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goldene Kerze

Eine goldene Kerze für Julius Lolom Erstling


Am 07.11.2012 um 16:24 Uhr
wurde von eine Kerze entzündet.
Mein geliebter Sohn.

Giftler, Alk, Looser und noch viel mehr, das sind die Namen, die sie dir geben, obwohl sie nicht wissen, warum dein Leben so wurde, wie es jetzt ist. Ganz tief drinnen ist deine Seele krank, du leidest schon dein ganzes Leben lang.
Mein Kind, selbst du hast mich gefragt, als einst die Erinnerungen an deine Kindheit zurück kamen und du wieder "von vorne anfangen" wolltest - ganz von vorne, als Säugling: „Warum Mami, warum nur bin ich so, ich will nicht so sein, möchte raus aus meiner Haut!“, schluchzest du, während du dein Gesicht ganz tief in meine Schulter gegraben hattest.
Die Antwort, mein Sohn, kann ich dir nicht geben, ich weiß nur, es ist für uns beide, ja für die ganze Familie, ein sehr schweres Leben.
Viele Tränen habe ich geweint, oft weit entfernt von deinem Herzen, von dir selbst veranlasst, und doch mit dir vereint in meiner Seele.
Du hast zwei Seelen in deiner Brust, die liebe, sanfte und die voller Angst, Frust und den daraus resultierenden Aggressionen.

Zweifel plagen mich oft sehr stark, habe ich als Mutter bei dir versagt? Nein, ich glaube nicht, denn ich habe versucht, dir all das zu vermitteln, was man braucht für ein glückliches Leben. Was man braucht um die nötige Stärke in seinem Innersten zu finden. Dein Vater tat das ebenfalls, er gab sein Letztes um dir den Weg zu einem zufriedenen Leben zu zeigen..... jedoch konntest und wolltest du all dies nicht annehmen, nicht verstehen.
Sicher haben wir auch Fehler gemacht. Doch Menschen werden nicht als Eltern geboren... Ich kann dir nur versichern, dass alle von uns an dir begangenen Fehler aus Unwissenheit geschehen sind. Wir wollten dich nie verletzen, im Gegenteil, ganz im Gegenteil.....

Du wirst dein Glück noch finden, die Suche dauert schon sehr lang, aber wenn du wirklich damit anfangen würdest... Ich würde dir so gerne dabei helfen wenn du es zulassen würdest. Es gäbe Ärzte und Institutionen, die uns dabei unterstützen können. Du könntest zurück ins Leben kommen..... und dein Neubeginn wäre möglich.
Deine sog. Freunde / Freundin / nen können dir nicht helfen, sie sitzen alle in dem Boot, in dem auch du sitzt, und darum werden sie zwangsläufig mit dir zusammen untergehen müssen. Wirklich retten können dich nur Menschen, die mit beiden Beinen fest am Ufer stehen und dich dadurch aus dem Wasser ziehen können. Du musst es nur wollen und dich an ihren starken Armen festhalten. Das kann dir leider niemand abnehmen.

Ist einer von euch Suchtkranken und gesellschaftlich im Abseits stehenden tot, interessiert sich niemand mehr für dessen Höllenleben. Endlich ist wieder einer gegangen, der wusste eh nicht, wie man sein Leben erfolgreich gestaltet. Endlich ist er krepiert, ein gutes Wort über ihn im Nachruf? Nein, welches gäbe es denn zu sagen?. Meist wird er vor seinem Sterben schon tot geschwiegen.
Endlich wieder einer verreckt, selber schuld, entdeckt wurde er in seiner Wohnung, auf einer Toilette, einer Parkbank, einem Hinterhof... Gott sei Dank, er lebte auf unsere Kosten viel zu lang. Das ist es, was viele Menschen sagen. Vielleicht wird auch über sie das Leid einst kommen, nicht zur Strafe, sondern einfach um verstehen zu lernen.
Wen interessieren schon die seelischen Zerissenheiten und die sich dahinter verbergenden Tragödien? Keiner will sich damit auseinander setzen, dafür nimmt sich keiner Zeit.
Man denkt, "es trifft mich ja nicht", und "mir könnte das nie passieren". Viele Eltern denken dies ebenfalls von ihren Kindern. Doch: so sehr kann der Mensch sich irren…..

