Alle Kerzen

Hier sehen Sie alle Gedenk- und Trauerkerzen, welche auf Kerze-anzuenden.de entzündet wurden. Wenn Sie den Wunsch haben, den heutigen Tag mit diesem schönen Ritual anzugehen, können Sie jetzt hier eine virtuelle Kerze anzünden.

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Am 24.08.2014 um 18:08 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Abend ists geworden,
Dunkel hüllt uns ein,
still ists allerorten,
still will ich auch sein.

Kindlich und voll Reue
klag ich meine Schuld,
hoff auf Deine Treue
und auf Deine Huld.

Alles schläft hienieden
in der stillen Nacht.
Ich auch ruh in Frieden,
denn Dein Auge wacht.

Was kann mir denn schaden?
Herr, in Deiner Hut
und in Deinen Gnaden
schlaf ich still und gut.

Schlafe ohne Sorgen,
denn ich bin ja Dein.
Bis mich weckt am Morgen
Deiner Sonne Schein.

Dann will ich aufs neue
loben Deine Gnad,
die mit alter Treue
mich behütet hat.

Georg-Christoph Dieffenbach
deutscher Pfarrer und Dichter
1822-1901
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Am 24.08.2014 um 18:06 Uhr
wurde von Kinder eine Kerze entzündet.
Abend ists geworden,
Dunkel hüllt uns ein,
still ists allerorten,
still will ich auch sein.

Kindlich und voll Reue
klag ich meine Schuld,
hoff auf Deine Treue
und auf Deine Huld.

Alles schläft hienieden
in der stillen Nacht.
Ich auch ruh in Frieden,
denn Dein Auge wacht.

Was kann mir denn schaden?
Herr, in Deiner Hut
und in Deinen Gnaden
schlaf ich still und gut.

Schlafe ohne Sorgen,
denn ich bin ja Dein.
Bis mich weckt am Morgen
Deiner Sonne Schein.

Dann will ich aufs neue
loben Deine Gnad,
die mit alter Treue
mich behütet hat.

Georg-Christoph Dieffenbach
deutscher Pfarrer und Dichter
1822-1901
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Am 24.08.2014 um 18:04 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Erschaffen schon die Erde lag,
so schön als man sie schauen mag,
die Bäume standen grün belaubt,
die Blumen wiegten sanft ihr Haupt,
das Hirschlein sprang so froh umher,
die Vöglein flogen kreuz und quer,
doch nirgends klang ein froher Schall,
und wie ein Grab lag Berg und Tal.
Da sah der Herr herab zur Welt
und dacht: "Es ist wohl recht bestellt,
doch fehlt der Erde noch Gesang,
der freudig schall das Rund entlang."
Und einen Engel sendet schnell
der Herr aus seinem Himmel hell:
"Du bring hinab dies schöne Gut,
des Sanges heilge Zauberflut,
und lehre dort die Vöglein mein,
zu singen Weisen schön und fein!"
Und froh ob solcher Sendung eilt
vom Herrn der Engel unverweilt
und bricht vom Schilf ein Rohr im Flug,
das just zu ihm sich neigt im Bug.
Drauf setzt er nieder sich im Wald
und bläst auf seinem Rohr alsbald,
und bläst, daß wie von Lust bewegt,
so Baum als Strauch sich rauschend regt.
Und wie er bläst so wunderbar,
da kommt herbei der Vöglein Schar,
da springt hervor der Zeisig flink,
da naht der Stieglitz und der Fink;
da kreist die Lerch aus hoher Luft,
Rotkehlchen schlüpft aus Laub und Duft,
da flattert Meis und Nachtigall
herbei und horcht dem süßen Schall.
Und immer nahn der Vöglein mehr,
schon sitzt ein ganzes Schülerheer,
das schaut wohl auf den fremden Gast,
verwundert sehr, von Zweig und Ast
und horcht und streckt die Hälschen lang
und piept und zwitschert nach den Sang
und müht sich aus den Kehlchen klein,
zu bringen solche Klänge fein.
Und wie der Engel drauf entschwebt,
da ist der Wald wie neu belebt,
da zwitscherts, schallts, da hallts und klingts,
da tririlirts und pfeifts und singts,
da regt es sich auf jedem Ast
von namenloser Lust erfasst,
und selbst vergnüget spricht der Herr:
"Nun fehlt nur Eins der Erde mehr!
Das ist der Mensch... daß eine Brust
empfinde auch des Sanges Lust."

