putz von der Wand wenn es zu nah an dieser gepflanzt wird. Außerdem muß es ein stabiles Rankgerüst haben sonst fällt das Gerüst unter dessen Gewicht zusammen. Ich verzichte auf solche Monsterpflanzen. Das fehlte mir noch... eine Pflanze die ich nicht mehr in den Griff bekomme! Ach ja... gewonnen habe ich! Eine Martinsgans. Nachher werde ich Dirk anrufen und ihn fragen ob wir sie zusammen braten sollten. Sonst muß ich das Gefrierfach abtauen und das Vieh darin einfrieren. Seufz. Du fehlst mir, Klaus. Wir hätten Spaß an der Gans gehabt. Schmalz hätten wir bereitet und den Braten mit Rotkohl und Klößen genossen. Nun bin ich damit allein und bin fast geneigt das Vieh an arme Leute - zum Beispiel Flüchtlinge - verschenken zu wollen. Aber wenn die ganz streng gläubig sind, dann essen die nur nach einem gewissen Ritus geschlachtete Tiere. In Spanien lernte ich Marokkaner kennen, die sich danach ernährten. Immer kommen mir Erinnerungen in den Sinn. Einmal habe ich mit einem Bekannten eine Gans zu Weihnachten braten wollen. Klaus... das war vor unserer Zeit zusammen. Der Bekannte und ich fuhren noch kurz weg um Wein einzukaufen, während seine Mutter die Gans vorbereitete und in den Ofen schob. Als ich das Tier begießen wollte dachte ich erschrocken mich träte ein Pferd. Die Gans lag in einem Gänsebräter und sah aus als ob sie vor ihrem Ableben auf eine Tretmine geraten war. Die Mutter meines Bekannten hatte die Gans ringsherum rautenförmig eingeschnitten - fast bis auf den Knochen - wie man es bei einer dicken Schwartenschicht samt Speck bei einem Schweinebraten macht. Allerdings auch da schneidet man nicht bis ins Fleisch und schon gar nicht bis auf den Knochen. Als die Gänsefragmente gar waren meckerte die Dilettantin vorwurfsvoll, daß sie noch nie eine so trockene und faserige Gans gegessen habe und gab mir indirekt die Schuld daran. Unglaublich. Bis an mein Lebensende wirst du mir unendlich fehlen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nun doch nicht im Garten weil es zu sehr regnete. Morgen werde ich das nachholen, obwohl morgen Sonntag ist, denn die geschenkten Pflanzen müssen dringend in die Erde. Das Treppenhaus habe ich heute wenigstens durchgefegt und die Wäsche mit Hilfe der Maschine gewaschen und anschließend aufgehangen. Eine Bewerbung habe ich online verschickt. Die dritte für diesen Monat. Ich denke nicht, daß ich im alten Jahr noch in Arbeit kommen werde. Trotzdem will ich nichts unversucht lassen. Nachher werde ich für morgen vorkochen. Das Wetter soll morgen nicht ganz so regnerisch sein, dafür aber kälter. Seufz. Klaus du fehlst. Egal was auch immer ich anstelle.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der heutige Tag war wiederum sehr mild und schön. Die Freitagmittagsandacht habe ich besucht und meine obligaten vier Kerzen entzündet. An einem Wochenmarktstand leistete ich mir einen Backfisch, den ich besser nicht hätte essen sollen. Seufz. Der tote Fisch reichte mir den ganzen Tag die Flosse. Wieder bin ich eine Erfahrung reicher. Morgen werde ich die geschenkten Pflanzen meines kirgisischen Gartenfreundes einpflanzen müssen bevor es draußen richtig kalt wird. Hoffentlich bleibt es morgen trocken, sonst gibt das eine Schlammschlacht. Klaus du fehlst mir in allen Lebenslagen. Manchmal ist das fast nicht auszuhalten.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deineTina
Tina am 03.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich endlich bei mildem und relativ schönem Wetter im Garten. Den riesigen Unkrautsack habe ich im Restmüllcontainer entsorgt. Ein deutscher Kirgise aus der Gartenanlage schenke mir zwei Ableger seines Blauregens und seiner roten Johannisbeeren. Ach ja... zwei Farne gab er mir auch noch. Das war ein nettes Gespräch, das ich am Gartenzaun führte. Der gute Mann hatte damals einen Hirninfarkt und war halbseitig gelähmt. Zum Glück kam er schnellstens in ärztliche Behandlung, so daß die Spätfolgen begrenzt und sogar behoben werden konnten. Heute merkt man nichts mehr von jeglicher Lähmung oder dergleichen. Ein Feuerchen habe ich im Ofen entfacht um Feuchtigkeit in meinem kleinen Steinhäuschen zu verhindern. Zur Not könnte man sogar darin auf 20qm und ausgebautem Dach mit 10qm leben, wenn es hart auf hart käme. Nur viermal haben wir dort zusammen übernachtet. Seufz. Nur Erinnerungen sind mir von den vielen Jahren mit dir geblieben.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ein erstaunlich schöner Novembertag. Meine Gartenfreundin rief eben an und frug mich was denn deine Lieblingsfarbe war, weil sie für dich Klaus eine Kerze anläßlich Allerseelen anzünden wolle. Blau war deine Farbe. "Azul" nannten dich die Spanier, wo du lebtest. Die Geste meiner Gartenfreundin finde ich rührend. Das Büschelschön macht sich noch immer schön in der Vase und duftet auch ein wenig. Damals haben wir das auch ausgesäht, als wir die Hundewelpen hatten. Die hatten allerdings keinen Sinn für die duftende Pracht und sind da durchgeprescht, daß davon nichts übrigblieb. Du riefst damals nur "die Hunde!". Das war eine irre Zeit. Mein schlauer Bruder hat die ganze Welt bereist, aber derartige Erlebnisse oder Erinnerungen kann der für kein Geld der Welt aufweisen. Klaus ich vermisse dich unendlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.11.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich mit meiner Bekannten auf dem Friedhof. Sie legte ein Gesteck auf das Urnengrab ihres verstorbenen Lebensgefährten und zündete zwei Grablichter an. Das dritte Grablicht zündete sie für dich Klaus an, da du in Spanien bliebst und hier leider kein Grab in Deutschland existiert. Unsere Kette mit dem ungewöhnlichen Anhänger, welchen wir am Strand fanden und von einem Juwelier, in Creixell, an eine Goldkette hängen ließen trug ich anläßlich deines Geburtstages bis heute. Nun habe ich die Kette wieder abgelegt. Mir kam in den Sinn was daraus werden wird wenn ich einmal nicht mehr sein sollte. Der Anhänger ist für die Nachwelt wertlos. Ein Teil einer Muschel in welchem sich ein weißer - vom Meer rundgeschliffener - Quarzstein befindet. Für mich bedeutet er alles. Du hast mir alles bedeutet. Nur du warst wichtig für mich... warst meine einzige Familie.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eigentlich wollte ich heute wahnsinnig viel tun. Seufz. Irgendwie geht es mir mental nicht gut. Beim Aufstehen merkte ich das bereits. Also bleibe ich bei dem tollen Wetter besser zu Hause, statt nun endlich Rasen zu mähen. Egal. Ich las in der Zeitung von einem Fall wo ein 82jähriger in einer Bankfiliale zusammenbrach und Kunden um ihn herum gingen oder über ihn stiegen, statt zu helfen. Nach 19 Minuten kam dann endlich jemand auf die Idee den Notarzt zu rufen. Nun regen sich alle entrüstet auf. Der alte Herr, der ein paar Überweisungen am Automaten tätigen wollte, war letztendlich im Bankgebäude verstorben. Wie ist es denn meinem sterbenden Vater ergangen? Der lag zu Hause im Bett und meine Mutter kümmerte sich nicht darum. Mein studierter Bruder, an dem ich mir immer ein Beispiel nehmen sollte und der nach Ansicht meiner Mutter und deren Umgebung - im Gegensatz zu mir - wohlgeraten ist, kam ebenfalls nicht auf die Idee während des 14tägigen Kranken- bzw. Sterbelagers meines Vaters einen Arzt hinzuzuziehen. Ich habe vom Ableben meines Vaters erst über einen Tag später erfahren. Auch wußte ich nichts vom Zustand meines Vaters. 550 km Entfernung sind nicht nur geographisch eine große Entfernung. Die Geschehnisse muß ich wiederum irgendwie verarbeiten. Klaus du fehlst mir entsetzlich!

Trauern ist wie ein großer Felsbrocken.
Wegrollen kann man ihn nicht.
Zuerst versucht man, nicht darunter zu ersticken.
Dann hackt man ihn Stück für Stück kleiner.
Den letzten Brocken steckt man sich in die
Hosentasche und trägt ihn ein Leben lang
mit sich herum.

(Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder geht ein recht schöner Oktobertag zu Ende. Der Flohmarkt war auch in Ordnung. Meine Bekannte "klöppelte" zu Mittag Kartoffelpuffer, die sehr gut schmeckten. Meine Großmutter und auch meine schreckliche Mutter bereiteten die Puffer anders zu. Egal. Hauptsache die schmecken. Die Uhrzeit habe ich eben umgestellt. Du hast mich all die Jahre daran erinnert. Heute ist es das zweite Mal seit du nicht mehr lebst. Dabei wird mir wohl jedes Mal das Herz schwer werden. Du fehlst mir unendlich! Im Vorgarten wachsen drei große Kolonien Schwefelköpfchen. Ich denke mal daß das die grünblättrigen und somit ungenießbaren bzw. giftigen Pilze sind. Weißt du noch wie ich damals auf dem winzigen Rasenstück, auf dem nur zwei Birken Platz hatten, an die vier Kilogramm Birkenröhrlinge erntete? Und das mitten in einer Großstadt, inmitten unseres Innenhofes... und das regelmäßig jedes Jahr. Mir sind nur noch Erinnerungen geblieben. Unglaublich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute herrschte morgens dicker Nebel. Gegen Mittag schien allerdings die Sonne. Ein herrlicher Oktobertag, mit wunderschöner Färbung des Laubes, geht nun seinem Ende zu. Der morgendliche Flohmarkt war klitzeklein und bot nicht wirklich etwas für meinen Bedarf. Vielleicht ist das bei dem morgigen besser. Egal was auch immer ich unternehme... es hilft nichts... du fehlst unbeschreiblich! Große Schwärme von Wildgänsen sah ich heute sehr hoch oben am Himmel. Das seltsame war, daß der riesige schnatternde Schwarm plötzlich kehrtmachte, im Kreis flog und dann wieder die bisherige Richtung aufnahm. Die V -Form war kurzzeitig zu einer m -Form geworden. Es sah aus wie der obere Teil eines Herzens. Weißt du noch wie wir seinerzeit die Wildgänse beobachteten? Oder die Störche in der Extremadura... die Ibisse in Andalusien... die Flamingos in der Camargue.... Niemals werde ich vergessen was war!

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

(Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 28.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute wäre dein Geburtstag gewesen. Das zweite Mal seit du nicht mehr bist. Ich habe diesen Tag so begangen, daß ich mittags in der Freitagsandacht war und anschließend mit meiner Freundin Essen ging. Meine obligaten vier Kerzen habe ich angezündet und für dich, uns alle, meinen Vater, alle Tiere und Pflanzen gebetet. Einen schönen Blumenstrauß haben meine Freundin und ich nach dem Essen auf einem Feld gepflückt. Zur Gründüngung war dort lila blühendes Büschelschön angepflanzt. Unterbrochen wurde der fliederfarbene Farbenrausch durch kleine, niedrig wachsene gelbe Sonnenblumen. Sicher hätte dir dieser ausgesprochen schöne Blumenstrauß gefallen. Ich habe ihn dir hingestellt. Du wirst mir mein restliches Leben jede Sekunde fehlen!

Die, die wir lieben,
gehören uns nicht.
Wann sie gehen,
entscheiden wir nicht.
Es sind die Lebenden,
die den Toten die Augen schließen.
Es sind die Toten,
die den Lebenden die Augen öffnen.

(Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ein schöner Tag; mild, trocken und sogar sonnig. Ich hatte jedoch keine Lust im Garten zu malochen und habe mit meiner Freundin den wunderschön herbstlich gefärbten Oktobertag genossen. Morgen wäre dein Geburtstag. Seufz. Ich vermisse dich. Ganz egal wieviel Zeit auch immer vergehen wird!

Du bist ein Schatten am Tage
und in der Nacht ein Licht.
Du lebst in meiner Klage
und stirbst im Herzen nicht.
Wo ich auch nach dir frage,
finde ich von dir Bericht.
Wo ich mein Zelt aufschlage,
da wohnst Du bei mir dicht.

(Friedrich Rückert)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich mich in den Garten gezwungen. Mit dem Rasenmähen war es nichts, da zu naß. Einen riesigen Sack Wildwuchs, Baum- und Rosenschnitt habe ich dennoch produziert. Vielleicht werde ich das Rasenmähen morgen nachholen. Wespen und Stechmücken waren noch unterwegs. Ich denke daß es hier keinen strengen Winter geben wird, weil die Marienkäferinvasion bislang ausgeblieben ist. Die Tierchen wissen lange vorher was läuft. Das haben die gefleckten Insekten schon bewiesen, als die Käfer zu Hunderten in den Ecken meiner Gartenlaube kuschelten. Der Winter, der daraufhin folgte, war schneereich von Silvester bis Ostern und ungewöhnlich kalt. Freitag hättest du Geburtstag. Der zweite an dem du nicht mehr lebst. Ich habe mir vorgenommen zur Andacht und dann Essen zu gehen. Meine gute Bekannte hat mir versprochen mich dabei zu begleiten. Schmerzlich dir nichts Gutes mehr tun zu können. Klaus du fehlst mir wahnsinnig!
Tina am 25.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute blieb ich den ganzen Tag zu Hause, wenn man von dem kurzen Gang zu den Mülltonnen absieht. Das Wetter war auch nicht dazu angetan große Touren zu unternehmen. Meine Bewerbungen haben wenigstens zu einer Reaktion geführt! Ich hatte per Telefon ein Bewerbungsgespräch vorab. Ob es für mich eine zweite Runde diesbezüglich gibt werde ich am Freitag erfahren. Also übe ich mich zwischenzeitlich in Geduld. Es bleibt mir auch nichts Anderes übrig. Dirk ist wieder einmal brummelig. Er sieht wieder einmal schwarz für seine Zukunft. Spätestens wenn man mit ihm gesprochen hat bekommt man Depressionen. Klaus du fehlst mir unendlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin!
Reichlich kühl ist es heute bei bedecktem Himmel. Den Kirmesbummel haben mein Bekannter und ich abgesagt. Heute wäre ohnehin der letzte Tag gewesen. Berni meldet sich nicht. Auch gut. Dann hat sich diese Aktion wohl für immer erledigt. Beim Zahnarzt habe ich - zum Glück - noch einen Kontrolltermin vor Weihnachten bekommen. Ich habe das nicht gerne, wenn die Praxis zwei Wochen zu ist. Habe früher oft zu den Feiertagen Probleme gehabt. Klausi das ist dann das zweite Weihnachtsfest ohne dich und das erste an dem mein Vater nicht mehr lebt. So vergeht die Zeit. Gerade lese ich dein Lieblingsbuch "Aus dem Nichts ein neues Leben". Gerne hätte ich dir das geschenkt. Nun lese ich es in deinem Sinne. Du fehlst mir unendlich.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen war es wahnsinnig nebelig. Der Brite würde wohl in diesem Falle von pea soup (Erbsensuppe) reden. Allerdings war der Nebel witterungsbedingt und nicht Folge von Smog. Über den Flohmarkt bin ich heute Morgen dennoch kurz gegangen. Meine Bekannte servierte zu Mittag Aal-Rauch-Matjes mit Kartoffelsalat. Klasse. Wahrscheinlich wird kommenden Mittwoch gutes Wetter werden, so daß ich endlich - zum letzten Mal für dieses Jahr - den Rasen mähen werde. Ohnehin ist noch genug im Garten zu tun. Heute Morgen träumte ich sehr intensiv von dir Klaus. Du hattest Atemprobleme und warst am Sterben. Ich konnte dich noch ein letztes Mal in den Arm nehmen, was in der Wirklichkeit leider nicht der Fall war. Ich brauchte eine ganze Weile "um die Kurve zu kriegen". Immer wünsche ich mir wenigstens von dir zu träumen, aber dieser Traum hat mich mental umgehauen. Klaus du fehlst mir zeitlebens.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich mich nach draußen gezwungen um ein Retoure Paket mit Kleidung an das Versandhaus aufzugeben, bei welchem ich die Bekleidung seinerzeit online bestellte. Leider zwingt mich meine Platzangst dazu den größten Teil meiner Kleidung online zu erwerben. In Kaufhäusern bekomme ich nach wenigen Minuten Schweißausbrüche wie während eines Saunabesuches. Hier ist das Wetter kühl und regnerisch. Folglich meldet sich mein Rheuma mit Schmerzen in den Fersen, so daß ein normales Gehen schlecht möglich ist und es nur eine abgespeckte Version meiner Vorhaben gab. Klaus du fehlst mir unendlich!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich mir die besagte und angekündigte "Überdosis Heringsstipp reingezogen". Klasse. Sieben Vermittlungsvorschläge bekam ich als Hausaufgabe von meiner Sachbearbeiterin in die Hand gedrückt bekommen. Um acht Uhr morgens lautete die "Einladung". Um die Uhrzeit war ich auch dort. Nur meine Sachbearbeiterin lehnte lässig - bei offener Bürotür und in aller Seelenruhe, mit einer Tasse Kaffee in der Hand - am Türpfosten eines zwei Türen weiter entfernten Büros und unterhielt sich mit ihrer Kollegen bis ca. 8 Uhr 30. Klasse. So macht man das. Komischerweise teilte eine andere Kollegin deren Arbeitsmoral nicht und nahm eine später aufkreuzende Arbeitssuchende, mit Migrationshintergrund, sofort mit in ihr Büro. Das gibt Sinn. Irgendwie fühlt man sich als "Ureinwohner" diskriminiert. Diesbezüglich habe ich ohnehin schon schreckliche Erfahrungen gemacht, denke ich nur an das deutsche Konsulat in Spanien, als ich deren Hilfe benötigt hätte. "Das kann man dem deutschen Steuerzahler nicht zumuten" hieß es da nur. Niemals werde ich vergessen was sich dort abgespielt hat. Du Klaus und auch ich waren die Leidtragenden. Unglaublich. Klaus du fehlst mir! Immer wird dieser unsagbare Schmerz in meinem Herzen sein.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 20.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Beim Spezialisten wir ich heute. Ergebnis: das war zum zweiten Mal nicht der Richtige. Also wieder hin zum Hausarzt und eine andere Einweisung geholt, da es auf dem Gebiet keine niedergelassenen Ärzte gibt. Klasse. Ansonsten? Eine E-mail kam auf meine Bewerbungen hin in mein Postfach geflattert. Man bittet um einen Termin um vorab telefonisch ein Interview mit dem Bewerber - in dem Falle meine Wenigkeit - führen zu können. Wieso das als Datentypistin von Belang ist weiß ich nicht. Die fetten Jahre sind vorbei. Das habe ich geschluckt. Aber muß ich mich zum Affen machen für so einen lausigen Job?! Einen tollen kalten Molkedrink mit Schwarzjohannisbeersaft habe ich heute in mich hineingestürzt. Leider wirkt das wie Abflußfrei bei mir. Also habe ich doch eine Laktoseintoleranz. Klaus du siehst... das Leben geht weiter. Du fehlst mir mit jedem meiner Atemzüge.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Seit gestern Abend regnet es endlich nennenswert, nachdem es zwei Monate so gut wie gar nicht geregnet hat! Gestern Abend sprach ich drei Stunden lang mit Dirk, nachdem ich Tags zuvor abends... währenddessen - mit dem Hörer in der Hand - einschlief. Peinlich. Die Beschäftigung mit Berni ist ziemlich ermüdend. Klaus du fehlst mir so sehr! Oft denke ich an Bollullos und höre des morgens die Hähne krähen, die Geräusche der Straße, wenn die Leute vorübergehen, Kinder jolend einem Ball nachrennen und das Zuschlagen von Autotüren. Die kleinen Fuhrwerke mit einem Esel vornean werde ich auch niemals vergessen. Ob der alte Mann noch immer bei Sonnenschein seinen wackeligen Stuhl vor die Tür stellt um in aller Seelenruhe sein Bocadillo zu mümmeln und die Leute zu beobachten, die ihrer Beschäftigung nachgehen? Ob der rothaarige Antonio in der Werkstatt sich noch an dich und unser Auto erinnert? Werden die verwaisten Rebstöcke wieder viele kleine, weiße, zuckersüße Trauben tragen? Tragen die verwilderten Zitronen- und Orangenbäume auch dieses Jahr leuchtende Früchte, die man schon von Weitem trotz des hochgewachsenen Wildwuchses ausmachen kann? Liegt Rudis kleiner Bruder noch immer unter dem großen Olivenbaum in der Kurve begraben? Leben die ausgesetzten Hunde noch immer, mit denen wir uns anfreundeten und die uns bisweilen auf unseren kleinen Wanderungen begleiteten? Besonders fiel uns ein kleiner gefleckter Rüde auf, der dir die Pfote gab und eine Zeit lang auf seinen Hinterbeinen neben dir her lief. Unser kleiner Freund hatte wohl noch viele Wurfgeschwister, die genauso gefleckt waren. Nie mehr werde ich dorthin kommen! Nie mehr werde ich mit dir pan con tomate genießen können. Nie mehr kann ich dich mit selbst gekochter Marmelade erfreuen können. Nie mehr werde ich für dich kochen können. Nie mehr werde ich Aioli für unsere Kartoffeln rühren können. Nie mehr werde ich deine Stimme hören. Nie mehr kann ich dich um Rat fragen. Dieses "nie mehr" zermürbt mich und läßt mich immer wieder laut aufschluchzen.
In unendlicher Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 18.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Zum Garten war ich nun doch nicht. Trotz guten Wetters habe ich Kreuzschmerzen und zusätzliche Probleme mit dem Fersensporn. Klasse. Mir geht es mental nicht gerade berauschend. In ein paar Tagen hättest du Geburtstag. Das zweite Mal an dem du bereits nicht mehr lebst. Freitag gehe ich zum Heringsstippessen und an deinem Geburtstag werde ich alleine Essen gehen. Das ist alles so fürchterlich traurig daß es mich im Moment förmlich lähmt. Tagsüber funktioniere ich meistens, aber wehe wenn ich wieder alleine bin. Mit der Arbeitslosigkeit hadere ich ebenfalls. Das Ableben meines Vater beschäftigt mich auch. All das prasselte in gut einem Jahr auf mich ein. Mental fühle ich mich total ausgelaugt.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die gestrige Nacht nahm noch eine unverhoffte Wendung. Mit Magengrimmen bin ich zu Bett gegangen. Ob es der Stachelbeerkuchen der katholischen Gemeinde war oder ein Virus oder sonst etwas... ich weiß es nicht. Mir war jedenfalls so schlecht, daß ich mit dem Schlimmsten rechnete und mir vorstellte "wie ich mir das Essen noch einmal durch meinen Kopf gehen lasse". So weit kam es nicht. Meine Bekannte hatte wohl die gleichen Symptome zu ertragen. Aus diesem Grunde lasse ich es heute langsam angehen. Klaus du fehlst mir so schrecklich. Wenn ich lese wie die Kinder früher auf der Straße spielten. Du konntest auch Geschichten darüber erzählen. Ich hingegen kann da nicht mithalten. Wir lebten in einer Sackgasse. Es gab vor dem Haus keine Spielmöglichkeiten. Ein Spielplatz befand sich ca. 10 Gehminuten von dem Haus, in welchem ich im 5. Stock aufwuchs, entfernt. Mein Bruder mit seiner Überbegabung war kein Spielkamerad. Der meinte nur "stör mich nicht. Ich muß überlegen." Meist ritzte der Schaltbilder in den Sand, wenn wir mal auf dem Spielplatz waren. Daran sollte ich mir immer ein Beispiel nehmen und so werden wie er. Es war und ist zum Heulen. Du hattest richtige Geschichten zu erzählen wie normal aufwachsende Kinder sie eben erlebt haben und später erzählen können.