„Ich will nicht so leben“ , hörte ich öfter von dir, „keiner weiß, welche Schmerzen, Kummer und Leid mich plagen. Diese kleine Zeit, wenn ich auf Alk bin, Party mache, Dope nehme, vertreibt meine Trauer, lässt mich kurz atmen und so tun, als hätt ich mit meinen Problemen nichts zu tun.
Meine Seele ist befreit, ……… "
Das ist ein Trugschluss, mein Kind, das ist gewiss!

Wenn jemand über dich schlecht spricht, das möchte ich dir sagen, das ertrag ich nicht. Höre ich schlechte Sprüche über dich ist es, als würden sich 1000te Nadeln in mein Herz bohren. Ich bin ein sehr friedliebender Mensch, schwer bringt man mich aus dem Gleichgewicht, aber wenn man mein Kind verletzt, bin ich zutiefst getroffen, es macht mich todunglücklich.

Schlimme Zeiten sind wir durchgegangen, wann hat eigentlich alles begonnen??? Ich glaub es schon zu wissen, du warst ein kleines Kind, hattest schon immer ADS und konntest den Ansprüchen deiner Umwelt nie genügen. Dadurch ist dem ganz kleinen Jungen ein großer Schmerz wiederfahren - bereits in seinem noch so jungen Leben.
Deine Lebensziele zu erreichen war dir unmöglich, alles lief schief, was dein Herz begehrt! Schulabschluss? Lehre? Führerschein? Nein - nichts davon und auch sonst nichts...
Psychologe wolltest du stets werden, weißt du es noch?

Ich hab wirklich alles versucht was in meiner Macht stand, du solltest von mir all meine Liebe bekommen. Ich wollte dein gebrochenes Herz heilen mit all meiner Kraft, doch nicht ich, sondern der Alk, die Partys, die falschen Freunde und die Drogen haben gewonnen.
Doch der Alkohol und der Dope lindern dein Leid nur für kurze Zeit, sie geben nicht auf, liegen ständig auf der Lauer. Die Depressionen, die Psychosen, der Absturz.
Wenigstens ein kurzes Gefühl zum Glücklich sein, oh mein Kind, wie todtraurig du sein musst...

Oft sagt man mir, dir zu helfen ist sinnlos, obwohl ich deine Mutter bin. Du hast mich bestohlen, belogen, betrogen und hintergangen, obwohl du wusstest, dass der schwere Einbruch 2004 - du warst damals noch ein Kind - mich fast umbrachte und ich viele Jahre brauchte, um das Trauma zu verarbeiten.
Doch mein Mutterherz, das ist bei dir, ich bin dir wegen gar nichts gram, weil ich dich liebe. Machst du mir noch so viele Sorgen und bringst mir großes Leid, ich bin deine Mamus, in guten und in schlechten Zeiten.
Dich fallen zu lassen, kommt mir nie in den Sinn, denn du bist ganz tief in meinem Herzen.
Wenn einst mein Herz aufhören wird zu schlagen, werde ich immer noch bei dir sein und über dich wachen. Du musst keine Angst haben, ich werde dich nie alleine lassen denn ich habe dich unendlich lieb. Liebe kann auch der Tod nicht beenden.......

So viele Wege sind wir schon zusammen gegangen, und eines ist ganz gewiss, dass du mein heißgeliebter Junge bist und bleibst. Mein Erstling.
Mein Sohn, es hört sich für Außenstehende vielleicht dumm an, aber ich weiß, dass ich auch auf dich stolz sein kann.
Du warst und wirst es immer bleiben: mein einziger Sohn, dessen Platz niemand je einnehmen kann weil du unersetzlich bist!

Kaum einer hat die Kraft, dass er den Absprung wirklich schafft. Wenn der Wille da ist und er dann unter den „Cleanen“ lebt, fehlt oft derjenige, der die Seele heilt. Für manche ist der Heiler jedoch trotzdem da, man muss ihn nur erkennen und annehmen.....