Johann Nepomuk Vogl (1802-1886)
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Am 24.08.2014 um 18:03 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Das ist der Friedhof. Stiller, trauter Ort!
Die Erde birgt die müden Schläfer dort.
Dem war es Hölle, dem ein Paradies
das Leben. Sieh, nun schlafen alle süß!

Es singt die Nachtigall. Wie klingts so bang! -
Ward der Erinnrung Träne zu Gesang?
Die Lerche jubelnd auf zum Himmel zieht, -
der Hoffnung Lächeln, wards ein Lerchenlied?

Dort steht ein Denkmal, reich von Marmorstein;
man schreibt mit Gold des Toten Namen drein!
Ein schlichtes Kreuz auf diesem Hügel steht
und um das Kreuzlein sproßt ein Blumenbeet.

Es ließ zurück, der unterm Marmor liegt,
vielleicht nur Edelstein und goldnes Gut,
nur eine Menschenschar, die an dem Sarg
mit Müh die Freude unter Tränen barg.

Die Menschen gaben, was er ihnen gab!
Der Marmor und die Goldschrift ziert das Grab;
kein frischer Kranz im Windesrauschen bebt;
kein Zeichen zeigt, daß die Erinnrung lebt.

Der unterm Holzkreuz sich des Schlummers freut,
vielleicht hat Blumen einst er ausgestreut.
Ein frisches Kränzlein spricht ein tröstend Wort:
Du bist nicht tot. Im Herzen lebst du fort!

Du streutest Blumen in die Menschenbrust:
Dein schönstes Glück war Andrer Glück und Lust!
Im Glück der Deinen fandest du dein Glück;
jetzt gibt die Liebe Blumen dir zurück.

Die Lerche, die da droben jubelt laut,
hat auf dem Hügel sich ein Nest gebaut;
da wacht die morgens auf, das schläft sie ein,
doch nimmer fliegt sie zu dem Marmorstein.

Das ist der Friedhof. Stiller, trauter Ort!
Die Erde birgt die müden Schläfer dort.
Dem Herzen, dem die Welt einst schien zu klein,
genügt zuletzt ein enger Leichenschrein.

Friedrich Emil Rittershaus
1834-1894
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Am 24.08.2014 um 18:02 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Beginn des Endes

Ein Punkt nur ist es, kaum ein Schmerz,
nur ein Gefühl, empfunden eben;
Und dennoch spricht es stets darein,
und dennoch stört es dich zu leben.

Wenn du es andern klagen willst,
so kannst dus nicht in Worte fassen.
Du sagst dir selber: es ist nichts,
und dennoch will es dich nicht lassen.

So seltsam fremd wird dir die Welt,
und leis verläßt dich alles Hoffen,
bis du es endlich, endlich weißt,
daß dich des Todes Pfeil getroffen.

Theodor Storm
1817-1888
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Am 24.08.2014 um 18:00 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Die Tränen rannen herab,
und ich ließ sie so ungehindert fließen,
wie sie wollten,
und machte aus ihnen
ein Ruhekissen für mein Herz.
Auf ihnen ruhte es.

Augustinus
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Am 24.08.2014 um 17:58 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Die Tränen rannen herab,
und ich ließ sie so ungehindert fließen,
wie sie wollten,
und machte aus ihnen
ein Ruhekissen für mein Herz.
Auf ihnen ruhte es.