Als der Regenbogen verblasste, da kam der Albatros; und er trug mich mit sanften Schwingen weit über die sieben Weltmeere. Behutsam setzte er mich an den Rand des Lichtes. Ich trat hinein und ich fühlte mich geborgen. Ich habe euch nicht verlassen, ich bin euch nur ein Stück voraus. (Verfasser unbekannt)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ein herrlich sonniger und milder Tag. Allerdings flogen Heerscharen von Wespen und Marienkäfern durch die Gegend. Morgens bin ich mit einer Gartenfreundin zur Gartenversammlung gefahren. Anschließend wurden dort Würste gebraten und Pommes frites gereicht. Nachmittags bin ich mit meiner Bekannten in die Kirchengemeinde zum Kaffeetrinken und Kuchenessen gegangen. Anschließend haben wir bis in den Abend hinein Karten gespielt. So war der ganze Tag mit Aktivitäten vollgestopft. Morgen begleite ich einen Bekannten zum Friedhof um die Gräber ein wenig zu richten. Zuvor muß ich bei meinem Hausarzt eine Einweisung ins Krankenhaus holen, wegen einer ambulanten Spezialuntersuchung. Klaus du fehlst, egal was auch immer ich anstelle, was auch immer ich erlebe. Es taugt alles nichts ohne dich!
Tina am 15.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Tja.. der Jackpot ging nicht an mich. Warum denn auch?! Ich habe mein Ein- und Auskommen im Überfluß so daß ich vom Amt leben muß. Das gibt alles Sinn. Bin zu jung für die eigene Rente und zu alt auf dem Arbeitsmarkt. So etwas wird dann äußerst fair und selbstgerecht als "Bodensatz" bezeichnet. Eine Ausgleichsabgabe vergleichbar mit jener für Behinderte wäre indiziert. Am besten man hebt die erforderlichen Beträge spürbar an. Nur so kann man der Diskriminierung Herr werden, wenn es ans Geld geht und schmerzt. Was nutzen mir zwei erlernte Berufe und Dreisprachigkeit? Nichts! Zum Glück herrscht heute Sprühregen draußen, daß ich mich ohne schlechtes Gewissen zu haben in meiner Wohnung verkriechen kann. Mental wäre mir nicht danach gewesen raus zu gehen. Heute ist wieder so ein nachdenklicher und trauriger Tag. Die Geschichte mit meinem verstorbenen Vater geht mir nicht aus dem Sinn. Klausi du fehlst mir! Vorhin dachte ich an unsere Katzen und Hunde. Uns genügte dieses Leben mit unseren Lieblingen, dem Wohnmobil und der Natur. Ob die Pilze nun endlich rauskommen? Die lauern nur mit ihren Myzel um bei genügend Feuchtigkeit über Nacht plötzlich aus der Erde zu wachsen. Astor verbellte die Schopftintenlinge die plötzlich die grüne Wiese zierten und nachts zuvor noch nicht vorhanden waren. Die neuen Bewohner der Hausmeisterwohnung der Schule wurden ebenfalls angekreischt, weil monatelang niemand dort wohnte und dann Menschen die Räumlichkeiten bewohnten. Astor verbellte auch die Hausbewohner des Nachbarhauses, die es wagten im zweiten Stock aus dem Fenster zu sehen. Das waren alles Klasse Hunde. Onda, die heiß auf Spekulatius war, Branko der im Meer Kataloniens so weit raus schwamm, daß wir ihn schon als umgekommen wähnten. Der tauchte sogar im Meer. Astor, der in der Champagne Forellen fangen wollte und sich unbewerglich, mit offenem Maul, ins fließende Wasser stellte. Alle unsere Hunde sprangen in den Bergen Kataloniens auf Steinmauern um Feigen und Kirschen zu pflücken. Wie ist die Zeit so schnell verflogen. Die Erinnerungen nimmt mir keiner mehr. Nur du fehlst Klaus! Dieser Verlust schmerzt wahnsinnig.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich beim HNO-Arzt. Nach zwei Jahren ist nun klar daß sich mein linkes Gleichgewichtsorgan nicht mehr erholen wird. Das bleibt ein Totalausfall desselben, der leider vom Versorgungsamt noch immer mit "Schwindel" abgetan wird. Klasse. Aber da ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Morgen werde ich wohl in den Garten strolchen und endlich den Rasen mähen oder den Hibiskus schneiden... Die nächste Woche ist auch voller Termine. Dann bliebe keine Zeit dafür. Also muß ich morgen ran. Es hilft alles nichts. Nächsten Freitag gibt es wieder Heringsstipp. Damit werde ich mich wieder belohnen. So hangel ich mich von Tag zu Tag, Woche zu Woche... Monat zu Monat. Seufz. Klaus du fehlst mir mehr denn je!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen habe ich vor dem Frühstück das Treppenhaus geputzt, die dunkle Wäsche in die Maschine gestopft und den Müll entsorgt. Den Tatendrang mußte ich ausnutzen. Zum Arzt war ich außerdem. Zum Glück, denn der hält die Therapievorschläge seines Kollegen für Humbug. Gut daß ich das Problem ansprach. Morgen früh muß ich wiederum zu einem anderen Arzt. Allmählich werde ich von der täglichen Herumrennerei müde. Es gibt keinen Tag an dem ich einma,l unter der Woche, zu Hause bleiben kann. Der Garten wird dadurch auch vernachlässigt. Seufz tief. Wenigstens soll es die nächsten Tage - laut Wettervorhersage - bis zu +18°C warm werden. Eventuell werde ich den Rasen noch einmal mähen. Es gibt noch jede Menge im Garten zu tun. Klaus du fehlst mir so schrecklich. Mit dir hätte ich sogar die nebeligen Tage toll gefunden.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Diese Nacht wird wohl wieder ziemlich kalt werden. Das Leben ist ohnehin sehr kalt ohne dich geworden. Kalt war mein Leben immer bevor ich dich traf. Meine Mutter, die Psychopathin, hat mir nie das Gefühl des Willkommenseins oder Nestwärme vermittelt. Geduldet war ich allenfalls. Ich weiß nun - nach Jahrzehnten - daß ich loslassen muß und nicht auf Erklärungen, Entschuldigungen, Gerechtigkeit und Rehabilitation hoffen kann. Ein Psychopath hat kein Gewissen... keine Gefühle. Das Ableben meines Vaters hat alle Zweifel diesbezüglich beseitigt. Es gehört schon eine gehörige Portion Kaltblütigkeit dazu den eigenen Ehemann im eigenen Bett verrecken zu lassen ohne einen Arzt während des zweiwöchigen Sterbens hinzuzuziehen. Angeblich wäre der Hausarzt im Urlaub gewesen. Alle vier Stunden sah meine Mutter nach meinem Vater und tätschelte seine Wange. Anschließend zog sie sich zurück um Kaffee zu trinken und Kreuzworträtsel zu lösen. Tja... und dann war die Wange meines Vaters kalt. Mein Bruder wurde angerufen, der weise riet 112 zu rufen. Klasse. Ich erfuhr vom Ableben meines Vaters - durch einen Anruf meines Bruders - gnädigerweise über einen Tag später. Von der Bettlägerigkeit und dergleichen wußte ich gar nichts. Ich wäre mit meinen letzten Groschen dorthingedüst, hätte einen Arzt alarmiert und für einen Pflegedienst gesorgt, weil mein Vater nicht ins Krankenhaus wollte, wie mir mein Bruder bestätigte. Seufz. Nun hat mein Vater auf seine letzten Stunden hin erst erkannt wen er geheiratet hat und mit wem er sein Leben verschwendet hat. Bitter. Zur Beerdigung war meine Anwesenheit nicht eingeplant. Das merkte ich an der Reaktion der Frau, die mich dereinst gebar, am Telefon. Klar. Ich hätte sie Lügen gestraft, weil die ganze verlogene Gesellschaft schon Wetten auf mein Erscheinen bzw. Fernbleiben abgeschlossen hatte. Auf die Bemerkung hin, daß sich mein Vater mit den Abbauprodukten in seinem Körper zusätzlich vergiftet haben könnte, weil er einen künstlichen Darmausgang hatte, der alle zwei Tage hätte gespült werden müssen... meinte meine angesehene Mutter "der wäre so wie so gestorben. Die Matratze haben wir schon umgedreht. Die können wir nun auf den Sperrmüll werfen." Das war alles an Mitgefühl. Geweint hat sie keine Spur. Als Einzige genehmigte sie sich nach dem Leichenschmaus einen Eiskaffee. Mir fehlen die Worte. Ich muß lernen auch damit umzugehen. Immer stand ich alleine gegen meine Mutter. Um meinen Vater tut es mir unendlich leid. Die Frau meines Vaters warf mir immer vor, daß ich ihr das Leben mit meinem Vater und dessen Mutter zusammen, zur Hölle gemacht hätte. Ihre Schwiegermutter ist schon lange nicht mehr. Seit 11.09.2016 ist mein Vater nun auch nicht mehr. Jetzt fehle nur noch ich, damit ihr verdammtes Leben wieder schön ist. Da kann man nur noch ausspucken. Klaus du fehlst so unbeschreiblich!
In unendlicher Trauer und ewiger Liebe
deine Tina
Tina am 11.10.2016Eintrag melden
Guten Abend Klaus!
Heute habe ich das erste Mal, seit der letzten Heizperiode, die Heizung angedreht. Das war mir dann doch zu kalt. Gerade höre ich Disturbed mit dem Titel "The Sound Of Silence". Klasse. So gefällt mir das besser als die Urversion von Simon & Garfunkel. Das Fußballspiel Irland : Deutschland läuft nebenher. Du fehlst dennoch. Egal was ich anstelle. Es läuft am Ende immer darauf hinaus. Im Krankenhaus war ich heute beim falschen Arzt für mein Problem. Der war zwar super nett und hilfsbereit, aber eben nicht der richtige. Für nächste Woche habe ich bei dem hoffentlich richtigen Mediziner einen Termin bekommen. Anfang der Woche muß ich dafür eine neue Einweisung bei meinem Hausarzt holen. Morgen bin ich auch wieder unterwegs. Irgendwie ermüdet mich die Herumrennerei. Du fehlst unendlich.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder ist ein schöner Herbsttag zu Ende. Von den gestrigen Pommes frites, die auf dem Flohmarkt verkauft wurden bekamen meine Bekannte und ich Durchfall. So war die gestrige Nacht alles andere als erholsam und von Magen- und Darmkrämpfen begleitet. Wer weiß was für ein Gift oder Bakterienstamm in dem Imbiss war. Igitt! Morgen muß ich ins Krankenhaus wegen meiner OP vor sieben Jahren. Nun habe ich einen Lymphstau. Klasse. Ich lasse dort nur die Diagnostik vornehmen, denn damals bin ich vor und nach der OP mit Mega Fehldiagnosen a la "rechnen sie mit dem Schlimmsten" "80% Krebs" "kein Krebs aber ein Lymphom oder Leukämie" konfrontiert worden. Am Ende war niemand von den "Fachleuten" zu sprechen und die Diagnose nicht gestellt worden. Das Präperat der Größe von 4,5 cm x 2,5 cm (die andere Kantenlänge weiß ich nicht, da der Arzt der operierte, trotz vorheriger Terminabsprache, ob der Fehldiagnose nicht zu sprechen war und die Vertretung ihr Wissen den Unterlagen mühsam entnehmen mußte....) wurde durch ganz Deutschland geschickt und in einem Tropeninstitut in Schleswig-Holstein fand man endlich die Ursache meiner Symptome. Seufz. Schwerkrank war ich dennoch, aber eben nicht so wie die "Halbgötter in Weiß" diagnostizierten nach der ihrer Inaugenscheinnahme. Seufz tief. Klausi du fehlst mir so unglaublich!
Tina am 09.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder geht ein milder Oktobertag seinem Ende zu. Die Flohmarkttour war anstrengend aber in Ordnung. Eine Gartenfreundin samt Ehemann traf ich überraschenderweise auf dem ersten Flohmarkt. Wegen des Wetterumschwunges schmerzt mein Rücken, aber das kenne ich nicht anders. Irgendwie bin ich im Moment mental ausgelaugt. Klausi du fehlst mir unbeschreiblich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist Fußball angesagt... morgen Flohmarkt. Morgens war ich für etwa zwei Stunden im Garten um den riesigen Grünschnittsack zu entsorgen und meinen Pflichtstunden im Schrebergarten nachzukommen. Nächste Woche ist dort Versammlung. Ich dachte das wäre morgen. Auch gut. Von der gestrigen Aktion bin ich ein wenig kreuzlahm, deshalb habe ich das herrlich sonnige Wetter nicht weiter nutzen können um den zweiten Hibiskus zu beschneiden. Nun hoffe ich daß es noch lange so mild bleiben möge. Kommende Woche habe ich jeden Tag einen Termin wahrzunehmen. Welch Graus! Meine Stellensuche gestaltet sich schwierig, da die Lage stagniert. Die Rasenflächen sehen hier, wegen des anhaltenden Wassermangels, so ausgedörrt aus wie seinerzeit im Süden als wir mit dem Wohnmobil unterwegs waren. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich! Wärest du hier dann wäre mein Leben nicht grau in grau und so unendlich leer.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich auf dem Markt zwei Schalen von den letzten deutschen Erdbeeren diesen Jahres erstanden. Im Bus mutierte die Hälfte des Kaufes, durch plötzlich starkes Abbremsen, zu einem Smoothie. Tolle Wurst! Mariusz hat vor seinen Proberaum zu verlegen. Eine klasse Mitteilung. Black Friday. Egal. Ich habe schon schlimmere Tage überstehen müssen. Das ist ein Mückenschiß dagegen. Wenigstens habe ich drei Stunden im Garten gewühlt. Der riesige Hibiskusbusch ist geschnitten. Den anderen werde ich mir dieser Tage vornehmen. Die eine Seite des Zaunes ist weitestgehend in Ordnung, was das Wuchern der Sträucher wie zum Beispiel des Pfaffenhütchens betrifft. Durch die anhaltende Trockenheit ist mir leider der Sanddorn eingegangen. Den hatte ich im Frühjahr neu gepflanzt... ebenso erging es der Felsenbirne. Schade. Ein paar kleine ca. 1,20m hohe Lebensbäume, die als Sichtschutz dienten, haben diesen Sommer wohl auch nicht überlebt. Seufz. Ich weiß noch nicht ob ich dieses Jahr noch einmal den Rasen mähen sollte. Nächste Woche werde ich dazu keine Zeit haben. Die heutige Andacht in der Marktkirche gefiel mir nicht so wie es stets der Fall bei dem jungen Pfarrer mit der samtigen Stimme ist. Die Pfarrerin sprach die Besucher nicht direkt an und spulte ihre Andacht herunter. Bedauerlich. Vier Kerzen entzünde ich nun, da mein Vater hinzugekommen ist. Klaus du fehlst mir. Nichts und niemand kann diesen Verlust jemals kompensieren!