Nicht alle Schmerzen sind heilbar, denn manche schleichen sich tiefer ins Herz hinein, und während die Tage verstreichen, werden sie Stein. Du bist irgendwie anwesend und doch unerreichbar für mich. Meine Qualen scheinen geronnen zu Schaum, aber ich spüre ihre lastende Schwere bis in meine Träume. Der Frühling kommt wieder mit Wärme und Licht, die Welt wird ein Blumenmeer, aber in meinem Herzen ist ein Platz, an dem nichts mehr blüht.
Ich kann mir denken, dass du lange Nächte schlaflos liegst, unerträglich lange Nächte. Dann irrlichtern die Gedanken irgendwohin und wollen sich nicht einfangen lassen. Dann ist es gut, wenn mir dein Bild klar vor meinem inneren Auge steht, das Bild, das ich in glücklichen Tagen von dir hatte, als du mir besonders nahe warst, als etwas besonders Schönes gelang, als ich besonders groß von dir dachte. Nicht so, dass ich mir etwas vormache, sondern klar und wahrhaftig. So bildet sich in meiner Seele ein Raum, in dem du wohnen kannst und in dem vielleicht auch der Schlaf gelingt. Deine Stimme hören. So, wie sie früher war, als komme sie nicht nur aus der Erinnerung. So werden die leisen Stimmen vernehmbar, auf eine neue Weise. Als die Stimme eines Friedens, der nicht von dieser Welt ist. Ich vermisse dich so sehr, mein Sohn!

Ich habe gemerkt das ich immer einsamer wurde. Ich war nur noch damit beschäftigt aus dieser heiklen Situation wieder raus zu kommen, ohne das mein Umfeld davon etwas mit-bekommt. Mit am Schlimmsten war es als du, mein Sohn, die Psychose bekamst. Mit kaum einen Menschen kann man darüber reden. Kaum einer fragt nach seinem Befinden. Kaum einer fragt, wie es mir geht. Es ist eine Krankheit die den Mitmenschen Angst macht. Sie können damit nicht umgehen. Sie schweigen dich, mein Kind, tot....... Es ist als hättest du eine ansteckende Krankheit. Nur hinterm Rücken, da wird getuschelt. Man wundert sich, das ich mich verändere. Ja ich war mal lebenslustig und unbekümmerter. Jetzt bin ich traurig ,besorgt und depressiv. Darf ich das nicht mit einem drogen.-und psychosekranken Kind? Darf ich nicht trauern über deine, meine, unsere verlorenen Jahre? Ja ich trauere, über dein Potenzial, das du mit dem polytoxen Drogenkonsum und Alkoholmissbrauch in den Wind geschossen hast.

Es war mir ein Bedürfnis dir zu schreiben, es ist einfach über mich gekommen….. und ich möchte dir damit nur sagen, wie wichtig du mir bist. Lass dich niemals entmutigen, von Menschen welche keine Ahnung haben, überhaupt keine Ahnung haben können, weil sie nicht in deinen Schuhen laufen….

Und bitte vergiss niemals, wenn alles noch so düster aussieht, ich bin immer für dich da…………dein Platz in meinem Herzen ist immer für dich frei und wartet darauf, dass du ihn beanspruchst....genauso wie dein Platz in unserem Zuhause... wir haben es immer wieder geschafft……..

Ich hab dich lieb! Mu..f (unser Geheim-Wort)

Deine Mamus
In fine est pincipium meum.
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Janina am 19.02.2013Eintrag melden
weinen, weinen, weinen....... kann nicht mehr aufhören...... bin sehr erschüttert......
ganz liebe grüße an julius und mamus......
Ferdinand am 19.02.2013Eintrag melden
Unser Sohn ist 18 und trinkt seit 6 Jahren heimlich wir wissen es erst seit wenigen Wochen. Jetzt nimmt er auch noch Drogen. ADHS hat er auch. Wir sind am Boden zerstört....
Verzweifelt!
H. am 19.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus Also wenn es sich wirklich um einen Borderline-Fall handelt dann kannst du nur regelrecht froh sein wenn sie Schluss macht. Er von sich aus wird das nie können, weil er nie einen echten Grund sieht. Der Anfang wird immer vom Borderliner gemacht.

Glaub mir.

Was man dann an Trennungsschmerzen erleidet ist ncoh gar nichts zu dem was einen langfristig mit einer Borderlinerin erwarten würde.

Glaubs mir einfach.

Eine Beziehugn zu einen Borderliner/in ist nahezu unmöglich. Es gibt nur ganz wenige die das durchziehen und die tun alles andere als von ihrer Beziehung zu schwärmen... das ist Leiden pur und nicht mal echte Masochisten halten es auf Dauer durch.

