Eine goldene Kerze für Volker Achim Mounsi
Geboren am 01.05.1966 in St. Ingbert
Gestorben am 01.01.2026 in St. Ingbert
Am 04.01.2026 um 12:14 Uhr
wurde von Michelle Klehr eine Kerze entzündet.
Lieber Papa,
erst wenn mein Herz aufgehört hat zu schlagen, werd ich dich nicht mehr vermissen. Du fehlst mir ganz entsetzlich!
Wenn etwas uns fortgenommen wird, womit wir tief und wunderbar zusammenhängen, so ist viel von uns selber mit fortgegangen.
Gott aber will, daß wir uns wiederfinden, reicher um alles Verlorene und vermehrt um jeden unendlichen Schmerz. (Rainer Maria Rilke)
Ein Geschenk von: Samantha
Ein Geschenk von: Sarah
Ein Geschenk von: Michelle
Ein Geschenk von: Rosi
Die Werbung auf dieser Kerze wurde entfernt durch Michelle.
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Michelle am 22.01.2026Eintrag melden
Du sitzt da. Trägst deine Kleidung, gehst zur Arbeit, sprichst mit Menschen. Du lachst wieder – manchmal. Du funktionierst wieder – meistens. Und irgendwann beginnen die anderen zu denken: Es ist vorbei. Du hast es geschafft. Du bist da wieder rausgekommen.
Aber was sie nicht sehen: Es ist nicht vorbei. Es ist nur anders geworden. Es hat sich verlagert – nach innen.
Sie sehen nicht die Tränen, die du nachts weinst, wenn alles still ist. Sie sehen nicht, wie du bestimmte Lieder überspringst. Nicht, wie du Orte meidest. Wie du dich zusammenreißt, wenn ein Name fällt. Wenn eine Erinnerung aufblitzt. Wenn etwas dich unerwartet trifft. Sie sehen nur die äußere Fassade – weil du gelernt hast, sie zu tragen. Weil du wusstest, dass sie irgendwann kommen würde, diese Erwartung: Jetzt ist es genug mit der Trauer.
Und du willst sie nicht enttäuschen. Du willst nicht mehr die Person sein, um die sich alle sorgen. Du willst nicht mehr die sein, die traurig aussieht, wenn alle lachen. Also sagst du: Es geht. Du lächelst. Du wechselst das Thema.
Und irgendwann merkst du: Sie glauben dir. Sie denken, du bist durch damit. Sie fragen nicht mehr nach. Sie erzählen dir wieder von ihrem Alltag, von Kleinigkeiten, von Zukunftsplänen. Und du sitzt da – mitten unter ihnen – und fühlst dich plötzlich wieder allein.
Denn was du jetzt trägst, ist nicht mehr der offene Schmerz. Nicht die sichtbare Wunde. Sondern das stille Gewicht dessen, was bleibt, wenn alles andere weitergeht.
Du hast gelernt, dich darin zu bewegen. Hast gelernt, zu funktionieren. Zu lachen, obwohl es in dir anders klingt. Zu antworten, obwohl du manchmal lieber schweigen würdest. Du hast gelernt, in einer Welt zu leben, die nichts mehr fragt.
Aber manchmal wünschst du dir, jemand würde es trotzdem tun. Jemand würde fragen: Denkst du noch oft an ihn? Vermisst du sie noch immer so sehr wie am Anfang? Fühlt es sich noch leer an – an Sonntagen, in ruhigen Nachmittagen, in diesen kleinen Pausen, in denen niemand hinsieht?
Weil du dann sagen könntest: Ja. Immer noch. Aber anders. Leiser. Tiefer. Vertrauter. Nicht mehr brennend – aber wie ein ständiger Unterton.
Denn Trauer verschwindet nicht. Sie verändert nur ihre Form. Am Anfang ist sie ein Sturm – laut, heftig, alles durchdringend. Dann wird sie zum Regen – plötzlich, unerwartet. Später ist sie wie Nebel – du weißt nicht, wo sie beginnt, aber du spürst, dass sie da ist. Und irgendwann wird sie zum Flüstern. Zum Echo. Zur inneren Stimme, die sagt: Du hast etwas geliebt. Und du liebst es noch.
Aber das verstehen nicht alle. Viele glauben, Trauer sei ein Projekt. Etwas, das man durcharbeitet. Etwas, das man abschließt. Und du fühlst dich fremd in ihrer Nähe. Als würdest du lügen, wenn du lachst. Oder als würdest du dich selbst verraten, wenn du sagst, dass es dir gut geht.