Du bist
aus meinem Leben nicht wegzunehmen,
wirst bei mir sein, irgendwie,
abwesend anwesend,
fern und nah zugleich,
und mir die Kraft geben,
die ich finden muss,
um weiterzuleben.
Adieu

(Jochen Jülicher)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Es wird herbstlich draußen. Mir war so kalt daß ich eine warme Wolljacke anzog um meinen Akupukturtermin wahrnehmen zu können. Das kann ja heiter werden wenn das so bleibt. Obwohl hierzulande klirrend kalte Winter eher unwahrscheinlich sind... anders als dort wo ich geboren wurde und anders als dort wo ich gezwungen wurde aufzuwachsen. Von der gestrigen Fensterputzaktion bei meinem Bekannten schmerzte mir die rechte Schulter bis heute Mittag. Kein Wunder. Als ich mit der Aktion fertig war kam der gute Mann auf die Idee die Scharniere der Fenster mit einer Sprühflasche ölen zu müssen. Ergebnis: feine Ölfilme auf den frisch geputzten Fenstern. Also... Kommando zurück und noch einmal geputzt. Tolle Nummer! Wie in einer Komödie. Ich bekam einen meiner berühmt berüchtigten Lachanfälle. Der Arm, in welchen gegen Grippe geimpft wurde, schmerzt zudem immer noch. Toll wenn der Schmerz nachläßt. Seufz tief. Klaus du fehlst mir! Dein Verlust ist der schlimmste Schmerz, der niemals aufhören wird!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war wiederum ein sonniger und regenfreier Tag. Allerdings war es draußen kühler geworden und der Wind machte den Aufenthalt an der frischen Luft ziemlich herbstlich. Wildgänse sammeln sich mittlerweile zu Hunderten, um wie jedes Jahr bei uns zu überwintern. Brombeeren, Kornelkirschen und Schlehen sind dieses Jahr am Strauch oder Baum - wegen Wassermangels - vertrocknet. Klaus du fehlst mir. Auf fast alles kann ich verzichten... aber auf dich... das fällt mir bis an mein Lebensende schwer. Immer spreche ich voller Stolz und Trauer von dir. So einen Menschen trifft man wohl nur sehr selten auf der Welt. Ich hatte das Glück ein Stück meines Lebens mir dir gehen zu dürfen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 04.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich mich gegen Grippe impfen lassen. Die Impfung hat erstaunlicherweise ziemlch geschmerzt was daran lag, daß die Krankenkassen sich wohl auf Chargen mit vormontierten Spritzen samt Impfstoff, welche mit dickeren Kanülen bestückt sind, entschieden haben. Die Kanülen waren früher dünner und besaßen eine schärfere Spitze. Weil die dickeren und stumpferen Kanülen billiger sind hat man sich dafür entschieden. Klasse so weit sind wir schon, daß wir aus Kostengründen eine Pferde- oder Elefantenspritze in den Balg gejagt bekommen! Ich habe mir die Chargen angesehen um zu vergleichen ob es - nach dem indischen Kastensystem - andere Ausführungen - je nach Krankenkassenzugehörigkeit gäbe. Dem war glücklicherweise nicht so. Das waren "alles Instrumente um Pferde und Elefanten zu behandeln". Ansonsten war der heutige Tag zwar windig aber sonnig, bisweilen wolkig aber ohne nennenswerten Niederschlag. Auf meine Bewerbungen habe ich bislang keine Resonanz erfahren; trotzdem lasse ich mich nicht entmutigen. Klaus du fehlst! Ich werde dich bis zu meinem Lebensende vermissen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist Tag der deutschen Einheit. Der zweite Feiertag dieser Art, der ohne dich begangen wird. Gestern war ich aus Langeweile im Chat. Oh welch Graus! Alles meldet sich nur nichts Vernünftiges. Ein devoter Diener der sich um 90° bücken will, damit ich meine Handtasche auf seinem Rücken abstellen kann, wenn ich etwas in der Tasche suche. Klasse. Das braucht die Welt! Dann die üblichen dusseligen Fragen was der Mann im Bett nicht darf zum Beispiel. Ich schrieb schnarchen. Grins. Daraufhin wurde Mann deutlicher. Nein danke! Die Bekloppten sterben niemals aus. Hab mich umgehend wieder abgemeldet in diesem Chat. Ich dachte, in meiner wohl kindlichen Einfalt, daß sich auch mal "Normalos" melden würden. Schade. Alles wird mißbraucht und verdirbt am Ende. Das ist in allen Lebensbereichen so. Klaus du fehlst. Wir wären heute zusammen in die Natur gefahren und hätten die letzten warmen Sonnenstrahlen diesen Jahres genossen. Kleine Dinge waren uns schon genug - haben Bienen und Hummeln beim Nektarsammeln beobachtet, Libellen bewundert, Pilze gesammelt, Schlehen und Sanddorn geerntet, Marmelade und Gelee gekocht... seufz. Das ist alles Vergangenheit. Der Verlust lastet auf meiner Seele wie ein Hinkelstein.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Es sieht nach Regen oder einem Gewitter aus; noch scheint die Sonne. Windig ist es schon den ganzen Tag. Im Vorgarten habe ich eine der letzten Teerosen abgeschnitten und dir zum Foto in die Vase gestellt. Die dunkle Wäsche dreht im Keller gelangweilt ihre Runden. Seufz tief. Klaus du fehlst mir. Gestern sah ich mir im Internet Immobilien in Frankreich und Spanien an. Nur so zum Spaß. Dann kam wieder diese entsetzliche Erkenntnis über mich, daß nichts ohne dich Spaß macht. Nicht einmal das Träumen. Tottraurig ließ ich davon ab und ging zu Bett. Dich kann ohnehin nichts und niemand jemals ersetzen. Mein Ex-Nachbar hat sich von seiner "Flamme" - jene die aussah wie die Mutter von Camilla Parker Bowles und mit der er Hand in Hand über den Flohmarkt lustwandelte - getrennt. Nun hat er zwei Frauen aus der Zeitung oder war es das Internet? am Start. Der wird wohl immer ein Liebeskasper bleiben. Meine Freundin und ich nennen ihn heimlich "Fickfrosch"... was schon alles sagt. Unglaublich. Meine Freundin liegt noch immer flach mit ihrem Bandscheibenvorfall. Hoffentlich ist es wirklich nur diese Erkrankung. Hatte sie doch vor sieben Jahren eine schwere Krebserkrankung, die bislang als ausgeheilt gilt. Aber was bedeutet schon das Wort "ausgeheilt" wenn irgendeine entartete Zelle irgendwann unverhofft wieder zuschlagen kann? Mein Vater hatte diesbezüglich Glück. Er hatte die ihm verbliebenen drei Jahrzehnte - bis er verstarb - Ruhe vor dieser schrecklichen Erkrankung. Nun muß ich in der Kirche eine Kerze mehr anzünden, die zusätzliche Kerze ist für meinen Vater. Klaus du fehlst mir!

Es gibt Momente tiefster Unsicherheit.
Das ganze Leben scheint dann gefährdet zu sein.
Alles ist so vorläufig, sehr zerbrechlich
Und vergänglich. Daran leide ich.
Aber gerade das Leiden an diesem Zustand
öffnet mich für die Zartheit des Lebens.
Weil ich überhaupt spüre,
Spüre ich auch die Zerbrechlichkeit.
Weil ich um den Tod weiss
erfahre ich das Leben dichter.
Würde ich mich verschanzen
Hinter Systemen und Sprüchen,
Würde ich mich auch meinen feinen Regungen
Und Reaktionen auf die Welt um mich verschließen.
Es ist der Preis der Empfindsamkeit
Und des Lebendigseins:
Darum denke ich bewusst an den Tod;
Ich will mit meinem Geist, mit meiner Seele
Und mit den Zellen meines Körpers wissen,
Dass ich sterblich bin, damit ich weise werde.
Ich will mich nicht vom Leid lähmen lassen,
Sondern es einsetzen auf meinem Weg in die Reife.

(Ulrich Schaffer)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.10.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute regnet es immer mal wieder ein bißchen. Das ist gut so. Das muß mal sein - nach so langer Zeit. Nach dem Aufstehen hatte ich wahnsinniges Herzklabastern. Schätze der Blutdruck war im Himmel. Keine Ahnung warum der am frühen Morgen so hoch sein mußte. Habe daraufhin die Tablette eingeworfen. Nach einiger Zeit beruhigte sich der Blutdruck wieder. Dieser Zustand war schon sehr unangenehm. Der Nymphensittich meines Bekannten verstarb vorgestern 15jährig. Ich bot ihm an den toten Vogel in meinem Garten zu beerdigen. Offenbar hatte er ihn aber schon des nachts bei seiner Garage bestattet. Seufz. Ich kann gut nachempfinden was für ein Gefühl das ist, wenn so ein Tierchen plötzlich nicht mehr ist. Heute bleibe ich zu Hause. Mein Fersensporn bereitet mehr und mehr Probleme. Vielleicht wirkt sich Ruhe positiv aus. Das Herumgehumpel ist anstrengend und bestimmt für das ganze Skelett nicht das Beste. In der Wohnung habe ich ohnehin genug zu tun. Klaus du fehlst!

Zeitlos

Wer sagt du seist fort
weiß nicht um deine Gegenwart
die hängen blieb
in allen Dingen die du geliebt
Wer sagt du seist fort
weiß nicht um Liebe
nicht gebunden an Raum und Zeit
weiß nicht um deinen Geist
Der sich eingenistet
dort wo dein Herz schlug

(Maria Grünwald)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich wieder nicht im Garten. Meine Bekannte mußte als Notfall zum Orthopäden. Resultat: Bandscheibenvorfall im Halswirbelbereich. Na Klasse! Den Heringsstipp habe ich intus... zur Andacht bin ich nicht gegangen. Schön sonnig war es heute, obwohl es nachts gestürmt hat und regnete. Die Regenmenge erwies sich im Nachhinein als Tropfen auf den heißen Stein. Das reimt sich sogar. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich! Dieses entsetzliche Gefühl des Verlustes, des Verlassenseins und der Verlorenheit wird wohl nie vergehen. Dieses "nie mehr" ist so endgültig wie der Tod.

Niemand hat Deine Fingerabdrücke.
Niemand hat Deine Stimme.
Niemand sagt so "Ich liebe Dich" wie Du,
niemand glaubt wie Du.
Niemand denkt so ans Sterben wie Du.
Niemand hat Deine Geschichte.
Niemand spürt die gleiche Trauer,
das gleiche Glück wie Du.
Niemand ist wie Du.
Niemand in Deinem Land,
auf Deinem Kontinent,
auf dem dritten Planeten dieses Sonnensystems,
in der Galaxie,
die wir die Milchstraße nennen.
Niemand.
Weil Du einmalig bist.

(Ulrich Schaffer)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es draußen warm, trocken und sonnig aber windig. In den Garten ging ich wegen des Windes nicht, außerdem bereitet der Fersensporn links gewaltige Probleme, so daß ich kaum gehen kann. Die geplanten Erledigungen habe ich nur zum kleinen Teil abarbeiten können. Mittags habe ich heute, aus Versehen, die Vase mit den Rosen aus dem Regal gerissen. Kleine Ursache... große Wirkung. Heulend habe ich das Liminat und die Regalböden gelenzt. Es ist schon erbärmlich wenn man seinen Lieben nichts Gutes mehr tun kann als Blumen auf deren Grab zu legen oder zu deren Foto zu stellen. Wegen der Attacke von Traurigkeit kam ich heute erst sehr spät aus dem Haus und mein Plan für heute mußte umgehend umgestaltet werden. Morgen ist Heringsstipp, nach dem Andachtsbesuch, angesagt. Klaus... den Heringsstipp werde ich morgen mit Inbrunst genießen, intensiv an dich denkend, wissend daß das eines deiner Leibgerichte war. Du fehlst mir unbeschreiblich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 28.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Im Garten war ich wieder nicht... dafür nahm ich mir die Rosen im Vorgarten vor. Vier Teerosen mit einigen Zweigen Lavendel habe ich in einer Vase für dich und meinen Vater zu euren Fotos hingestellt. Einkaufen war ich auch und meiner Bekannten übergab ich den Einkauf, den sie gestern bei mir in Auftrag gab. Leider hat die sich heute komisch verhalten. Aber egal... dafür ist sie bekannt. Dünkel war uns immer fremd. Klaus du fehlst mir schrecklich! Du warst meine Familie. Nur du.

Danke

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

Paulo Coelho

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich endlich beim Friseur. In der Stadtkirche war ich ebenfalls. Vier Kerzen habe ich angezündet... eine für dich, eine für meinen verstorbenen Vater, für mich eine für und den Rest der Welt eine. Das Wetter war wieder herrlich. Noch immer fehlt ausgiebiger Regen. Es ist seit Wochen knüppeltrocken hier. Mein Arzt meint meine Mutter wäre, ob ihres Verhaltens während des Ablebens meines Vaters, eine interpersonell-affektive Psychopathin. Ich vermutete immer eine narzisstische Persönlichkeitsstörung... daß es nun beides zu sein scheint erklärt alles. Schlimmer konnte es nicht kommen. Es läßt sich nicht ändern. Den Umgang mit solchen Individuen kann man ändern, den Menschen als solches jedoch nicht. Ich halte mich schon lange von deren Dunstkreis fern. Morgen werde ich wohl in den Garten gehen, Donnerstagmorgen und Freitag auch. Zumindest habe ich mir das vorgenommen. Seufz.

Günter Kunert

Die Archäologie unseres Verschüttetseins

Regen und wieder Regen.
Krieg und wieder Krieg.
Eins gnädig eins gnadenlos
einmal Natur aus erster einmal
aus zweiter Hand

Ein Zug fährt weiter
nach dreißigjährigen Kämpfen
die alte Strecke wie vordem.
Ruinen verschwinden
aber mit ihnen die Welt
wie sie war.

Nie nehmen wir wirklich Abschied
von unserer Vergangenheit
denn ehe wir zu ihr kommen
zerfiel sie
zu Staub und Asche irgendwo
als sie noch Gegenwart hieß.

Auch würden wir gerne die Toten
einmal umarmen wären sie nicht schon
zu Worten verarbeitet worden
langen Gebinden aus Worten
die keine Gestalt mehr bezeugen.

Hätten wie die Stimmen des Sterbens
festhalten können unser Ohr wäre kaum
so ertaubt vom Reden.
Manchmal sind die Dinge
undurchdringlich manchmal glasklar
aber so wie Scherben
bevor man sich an ihnen verletzt
und verblutet.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist mir nicht nach Garten, obwohl es draußen sonnig und trocken ist. Nachts hatte es leicht geregnet. Meine rechte Hand schmerzt. Habe die Manschette aus Leder an und laufe wie einst Götz von Berlichingen umher. Das paßt. Den historischen Herrn zitiere ich sowieso des öfteren. Nachher werde ich endlich das Geburtstagspaket für Gabi - Asche auf mein Haupt... neun Tage nach ihrem Ehrentage - packen und morgen bei Hermes oder der Post abgeben. Für heute Abend habe ich mir vorgenommen mit Dirk dessen Bewerbungsaktivitäten und eventuelle Stellenanzeigen durchsprechen. Auch ich habe mich dranzuhalten möglichst schnell wieder in Arbeit zu kommen. Seufz tief. Zur Zeit sieht es für mich allerdings schlecht aus, was den Stellenmarkt betrifft. Mich ergreift schon Panik, wenn ich an eine Zwangsverrentung denke. Erst werden einem 12% der Rente abgezogen, weil man 45 Jahre Arbeitszeit, bzw. sozialversicherungspflichtige Zeit, nicht erreicht hat und dann noch einmal 10% für die Krankenkasse. Klasse. Dann fällt man der Grundsicherung anheim, obwohl man es ohne Abzug von 12% geschafft hätte auf eigenen Beinen zu stehen. Das ist nie und nimmer gerecht! Klaus du fehlst mir mehr und mehr!

Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

(Rilke)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war wieder ein schöner Tag. Auf dem Flohmarkt war es richtig warm in der Sonne, so daß mir der Schweiß auf der Stirn stand. Durch den Wetterumschwung habe ich rheumatische Schmerzen in den Knochen. Vorhin wehte ein wahnsinnig warmer Wind. Richtig tropisch war der und das um 22 Uhr draußen auf der Straße. Mein Ex-Nachbar brachte Frikandeln aus Holland mit, die ich mir mit meiner Bekannten in der Bratpfanne gebraten habe. Nochmal muß ich mir den "Genuß" der Frikandeln nicht antun, auch meine Bekannte fand diese Gebilde fürchterlich. Ich bin noch nie ein Wurstfreak gewesen, im Moment ekelt mich nur der Gedanke daran. Klaus du fehlst mir! Du hattest so viel Ahnung von so vielen Dingen. Seit du nicht mehr bist begegnen mir nur noch Maulhelden und Schaumschläger, die keine Ahnung von dem haben von dem sie reden. So genannte "gelernte Schreiner" haben für ein Vierteljahr eine Maßnahme vom Arbeitsamt oder dem Jobcenter in einer Lehrwerkstatt besucht und sind nun zum Fachmann auf dem Gebiet mutiert. Du hättest deine helle Freude daran. Weißt du noch die Geschichte mit Amadeus? Wolfgang Amadeus Mozart nanntest du ihn heimlich. Der war Fachmann für Gas- und Wasserinstallation in Spanien. Seufz. In Bonastre installierte der ein Warmwassergerät im Haus unseres Bekannten. Seufz tief. Wenn man das Warmwasser laufen ließ kam kein warmes Wasser, dafür kam eine wahnsinnige Stichflamme aus dem Gasboiler geschossen, wenn man den Warmwasserhahn zudrehte. Es war besser in Deckung zu gehen oder auf das nicht vorhandene Warmwasser zu verzichten. Später ist uns der Gasboiler mit lautem Knall in der Garage explodiert. Amadeus hatte immer Recht und wir hätten keine Ahnung, seiner Ansicht nach. Na klar! Am besten man läßt solche Leute reden und nimmt nicht deren Dienste in Anspruch. Alles geistiger Dünnschiß. Diesbezüglich hat sich nichts geändert. Du fehlst unbeschreiblich!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Ein schöner Tag geht seinem Ende zu. Den Flohmarkt habe ich leidlich hinter mich gebracht. Mein Begleiter quengelte ob seiner Abnehmerei herum. Da muß er nun durch. Es gibt wahrlich Schlimmeres. Mein Ex-Nachbar brachte seine neue "Errungenschaft" mit zum Flohmarkt. Wieviele seiner "Errungenschaften" habe ich in kurzer Zeit mit ihm Hand in Hand über den Flohmarkt flanieren sehen?!... Es ist immer die gleiche Taktik... immer das gleiche Spiel. Ich nehme das nicht mehr ernst. "Schatz" kann man zu jeder Faru sagen, da muß man sich nicht den individuellen Vornamen merken. Die Frau heute hatte große Ähnlichkeit mit Camilla Parker Bowles. Gekauft habe ich so gut wie nichts auf dem riesigen Flohmarkt. Am Ende war es eine Hülle für mein Smartphone und 3,5 kg festkochende Kartoffeln (Cilena)für meine kranke Bekannte. Morgen findet ein Flohmarkt ganz in der Nähe statt, den ich mit einer Bekannten besuchen werde. Weil mir die rheumatischen Knochen schmerzen werde ich mich früh zu Bett begeben. Nächste Woche ist der Garten dran. Du fehlst Klaus!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nicht auf dem Markt und der kleinen Andacht konnte ich auch nicht beiwohnen. Morgens rief mich ein Ex-Nachbar an und hielt mich so lange am Telefon auf, daß ich diese Vorhaben getrost auf nächste Woche verschieben konnte. Der Gefäßchirurg kümmert sich nicht um meine Achsel. Dafür benötige ich eine Einweisung ins Krankenhaus. Na Klasse! Mit meiner Bekannten war ich heute nicht im Kirchenchor. Ihr ist seit Tagen schlecht. Seufz. Die St. Christophorus Kirche ist nun täglich zu bestimmten Uhrzeiten wegen Vandalismus geschlossen. Seufz tief. Du siehst Klaus... seit deinem Ableben hat sich nichts zum Positiven verändert. Ich fühle mich mental leer. Durch das Ableben meines Vaters fühle ich mich als Vollwaise. Meine Mutter, die Psychopathin, zählt nicht. Die mochte mich niemals und hat mir das stets deutlich gezeigt. Morgenfrüh geht es auf den Flohmarkt, anschließend kaufe ich für meine Bekannte ein und bringe ihr den Einkauf vorbei. Dennoch du fehlst Klaus, alle Zeit... immer und ewig.
In tiefer Trauer mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nur beim Doc um eine Überweisung zu holen. Dort angekommen kam mir die Idee meine linke Achsel untersuchen zu lassen. Laut Aussage der Ärztin hätte ich wohl einen Lymphstau und solle zum Gefäßchirurgen gehen. Ausgerechnet die Achsel ist das, an der ich vor neun Jahren operiert wurde. Schwerkrank war ich damals. Leider konnte ich heute keinen Termin im Krankenhaus ausmachen, da das Büro nicht mehr besetzt war. Das werde ich morgen nachholen, obwohl das ein mega stressiger Tag werden wird. Appetit habe ich auch nicht. Bin heute um 13 Uhr ins Bett gegangen - für ein halbes Stündchen wie ich dachte - und wachte erst um 17 Uhr auf. So war der Tag auch "gegessen". Meine Bekannte wird ebenfalls ständig von Müdigkeit übermannt und schläft ständig. Klausi hier herrscht zur Zeit herrliches Wetter. Die Sonne scheint und bunte Schmetterlinge, Wespen und sogar Bienen tun sich am Fallobst gütlich, Rosen blühen im Vorgarten. Heute Abend werde ich eine Teerose abschneiden - für dich und für meinen Vater. Für morgen habe ich mir vorgenommen der kleinen "Marktandacht" beizuwohnen. Samstag ist Flohmarkt angesagt mit meinem Ex-Nachbarn, seiner neuen Freundin und einem Freund. Vielleicht habe ich danach noch Zeit um im Garten zu werkeln. Klaus du fehlst an allen Ecken und Enden. Alle Ablenkung ist nur für wenige Augenblicke. Es hilft nichts... es muß weitergelebt werden.
In tiefster Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 21.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich endlich den Rasen gemäht. Dazu hatte ich heute Morgen gar keine Lust! Ich mußte mich dazu zwingen. Samstag werde ich den Wildwuchs bekämpfen und an der Hecke herumschneiden. Die Quitten werden leider am Baum bereits schimmelig. Keine Ahnung was das bedeutet. Einen Kaisermantel sah ich herumflattern. Mein Vater zeigte mir einmal so einen Schmetterling als ich ein kleines Kind war. Seufz. Ich bin noch immer nicht über das Ableben meines Vaters hinweg... und die unterlassene diesbezügliche Hilfeleistung meiner Mutter. Bin im Moment megamüde. Werde mich gleich ins Bett begeben. Geduscht habe ich schon. Mir war heute noch nicht einmal nach Mittagessen und Einkaufen. Klaus du fehlst mir mehr denn je!
In unendlicher Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 20.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eben war ich nach der Akupunktur kurz im Garten. Morgen muß ich den Rasen mähen. Das Gras ist erstaunlicherweise recht schnell gewachsen. Eine braune Katze schaute mich erstaunt an und floh vor mir über das Gartentürchen springend. So erklärt sich der Katzenkot, den ich vermehrt im Gras finde. Klasse. Gestern traf ich M. im Bus. Er steuerte den Bus meiner Linie, die mich bis fast vor das Haus bringt. M. frug ob ich nicht einen Freund oder Mann benötige. Ich war erstaunt, daß auch er offensichtlich der Meinung ist, daß ein Trauerjahr genüge und eine Frau sich nicht "unbemannt" in der Gesellschaft bewegen könne. Einen "Günni" hätte er im Fundus, "der auf der Suche wäre". Tolle Wurst. "Gunni" hört sich schwer nach Proll an. Raucht bestimmt wie Schlot und säuft wie hulle. Na klar. Auf die Frage ob das denn ein "guter Typ" sei... erfolgte, nach einigem Zögern, die Antwort "nicht immer". "Siehst du" meinte ich dann. "Die Feinde von heute kenne ich, von morgen nicht... und was Gutes kommt selten hinterher". Günni wäre Automechaniker gewesen, sei alleine und in Rente mit seinen zwei Katzen. Günni hört sich nach dem Film "Manta Manta" an. Ich meinte, daß ich nicht mehr Probleme haben will als ich bereits habe. Das Thema war somit vom Tisch. Friedhelm ist mir auch begegnet. Der ist wohl mal wieder irgendwo rausgeflogen und bewohnt mal wieder eine eigene Wohnung. Auf die Frage wie es mir ginge bekam ich einen Lachkrampf weil ich mir vorstellte wie mein Vater - auf seine letzten Tage - meine Mutter würgte. Leider ging die Geschichte unspektakulär aus. Er hätte fester zudrücken sollen. Seufz. Das Ende ist bereits von mir geschildert worden. Vielleicht stimmt das auch nicht. Meine Mutter behauptet ja auch, daß ich ihr von unserer Hochzeit nichts erzählt hätte. Das ist auch eine dicke Lüge. Wehren kann sich mein armer Vater nun nicht mehr. Friedhelm blickte, ob meiner Reaktion, ziemlich irritiert drein. Wenn ich ihm gesagt worum es ginge, wäre der vermutlich entsetzt vor mir zurückgewichen. Kicher. Noch immer bin ich ein "enfant terrible" und das ist gut so. Das ist der Grund warum wir beide uns so gut verstanden. Nur du fehlst Klaus. Es gibt Dinge, die nur gemeinsam funktionieren. Was wäre eine Eisenbahn ohne Schienen? Oder Mousse au Chocolat ohne Schokolade... usw. So war das bei uns. Ich fühle mich amputiert.
In tiefster Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 19.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich endlich einmal ohne Depressionen aufgewacht. Erstaunlich. Eine Art Frieden herrscht zur Zeit in meiner Seele. Meinem Vater kann ich das Anbrüllen, das auf Drängen meiner Mutter so oft stattfand, verzeihen. Vergessen kann ich das natürlich nicht. Wie oft bin ich total verheult in die Schule gegangen, dort war ich ein gefundenes Fressen für die mobbenden Kinder. Viele Jahre später traf ich in der Stadt eine ehemalige Schulkameradin, die sich dafür entschuldigte mit den Worten "was hast du gelitten...". Also lag das nicht an mir, wie mir meine Mutter das immer einreden wollte... daß ich mich ändern solle... sie käme mit mir auch nicht klar. Die Selbsthilfeorganisation sandte mir eine E-mail Adresse einer Betroffenen zu, die sich jedoch noch nicht auf meine Mail gemeldet hat. Schade. Davon habe ich mir viel versprochen. Gestern wollte meine Bekannte mit mir zum Flohmarkt, der jedoch erst eine Woche später dort stattfinden wird. Also gingen wir erstmal zu McDonalds und aßen sehr schlecht für unser Geld. Wieder eine Erfahrung mehr. Seufz. Dann spielten wir Karten bei ihr und begaben uns nachmittags in ein katholisches Freizeitheim um Kuchen zu essen und Tee zu trinken. Das Treffen war erstaunlicherweise recht nett, obwohl "von der anderen Liga". Nun werden wir erstmalig am Freitag im Gesangverein unser Bestes geben. Klaus, das Leben geht weiter, jedoch ist es nicht mehr das wie es mit dir war. Die Frau, die mich gebar, behauptet, daß mein Vater die letzten Monate dement war und sie gewürgt habe. Allerdings gab sie zu die letzte Zeit auch nicht sehr nett zu ihm gewesen zu sein. Was stimmt weiß ich nicht, da ich seit dem Jahre 2000 nicht mehr dort war. Sie behauptet auch, daß ich sie nicht von der Heirat mit dir informiert habe, was nicht stimmt. Seinerzeit frug sie nur ob sich mein Name ändern würde und legte auf. Wochen später meinte sie darauf angesprochen "ich dachte du machst Spaß". So kam es, daß wir nur zu zweit waren bei unserer Hochzeit. Immer werde ich der geächtete Prügelknabe in dieser Familie bleiben. Diesen Hinkelstein von Schuld müssen die mit sich herumtragen. Ob ich denen jemals vergeben kann weiß ich nicht. Mir scheint, daß diese "Vorbildfamilie" keinen Arzt hinzuzog während des zweiwöchigen Sterbelagers meines Vaters. Diesbezüglich werde ich nur angelogen "der Hausarzt war im Urlaub. Ich weiß nicht mehr wie das war..." So ist mein Vater unwürdig "gemeinsam einsam" am 11.09.2016 im eigenen Bett, in der eigenen Wohnung... nebenan verstorben. Meine Wenigkeit wurde dafür einen Tag später erst informiert, wie es sich für einen "nahen Verwandten" gehört und nicht in jegliche Beerdigungsaktivität einbezogen. Klasse. Kommentar überflüssig. Klaus du warst meine Familie, bist am 26.08.2015 verstorben und zwei Tage später eingeäschert worden. Damit war meine kleine Familie ausgelöscht. Nur Erinnerungen sind mir geblieben.
In unbeschreiblicher Trauer und in unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ein kühlerer Tag als gestern. Der nötige Regen ist ausgeblieben. Morgens hatte es geregnet, aber nicht genug. Ich weiß nicht ob sich meiner Mutter bewußt ist was für ein Leid sie mit ihrer unbehandelten narzisstischen Persönlichkeitsstörung am Ende über meinen Vater und von der Stunde Null an über mich brachte. Mein Bruder hat sich leider auch nie mit Empathie hervorgetan, sondern mit Arroganz.

Danke

Ich danke allen, die meine Träume belächelt haben;
Sie haben meine Phantasie beflügelt.
Ich danke allen, die mich in ihr Schema pressen wollten;
Sie haben mich den Wert der Freiheit gelehrt.

Ich danke allen, die mich belogen haben;
Sie haben mir die Kraft der Wahrheit gezeigt.
Ich danke allen, die nicht an mich geglaubt haben;
Sie haben mir zugemutet, Berge zu versetzen.
Ich danke allen, die mich abgeschrieben haben;
Sie haben meinen Mut geweckt.

Ich danke allen, die mich verlassen haben;
Sie haben mir Raum gegeben für Neues.
Ich danke allen, die mich verraten und missbraucht haben;
Sie haben mich wachsam werden lassen.
Ich danke allen, die mich verletzt haben;
Sie haben mich gelehrt, im Schmerz zu wachsen.
Ich danke allen, die meinen Frieden gestört haben;
Sie haben mich stark gemacht, dafür einzutreten.

Vor allem aber danke ich all jenen,
die mich lieben, so wie ich bin;
Sie geben mir die Kraft zum Leben!
Danke.

(Paulo Coelho)


Tja Klaus, du gabst mir die Kraft zum Leben. Nun bin ich allein und muß mein Leben neu ordnen, was jeden Tag ein neuer Kraftakt ist. Du fehlst mir unbeschreiblich!
In unendlicher Trauer und endloser Liebe
deine Tina
Tina am 17.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es endlich nicht mehr so warm. Morgens ging ich kurz in den Garten. Seufz. Leider hielt ein Bekannter sein Versprechen nicht... dann habe ich auf dem Markt eingekauft. Auf dem Weg nach Hause machte ich einen Abstecher und bin zu einer Bekannten gefahren um ihr einen Teil des Einkaufes zu übergeben. Zu Mittag gab es dort eingelegten Hering in Sahnesoße und Pellkartoffeln. Das wäre auch ein tolles Essen für dich gewesen. Heul. Gleich werde ich mich auf die Zeitung stürzen um Bewerbungen zu schreiben. Dann wäre dieser Samstag bereits wieder Geschichte. So vergehen die Tage mit mehr oder weniger sinnvollen Beschäftigungen. Klaus ich vermisse dich mehr denn je! Ich bin noch ganz schockiert wegen der jüngsten Ereignisse.
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich zur Akupunktur. Dabei geschah das allergrößte. Solche Dinge passieren eigentlich nur Mr. Bean oder Walter Matthau... vielleicht wollte mich Gott auch nur erheitern, denn ich bin mental am Boden zerstört. Als erstes kam ich zwei Stunden zu früh zu meinem Behandlungstermin. Glücklicherweise konnten es die Arzthelferinnen einrichten mich nach einer Stunde des Wartens "dazwischenzuschieben". Freundlicherweise frug die nette Dame ob jemand in das "Einzelzimmer" möchte. Na klar... das war nach meinem Geschmack. Bin vor der Behandlung, auf der Behandlungsliege, vor mentaler Erschöpfung eingeschlafen. Der Arzt weckte mich durch sein Erscheinen. Zuerst wußte ich nicht wo ich war. Peinlich. Der Rehamediziner setzte seine Nadeln und verabschiedete sich ins Wochenende. Soweit so gut... ich zählte noch die Schläge der Kirchturmglocke der Kirche gegenüber... elf... und als ich aufwachte waren es zwölf... und dann eine halbe Stunde mehr. Na Klasse! Die haben mich vergessen! Normalerweise muß man mit den Nadeln im Balg zwanzig Minuten ruhen. Das Chambre séparée liegt am Ende der Behandlungsräume... rufen hätte gegen Feierabend nichts genutzt, eine Klingel um nach den Helferinnen zu klingeln gab es auch nicht... Also begann ich vorsichtig nach den Nadeln zu tasten, die sich in Kniekehlen, an den Fersen, den Fußfesseln, in der Lendengegend und als "Antenne" auf dem Kopf befanden. Das Setzen der "Antenne" war recht schmerzhaft, daß ich meinte währenddessen "Funken gesprüht zu haben". Das war die erste Nadel, die ich hilflos auf dem Bauch liegend, ertastete und entfernte. Das Teil steckte ich in die Borte meines Handtuches. Dann tastete ich mit verdrehter rechter Hand die Lendengegend ab. Dann die gleiche Übung mit der linken Hand. Wenn die Helferin die Nadeln zieht geht das in rasantem Tempo. Ich zog die erstaunlich langen Dinger schräg aus dem Fleisch, was kein prickelndes Gefühl verursachte. Von der Liege aufstehen ging nicht, da ich dafür den Rücken hätte durchstrecken müssen, was die Nadeln in der Lendengegend ganz schön schmerzen ließ. Dann machte ich mich vorsichtig an die Kniekehlen... auf dem Bauch liegend... im Blindflug. Die Füße konnte ich unverkrampfter "entnadeln". Rasch zog ich mich an und begab mich mit einem Bündel von ca. 16 Nadeln zum Empfang. Dort war man erstaunt, entschuldigte sich und schob die Schuld auf eine gerade nicht anwesende Kollegin. Wegen dieser Vorkommnisse verpasste ich meine Anschlüsse und konnte meine Vorhaben für den heutigen Tag getrost vergessen. Seufz. Wegen meines Vaters Ableben mache ich mir noch immer Gedanken. Hätte man nicht einen Arzt hinzuziehen können? Er wollte nicht in das Krankenhaus verbracht werden, aber gegen einen Besuch des Hausarztes hätte er doch nichts einwenden können. Statt nach ihm zu sehen in vierstündigen Abständen, als ob man nach der Gans im Ofen sieht, damit sie nicht anbrennt. Das tut mit unendlich leid. Man hätte mich anrufen können ehe es schon so weit war. Wahrscheinlich hätte ich mich auf den Weg gemacht... die ganzen 550 km... und Urlaub eingereicht dafür. Als er verstorben war informierte man mich als letzte, einen Tag später. Das sagt alles. Meine Mutter sagte wohl noch zu meinem Vater "gib dir Mühe, daß wir noch ein paar schöne Jahre zusammen haben." Als ob man sich Mühe geben könnte nicht zu versterben, wenn es an der Zeit ist. Mir fehlen die Worte. An der Bushaltestelle habe ich heute hemmungslos geheult. War mir egal. Zum Glück ist Sonnenbrillensaison. Klaus du fehlst mir mehr und mehr!

Wahre Worte sind nicht schön, schöne Worte sind nicht wahr. - Laotse (um 300 v. Chr.)