Ich weiß wovon ich rede.
Sol am 19.02.2013Eintrag melden
Das ist einfach nur noch traurig. Mamus und Familie bitte gebt ihn trotzdem nicht auf, eines Tages wird Julius verstehen und froh sein dafür.
Viel Kraft!
K.K. am 19.02.2013Eintrag melden
Ich bin Borderonerin oder Grenzgängerin, wie man mich oft nennt. Dort führt oft nur ein Strom aus Blut wieder hinaus.
Die andere Alternative ist, dass die Emotionen für eine Zeit völlig verschwinden. 3,4,5 Tage, Wochen oder Monate lang. Wie eine Sicherung, die den Strom ganz abschaltet, wenn die Stromstärke zu sehr ansteigt.
wer meint, ein Grenzgänger benimmt sich ihm gegenüber kalt, der sollte mal darauf achten, was alle übrigen Gefühle tun.Wir sind nicht dieser Person gegenüber plötzlich komisch, wir sind generell emotionslos. Oft bis hin zu grundlegenden Eindrücken - bei 15C im TShirt im Regen stehen und keine Kälte spüren o.ä.

Aber ich kenn meine Dämonen. Ich weiß, wann und warum der Fluchtinstinkt bei mir ausgelöst wird - und deshalb kann ich damit umgehen.

An einem weißen Ritter war mir nie gelegen, Die weißen Ritter treten uns immer zu nahe, wenn das gerade gar nicht geht. Weiße Ritter sind übrigens Leute die immer helfen wollen. Irgendwie brauchen wir sie schon, weil sie die einzigen sind die man zerstören kann ohne dass sie sich wehren. Zerstören müssen wir immer und das ist zwanghaft bei allen von uns.
G.
Thekla am 19.02.2013Eintrag melden
Mamus Sie und Julius tun mir so leid! Es muss eine Strafe für die ganze Familie sein so zu leben. Erschütternd!
Lb Gr.
Fizroy am 19.02.2013Eintrag melden
Haben Sie schon mal dran gedacht das vielleicht eine psychische Krankheit dahinter stecken könnte? Autismus oder Schizophrenie? Mir kommt das einfach annormal vor wenn sich ein junger Mensch allem verweigert und dauernd in Räusche flüchtet. Vor allem wenn er soviel Liebe angeboten bekommt wie bei J. der Fall.
Gruss
Erhard am 18.02.2013Eintrag melden
Ich habe gerade Ihren Brief gelesen und frage mich nun, warum manche Menschen sich selbst und Anderen so wehtun. Das Resultat muss nicht richtig sein, könnte aber einer Überlegung wert sein.


Warum machen sich so viele Menschen das Leben selber so schwer

Ganz einfach,weil sie den Sinn vom Leben nie verstanden haben. Wir Menschen dürfen für ein Weile Gast sein auf dieser Welt und doch gibt es Menschen, die sich das Leben selber schwer machen.Wenn sie dann krank sind und sterben müssen, kommt ihnen plötzlich die späte Einsicht, was sie im Leben alles falsch gemacht haben. Doch dann ist es für sie zu spät, um nochmals alles korrigieren zu können. Die Worte Zufriedenheit und Dankbarkeit, sowie der Respekt vor anderen Menschen und Tieren sind für sie Fremdwörter.
Diese Menschen sind einfach nur zu bedauern.Wir Menschen müssen diese Welt wieder als Gast verlassen. Also sollten wir hergehen und uns so benehmen wie ein Gast. Ich meine damit sich wohlfühlen auf dieser Erde und den Sinn unseres Daseins zu verstehen.Wenn bei vielen Menschen die Unzufriedenheit aufkommt, so sollten sie wieder mal ein Krankenhaus oder ein Hospiz aufsuchen, um zu sehen, dass diese Menschen gerne noch leben möchten. Du musst dir als Mensch kein Denkmal setzen nach Deinem Ableben, sondern jetzt ist Deine Zeit und die sollst Du mit Deiner Familie und Freunden erleben dürfen. Wie viele Menschen sind im 1. und 2. Weltkrieg umgekommen? Ich glaube es waren Millionen. Ihnen war es nicht vergönnt, so zu leben wie wir es heute tun können. Wir sollten dankbar sein, dass wir heute in dieser Zeit leben dürfen. Woanders auf der Welt verhungern tausende von Menschen und wir regen uns über die kleinsten Dinge des Lebens auf. Das Wort Zufriedenheit ist für uns ein Fremdwort geworden. Das Wort Neid und Missgunst steht bei vielen Menschen an erster Stelle. Ich für meine Person freue mich jeden Tag, wenn ich gesund bin und die paar Jahren die ich noch zu leben habe mit meinen Lieben genießen darf. Die Welt besteht schon seit vielen Millionen von Jahren und ich war nur eine Sekunde mal Gast. Schon das alleine ist ein Grund, sich über sein Leben zu freuen. Dass wir Menschen so verschieden sind, das alleine schon macht das Leben erst interessant.
Fangt endlich an, Euer Leben zu genießen, denn es kommt der Tag, wo Du Dich von dieser Welt verabschieden musst.
Erhard
W.K. am 18.02.2013Eintrag melden
tränen der trauer und rührung weine ich gerade. wie abgrundtief traurig.......
in verbundenheit waltraud
Kirsten am 18.02.2013Eintrag melden
Für meine über alles geliebte Mammi, der ich mein Leben nach den Drogen und der Hölle verdanke, die mich trotz allem immer liebte, die mich fallen ließ als ich es brauchte um endlich aus eigener Kraft aufstehen zu können aus dem Dreck, die mir half, wieder leben zu wollen und mich den Höllenweg aus der Sucht hinaus begleitete. Für meine Mammi, die während der Jahre meines pysischen und psychischen Untergangs durch mich und mein Verhalten so große, seelische Wunden davontrug, dass sie selbst todkrank wurde und mir trotzdem nur Stärke zeigte. Für meine Mammi, die am 11. Januar 2013 starb.
Danke für Deine Güte und Deine Liebe.
Ich hab dich lieb!