Augustinus
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Am 24.08.2014 um 17:57 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Der Tote

Wars ein Traum? Ists wahr? - Was machts?
Bilder ziehn und fliegen.
Einen Toten sah ich nachts
auf der Bahre liegen.

Schlug die Augen nicht mehr auf,
hielt den Mund geschlossen,
und ließ doch den Worten Lauf,
die im Kreis zerflossen.

Schreiner, füge mir den Sarg
aus sechs starken Brettern.
Wer das Herz in Schlummer barg,
trotzt nicht mehr den Wettern.

Wer am Wege nieder fiel,
müde und verlitten,
braucht, daß er ihn leit zum Ziel,
keinen Gott zu bitten.

Wem die Sonne nicht mehr scheint,
kann die Liebe missen.
Wie viel Trauer um ihn weit,
braucht er nicht zu wissen.

Himmel - Hölle, Dunkel - Licht,
heitrer oder trüber -
Tote unterscheiden nicht,
Lust und Leid: vorüber!

Schreiner, richte mir die Truh
aus sechs starken Brettern.
In den Grabblock meißle du,
Steinmetz, diese Lettern:

Menschen, laßt die Toten ruhn,
Euer ist das Leben.
Jeder hat genug zu tun,
Arm und Blick zu heben.

Laßt die Toten. Sie sind frei
im durchnäßten Sande.
Euch entringt der Sklaverei,
Euch der Not und Schande!

War ein Kampf des Lebens wert,
spart dem Tod die Spende -
aber nehmt des Toten Schwert!
Führt den Kampf zu Ende!

Kämpft, o kämpft und nützt die Zeit
zu der Menschheit Glücke!
Fällt ein Mann, so steht bereit,
vorwärts, schließt die Lücke!

Wollt ihr denen Gutes tun,
der der Tod getroffen,
Menschen, laßt die Toten ruhn,
und erfüllt ihr Hoffen.

Erich Mühsam
1878-1934
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Am 24.08.2014 um 17:56 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Irgendwo blüht die Blume des Abschieds
Und streut immerfort Blütenstaub,
den wir atmen, herüber;
auch noch im kommendsten Wind
atmen wir Abschied.

Rainer Maria Rilke 1875-1926
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Am 24.08.2014 um 17:53 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Willst du dir ein hübsch Leben zimmern,
mußt dich ums Vergangene nicht bekümmern.
Das Wenigste muß dich verdrießen,
mußt stets die Gegenwart genießen,
besonders keinen Menschen hassen
und die Zukunft Gott überlassen.

Johann Wolfgang von Goethe
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Am 24.08.2014 um 17:52 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Und wieder etwas Seelenkost

Mondnacht

Es war, als hätt der Himmel
die Erde still geküßt,
daß sie im Blütenschimmer
von ihm nun träumen müßt.

Die Luft ging durch die Felder,
die Ähren wogten sacht,
es rauschten leis die Wälder,
so sternklar war die Nacht.

Und meine Seele spannte
weit ihre Flügel aus,
flog durch die stillen Lande,
als flöge sie nach Haus.

Joseph von Eichendorff
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Am 24.08.2014 um 17:50 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Letzter Trost

Wenn im Sarg der letzte Freund,
wenn das letzte Herz nicht mehr,
das mit dir es gut gemeint,
klage nicht, o Herz, so sehr.

Denn wenn so die Welt dir tot,
einsam ganz dein Pilgerlauf,
baut sich dir im Morgenrot
eine neue Heimat auf.

Sehnsucht nur ist dann dein Schmerz
nach der neuen Heimat Licht,
bis auch dir, verlassnes Herz,
deine Haft der Tod zerbricht.

Justinus Kerner
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Am 24.08.2014 um 17:49 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Dich am Kleinsten dankbar freuen,
um der Pflicht gerecht zu werden,
nicht das größte Opfer scheuen,
ist der Weg zum Glück auf Erden.