In unenedlicher Trauer und mit endloser Liebe
deine Tina
Tina am 15.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute wird mein Vater um zwölf Uhr beerdigt. Ich bin nicht dabei, da von Anfang an nicht einbezogen und nicht gelitten dort, wo ich gezwungen wurde aufzuwachsen. Hoffentlich versteht das mein Vater. Du Klaus würdest das total verstehen. Meinen Bruder habe ich eineinhalb Stunden lang am Telefon angebrüllt. Ob der das nachhaltig versteht weiß ich nicht. Vielleicht ist der auch der Meinung daß ich "etwas einnehme" und einen Knall habe. Seufz. So endet das, wenn man Opfer einer narzisstischen Mutter geworden ist, die eine Rolle spielt und gut ihre Gefolgsleute zu manipulieren weiß. Man bleibt das ganze Leben der Prügelknabe oder Bauernopfer, den die Meute ablehnt und bekriegt. Ich solle loslassen und "Arsch lecken" das sagte mir schon der Krankenhauspfarrer seinerzeit und die Ärzte bezeichneten mein Nervenkostüm als Trümmerfeld. Mein Gleichgewichtsorgan linksseitig bleibt ausgefallen. Das rechte darf ich nicht auch noch einbüßen. Sollen sie sich doch alle das Maul über mich zerreißen und noch mehr Schuld auf sich laden. Ich kann es nicht verhindern oder ändern. War ich doch immer "der erste Nagel zum Sarg meiner Mutter" und habe meiner Mutter das Leben zur Hölle gemacht mit meinem Vater - der heute beerdigt wird - und dessen Mutter zusammen. So gesehen müßte nur noch ich ins Gras beißen, damit das Leben der Frau, die mich einst gebar, wieder in Ordnung ist. Nun wird wohl auch das uneheliche Kind meines Vaters, das meine Eltern erfolgreich über Jahrzehnte verschwiegen, aus der Versenkung auftauchen. Seit dem Jahre 2000 weiß ich darüber Bescheid. Seinerzeit erzählte meine Tante mir davon, als ich anläßlich der Aussegnung meines Onkels, der der jüngste Bruder meines Vaters war, in meiner Heimat weilte. Meine Eltern und mein Bruder wurden dazu nicht eingeladen, da man sich seit Jahren im Streit oder einer Art unblutiger Fehde befand bzw. befindet. Als ich die Frau, die mich gebar, darauf ansprach herrschte sie mich an warum ich nicht behauptete, daß ich das längst wüßte. Abgebrühtheit nennt man das. Es ist schon erstaunlich daß sich ausgerechnet der Moralapostel in Person solche "Fehltritte leistete". Klaus du fehlst mir. Du warst immer ganz direkt, wenn das auch nicht immer diplomatisch war. Mir ist das lieber, statt ein riesiges Lügengerüst als Lebensgrundlage zu haben, das jämmerlich einstürzt. Nun habe ich in der Sommerzeit fünf Verstorbene zu beklagen. Du bist es, mein Onkel, meine Tante, unser Bekannter Mario und nun auch mein Vater. Angefangen hat Mario vor vielen Jahren mit Lymphdrüsenkrebs, dann kam mein Onkel, der im Zug wegen eines Herzinfarktes verstarb, meine Tante mit plötzlichem Herztod, dann du mein Liebling... und nun mein Vater. Wenigstens verstarb mein Vater zu Hause und nicht im Altenheim oder Krankenhaus. Seine Ehefrau war nicht zugegen, obwohl in der Wohnung anwesend. Am Nachmittag tätschelte sie wohl noch seine Wange, da reagierte er bereits nicht mehr, war aber noch warm. Am Frühabend tat sie das wieder, da wurde er schon kalt. Daraufhin rief sie meinen Bruder an, der seiner Mutter riet 112 zu rufen. Tja... dann war "der Drops gelutscht". Ich hätte etwas dafür gegeben dir Klaus in der schweren Stunde beistehen zu können, aber mir was das nicht vergönnt. Die Frau, die mich gebar, kümmerte sich gerade dann nicht um meinen Vater, sondern zog sich zurück um fernzusehen, Kaffee zu trinken, Kreuzworträtsel zu lösen oder sonst etwas zu tun. Das ist unser gravierender Unterschied. Sie - die Abgebrühte - ich - die Übersensible, Gluckenhafte. Bei meinen Hunden, die ich leider habe einschläfern lassen müssen, war ich auch bis zum letzten Atemzug dabei. Und das war schrecklich. Aber das war zumindest eine Frage des Anstandes... eine Ehrensache. Mein Vater wurde wohl auch nicht von einem Pflegedienst versorgt, obwohl er sich wohl seit etwa einer Woche nicht mehr aus dem Bett bewegte, wie ich recherchierte. Wie soll so ein Mensch abführen können? Ich wage nicht mir das vorzustellen und bin total erschüttert. Der Pflegedienst kam nur wegen meiner Mutter und ihres gebrochenen Armes ins Haus. Verstehen kann ich das alles nicht mehr. Auch mein Bruder mit seiner Frau sorgte nicht dafür. Meine Schwägerin kochte bisweilen für meinen Vater als seine Frau im Krankenhaus wegen des Armes logierte. Die Doppelgrabstelle für beide suchte auch meine Schwägerin aus. Nur an meinen Vater und den nicht möglichen Gang zur Toilette... daran dachte niemand! Das erschüttert mich zutiefst. Klaus du wirst mir ewiglich fehlen!
In unendlicher Liebe und ebensolcher Liebe
deine Tina
Tina am 14.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen wird mein Vater um zwölf Uhr beerdigt. Ich werde nicht zugegen sein. Die Erfahrung Schlangengrube habe ich seinerzeit im Jahre 2000 bereits gemacht, als sich die Familienmeute auf mich stürzte und hemmungslos ihren Frust an mir ausließ. Feige bin ich nicht, aber Bock habe ich keinen mich, vor mir unbekannten Leuten, rechtfertigen zu müssen wegen Vorwürfe meiner Mutter die sehr einseitig sind und nicht der Wahrheit entsprechen... was typisch für Menschen mit einer narzisstischen Persönlichkeitsstörung ist. Ich als Tochter war die letzte die, über das Ableben meines Vaters, informiert wurde. Das zeigt den Respekt den man mir gegenüber zollt und pflegte. Man hätte am Todestag all die Anrufe entgegennehmen müssen... das bedeutet, daß alle Bekannten und Freunde der Familie bereits informiert waren, denn aus blauem Dunst rufen die doch nicht an. Egal... sollen sie denken was immer ihnen beliebt. Die Wahrheit ist eine andere. Gestern war ich mit meiner Bekannten beim Augenarzt. Soweit ist alles ok. In dem Betrieb, in dem ich vorher arbeitete, geht es nach meinen Informationen drunter und drüber. Was zu machen wäre wird mal wieder nicht angeleiert. Alteingesessene sitzen sich den Hintern wund, zum Ausgleich wird Anderen keine Chance eingeräumt. Man kann nicht so viel essen wie man kotzen möchte. Klaus du fehlst mir unendlich!!!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern Abend rief mich mein Bruder freundlicherweise an und teilte mir mit, daß unser Vater am Sonntagabend verstorben sei. Ohne Schmerzen. Er aß und trank seit Tagen nichts mehr und starb zu Hause im Bett. Ich bin bestimmt die letzte Person, die davon erfahren hat. Zur Beerdigung, die Donnerstag sein wird, werde ich nicht fahren. Wie so ein Unterfangen ausgeht habe ich im Jahre 2000 erfahren dürfen, als ich zur Aussegnung meines Onkels zugegen war und die ganze Meute über mich herfiel um ihren Frust abzulassen. Eine richtige Schlangengrube war das. Mein Vater hat bis zu meinem sechsten Lebensjahr die Lieblosigkeit meiner Mutter mit seiner Fürsorge kompensiert. Dann hatte es die Frau, die mich gebar geschafft einen Keil zwischen uns zu treiben. Von da an wurde ich immer von ihm angebrüllt, wenn es seiner Frau in den Sinn kam, damit sie sich besser fühlt. Dennoch bin ich froh, daß mein Vater nicht leiden mußte, wenn man von der Zeit der Ehe mit der Frau die mich gebar, absieht. Klaus du fehlst mir! Als mein Bruder anrief war das Trauma meiner Kindheit so gegenwärtig als ob sich das gestern ereignet hätte. Ich bin am Telefon total ausgerastet. Da wird nie Gras drüberwachsen. Egal ob die Schuldigen noch leben oder schon verstorben sind. Nur du warst meine Familie... mein Fels in der Brandung.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen habe ich schon ein Fenster geputzt und war für knapp zwei Stunden in meinem Garten. Leider hat mein werter Nachbar, der mal Deutscher ist und dann wieder Schlesier und dann Pole.... je nachdem was von Vorteil ist... in Feuchttücher eingewickelte Babykacke in meinen Garten auf das Erdbeerbeet geschleudert. Wortlos habe ich das Zeug zwischen seine Thuja und den Zaun geworfen. Sollte das noch einmal der Fall sein werde ich ihm den Scheiß in sein Cabrio werfen... auf den Sitz... das alte Dreckschwein! Ich habe den noch nie arbeiten sehen. Kassiert nur Geld von der ARGE und macht anderen das Leben schwer, statt froh zu sein hier leben und für das Nichtstun Geld kassieren zu können. Der hat ein feistes Feuermeldergesicht.... zum Reinschlagen. Dämlich, intrigant und unverschämt. Kein Wunder daß die AfD so einen Zulauf zu verzeichnen hat bei der Vielzahl der Armleuchter die sich hier, schon vor Jahren, breitgemacht haben! Unglaublich das Eine wie das Andere! Klaus seufz... die Schwachmaten sterben nie aus! Du siehst... alles ist wie es war. Nichts hat sich zum Positiven hin verändert. Klaus du fehlst!!!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Den Flohmarkt habe ich hinter mich gebracht. Mir war viel zu warm dort. Meiner Bekannten ging es genauso. Nach drei Stunden sind wir wieder abgehauen. Erkenntnis 1: Wir hätten viel früher starten müssen, schon des Parkplatzes im Schatten wegen... Erkenntnis 2: Ein "Hackenporsche" wäre der Sache dienlich gewesen um die "Beute" nicht schleppen zu müssen und um Abstand zu aufdringlichen Artgenossen halten zu können. Seufz tief. Dirk war beleidigt weil wir ihm nicht bescheid sagten. Ich war einmal mit ihm auf dem Flohmarkt, da meckerte er nur herum und störte sich an den vielen Ständen mit Kinderkleidung. Klar... Stände mit Horror- und blutrünstigen Kriegs- sowie Science-Fictionfilmen waren seinerzeit, wie auch gestern, in der Unterzahl. Die Klientel solcher Filme ist auf einem Familienfohmarkt eher nicht in der Überzahl. Mit Dirks Vorwurf kann ich gut leben. Das Gedränge war so groß, daß mir - ausgerechnet mir!! - eine Vase von einem Tisch fiel. Die Standinhaberin lamentierte ob des Verlustes. Ich machte ihr klar, daß das nicht passiert wäre, wenn sie ihren Stand nicht zusätzlich mit kleinen Beistelltischen, welche halb in die Gasse der Schnäppchenjäger ragten, erweitert hätte. Ich hob die Scherbe mit der Bodenmarkung auf, auf welcher Thailand stand. Also Massenware und nicht echt Meissener Porzellon oder gar jenes von Herend und Limoges. Die Besitzerin argumentierte daß sie dafür drei Euro verlangt hätte. Ich meinte daß ich das Teil nie gekauft hätte und drückte ihr einen Euro in die Hand. Dann jammerte sie, daß zu der Vase noch ein Teller dazu gehöre. Nun auch auf Krawall gebürstet frug ich "...wie? Soll das heißen daß ich den Teller, quasi der Komplettierung wegen, ebenfalls runterwerfen soll?" Augenblicklich herrschte Stille, die ich nutzte um von dannen zu ziehen. Meine Bekannte im Schlepptau sagte keinen Ton... auch später nicht. Später erwähnte ich den Vorfall ebenfalls mit keinem Wort. Mir ist so viel in meinem Leben abhanden gekommen, wurde bestohlen, belogen und betrogen, wurde Opfer von Niedertracht und Hinterlist... da kann mir das unmöglich etwas anhaben. Lächerlich. Wegen meines kriminellen ersten Ehemannes wurde mit Fingern auf mich gezeigt und fast die ganze Nachbarschaft wußte über mich mehr zu berichten als ich selber über mich wußte. Sogar gegenüber der Polizei konnten die nicht ihre Lügen für sich behalten, wie im übrigen meine damaligen Arbeitskollegen auch nicht. Pfui! Tja... so bin ich hier gelandet. Gerade in dieser Situation lernte ich dich kennen. Eines schönen Tages schaute ich aus dem Wohnzimmerfenster mit seinen Fensterläden aus Holz. Da kamst du des Weges mit deinem "cocktailsaucenfarbenen" Mercedes samt Anhängerkupplung... schautest nach oben zu mir und zwinkertest mir zu. Ich konnte fast nicht glauben, daß du dir damals, nach einer kurzen unbedeutenden Begegnung, meine Adresse merktest und auf gut Glück einfach die 600 km zu mir zurücklegtest... ohne zu wissen ob ich überhaupt zu Hause war. Wahnsinn. Dann ging das ganz schnell. Wir begaben uns auf die Flucht, weil mein Nochehemann mir drohte mir etwas anzutun... ich hatte so gut wie nichts bei mir... später als die Luft rein war... mieteten wir einen Pferdeanhänger und fuhren damit zweimal die Strecke hin und zurück um meinen Hausstand aufzulösen. Innerhalb von zwei Wochen fanden wir in der neuen Heimat eine Wohnung und ich bekam eine gut bezahlte Stelle in einem stahlverarbeitenden Betrieb... und das ohne Zeugnis meines bisherigen Chefs... Unglaublich! Was haben wir nicht alles erlebten und aushalten mußten! Nun bist du nicht mehr und ich muß mich alleine durchschlagen. Ich fühle mich wie amputiert. Immer wird mir etwas fehlen. Immer werde ich mich nicht komplett fühlen. Dieses Gefühl kann man gar nicht beschreiben. Manchmal wähne ich mich dir so nah und manchmal scheint es mir unmöglich dich zu erreichen. Die Zeit heilt keine Wunden. Man lernt mit den Verlusten und Enttäuschungen umzugehen. Vergessen kann man nie. Klaus du fehlst!

Der Tod bedeutet die Tilgung jeglichen Schmerzes, und er ist die Grenze, über die unsere Leiden nicht hinausgelangen; er gibt uns wieder jenen Zustand der Ruhe zurück, dem wir vor unserer Geburt angehörten. - Seneca

In tiefster Trauer und mir unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute geht es auf den Flohmarkt. Hoffentlich wird das nicht so wahnsinnig heiß auf dem Parcours. In der Wohnung wird es des morgens nicht wirklich kühler, weil kein Durchzug stattfindet. Seufz. Du kennst das ja. Gleich muß ich wieder alles verrammeln, da mir sonst von allen Seiten die Sonne auf den Pelz brennen wird. Klaus du fehlst... egal zu welcher Jahreszeit, Tageszeit, Uhrzeit... so wird das bis zu meiner Tage Ende bleiben.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es wieder deinen geliebten Heringsstip. Na klar... den ließ ich mir nicht entgehen! Weißt du noch wie ich dein Leibgericht in einem Tuppergefäß nach Spanien mitbringen wollte und dabei bei der Kontrolle des Handgepäcks auffiel? Der nette Beamte forderte mich auf das Gefäß zu öffnen, was ich auch tat. Der junge Mann frug mich was das sei und ich erklärte ihm, daß das Heringsstip sei und es den in Spanien nicht gäbe. "Das müssen Sie hier entsorgen oder aufessen". Na klar... an der Stelle hatte ich schon einmal einen halben Liter Mineralwasser in mich hineingekippt. Hinter mir stapelten sich in einer Ecke jede Menge volle, halbleere und leere Mineralwasserflaschen aus Plastik. Pfandflaschensammler würde hier jeden Tag eine wahnsinnige Ausbeute machen. Aber die Goldgrube befindet sich im Sicherheitsbereich des Flughafens... also fällt das Pfandgut ans Putzpersonal... und das jeden Tag bei der Masse von Fluggästen. Auch andere nicht erlaubte Gegenstände fanden hier das abrupte Ende ihrer Reise, so daß riesige Mülleimer überquollen. Dann kam eine Dame des Bodenpersonals hinzu und meinte das Gefäß würde ohnehin während des Transportes aufgehen. Es wäre besser alles zu entsorgen. Ich begann einen leihenhaften Vortrag über Tupperware. Irgendwann hatte der junge Mann genug oder Mitleid mit mir, denn ich betonte daß das die Leibspeise meines Klaus sei. Der nette Mann riet mir die Sicherheitszone wieder zu verlassen und den kleinen Rucksack samt Heringsstip beim Schalter für Sperrgut aufzugeben. Auf die bange Frage wie teuer das denn werden würde wurde ich positiv überrascht: Es kostete gar nichts. Ok... hektisch suchte ich den besagten Schalter und fand ihn nach zweimaligem fragen. Schnell mußte ich noch ein paar Sachen umpacken und in meiner Handtasche verstauen, das Tuppergefäß noch einmal fest zudrücken, in einer Plastiktüte verknoten und zwischen andere Utensilien verstauen. So gab ich schicksalsergeben meinen Rucksack auf. Zugegeben ich war selbst skeptisch ob das gutginge. Es ging gut. In Sevilla angekommen rief ich dich an und sagte dir wann du die Pellkartoffeln aufsetzen mußtest. Bei dir angekommen... das war sechs Stunden später... zappeltest du schon vor Freude mit deinen Füßen unter dem Tisch vor Vorfreude auf den Heringsstip. Wenn dir etwas besonders gut schmeckte brummtest du wie ein Bär. Immer werde ich diese kleinen Dinge mit dir verbinden und deiner gedenken... Klaus du fehlst mir! Gestern sah ich zum x-ten Mal den Film "Der englische Patient". In dem Film kam auch die Rettung zu spät... wegen irgendwelcher tragischer Umstände und Mitmenschen, die ihre Mithilfe verweigerten oder hinauszögerten. Ich sehe mich und meinen Kampf um dich darin. Im Garten war ich heute Morgen für zwei Stunden, dann kamen die Wespen auf die Idee über das Fallobst herzufallen. Ich hielt es für besser den geordneten Rückzug anzutreten.
In tiefer Trauer und mit endloser Liebe
deine Tina
Tina am 08.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Ein neuer Morgen ist angebrochen. Warm wird es werden und die nächsten Tage ebenfalls. Was ist plötzlich los hier? Die Bevölkerung solle einen Notvorrat anlegen... Verbindungen via Satellit etc. sollen besser kontrolliert werden... ebenso Handyverbindungen... Hätte man nicht schon vorher reagieren sollen, statt zu verharren? Allmählich geht selbst mir die Düse. Unglaublich. Dann brauche ich mir wegen meiner Rente wohl auch keine Sorgen mehr zu machen. Klaus du fehlst.

Du fehlst hier

Wir kennen uns ewig, wir kennen uns aus
Wir müssen nichts sagen, nur blind vertrauen
Ziehen zusammen durch Jahr über Jahr
Wie tief auch der Fall war, einer war da

Und jetzt stehen wir hier bei dir auf dem Dach
Und feiern das alte Jahr in die Nacht
Und wir feiern das Glück und zählen von zehn
Alle sind hier
Nur du fehlst!

Wir sind zusammen durch alles gegangen
Wir waren unzerbrechlich
Und jetzt sitzen wir hier und erzählen von dir
Wir denken so oft an dich
Du fehlst hier!

Ich hoff, es geht dir gut jetzt
Egal, wo du auch bist jetzt

Wir waren goldene Freunde, wie man sie kennt
Alle für alle, in aller Konsequenz
Haben uns so perfekt durch die Welt geträumt
Gelacht und geliebt, bezahlt und bereut

Und wir jagten die Liebe weit übers Glück
Bis ans Ende der Stadt und wieder zurück
Und wir trinken zum Himmel, wie wir hier stehen
Auf dich, mein Freund, bis wir uns wiedersehen

(Silbermond)