Ein letztes Mal

deine Stimme hören, in deinen Armen liegen und eine deiner wunderbaren Geschichten hören.

dein Lachen hören, ausgelassen und entspannt, an einem schönen Abend am Lagerfeuer im Garten.

mit dir Frühstücken, stundenlang mit Zeitung und deinem leckeren Kaffee.

mit dir diskutieren, über Gott und die Welt, dabei immer verlieren, weil du einfach wirklich stets recht hast.

mit dir und der Familie in den Urlaub fahren, die Zeit genießen und die Welt erkunden.

die Zeit zusammen genießen, mit der ganzen Familie wie wir es immer taten, unbeschwert und ewig zusammenhaltend.

deine straken schützenden Arme spüren, egal was geschah und egal was kam, du warst immer für mich da.

-und dir in die Augen sehen, mein wunderbares Kind, und Lebewohl sagen dabei zu wissen, hey es ist nicht für immer, denn wir werden uns wieder sehen, wenn die Zeit gekommen ist, werde ich auf dich warten und dich genau wie früher in die Arme nehmen und dich genau so lieben wie du bist und wie du warst, mein Kind.......................... .............................. ................
Nils am 18.02.2013Eintrag melden
@Julius

Der Unfall meiner Tochter (10) ist nunmehr schon 9 Monate her, aber ich finde keine Ruhe.
Meine Tochter hatte einen Reitunfall im Gelände mit ihrem Pferd. Ich selbst war nicht dabei, aber ihr Stiefvater. Ich wurde zum Unfallort gerufen und diesen schwersten Gang meines Lebens werde ich nie vergessen. Die Beine waren schon gefühllos, Blut kam aus der Nase etc. Mit dem Rettungshubschrauber kam sie ins Klinikum Großhadern. Sie wurde nach 3 Tagen entlassen, (SHT Stufe 2-3 mit retrograder Amnesie), das Gefühl in den Beinen war wieder da, sie hatte noch starken Schwindel und Sehstörungen mit Kopfschmerzen.

Wir waren 1 Tag zu Hause, dann kam der totale Zusammenbruch, Beine wurden spastisch, fliegende Atmung, Kopfschwindel etc. Der Notarzt stellte einen extrem hohen Blutdruck und Puls fest.
Wieder im selben Krankenhaus, Intensivstation, es passierte 2 Tage nichts, dann ließ ich sie auf eigene Kosten nach Hamburg verlegen, der Arzt stellte nicht mal einen Transportschein aus.
Dort kam sie mit kompletter spastischer Lähmung ab der Hüfte und natürlich Inkontinenz etc. an,
Es wurde sofort eine komplette MRT gemacht (wo angeblich nix mehr zu sehen war) und ganz hochdosiert Kortison in die Infusion gegeben. Der Zustand besserte sich nach 1 Woche und blieb bis heute so. Sie kann nicht mehr laufen, die Psyche hat sich auch irgendwie verändert, sie kann sich nicht mehr konzentrieren, hat Schwierigkeiten in der Schule, ist sehr still geworden. Angeblich denkt sie nicht mehr an den Unfall und hat auch keine Albträume. Die habe ICH dafür.