Emil Rittershaus
1834-1897
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Am 24.08.2014 um 17:47 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Vertrauen ist das Elixier,
von dem wir alle trinken täglich.
Es unterscheidet uns vom Tier
und macht erst unser Menschsein möglich!
Vertrauen ist wie dünnes Glas –
so filigran und so zerbrechlich,
doch wertvoller als irgendwas –
für jeden Menschen unersetzlich!
Vertrauen ist eine zarte Blume,
achtlos tritt man sie schnell nieder.
Mühsam nur entwächst der Krume
eine neue Blume wieder...

Ralf Korrek
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Am 24.08.2014 um 17:45 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Vöglein Schwermut

Ein schwarzes Vöglein fliegt
über die Welt,
das singt so todestraurig.
Wer es hört,
der hört nichts anderes mehr,
wer es hört,
der tut sich ein Leides an,
der mag keine Sonne mehr schauen.

Allmitternacht, Allmitternacht,
ruht es sich aus auf dem Finger des Todes.
Der streichelt es leis und spricht zu ihm:
Flieg, mein Vögelein,! Flieg mein Vögelein!
Und wieder fliegts flötend um die Welt.

Christian Morgenstern
1871-1914
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Am 24.08.2014 um 17:43 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Am Ende meines Weges ist ein tiefes Tal.
Ich werde nicht weiter wissen.
Ich werde mich niedersetzen und verzweifelt sein.
Ein Vogel wird kommen und über das Tal fliegen
und ich werde wünschen ein Vogel zu sein.
Eine Blume wird leuchten jenseits des Abgrundes
und ich werde wünschen eine Blume zu sein.
Eine Wolke wird über den Himmel ziehen
und ich werde eine Wolke sein wollen.
Ich werde mich selbst vergessen.
Dann wird mein Herz leicht werden wie eine Feder,
zart wie eine Margerite,
durchsichtig wie der Himmel.
Und wenn ich aufblicke,
wird das Tal nur ein kleiner Sprung sein
zwischen Zeit und Ewigkeit.
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Am 24.08.2014 um 17:42 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Heute habe ich der Sonne
mal ein Telegramm geschickt
und sie lieb darum gebeten,
dass sie sanft Dein Herz erquickt.

Ihre Strahlen sollen wärmen
Deinen Körper und Dein Herz,
soll mit ihrer Kraft verjagen
jeden kalten Seelenschmerz.

Ihre Klarheit wird Dir helfen,
dass Du jedes Ziel erlangst.
Heute Abend komm ich wieder,
schick den Mond, hab keine Angst.
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Am 24.08.2014 um 17:40 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Als du geboren warst ans Licht,
da weintest du, es freuten sich die Deinen.
Lebe so, daß, wenn dein Auge bricht,
du dich freust, die Menschen aber weinen.

Karl von Gerok
1815-1890
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Am 24.08.2014 um 17:39 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
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Am 24.08.2014 um 17:32 Uhr
wurde von Mira eine Kerze entzündet.
Einschränkung

Ich weiß nicht, was mir hier gefällt
In dieser engen, kleinen Welt
Mit holdem Zauberband mich hält?
Vergeß ich doch, vergeß ich gern,
Wie seltsam mich das Schicksal leitet;
Und ach, ich fühle nah und fern
Ist mir noch manches zubereitet.
O wäre doch das rechte Maß getroffen!
Was bleibt mir nun, als eingehüllt
Von holder Lebenskraft erfüllt
In stiller Gegenwart die Zukunft zu erhoffen.
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Am 24.08.2014 um 17:30 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Seelen sind umgeben von guten Wünschen. Mögen Sie Grund zur Hoffnung haben, sich öffnen den heilenden Kräften in Ihnen, damit Sie Trost finden an Körper und Seele. Geduld mögen Ihnen zuwachsen und das Vertrauen, daß es einen Weg für Sie gibt, wie immer er aussehen mag. Seien Sie umgeben von guten Wünschen. Sie dürfen nicht alleine bleiben, mit dem, was Sie bewegt, daß wenigstens ein Mensch für Sie da ist, der Sie versteht und Sie begleitet.