In tiefer Trauer und mit endloser Liebe
deine Tina
Tina am 07.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute Morgen bin ich wegen des Flohmarktes bereits um vier Uhr aufgestanden. Herrlich kühl war es zu der Zeit draußen. Das änderte sich aber im Laufe des Tages. Ich war froh um 15 Uhr wieder zu Hause zu sein und bin, nachdem der Einkauf verstaut war und die Wäsche im Keller - in der Maschine - seine Umdrehungen absolvierte, umgehend ins Bett gefallen. Die Wäsche hängt nun auf der Leine und wird morgen trocken sein. Zwei Bewerbungen habe ich eben noch geschrieben und per mail verschickt. Das war mein ganzer Tagesablauf von heute. Noch immer herrscht eine Hitzewelle in Spanien... seit dem Frühjahr ohne Unterbrechung. Nun haben auch noch riesige Feuer gewütet und viel Natur und Tierwelt zerstört. Es ist ein Jammer. Wenn das auf Brandstiftung zurückzuführen ist, ist das unverzeihlich ja sogar ein Verbrechen. Auch hier ist es viel zu trocken. Klaus du fehlst mir unendlich. Meine Unternehmungen und Beschäftigungen lenken nur für ganz kurze Zeit ab. Die Wunde, die mir dein Ableben zugefügt hat, wird niemals verheilen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Ein schöner und sonniger Tag geht jetzt langsam dem Ende zu. Morgen früh geht es kurz auf den Flohmarkt. Mein Ex-Nachbar will dort einen Stand aufmachen um einen Großteil seines Hausstandes an den Mann zu bringen, weil ein Umzug ansteht. Alles was man vorab verkauft hat, muß man nicht verpacken und schleppen. Außerdem kommt zusätzliches Geld in die Kasse. Dafür muß ich früh zu Bett gehen - was mir nicht liegt - denn wir wollen schon um fünf Uhr in der Frühe dort sein. Wenn ich gegen Mitternacht zu Bett gehe wache ich mindestens zweimal auf bevor ich gegen fünf oder sechs Uhr morgens aufstehe. Durchschlafen kann ich schon lange nicht mehr. Seufz. Donnerstag habe ich ein Vorstellungsgespräch. Mal sehen was dabei herauskommt. Klaus du fehlst! Ich fühle mich schrecklich alleine ohne dich. Wahnsinn die Leere, die einen immer wieder umgibt. Richtig unheimlich.
In tiefer Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 05.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich nicht rausgegangen. Mir war nicht danach. Gleich muß ich die helle Wäsche im Trockenkeller aufhängen. Morgen werde ich wohl etwas im Garten tun, oder Mittwoch oder Donnerstag... Als ich Freitag den Rasen mähte begegnete mir eine "Gartenfreundin", die sich sonst nie großartig um mich kümmerte, und wollte mich über dich ausfragen und in meinem Garten herumspionieren. Mein Gartentürchen ließ ich zu und vermittelte ihr daß ich an dergleichen kein Intreresse hätte. Unglaublich. Ich könnte nie so agieren. Es fällt mir nicht schwer die Leute harsch abzuwehren. Wurde ich als Kind doch immer brüsk abgelehnt und diskriminiert. So waren diese frühen Erfahrungen wenigstens zu dieser Handlungsweise nützlich. Klaus du fehlst. In Spanien herrscht noch immer eine Hitzewelle. Noch immer habe ich ein Auge darauf. Immer wirst du mir fehlen, bis zum Ende meiner Tage auf Erden! Im Grunde kann ich nur noch weinen. Heute ist wieder so ein verheulter Tag.
Tina am 04.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute gab es endlich Regen! Ich denke, daß das nicht genug war, aber besser als nichts. Die Erde im Garten war am Samstag total trocken. Morgen werde ich die Innenhecke stutzen und den Wildwuchs eindämmen, bevor es wieder warm wird und die Insekten unerträglich werden. Klaus du fehlst mir ungemein. Noch immer ist es unfaßbar daß mir außer Erinnerungen nichts blieb. Wie soll das nur weitergehen? Ich weiß mir oft keinen Rat.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Vorhin war ich kurz im Garten. Was ich mir vornahm tat ich jedoch nicht. Das Leergut gab ich ab. Den Schnitt der Hecke habe ich eingesammelt und entsorgt. Das war so ziemlich alles was ich tat. Ich kann kaum gehen, wegen des Fersenspornes links. Ganz schwerfällig humpelte ich umher. Nun gönne ich mir etwas Ruhe. Zudem habe ich Schmerzen wegen der Colitis. Ich sollte mich nicht so sehr stressen und aufregen. Das habe ich nun davon. Seufz. Klausi ich hüpfe gleich ins Bett und werde das Wochenende mit Teeschlürfen verbringen. Gestern habe ich auf dem Weg nach Hause ein rotes Eichhörnchen beobachtet. Das hatte kein braunes Fell sondern richtig rotes. Im Mäulchen hatte es einen kleineren Apfel oder auch eine Walnuß samt grüner dicker Schale. Das konnte ich nicht genau sehen. Jedenfalls legte das Tierchen den Gegenstand unter einer Trauerweide ab, hüpfte um seine "Beute" herum und wußte wohl nicht so recht wie es damit umzugehen hat. Klaus du fehlst jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich wieder in der kleinen Stadtkirche und wohnte der kurzen Andacht bei. Leider wurde heute nicht auf der Orgel gespielt, sondern auf einem elektrischen Teil von Yamaha CP, was überhaupt nicht in die alte Kirche passte und blechern klang. Keine Akustik... kein Genuß. Schade. Die Predikt wurde aber schön gesprochen und war vom Thema her gut ausgewählt. Morgen werde ich abermals etwas im Garten tun. Die Himbeerpflanzen und die Sträucher am Zaun müssen zurückgeschnitten werden, Fugenkratzen ist angesagt und Laub kehren. Gerade kommt eine Reportage über Neuseeland im TV. Das war damals eine schöne Zeit! Das werde ich auch nie vergessen! Der Cheddar von dort war übrigens der beste. Seufz. Das war vor unserer gemeinsamen Zeit. Das Leben ist vorbestimmt. Ich bin dankbar dafür, daß ich so viel mit dir teilen durfte. Klaus du fehlst dennoch!
In tiefster Trauer und mit unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.09.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich endlich den Rasen gemäht! Hat mich das Selbstüberwindung gekostet! Die Birnen sind noch nicht reif. Zwetschgen und Äpfel gibt es viele, sind aber klein und wurmig. Seufz. Erstaunlicherweise waren wenig Wespen unterwegs. Das Fallobst war nur von Schnecken angenagt und von Asseln bewohnt. Samstag werde ich mich um den Wildwuchs kümmern müssen. Oder es geht mit Dirk auf den Flohmarkt... oder ich gehe mit meiner Gartenfreundin frühstücken... anschließend wird sich auf den Wildwuchs gestürzt. Mal sehen. Egal was ich tue... du fehlst mir! Es hilft alles nichts. Jegliche Ablenkung ist immer nur von kurzer Dauer. Das Gefühl des Verlassenseins, der Trostlosigkeit und der unermesslichen Trauer läßt sich nicht abschütteln.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Das Bewerbungsgespräch habe ich nun auch hinter mir. Ein Betrieb mit einem eigenen Gebäude, großer Empfangshalle mit zwei Damen, einer Sitzecke, für die Wartenden, mit schwarzen komischen Sesseln, aus denen man schwer wieder herauskommt, Thermoskannen mit heißem Wasser für diverse Tees, Kaffee, frisches Obst und Snacks in diversen Schälchen, Barhocker an einer Art Bar für Tee und Kaffee. Das beste waren die schwarzen Stoffsessel in Form eines toten, auf ein Metallgestell gespannten, Mantarochens ohne Schwanzteil. Der Witz ist, daß die Sitzgelegenheit in der Mitte herunterhing, so daß man sich nur sehr schwer wieder aus dem Möbelstück befreien kann. Dieses Unterfangen hätte die Eleganz eines auf dem Rücken liegenden Maikäfers, der sehr ungelenk versucht wieder auf die Beine zu kommen. Ich setzte mich nur auf den Rand des Sessels, ahnend wie das ausgehen könnte wenn mich mein Chef in spe aus dem Teil rausziehen muß. Fahrtkosten: 10 Euro 20 für heute. Fahrtzeit für eine Fahrt 1 Std. 30 Min. Arbeitszeit: von Montag bis Freitag je 6 Std. Alles ok. Nur die Arbeitszeit kann ich nicht flexibel gestalten. Also kann ich mich nicht mehr um meine Anwendungen bezüglich meines Rheumas kümmern, den Garten kann ich ganz vergessen, Arzttermine werden schwierig zu legen sein... Wenn die mich einstellen würden - was ich nicht annehme, da es genug Arbeitswillige auch in deren Stadt geben wird - dann hätte ich nichts von meiner Teilzeitbeschäftigung, da neun Stunden außer Haus. In die Rente klebte ich auch nicht den wahnsinnigen Betrag ein und würde so vor mich hin krücken bis zu meiner Rente mit fast 67 Jahren... was noch lange hin ist. Ich bekam nach dem Gespräch Depressionen. Wenn ich wenigstens die Arbeitszeit so legen könnte wie bei dem Arbeitgeber davor... 3 mal 8 Stunden und dann 1 mal 6 Stunden und einen Tag frei oder... oder... das war richtig klasse. Das System von heute kann ich nicht stemmen. Ich muß wegen meiner Gesundheit am Ball bleiben sonst kann ich in ein paar Jahren ganz einpacken. Habe ich doch bereits einen Behinderungsgrad von 40 auf Lebenszeit. Seufz. Ich werde weiter suchen müssen. Hoffentlich finde ich etwas in dieser Stadt hier oder im Kreis. Dann wären die Fahrtkosten geringer und evtl. die Fahrtzeiten. Habe mich vorhin telefonisch bei zwei hiesigen Betrieben beworben. Allerdings geht es hierbei um 450€ Jobs. Aber besser als gar nichts. Seufz. Klaus du fehlst mir mehr und mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der heutige Tag war gespickt mit Hindernissen. Angefangen vom gekippten Schlafzimmerfenster, das sich nach dem Lüften des morgens nicht mehr schließen ließ. Das ist besonders prickelnd wenn man im Hochparterre wohnt und ständig in der Umgebung eingebrochen wird. Ich ließ das schwere Holzrollo runter und mußte die Wohnung wegen eines Arzttermines und eines anschließenden Vorstellungstermines verlassen. Mir war dabei überhaupt nicht wohl! Zum Bewerbungsgespräch verpaßte ich gleich zweimal den Bus. Ich wollte schon aufgeben, dann schaffte ich es doch noch "kurz vor knapp". Die angebotene Stelle war aber leider nicht das Richtige für mich, da körperlich schwere Arbeit bei bescheidener Bezahlung. Mein Gesprächspartner bei diesem Gespräch machte aber einen sehr ehrlichen und netten Eindruck. Jung, sportlich, gut aussehend - wie Frank Beckenbauer in jungen Jahren... nur viel besser. Ich hatte den Eindruck daß wir uns auf Augenhöhe begegneten. Dankend lehnte ich ab, was von meinem Gegenüber verstanden wurde. Zu Hause angekommen versuchte ich das Fenster zu schließen, was mir nach langen Mühen und Krach gelang. Das kleine Mistding werde ich nicht mehr öffnen. Zum Glück habe ich noch das große zum Lüften. Im Korridor habe ich seit Wochen keine Beleuchtung mehr. Also rauf auf die Leiter, die Glasschale der Lampe abgenommen und eine neue LED Lampe eingedreht und siehe da... die ganze Lampe ist Schrott oder schlimmer noch... die Leitung..., denn die eingedrehte Glühlampe funktioniert ebenfalls nicht und alle anderen verfügbaren genauso wenig. Na Klasse!. Da muß jemand dran, der Kenntnisse besitzt welche über das Heraus- und Eindrehen von Glühlampen hinausgehen. Du siehst Klaus... du fhelst auch dort. Immer und überall. Es ist ein Jammer!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 29.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist es nicht mehr so heiß. Den Entschluß, heute Rasenmähen zu wollen, ließ ich sehr früh wegen Unwohlseins fallen. Die Knochen schmerzen witterungsbedingt. Es regnet ohnehin. Wenigstens bewegt sich die Luft, daß Durchzug möglich ist und hoffentlich den warmen Mief mit sich nimmt. So kann ich mich ruhigen Gewissens den Bewerbungen widmen und dem Haushalt. Gestern war der Tag an dem du vor einem Jahr eingeäschert wurdest. Unvorstellbar. Du bist einfach vom Erdboden verschwunden. Nun muß ich mich wieder alleine durchschlagen. Immer Kampf und Krampf. Du fehlst!
In unendlicher Trauer und Liebe
deine Tina
Tina am 29.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war es wieder schrecklich warm. Nachts zuvor gab es ringsherum mehrere Gewitter... in allen Himmelsrichtungen, nur nicht bei uns. Ein wenig Regen ging nieder, aber nicht genug. Nachts kann ich vor lauter Wärme nicht schlafen. In Spanien, wo wir einst lebten, herrscht seit Monaten eine Hitzewelle - ohne Unterbrechung. Ich ginge dort auf Dauer ein wie eine Primel ohne Wasser. Hier strömten die Menschenmassen bereits am frühen Morgen - "mit Sack und Pack und Rind und Kind" - zum See. Meine Bekannte und ich aßen, im Schatten sitzend, schon um 12 Uhr das erste Eis. Es folgten bis zum Abend noch zwei weitere. Auf dem Balkon grillten wir Rippchen und aßen Curryreis dazu. So hatten wir keine zusätzlich erhitzte Küche. Kochdünste zogen gleich ab. Bestimmt haben wir je zwei Liter diverse gekühlte Getränke in uns hineingeschüttet. Wir erzählten uns währenddessen groteske Erlebnisse und lachten lauthals, ohne alkoholische Getränke genossen zu haben. Unter anderem berichtete ich von einem Bekannten, der eine Schermaus auf seinem Balkon entdeckte, die wohl seine Katzen anschleppten und das Tier als zu groß befanden. Jedenfalls bugsierte er das Tier in einen Käfig, nicht wissend um welche Spezies es sich handle. Ich betrachtete das Nagetier und hielt es damals schon für eine Schermaus und riet ihm das Tier hinten am Feld, wo sich ein Gewässer befindet, wieder freizulassen. Mein Bekannter wußte es besser und ließ das Vieh im Garten frei, wobei die Schermaus ihn während des Freilassens in die Hand biß. Jetzt würde sich jeder Sorgen machen, ob man sich eine Tollwutspritze oder sonst eine Injektion prophylaktisch verpassen lassen sollte, nur nicht eben dieser Bekannte. Der Witz war, daß die quicklebendige Schermaus, kurz nach dem Biß in die Hand, tot umfiel. So gesehen war die Schermaus wohl gegen die aggressiven Erreger meines Bekannten nicht immun. Ich habe Tränen gelacht. Dann die Schote mit dem Heringsbrötchen, welches mir eine Möwe auf dem Weg zum Deutschen Museum in München, an der Isar, meiner Hand entriss. Oder die Story mit der großen Speiseeiskugel, die beim Beugen über das Geländer einer Aussichtsplattform aus der Eistüte meiner Freundin in einen See fiel und von einem Karpfen, mit fast ausgerenktem Kiefer auf einmal, verschlungen wurde. So folgte eine lustige Geschichte nach der anderen. Ein nettes Treffen war das. Dennoch... egal was ich unternehme... du fehlst. Meine Familie, die du warst, fehlt mir. Ich bin ohne Familie und unbeheimatet. Die Erkenntnis übermannt mich spätestens dann wenn ich meine Wohnungstür hinter mir schließe.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 27.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern hatte ich um 21 Uhr 30 einen Anruf als "unbekannt" im Display dargestellt. Annehmend daß das nur Anthony, Klara oder Philippe sein könne ging ich ans Telefon. Seufz... es war die Frau die mich einst gebar, die normalerweise mit den Hühnern schlafen geht und um die Zeit niemals anrufen würde, es sei denn es wäre Silvester. Meine Begrüßung war "ach herje. Ich dachte es wäre jemand gestorben". So nämlich hat sie mich schon vor zig Jahren am Telefon begrüßt, als ich sie noch anrief. Allerdings sagte sie "ach du bists. Ich dachte es wäre jemand gestorben." Herzlich wie immer. Na ja... Sie bemerkte, daß du Klaus gestern deinen Todestag hattest. Daraufhin erklärte ich ihr daß mit deinem Sterben auch meine Familie gestorben sei, denn du warst meine einzige Familie. Ich solle doch meinen Haß begraben meinte sie dann. Grundsätzlich hasse ich niemanden. Das ist mir zu anstrengend. Ich meide nur gewisse Personen. Sie wolle wieder ein gutes Verhältnis zu mir pflegen. Wir hatten nie ein gutes Verhältnis. Was man nie hatte kann man nicht kitten. Das wird nie in unserem Leben etwas. Leider versteht sie das nicht. Sie hat alles richtig gemacht und ist sich keiner Schuld bewußt. Stelle ich sie zur Rede verdrängt sie was war, leugnet ab, verdreht Tatsachen und verharmlost. Oder behauptet ich würde mir das alles einbilden. Was habe ich unter deren narzisstischer Persönlichkeitsstörung gelitten! Ich fehle ihr nur weil sie niemanden zum Quälen hat. Über meinen Vater beklagte sie sich, daß er desinteressiert und gleichgültig wäre. Ich konnte sie beruhigen... Menschen, die gleichgültig und desinteressiert sind, würden sehr alt, da sie sich nicht aufregen, das müsse sie doch am besten wissen. Alzheimer hätte mein Vater. Er würde nachts um zwei Uhr aufstehen und sie wecken. Ob sie ihn dann auch anschreit, wie sie es mit mir tat, wenn ich sie weckte als mir als kleines Kind schlecht war? Ob sie dann auch brüllt "ich brauchte auch meinen Schlaf!" Bei mir ergänzte sie noch "ich sags Vati!" Wem will sie das nun petzen, der den Verursacher der nächtlichen Unruhe anschließend anbrüllt? Die zwei haben sich redlich verdient. Mein Vater hat der was geschissen. Die Rechnung ging nicht auf. Der hat ihr nicht den Gefallen getan - totz einer Krebserkrankung vor mehr als 34 Jahren, schwerer Kriegsverletzung und sieben Jahren Altersunterschied - alsbald abzukratzen. Sie meinte abschließend, daß sie wieder anrufen wolle. Ich entgegnete nur "tu was du nicht lassen kannst" und legte auf. Das brauchte ich nun wirklich nicht! Gestern hatte ich dennoch ein schönes Erlebnis. Nach dem Kirchenbesuch bestieg ich am Bahnhof den Bus, um nach Hause zu fahren. Mit mir "stieg" auch ein schöner Schmetterling ein. Ein Admiral. Ich versuchte den Schmetterling auf meine Fahrkarte zu bewegen... er flatterte aber hysterisch an der Fensterscheibe umher. Zum Glück hatte der Bus noch Pause, da der Bahnhof Endstation war. Plötzlich stand ein, offenbar Neubürger, aus dem Bereich der Flüchtlinge, auf und versuchte ebenfalls den Schmetterling zu fangen. Dem jungen Mann gelang das schließlich, wobei ich Bedenken hatte - da Schmetterlingsflügel schnell zu Staub zerfallen - daß das Tierchen die Rettungsversuche nicht unbeschadet überleben würde... aber er entflug seiner Hand unbeschadet, vor dem wartenden Bus, gen Himmel. Die insgesamt vier jungen Männer aus dem arabischen Raum, Syrien nehme ich an, strahlten um die Wette, selbst die, welche zuvor sehr ernst und finster vor sich hinstarrten. Als ob ein Sonnenstrahl für einen kleinen Moment ihre Düsternis erhellte und blitzweiße Zähne samt dunkler glänzender Glutaugen, umrandet von goldbraunem Teint, zutage treten ließ. Ein schönes Erlebnis.
Klaus du fehlst mir immerzu. Das wird mit der Zeit eher mehr denn weniger.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 26.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute ist der Tag an dem du um 22 Uhr 58 in Huelva starbst. Ein Jahr ist das nun her. Mir ist es als wäre das gestern gewesen. Aus diesem Grunde werde ich heute in die Stadtkirche gehen und einer kleinen Andacht samt Orgelspiel beiwohnen. In Gedanken nehme ich dich dazu mit... du bist ohnehin immer dabei. Mehr weiß ich an diesem Tage nicht zu schreiben oder zu berichten. Mir fehlen förmlich die Worte.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 25.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Hitzewelle - die du zu uns hinüber schobst - hat uns fest im Griff. Wird die Frau, die mich einst gebar, das nun als Wärmewelle bezeichnen? Wenn ich damals behauptete, daß es draußen heiß wäre "verbesserte" sie mich sofort und meinte "es ist nicht heiß draußen, sondern warm". Trotz meiner damaligen Einfalt wird im Radio und Fernsehen von Hitze und nicht Wärme gesprochen. Da fragt sich wer am Ende der Kretin ist. Das waren Sommer damals... mit flirrender Hitze über dem Asphalt. Der Asphalt löste sich an manchen Stellen und kaugummiartiges, widerliches Teerzeugs klebte an den Schuhsohlen. Bei meinen Großeltern, ganz in der Nähe wo ich geboren wurde, war es auch irre heiß während der Sommermonate. In der Loggia hatte meine Oma rot blühende Geranien stehen. Die rochen so stark, daß man sich kaum dort aufhalten konnte. Heute gibt es solche Geranien nicht mehr. Den Geruch hat man wohl weggezüchtet. Wenigstens konnte man sich in ihrer Wohnung im kühlen Schlafzimmer aufhalten, oder im Hinterhof, der immer - dank eines Durchganges durch die Häuser - kühl war. Meine Großmutter hatte immer Obst eingekocht und Fruchtsirup hergestellt. In der Küche - zwischen der Außenwand mit dem Küchenfenster und der Seitenwand eines halbhohen Schrankes - standen die Sirupflaschen für uns parat... zum Verdünnen mit Mineralwasser. Nur der Brombeersirup war allein für meinen Großvater reserviert. Ob das daran lag, daß man seiner Mutter... damals nach seiner Geburt... mitteilte "bei dem können Sie nur beten... der wird nicht alt..." Immerhin wurde er neunzig Jahre alt. Ob des Betens oder Zusteckens aller möglichen Leckereien... wer weiß das schon. Ich fühlte mich immer wohl dort. Zumal dort gesprochen wurde, wie ich es auch tat, bevor ich sehr weit entfernt eingeschult wurde und wegen der Art und Weise des Sprechens ständig diskriminiert wurde. Mir erschienen meine Landsleute liberaler und herzlicher. Das Land war weit und flach. Die besten Kartoffeln, Spargel und Zuckerrüben wuchsen im dunklen Sandboden. Pferdekopfpumpen bewegten sich gemächlich auf und ab. Als Kind wirkten die Teile auf mich wie Sauriere. Apfelbaumreihen und anderes Gehölz schützten die Felder vor Erosion. Immer wird mich der Duft von Phlox und Wicken an dieses Land erinnern. Mit dir Klaus habe ich oft einen Abstecher dorthin gemacht... mit dem Wohnmobil und den Hunden. Jedes Jahr unternahmen wir ein Tour dorthin. Du mochtest auch die wunderschöne Landschaft mitsamt deren Stille... war es dort fast schon wie in deiner Heimat... mit weißen Birken, Sandboden, Heidekraut, Heidel- und Preiselbeeren, Wacholder, Sanddorn und Schlehen. Wo ich letztendlich aufwuchs durften sich mein Bruder und ich nur im 11qm großen Kinderzimmer aufhalten. Das war fürchterlich. Keine Rückzugsmöglichkeit. Es mußte alles ausgehalten werden. War man zu lange auf den Klo schloß meine Mutter von außen auf. Es war die Hölle! Vor dem fünfstöckigen Wohnhaus befand sich eine Sackgasse und eine ellenlange Treppe zu einer viel befahrenen Hauptstraße hinauf. Die Y-förmige Treppe teilte sich zu Anfang in eine linke Treppenseite und eine rechte. Dazwischen befand sich eine ca. 200qm große, schräge Grünfläche, von einer niedrigen Hecke zur Sackgaqsse hin begrenzt, und seitlich durch die Treppengeländer. Die Grünfläche diente den Bewohnern hauptsächlich als Hundeklo. Drei Birken kämpften dort um ihr Überleben und zwei andere niedrige Bäume taten es ihnen gleich. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite befanden sich mächtige Kastanienbäume und eine neuapostolische Kirche sowie Wohnhäuser aus der Vorkriegszeit. Das war ein Kulturschock für mich, als ich gewahr wurde, daß der Aufenthalt dort nicht vorübergehend, sondern endgültig war. Klaus du fehlst mir unsagbar!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 24.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern war ich morgens zur Akupunktur und nachmittags mit meiner Bekannten unterwegs. Wir haben nun eine Sitzung "heilsames Berühren" hinter uns... oder heilsames Handauflegen... schaden kann das schon mal nicht. Mal sehen was wird. Bei "Nordsee" kehrten wir - zur Stärkung - ein. Das Unternehmen hat nachgelassen. Teures Essen von mittelmäßigem Geschmack. Die Vergabe eines Codes für die Toilettenbenutzung ist ein Witz. Der Code steht auf dem Kassenbon drauf und lautet immer 1133... grins. Ich weiß das, weil ich dort immer auf ein Zitronenwasser einkehre wenn ich in der Nähe einen Arzttermin habe. Die Hitzewelle hat nun auch uns erreicht. Du hättest jetzt gesagt, daß du das Wetter zu uns rübergeschoben hättest. Immer werde ich daran denken. In Spanien herrscht seit Monaten eine Mörderhitze. Wildgänse konnte ich gestern laut schnatternd, über das Haus fliegend, vernehmen. Diese Wintergäste hatte ich schon zwei Wochen zuvor bemerkt. Die Kastanien werden langsam reif, ebenso Ebereschen. Alles nimmt seinen Lauf... unbeeindruckt... nur du... du fehlst. Bei der Wärme werde ich im Haus bleiben, wenn ich nichts zu erledigen habe oder einen Termin wahrnehmen muß. Die Nacht über schlief ich total schlecht. Sollte das diese Nacht auch so sein, werde ich fernsehen oder lesen. Das Hin- und Herwälzen ist schrecklich. Gleich werde ich zwei Bewerbungen mailen. Die Hoffnung stirbt zuletzt.
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 23.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Zeit ist wieder für ein paar Erkenntnisse reif. 1. Es ist kein kultureller oder gar kulinarischer Verlust Queller nicht zu kennen oder gegessen zu haben. 2. Weltgereiste Lebemänner schrumpfen in Krisensituationen auf die Ausmaße einer Mikrobe zusammen. 3. Pisa liegt machmal um die Ecke. 4. Dummheit tut nicht weh, sonst würden Viele vor Schmerz aufschreien. 5. Die einzig Glücklichen im Leben sind die Irren. 6. Unbelehrbarkeit ist, wie die Ratten, unausrottbar.
Klausi... du siehst "ich habe den Kaffee auf"... Du fehlst mir mein ganzes restliches Leben lang!
In tiefer Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 22.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Gestern war ich bei einer Bekannten. Wir haben "gegrillt". Grillen sieht für mich anders aus. Das Grillgerät war nämlich eine große, tiefe, elektrisch betrieben Pfanne die auf dem Balkon stand. Ich steuerte Tzaziki dazu bei. Die übrigen Kosten haben wir geteilt. Von den Hähnchenschenkeln und dem Beiwerk waren wir schnell ziemlich gesättigt. Nun haben wir gewiß eine "Mörder-Knoblauchfahne". Damals haben wir auch öfters in Bonastre oben auf dem Berg gegrillt... bei deinem ehemaligen Chef und dessen ganzer Familie samt marokkanischer Arbeiterschaft. Einmal warf dort ein älterer holländischer Kunde mit seiner polnischen Freundin eine solche Grillrunde. Das war irre. Mit Aioli, salsa romesco, Baguettes, Salat, Hähnchenschenkeln, Salsicas, Serrano, Manchego, Wein, Gaseosa, Cola und Moscatel wurde stundenlang geschmaust und gebrutzelt. Die salsa romesco stammte immer aus der Hand von Filomena, aus dem Dorf unten. Die konnte das am besten. Klaus... dein erbauter Anbau steht bestimmt noch zwischen den riesigen Pinien. Heute noch gehe ich in Gedanken dort spazieren. Wilder Thymian, Rosmarin und Fenchel wuchsen dort in Massen. Eidechsen huschten über den Weg. Farbenfrohe Schmetterlinge flogen umher. Zikaden nervten in der gleißenden Sonne. Mandel-, Pfirsich- und Olivenbäume säumten den Weg. Weinreben prägten zudem die Landschaft. Ob man sich dort noch deiner erinnert? Eigentlich müßte das so sein, denn wir halfen damals diesen Betrieb aufzubauen und dein Chef flog dreimal mit seiner ganzen Familie bei uns in Deutschland ein und nächtigte bei uns jeweils eine Woche lang... und das in einer 2 Zimmerwohnung. Nicht zu vergleichen mit dem Anwesen des heutigen Großgrundbesitzers. Der Typ war ein schreckliche Tierquäler. Unglaublich. Gut daß wir eines Tages unsere Sachen packten und weiterzogen. Dagegen konnten wir nichts ausrichten. Es ging dermaßen an die Nieren. Schrecklich. Klaus... die Welt ist seitdem nicht besser geworden... im Gegenteil. Du fehlst mir irrsinnig.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 21.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute vor einem Jahr sprachen wir das letzte Mal miteinander. Ich bin untröstlich. Oft denke ich daß ich dir noch so viel hätte sagen müssen. Immer wieder fallen mir Fragen ein, die ich dir nun nie mehr stellen kann. Diese seelischen Schmerzen sind für mich nur schwer auszuhalten. Mein Kampf dich nach Deutschland bringen zu lassen war mangels Kapital erfolglos. Das könne man dem deutschen Steuerzahler nicht zumuten teilte mir das Konsulat mit. Dein Pech war, daß du keinen Migrantenhintergrund hattest, denn dafür gibt es Spendentöpfe. Nach deinem Ableben war plötzlich die irre Frage aufgetaucht ob du zum Zeitpunkt deines Ablebens überhaupt die deutsche Staatsbürgerschaft hattest und sie nicht doch gewechselt hattest. Am 26. 08. starbst du und am 28.08. hatte man dich schon wie einen auf der Straße totgefahrenen Streuner verbrannt. Hier wird so viel Geld zum Fenster herausgeworfen. Da fragt man sich nicht ob sich das lohnt. Du hast hier seinerzeit Steuern bezahlt und in das Sozialsystem eingezahlt! Ob die in unserem Land gestrandeten Personen jemals hier einzahlen werden und am Ende nicht nur kassiert haben... ist fraglich. Hier ist alles verkehrt herum. In Spanien zum Beispiel kommen vornean die Spanier, dann die Südamerikaner, dann die Philippinos, dann die EU`ler und dann der Rest der Welt. Bei uns ist das umgekehrt. Total verrückt. Daß diese Vorgehensweise den Ummut der Bevölkerung hervorruft ist doch klar. Mir graut vor der nächsten Wahl. Ich kenne viele mündige Bürger, die sich in das rechte Lager schlagen. Leider haben wir, dank der Amerikaner, keine Chance auf ein Referendum. Das sieht die deutsche Verfassung nicht vor. Daß bedrohten Menschen geholfen werden muß ist Ehrensache. Aber man sollte die Fürsorge nicht übertreiben, so daß die Bedrohten aus einem sicheren Land heraus nur das Bestreben haben nach Deutschland zu kommen oder dorthin verbracht zu werden und sich für immer hier niederlassen. Die Erwartungshaltung dieser Menschen ist hoch und die Ernüchterung äußert sich in Beschwerden über mangelnde Unterkünfte und nicht "angemessene" Ernährung. Kein Land hat millionen von Wohnungen zur Verfügung - wie Bienenwaben... die nur befüllt werden müssen - für solche Fälle! In den Krisenländern muß eine Lösung geschaffen werden. Alles andere ist ein schlechter Kompromiss! Denn so werden deren Probleme zu den unseren gemacht. Ich bin der Meinung, daß die Kolonialmächte sich um die geflüchteten Personen aus den betroffenen Ländern wie jene aus Nord- und Zentralafrika zu kümmern haben, denn die haben über Jahrzehnte hemmungslos gerade diese Länder ihrer Bodenschätze beraubt. Nun haben diese Staaten die Gelegenheit begangenes Unrecht wieder gutzumachen. In Spanien würden die afrikanischen Flüchtlinge niemals derart auftreten wie hier. Die bekommen dort so gut wie nichts und kommen sofort in Haft oder werden abgeschoben, wenn nur das geringste passiert. Klaus seufz... ich bin desillusioniert was dieses Land hier betrifft. Du wirst mir bis an mein Lebensende fehlen.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 20.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Juhu! Das Telefon funktioniert wieder. Das Internet gab wohl in der Nacht seinen Geist auf. Auch das Problem scheint behoben. Heute traf ich in der Stadt eine Bekannte, die ich von einer "Weiterbildungsmaßnahme" her kenne. Das hat mich wirklich gefreut sie zu sehen. Spontan lud sie mich zu einer Tasse Tee ein und ließ mich nonstop erzählen. Ich kam mir vor wie Gisela Schlüter... und schilderte meine letzten, aktuelleren, Lebensnabschnitte im Zeitraffer. Anschließend besorgte ich Dill auf dem Wochenmarkt... welch Wunder, daß der zwischenzeitlich noch nicht zusammengepackt hatte und noch verwunderlicher ein Bund Dill für mich übrig hatte und Queller. Queller kenne ich von Süd-Frankreich. Damals in Peyriac-De-Mer fand ich die Pflanze am Ufer der Salinen... leider traute ich mich seinerzeit nicht an die Spezialität heran. Du Klaus stauntest nur was ich alles kenne. Astor ließ das völlig kalt. Der jetzige Queller stammt aus Israel. Welch ein Glück daß ich nicht mehr mit Nesim zusammenlebe, sonst würde deswegen ein Sechstagekrieg in meiner Küche ausbrechen - wie damals vor dreiunddreißig Jahren, als ich unbedacht Weintrauben aus Isreal wagte zu kaufen. Der Verkäufer des fleischigen Krautes verriet mir freundlicherweise die Zubereitung. Das wird heute mein vegetarisches Abendessen. Für den morgigen Tag muß ich Cacık zubereiten. Ich weiß noch nicht ob ich, wie Nesim, dem Joghurt geriebenen Schafskäse zum Salzen zugeben sollte. Frischer Dill und getrocknete Nane kommt auf jeden Fall hinein, von geriebenem frischen Knoblauch, entkernter fein geraspelter Gurke, Zitronensaft und Olivenöl ganz zu schweigen. Alles Erinnerungen. Ein Wahnsinn. Dennoch du fehlst. Egal was ich anstelle.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 19.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Meine Telefongesellschaft hat heute mal wieder ein Problem. Ich kann seit 18 Uhr nicht mehr telefonieren. Wenigstens kann ich mich noch im Internet bewegen. Oft war ich schon tagelang ohne Telefon und Internet. So gesehen kann ich dankbar sein. Heiß war es heute draußen. Die Frau, die mich einst gebar würde mich daraufhin verbessern und den schwachsinnigen Spruch von sich geben: "Es ist nicht heiß sondern warm." Was ihr das gebracht hat, kann ihr Geheimnis bleiben. Dirk lud mich anlässlich seines Geburtstages zum Essen ein. Uns war es zu warm dort und nach dem Essen und einer 0,75l Flasche Mineralwasser, einem Radler sowie einem Krefelder waren wir froh wieder nach Hause zu fahren. Auf der Straße sahen wir einen amerikanischen Straßenkreuzer. Ich erzählte von dir. Du hattest auch mal so ein Fahrzeug repariert. Wir mußten extra Werkzeug dafür kaufen, weil in Amerika nicht alles genormt ist, wie bei uns. Das Werkzeug blieb in Spanien... wie so Vieles... ein Fressen für die Geier. Über deinen Verlust komme ich wohl nie im Leben hinweg. Eine schmerzende Wunde die niemals verheilen wird.