All das hast Du nicht, Gott sei Dank! Du bringst Dich selbst langsam um und Deine Eltern müssen zuschauen.... warum bist Du so brutal grausam mit ihnen und mit Dir? Was haben sie Dir angetan um so unbeschreiblich gefoltert zu werden? Kannst Du auch nur ansatzweise verstehen, was das für eine Tortur für sie ist? Ich schon!
Weißt Du eigentlich was wir dafür geben würden, wenn unsere Kleine wieder gesund wäre?

Denk mal nach Junge....
Elena am 18.02.2013Eintrag melden
als ich deine worte gelsesen habe ist mir eiskalt geworden. Es hat mich sehr betroffen gemacht, was deinem Sohn und auch Dir widerfährt. Ich wünsche Dir Durchhaltevermögen und deinem Sohn viel Kraft um wieder ein richtiges Leben führen zu können.
vida am 18.02.2013Eintrag melden
es macht mich unendlich traurig diesen brief zu lesen und nicht helfen zu können... meine gebete sind für sie alle
Gerti am 18.02.2013Eintrag melden
Liebes Kind ich würde dir so gerne helfen! Sieh doch, die Welt ist schön, auch für dich! Wir alle haben Regenzeiten zu verkraften, aber danach scheint die Sonne wieder! Auch für dich!
Alles Liebe und Schöne, SCHAUE ES DIR DOCH BITTE AN! Für dich!
A. Fleischmann -Familientherapie am 18.02.2013Eintrag melden
Familientherapie

Da häufig das gesamte Familiensystem betroffen ist, haben auch systemische Behandlungskonzepte einen Stellenwert in der Therapie. Die Berücksichtigung der selbst betroffenen Elternteile hinsichtlich der Bindungsstrukturen und Interaktionsverhalten in der Familie gewinnen zunehmend an Bedeutung. Als besonders hilfreich haben sich hier die Angebote erwiesen, die als Elterntraining direkt im psychosozialen Umfeld des jungen Erwachsenen oder Kindes stattfinden.
A. Fleischmann -Coaching am 18.02.2013Eintrag melden
Coaching

Bei einem Coaching steht dem Betroffenen neben dem betreuenden Arzt noch eine Fachperson zur Verfügung, die ihn unterstützt, mit ihm Ziele entwirft und mit ihm gemeinsam Strategien entwickelt, wie diese Ziele zu erreichen sind. Somit arbeitet der Coach fast permanent mit dem Betroffenen und hilft ihm, die getroffenen Vorsätze umzusetzen.
A. Fleischmann - Psychotherapieformen am 18.02.2013Eintrag melden
Verhaltenstherapie

Psychotherapeutische Behandlungsmethoden gelten als ein wesentlicher Bestandteil im Rahmen der multimodalen Therapie. Zielsetzung ist dabei, eine möglichst angemessene Kompetenz im Umgang mit den ADHS / ASS - Besonderheiten sowie deren Problemen zu erwerben.

Im Kindesalter orientieren sich verhaltenstherapeutische Therapieprogramme daran, in einem Elterntraining Informationen zu ADHS / ASS und geeignete Hilfen zum Aufbau fester Regeln und Strukturen zu vermitteln. Desweiteren werden gemeinsam mit den Eltern Kompensationsstrategien entwickelt und trainiert, um wirksame Hilfen im Umgang mit Problemverhalten zu bekommen. Weitere Zielsetzungen können die Verbesserung der Selbststeuerung durch sogenanntes Coaching und der damit verbundene Aufbau bzw. die Stärkung des Selbstwertgefühles der Kinder und Jugendlichen sein.

Zur Behandlung wurden Therapieprogramme entwickelt, die speziell auf die Verhaltensprobleme und die Aufmerksamkeit der betroffenen Menschen ausgerichtet sind. Hierbei wird durch verschiedene beiliegende Materialien und Übungen versucht, das Verhalten der Kinder und deren Aufmerksamkeit positiv zu beeinflussen. Es werden u.a. Pläne verwendet, die schon Kindern Wissen über Aufmerksamkeit und strategisches Handeln vermitteln. Ein wichtiger Bestandteil hierbei sind die Eltern, welche die unterschiedlichen Therapieschritte zumeist unterstützen und kontrollieren müssen.