Irischer Segen an die Trauernden
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Am 24.08.2014 um 17:28 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Pack diesen Tag an
mit Deinen beiden Händen.
Nimm gern entgegen, was er Dir gibt;
Das Licht dieses Tages,
die Luft und das Leben,
das Lachen dieses Tages,
das Weinen dieses Tages,
das Wunder dieses Tages.
Nimm diesen Tag entgegen!

Phil Bosmans
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Am 24.08.2014 um 17:27 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Was Dich wärmt und glücklich macht,
das sind nicht die großen Gaben,
ist nicht Wollen oder Haben,
ist ein Freund, der mit Dir lacht.

Ist ein Lied, ist eine Blüte,
ein vertrauter Händedruck,
eines Lächelns edler Schmuck,
Menschlichkeit und Herzensgüte.

Sind spontane Freundlichkeiten,
die uns da und dort erquicken,
ein – Hallo – ein frohes Nicken –
beinah Selbstverständlichkeiten –

und doch sehr viel mehr als dies,
nicht nur Artigkeit und Brauch,
sie sind wie ein zarter Hauch
vom verlorenen Paradies!

Johann Wolfgang von Goethe
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Am 24.08.2014 um 17:26 Uhr
wurde eine Kerze entzündet.
Der Liebesgarten

Wenn Nachts der freundliche Schlummer
Die silbernen Fäden webt,
Da trägt es mich flugs in ein Gärtchen,
Wo Liebe nur schafft und lebt.

Drin grünet manch seliges Plätzchen,
Drin blühet manch lieblicher Strauß,
Da pfleg ich mein friedliches Gärtchen
Und schmück es gar sorglich aus.

Mit Freuden und Leiden der Liebe,
Bis der purpurne Morgen kam,
Doch nicht mit all meinen Freuden
Und nicht mit all meiner Gram.

Denn würde zur farbigen Blume
Jedweder selige Traum,
Für all die Blüthen und Blumen
Wär in dem Garten kein Raum.

Und fiele gar jegliche Thräne
Als Thau auf die Blumen schwer,
Bald sähe man statt des Gärtchen
Ein blitzendes Perlenmeer.

Und lächelten Blicke der Liebe
Als Sonnen von Himmelshöhn,
Bald glänzten aufs Gärtchen mehr Sonnen
Als Halme auf Wiesen stehn.

Und flatterte jegliches Küßchen
Als farbiger Schmetterling,
Bald blühten zu wenig der Blumen
Den Faltern im Gartenring.

Doch trübte jeglicher Zwiespalt
Als Wolke der Sonnen Schein,
Traun, oben am Himmel blieb es,
Wohl ewig heiter und rein.

Und wüchse jegliches Untreu
Des Liebchens als Schierlingskraut,
Ich hätte die Schierlingsstaude
Im Gärtchen noch nie geschaut.

So träum ich mir nachts mein Gärtchen
Aus der Liebe Freuden und Gram,
Wie anders doch ist es zu schauen
Wenn wieder der Morgen kam.

Die Falter sind alle verflogen,
Die Sonnen sind alle verglüht,
Die seligen Plätzchen verschwunden,
Die Blumen versengt und verblüht.

Der einzige Thau sind die Thränen,
Der Schierling das einzige Grün,
Und über erstorbenen Keimen
Ziehn düstere Wolken dahin.

Anastasius Grün
1808-1876

traun: wahrhaftig, führwahr
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Am 24.08.2014 um 17:25 Uhr
wurde von Christina eine Kerze entzündet.
ieber Ralf ein helles warmes Licht für dich
ein grünes Licht der Hoffnung

Das Licht helfe dir, Kurs zu halten auf deiner Reise.
Der Wind stärke dir den Rücken.
Der Sonnenschein wärme dein Gesicht
und der Regen falle sanft auf deine Haare.
Bis wir uns wiedersehen,
halte Gott dich geborgen in seiner schützenden Hand.
Zum Gedenken an dich
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