Zerrissen ist mein Herz
meine Seele voller Leere und Schmerz.

Der kalte Windhauch tief innen in mir drin
suche vergeblich nach dem Lebenssinn.

Meine Augen in Tränen eingehüllt
so habe ich mich noch nie gefühlt.

Ich habe dich verloren bist für immer weg
hinterlässt wie bei einem Schiff
ein großes Leck.

Nie werde ich Dich wieder in meine Arme schließen,
werde um Dich in Trauer zerfließen.

Wünsche mir unsere gemeinsame Zeit zurück
voller Freude und Glück.

Warum musstest Du von mir gehen
ich suche nach einer Antwort
doch ich kann es nicht verstehen.

Schaue mir immer wieder Dein Foto an
damit ich Dich wenigstens sehen kann.

Du wurdest von Gott gegeben
damit Du kannst leben.

Doch jetzt hat er Dich
mir wieder genommen
der Sand in der Uhr
ist für Dich nun verronnen …

(Verfasser unbekannt)


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 18.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Morgen hat Dirk Geburtstag. Morgen in einer Woche... bist du schon ein Jahr tot. Damals am 21. August 2015 sprach ich das letzte Mal mit dir. Dann ging nichts mehr. Ich möchte manchmal nur noch schreien. Das wird mein Leben lang schmerzen. Eine Wunde die niemals heilen wird. Klaus du fehlst mir unendlich!!!! Mir fehlen die Worte!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 17.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eine Absage bezüglich meiner Bewerbungen habe ich heute erhalten. Wegen des Wetters habe ich leichte Kopf-und Gliederschmerzen. Jetzt ist mein Elan erstmal dahin. Klausi... im Moment bin ich mental mit meinem Latein am Ende. Die Arbeit hätte ich nicht auch noch verlieren dürfen. Klaus du fehlst mir. Mit dir wäre das alles nur halb so schlimm.

ich gehe nicht weg
hab’ meine frist verlängert
neue zeitreise
offene welt
habe dich sicher
in meiner seele
ich trage dich bei mir
bis der vorhang fällt
ich trag dich bei mir
bis der vorhang fällt.

(Herbert Grönemeyer)

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 16.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Warm ist es wieder geworden. Die rot blühende Stockrose vom Vorgarten habe ich heute runtergeschnitten. Die war nicht mehr schön. Der weiß blühende Hibiskus sieht auch nicht so dolle aus. Wenn die Blüten verblüht sind kleben die, ganz häßlich aussehend, an den anderen Knospen und Blättern. Ich habe das vorhin ein wenig abgezupft aber das ist eine Mördermaloche. Zur Akupunktur war ich auch... meine erste Sitzung in diesem Jahr. Bei dem REHA-Mediziner artet das wenigstens nicht aus, so daß man sich wie eine Dartscheibe fühlt. Heute habe ich angefangen meine Kleidung zu sortieren und die abgetragenen Kleidungsstücke in den Sack für das Deutsche Rote Kreuz zu packen. Das ist dringend notwendig. Klaus du siehst, auch ich habe das Problem des fehlenden Platzes. Seufz tief. Ich habe nun - gezwungenermaßen - Zeit zu solchen Aktionen. Morgen werde ich die Fenster putzen. Das Feld von gegenüber ist abgeerntet und umgepflügt. Ansonsten habe ich keine Nachrichten zu vermelden. Klaus du fehlst mir jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 15.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute habe ich nicht viel zu berichten. Drei Bewerbungen habe ich per e-mail versandt. Gestern sah ich zum x-ten Mal "Jenseits von Afrika" ... ein toller Film. Die olympischen Spiele verfolgte ich auch ein wenig. Mücken flattern hier in Massen herum. Am besten man sprüht vor dem Schlafengehen mit dem Insektenspray den Raum aus. Schrecklich. Mein Rücken schmerzt. Irgendwie bin ich mental erschöpft. Immer Kampf und Krampf macht auf die Dauer mürbe. Klaus du fehlst mir. Es vergeht nicht ein Tag an welchem ich nicht irgendwie von dir spreche. Du bist allgegenwärtig.

Ich weiß, wie man loslässt.
Ich weiß, wie man aufhört.
Ich weiß, wie man was hinter
sich lassen muss......