Verschiedene Therapieprogramme für Menschen mit hyperkinetischem und oppositionellem Verhalten stellen einen wichtigen Bestandteil der multimodalen Therapie dar. Sie konzentrieren sich vor allem auf die Verhaltensstörungen und werden bei schweren Störungen öfter, aber nicht immer, mit begleitender medikamentöser Therapie durchgeführt. Hierbei ist ein wichtiger Bestandteil, auch den Eltern ein positives Erleben des Kindes und mit dem Kind zu ermöglichen. Häufig fällt dies den Eltern hyperkinetischer Kinder sehr schwer, da die Kinder sich in den Augen der Eltern oft total unverständlich und unlogisch verhalten.

Ein Grossteil der Fachleute, die sich mit der Symptomatik des ADHS / ASS auseinandersetzen, sind zwischenzeitlich der Überzeugung, dass die Verhaltenstherapie neben (häufig dann unnötiger) medikamentöser Einstellung und Coaching wesentlich für einen Therapieerfolg ist.
A. Fleischmann am 18.02.2013Eintrag melden
Verhaltenstraining

In dieser Therapieform wird in Anlehnung an das tägliche Leben des Betroffenen mit einem ausgebildeten ADHS / ADS -Trainer eingeübt, den Tagesablauf zu strukturieren, Schwerpunkte zu setzen und somit Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Hieraus resultiert ein enorm verbessertes Zeitmanagment des Betroffenen, was wiederum zu mehr Selbstzufriedenheit und innerer Ruhe führt.

Desweiteren werden gemeinsam mit dem Betroffenen persönliche Ziele erarbeitet, die in enger Zusammenarbeit mit dem Trainer überwacht und analysiert werden, eine überaus erfolgreiche Therapieform, die bereits vielen Betroffenen zu einer enormen Lebensgefühlverbesserung verholfen hat und sich durch Verinnerlichung auch langfristig zu einem Erfolg manifestieren lässt.
A. Fleischmann am 18.02.2013Eintrag melden
ADS - eine kleine Zwischenbemerkung in Ihrem Brief an Ihren Julius - aber eine große Aussagekraft.

Ca. 30 - 40% der Suchtpatienten haben ein unerkanntes AD(H)S und betreiben ihren Suchtmittelmissbrauch als, leider immer gescheiterte, Selbstbehandlung. Oftmals zeigt sich auch ein erheblicher Nikotinmissbrauch, da Nikotin am Dopamintransporter( Dopamin ist ein Botenstoff im Gehirn ) und so das ursächliche Dopamindefizit korrigiert wird. Bei AD(H)S-Patienten beginnt die Sucht häufig sehr früh und der Substanzmissbrauch ist wesentlich ausgeprägter. Weiterhin zeigen sich vermehrt alle Formen der Sucht: Alkoholsucht, Esssucht, Kaufsucht, Spielsucht, Kleptomanie etc. Der AD(H)S-Patient hat häufig zeitlebens ein Problem damit, etwas massvoll zu tun und die eigene Mitte zu finden. Sehr häufig findet man hohe Verschuldung bei AD(H)S-Patienten.

Im Jugendalter setzt sich AD(H)S oft mit einer veränderten Symptomatik fort, die Hyperaktivität ( falls sie vorhanden war ) verschwindet gehäuft, an diese Stelle tritt Desinteresse in Form einer Null-Bock-Mentalität, Kernsymptome wie sozial/emotionale Reifeverzögerung, schlechte Handlungsorganisation und vor allem innere Unruhe bleiben weiterhin bestehen. Die Überlagerung mit pubertätstypischen Verhaltensweisen und Denkstrukturen führt oftmals zu fast chaotischen Gesamtzuständen. Jugendliche, die bereits als Kinder agressiv und sozial auffällig waren, entwickeln oft dissoziales Verhalten, bei den meisten wird auch eine erhebliche Neigung zu Alkohol und Drogen beobachtet.

Während dieser Phase steigern sich oftmals die Probleme der Eltern ins Unerträgliche, aber auch die Jugendlichen fühlen sich total unverstanden und ziehen sich mehr und mehr zurück, suchen Verständnis in der Gruppe von Gleichaltrigen ( oftmals Randgruppen ) oder isolieren sich fast völlig, die sogenannten" Stubenhocker " entstehen. Auswege werden in übersteigertem Computerspiel, Fernsehen oder einfach "Nichtstun" gesucht, das Zimmer vermüllt immer weiter, das Interesse für die Schule geht gegen Null, die Reibungspunkte zwischen Eltern und Kind sind täglich brutal spürbar.