Aber ich weiß, heißt
noch lange nicht
ich kann.......
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 14.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute bin ich wieder einmal kreuzlahm. Habe dennoch die weiße Wäsche unten im Keller in der Waschmaschine und werde sie gleich aufhängen. Gleich kommt noch die Buntwäsche dran. Die Rosen vor dem Haus habe ich auch geschnitten, den Müll entsorgt und die Zeitung nach Stellenanzeigen gefilzt. Ich habe mir überlegt ob ich nicht den Text meiner Bewerbungen ändern sollte. Da schreibt man immer davon man suche neue Herausforderungen. Bei mir ist das so, daß ich mich den Herausforderungen stelle, wenn sie denn mein Leben kreuzen. Aber feiwillig suche ich keine Probleme mehr. Ich suche eine Arbeit, die mir Spaß macht, die ich beherrsche und die mir ein Ein- und Auskommen bis zur Rente sichert. Vielleicht denken die Leute, die meine Bewerbung in die Hände bekommt "ach eine Witwe... die will hinzuverdienen um sich nicht zu langweilen und damit sie sich einen Urlaub auf dem Clubschiff AIDA leisten kann..." Bei mir ist das leider nicht so. Durch deine Selbstständigkeit, in welcher du nicht "klebtest"... beziehe ich eine Witwenrente deren Betrag nicht einmal für die Wohnungsmiete reicht. Ich glaube das werde ich in dem Bewerbungsschreiben artikulieren. Außerdem bin ich dafür, daß Betriebe nicht nur eine Ausgleichsabgabe wegen des Nichtbeschäftigen eines Behinderten zu leisten haben sondern auch wegen des Nichteinstellen eines Arbeitnehmers über 50 Jahren, wenn es zu Neueinstellungen in dem Betrieb gekommen ist. Von einem "Bodensatz" an Arbeitslosen zu sprechen ist unfair, wenn denen keine Chancen eingeräumt werden. Klausi... ich habe keine Lust bis zum Eintritt meiner Rente vom Existenzminimum leben zu müssen. Nachher werde ich mich an das Anschreiben setzen um etwas entsprechendes zu "schnitzen"... zu verlieren habe ich nichts mehr und stehe mit dem Rücken an der Wand. Klaus ich vermisse dich. Es ist schon verdammt einsam und langweilig ohne dich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 13.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Vorhin war ich für zwei Stunden im Garten. Ich entdeckte dort eine ganz kleine Eidechse. So klein und dünn wie mein kleiner Finger, braun mit gelb-rosa-oranger Unterseite. Ich dachte erst das wäre ein kleines Stück Holz. Auf dem Erdboden kaum zu erkennen. Ich erinnere mich noch gut an eine kleine Eidechse auf Zypern... zwischen antiken riesigen Amphoren in der Außenanlage eines einem Museums... das Tierchen war auch so niedlich. Ganz kleine Schüppchen am Körper, eine feine Zeichnung und kleine Äugelchen, braun-grauer Körper... kleine Füßchen mit winzigen Zehen und Krallen... Wer da nicht Ehrfurcht vor dem Leben und der Schöpfung empfindet hat keinen Verstand und kein Herz! Oder die zwei kleinen grau-weißen Geckos, die wir in Spanien unter der Verkleidung eines Wohnwagens fanden und die mich anfauchten... Da mußten wir lachen. Klaus... ich bin voller Erinnerungen. Zum Glück sind unsere gemeinsamen Erlebnisse meistens schön, im Gegensatz zu den Erinnerungen an die Frau, die mich geboren hat. Ich kann das niemals verstehen, wie man sich so verhalten kann. Aber das kann nunmehr ihr Geheimnis bleiben. Heute gibt es bei mir Putenfleisch mit Bohnen und Kartoffelpüree. Das liebstest du auch. Ach ja... gestern war ich mit meiner Bekannten Heringsstipp essen. Herrlich! Klausi... hier wird es wieder warm draußen. Der Feigenbaum im Garten ist auch schon 17 cm "groß". Immerhin hat er schon zwei Winter überlebt. Noch immer herrschte eine Hitzewelle dort wo wir in Frankreich und Spanien lebten. Gestern sah ich deine Notizen bezüglich einer Klimaanlage für Spanien. Den "Pinguin" brauchen wir nun nicht mehr. Das schmerzt wahnsinnig, daß du nicht mehr bist.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 12.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Manchmal frage ich mich was ich hier tue. Ob du das lesen kannst... ob du meine Gedanken hörst... meine Gefühle spürst... ich weiß es nicht. Diese Endgültigkeit zermürbt mich. Es ist sogar so, daß ich an mein eigenes Ende denke und beschließe so nach und nach meinen Hausstand auflösen zu wollen... nach dem Motto "nothing left to lose". Das Ereignis möge noch Jahrzehnte weit weg sein... bei bester Gesundheit und nötigem Ein- und Auskommen... man weiß jedoch nie wie es kommt und gefragt wird man eh nicht. Ich will auf keinen Fall daß meine Familie, die mich nie wertschätzte, nach meinem Ableben Hand an meine Habseligkeiten legt oder sich erdreist meiner Beerdigung beizuwohnen. Zu Lebzeiten war ich immer der Stein des Anstoßes da müssen sie nicht zu diesem Anlaß die Richtung ändern und sich zivilisiert mir gegenüber verhalten. Klausi du fehlst mir. Dein Ableben hat mich mental aus meiner Umlaufbahn gehauen. Der Verlust meines Arbeitsplatzes tut ein Übriges.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 11.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Der Rasen ist nun endlich gemäht! Heute war es schön kühl und relativ trocken. Den Tag mußte ich dafür nutzen. Die Mücken und Bremsen haben mich in Ruhe gelassen. Leider habe ich ein Hummelnest im aufgeschichteten trockenen Rasenschnitt nicht bemerkt. Der trockene Rasenschnitt ist umgekippt und die Hummelwaben, Minihummeln, adulte Hummeln und die Brut lagen plötzlich vor meinen Füßen. Ich wußte nicht was tun und habe den trockenen Schnitt vorsichtig auf das Gewimmel geworfen, denn es fing an zu tröpfeln... ehe der Wind und Regen zunahm. Samstag werde ich mal linsen was Sache ist. Meine Blutabnahmeergebnisse sind noch immer auffällig was mich sehr beunruhigt. Gleich werde ich noch eine Bewerbung mailen. Klaus du fehlst mir unbeschreiblich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 10.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klausi!
Heute ist es ab Mittag sehr schön draußen geworden. Wenn es morgen auch so sein sollte kann ich den Rasen mähen. Hier tut sich, was die Bewerbungen betrifft, gar nichts. Wieder ist die halbe Stadt eine Baustelle. Wieder kann man mit Verspätungen rechnen und muß zusehen wo die verlegten Haltestellen der öffentlichen Verkehrsmittel ihren Platz gefunden haben. Ich kenne das schon nicht anders. Du siehst Klaus... es ist so wie es immer war... das ändert sich nicht. Hast nichts versäumt. Klaus du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 09.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nein... ich habe den Rasen nicht gemäht. Mir war nicht danach. Werde es die Tage bis Samstag nachholen. Mir ist nur noch nach Schlafen zumute und am Ende finde ich doch keinen Schlaf. Den olympischen Spielen wohnte ich gestern Nacht bei... den Fight der zwei deutschen Underdogs gegen die Niederländer verfolgte ich gespannt. Klasse. Schade daß die zwei - die keiner auf dem Plan hatte - verloren. Seufz. Die Sache mit dem Amt... tja... da werde ich wohl klagen müssen. Das werde ich dann wohl tun. Mich ekelt das an. Meine Bewerbungen haben auch niemanden dazu bewogen sich zu rühren und sich mit mir in Verbindung zu setzen. Klausi du fehlst mir entsetzlich!

Die Welt wurde ein wenig kälter,
als Du sie verlassen hast.
Die Farben verloren ein wenig an Glanz,
als sich Deine Augen für immer schlossen.
Die Menschheit wurde ein Stückchen ärmer,
als Deine Seele auf Wanderschaft ging.
Die Sonne verlor einen Strahl,
der nur für Dich bestimmt war.
Und unsere Herzen
verloren den Glauben,
als Deines aufhörte zu schlagen.
Doch das Universum
bekam einen neuen Stern dazu.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 08.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Auf der "to do Liste" habe ich heute - gegen Nachmittag - die Punkte "Altglas entsorgen", "Leergut abgeben", "Kartoffeln kaufen" und "zur Apotheke gehen" erledigt. Morgen werde ich endlich den Rasen mähen... welch Graus! Das Fernsehprogramm ist heute wieder einmal zum Einschlafen... das endet dann wieder bei den olympischen Spielen. Wenigstens kann ich dann vier Stunden am Stück schlummern. Im Moment bin ich mental erschöpft. Ich muß mein Lebenskonzept wegen deines Ablebens und nun zusätzlich - dank der Arbeitslosigkeit - neu gestalten. Klaus du fehlst mir!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 07.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Eigentlich gibt es nichts Neues zu berichten. Ralf ruft jeden Tag an um über seine Lebenssituation zu berichten. Was soll ich dazu sagen?! Ich habe so viele Täler in meinem Leben alleine durchschreiten müssen. Dabei hat mir auch niemand geholfen. Nur du Klaus... du hast mir damals geholfen. Mir blieb auch nichts von meinem Leben davor. Ich mußte von dort weg und du kamst mir zu Hilfe. Ein Pferdeanhänger wurde gemietet und zweimal fuhren wir noch dahin, wo meine Möbel standen und holten alles ab. Das war ein ganz fürchterliche Zeit. Vor allem wußten alle besser über mich Bescheid als ich selbst und zeigten mit Fingern auf mich. Das war aber nichts Neues für mich. Ausgrenzung und Ablehnung habe ich von der Stunde Null an erleben müssen. Wie kann man nur so viel Schuld auf sich laden? Ich käme mir dämlich dabei vor. Jonathan Swift schrieb ode sagte seinerzeit: "Ich wundere mich niemals, boshafte Menschen anzutreffen, aber ich wundere mich oft, dass sie sich nicht schämen." Wie wahr... wie wahr. Klausi du fehlst mir jeden Tag mehr!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 06.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute schreibe ich fleißig Bewerbungen. Mir war nicht nach Garten, zumal es immer mal etwas regnet und gestern ziemlich viel geregnet hat. Später werde ich in der Wohnung etwas tun. Ob ich alles schaffe, was ich mir vorgenommen habe, weiß ich nicht... aber anfangen sollte ich schon mal. Klaus du fehlst mir so entsetzlich! Alle guten Ratschläge diesbezüglich sind für den Allerwertesten. Gestern Mittag war ich bei einer Bekannten. Die reichte zu Mittag Salate. Rote Bete war auch dabei. Du hättest die nicht gegessen, weil du als Kind so viel Betenbartsch essen mußtest. Alles Erinnerungen... das ist alles was bleibt. Zum Heulen!

Es war zu früh - sagt das Herz.
Du fehlst uns sehr -sagt die Liebe.
Wir sehn´uns wieder - sagt die Hoffnung.
Und wer sagt, so ist das Leben,
der weiß nicht, wie weh es tut.

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 05.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich auf dem Wochenmarkt und habe anschließend einem kleinen Orgelvortrag in der Kirche beigewohnt. Anschließend gab es eine kleine Andacht. Meine drei Kerzen zündete ich auch wieder an. Klaus du fehlst mir! Noch drei Wochen, dann bist du bereits ein Jahr nicht mehr am Leben. Unglaublich. Noch immer habe ich Probleme mit dieser Endgültigkeit... daß ich dich nie mehr sehen kann... nie mehr mit dir lachen... sprechen... kochen... essen... reisen... kann... dich nicht mehr in den Arm nehmen kann... Es ist nichts von dir übrig außer Erinnerungen und ein paar Fotos und Gegenstände... aber was ist das schon!? Du fehlst mir! Du! Das schmerzt wahnsinnig.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deiner Tina
Tina am 04.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Die Aktion Doc ist erledigt. In der Kirche war ich und zündete drei Kerzen an. Seufz tief. Morgen geht es zur Apotheke und auf den Wochenmarkt. Eine Absage bezüglich meiner Bewerbungen bekam ich heute per Mail. Ich bat sofort die gemailte Bewerbung zu löschen. Was mir ebenfalls heute per Mail zugesagt wurde. Ansonstern habe ich sehr viel zu erledigen und klären. Ich könnte kotzen. Das ist immer ein Kampf um die paar Penunsen. Gleich muß ich die Bundwäsche im Keller aufhängen. Hoffentlich trocknet die relativ schnell. Wir haben zur Zeit eine hohe Luftfeuchtigkeit. Klaus du fehlst mir so unbeschreiblich!

Ich möchte lachen,
muss aber weinen,
möchte mich freudig erinnern,
aber es kommen nur Tränen,
möchte glücklich sein,
dass ich Dich hatte,
bin aber nur traurig,
dass Du nicht mehr bei mir bist.

Alles, was ich möchte, bist Du !!

Du solltest hier sein - bei uns !!
Nun bist Du bei den Sternen
( unbekannter Verfasser )

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 03.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Letzte Nacht hatte ich einen Albtraum. Ich träumte von meiner Mutter wie sie sich abends zu mir setzte und frug wie es denn bei der Arbeit war. Das war damals, als ich meine Lehre absolvierte. Ich erzählte ihr von Mobbing und der entsetzlichen Situation dort. Mit zusammengekniffenen haßerfüllten Augen stand sie auf und blickte geringschätzig auf mich herab und meinte: "Das liegt an dir. Ändere dich, dann passiert dir das nicht mehr. Ich komme auch nicht mit dir klar." So war sie immer. Nach dem Motto "die Feinde meines Feindes sind meine Freunde." Das hat sich wirklich so ereignet. Das zweite mal sagte ich zu der niederträchtigen Frau, die mich einst gebar, "jetzt habe ich Freizeit. Morgen früh um sieben Uhr kannst du mich wieder schikanieren." Mit einer beleidigten Fratze verzog sie sich dann. Von einem meiner ersten Lehrlingsgehälter wollte ich sie einmal zum Essen einladen. Mein Bruder kam nie auf die Idee, da er krankhaft geizig ist. Meine Mutter meinte auf die Einladung hin "ich will keine Almosen von dir." Heute wundert sie sich. daß ich keinen Kontakt mehr zu meinen Eltern pflege. Mein Vater hat mich immer abends angebrüllt, weil sie sich dadurch besser fühlte... mit ihrer narzisstischen Persönlichkeitsstörung. Mein Vater hat mich nicht vor diesem Seelenmonster beschützt und nur des Friedens willen herumgebrüllt. So war ich das Bauernopfer. Die falsche Alte leugnet heute alles und meint ich würde mir alles nur einbilden. Mein studierter Bruder - das Prinzchen - meint dazu nur süffisant "so ... so... war das so?" Als ob es nie so gewesen wäre und er nicht grinsender Zeuge der Vorfälle war. Es ist ein hoffnungsloses Unterfangen damit Frieden zu schließen. Wie könnte man das auch wenn man von Kindesbeinen an mit Sätzen wie "du bist der erste Nagel zu meinem Sarg", "du macht mir das Leben zur Hölle zusammen mit deinem Vater und dessen Mutter", "du bist nur einmal krank und das ist immer", "werde wie dein Bruder, dann wirst du richtig", "nimm dir ein Beispiel an deinem Bruder"... Ärzte, ja sogar der Pfarrer des Krankenhauses rieten mir den Kontakt abzubrechen. Der Pfarrer sagte sogar "Arsch lecken". Ein nicht mehr funktionierendes linkes Gleichgewichtsorgan habe ich nun (nach zwei Infarkten gerade dort), Schwindelattacken, chronische Gastritis, Enteritis und Colitis... rheumatoide Arthritis.... etc. Hier gibt es leider keine Selbsthilfegruppe für Töchter narzisstischer Mütter. Klaus... du warst mein Fels in der Brandung... meine Familie... alles. Ich weiß nicht wie man mit solchen Verlusten jemals weiterleben kann.
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 02.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Heute war ich nicht in der Stadt. Klar... ich hätte viel zu tun, aber heute morgen war mir nicht gut. Rechts in der Hüftgegend habe ich Probleme bis ins Knie gehend. Ich kann kam gehen und eben bin ich umgekippt. Klasse. Schwindelig ist mir auch. Morgen werde ich wohl noch einiges erledigen und Donnerstag geht es wieder zum Doc. Gleich lege ich mich ein wenig hin. Wer weiß, was ich schon wieder ausbrüte. Seufz tief. Eben las ich ein Gedicht und fühlte daß es mir oft so erging.


Bahnhof

Er ist abgefahren,
der Zug,
aus dem Gelächter hallt.
Verloren steh'n wir
am leeren Bahnhof,
seh'n ihm nach.
Zu uns'ren Füßen
raschelt Laub,
das schon den Winter ruft.
Von fern die Weise
eines Leiermanns.
Ich dreh mich um,
nehm' meine Koffer
voll Erinnerung,
gehe davon,
dem Leben zu.

(Margot S. Baumann)


Seufz... Erinnerungen.... das ist leider alles was mir blieb. Klausi du fehlst!

In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 01.08.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Nö... den Jackpot habe ich nicht gewonnen... Seufz. Nichts wars. Egal. Von den Bewerbungen habe ich auch nichts mehr gehört. Zum Doc war ich heute. Donnerstag muß ich wieder hin. Klasse. Nachher mache ich mich wieder auf den Weg. Immer nur Kampf und Krampf. Das nervt. Klaus... seit deinem Ableben hat sich nichts geändert. Noch immer hat der Recht, der das Geld hat. Noch immer werden Tiere sinnlos abgeschlachtet und auch Menschen. Noch immer wird Tropenholz geschlagen, noch immer wird die Umwelt verpestet, noch immer gibt es Verblendetet die Andere mit ins Unglück reißen, noch immer werden Kinder mißhandelt oder ermordet, noch immer leben die Niederträchtigen und Oberflächlichen besser als die Ehrlichen und Tiefsinnigen, noch immer schämen sich Diejenigen nicht, die Unrecht begehen, noch immer hat der Stärkere recht und die Unverschämtheit siegt. Du siehst... du hast nichts verpaßt. Du fehlst mir unendlich. Ich muß mal wieder neue Blumen für dich kaufen. Bei der Hitze war das völlig sinnlos und die Blumentöpfe wurden ein Opfer ganzer Heerscharen von Schnecken. Das Getreide gegenüber ist geerntet. Gestern hat der Bauer das Stoppelfeld gepflügt. Vor ein paar Tagen sah ich nur eines der drei Rehe. Wo der Rest steckt weiß ich nicht. Hier fehlt Regen ohne Ende. In Spanien herrscht noch immer eine Hitzewelle.

Es gibt lange Wege,
da braucht man viel Ausdauer,
Es gibt schöne Wege,
die machen Freude und Lust auf mehr.
Es gibt schmale Wege,
voller Angst, Kummer und Bedrängnis.
Egal auf welchen Wegen du gehst,
Du bist nie allein.
Es begleitet Dich Gottes Segen.
( unbekannter Verfasser )


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 31.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin Klaus!
Wieder hat eine schlaflose Nacht ihr Ende gefunden. Ich weiß nicht wie das noch enden soll. Stellenangebote gibt es so gut wie keine. Und wenn da etwas wäre, so ist das mit öffentlichen Verkehrsmitteln nicht zu erreichen. Es ist zum Heulen. Ich befinde mich in einer Sackgasse. Entsetzlich. Der morgige Tag wird wieder stressig. Zum Arzt muß ich. Leider gibt es die Art von Arzt nicht in unserem Ort. Also heißt es Geld berappen und endlos umherdüsen. Leider habe ich jetzt die Zeit dafür. Nachher werde ich Formel I einschalten. Dir zu Ehren. Du hättest das auch gesehen. Es ist schon traurig, wenn man sonst nichts Gutes mehr für seinen Liebsten tun kann. Im Moment bin ich ziemlich down. Ich müßte so viel tun und komme nicht in Gange. Nicht einmal schlafen gelingt mir. Ich vermisse dich!

Wie schön wird es sein
wenn sich einst die Hoffnung erfüllt,
die wir in den Himmel tragen
einander wieder zu sehen.
Wie schön wird es sein
wenn wir einst voll Liebe
von dem Menschen erwartet werden,
dem hier unsere ganze Sehnsucht gilt.
( unbekannter Verfasser )


In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina
Tina am 30.07.2016Eintrag melden
Moin! Moin klaus!
Heute war ich fünf Stunden lang im Garten und habe mich den Rosen und dem Wildwuchs gewidmet. Es fehlt Wasser! Die Erde ist unter dem Bewuchs staubtrocken!!! Gestern hatte ich seltsame Erlebnisse. Eigentlich ist das alles nicht die Zeit wert um das niederzuschreiben. Es geht um die Selbstgerechtigkeit mancher Mitmenschen und um Dämlichkeit. Erschreckend wie nah Pisa sein kann. Was ist los in unserem Land? Das ist schon peinlich. Unglaublich. Nein ich schreibe das jetzt nicht nieder. Es ist zu blöde wie sich ein Nachbar von mir verhalten hat. Eine richtige Dumpfbacke. Wenn Dummheit weh täte würde der ständig vor Schmerz aufschreien. Auch das Amt weiß nicht was es tut. Zum Lachen, wenn es nicht so ernst wäre! Klausi du fehlst mir!

Ja, man muß seinen Traum finden, dann wird der Weg leicht. Aber es gibt keinen immerwährenden Traum, jeden löst ein neuer ab, und keinen darf man festhalten wollen.
Hermann Hesse, Demian

... ich versuche mich darin zu üben, dennoch du fehlst unendlich!
In tiefster Trauer und unendlicher Liebe
deine Tina


Gedenkseiten.de

Eine Kerze für Klaus

Am 06.09.2015 wurde diese virtuelle Gedenkkerze für Klaus auf Kerze-anzuenden.de entzündet und damit ein einzigartiges Online-Gedenken erstellt.

Die Kerze zum Gedenken an Klaus wurde 2.847 mal besucht. Es wurde bisher 1.118 mal Mitgefühl ausgedrückt. Gerne können auch Sie jetzt den Hinterbliebenen gegenüber Ihr Mitgefühl ausdrücken und einige Worte zum Verstorbenen oder ein Spruch/Gedicht verfassen. Nutzen Sie hierfür den Link "Mitgefühl verfassen". Diese Kerze erlischt nach zwei Wochen, Sie können die Gedenkkerze dann kostenfrei neu anzünden oder selbige in eine goldene Kerze umwandeln.

Diese Kerze brennt noch 2 Tage.