In der Ausbildung oder im Studium sind Desorganisation, emotionale Instabilität, geringe Ausdauer - und Frustrationstoleranz als auch Anpassungsschwierigkeiten weiterhin problematisch und führen häufig zu Abbrüchen oder Wechseln.

Die Symptomatik beim Erwachsenen zeigt sich durch Reizoffenheit, Neigung zu emotionaler Übersteuerung, geringer Frustrationstoleranz, Schwierigkeiten bei der Organisation des Alltags, ständiger Reizsuche, ungebremsten Redefluss oder aber quälender Langeweilegefühle. Konzentrationsprobleme sind an der Tagesordnung, es besteht eine Überfokussierung bei Interessengebieten, oftmals verbunden mit grossen Schwierigkeiten, Termine einzuhalten. Selbstwertprobleme werden häufig durch Vermeidungsverhalten und damit verbundenen Negativerfahrungen gesteigert.

Eine gehäufte Unfallgefährdung ist ebenfalls bei AD(H)S-Patienten festzustellen, ca. 5% der Betroffenen erleidet einen tödlichen Unfall oder aber beendet sein Leben durch Suizid. Der Suizid ist ein nicht zu unterschätzendes Risiko, da nicht alle Patienten vorher depressiv sind oder waren, sondern vielmehr kann es aufgrund der hohen Impulsivität, der heftigen Reaktionen und wegen der Gefühlsschwankungen in Krisensituationen zu Suiziden oder Suizidversuchen kommen.
Persönlichkeitsstörungen: Als Ergebnis der Erfahrungen aus der Kindheit und der Herkunftsfamilie treten häufiger Persönlichkeitsstörungen auf.

Aufgrund der hohen Impulsivität, der Zerstreutheit und der permanenten Weigerung, Dinge zu tun, die keinen Spass machen ( ständige Reizsuche ) bzw. zuverlässig Verantwortung zu übernehmen und sich den Pflichten des Lebens zu stellen, kommt es gehäuft zu Arbeits - und Beziehungskonflikten, die Scheidungsrate ist deutlich erhöht.
In den Familien kommt es nicht selten zu schwersten Auseinandersetzungen bis hin zu körperlicher Gewalt. Da AD(H)S aufgrund der hohen Erblichkeitsrate oft bei mehreren Familienmitgliedern gleichzeitig vorhanden ist, zeigt sich hier ein hochexplosives Konfliktpotenzial. Es kommt zu täglichen Überforderungssituationen der Eltern, die dann ihre Kinder schütteln oder schlagen, auch wenn sie ansonsten nicht gewalttätig sind.

Abschliessend ist an dieser Stelle zu sagen, dass ADS / ADHS nach heutigem Kenntnisstand zwar nicht heilbar, jedoch in grossem Umfang therapierbar ist.

Bringen Sie Ihrem Sohn schnellstmöglich ärztliche Hilfe. Dort kann ihm gehölfen werden! Unser Sohn konnte mit 28 Jahren endlich sein Leben ohne Alkohol und Drogen in den Griff bekommen. Unser Verhältnis war immer extrem angespannt und ist jetzt zum erstenmal sehr innig und vertraut.

Viel Erfolg und meine besten Wünsche für die Familie und Julius.
Terry am 18.02.2013Eintrag melden
M.M. leidet Ihr Sohn auch an einer Form von Authismus. Das würde sein emotionales Verhalten erklären.
Frieda am 18.02.2013Eintrag melden
Ich kann nur noch weinen nach den erschütternden Worten, es schüttelt mich seit Stunden.... Viel Kraft Mamus und Julius....
Ein Mutterherz am 18.02.2013Eintrag melden
das mit dir zusammen am selben Problem leidet..... Stille Grüße
Fritz Sander am 18.02.2013Eintrag melden
Bin ich froh, keine Kinder zu haben! Da geht man ja die Hölle ohne Ende durch!
Daniel am 18.02.2013Eintrag melden
deinen sohn halte ich nach dem studium deines briefs nicht nur für süchtig in vielfacher art, sondern auch für psychisch schwer gestört. so verhält sich kein normaler mensch seinen eltern gegenüber wenn sie ihn so lieben wie ihr. bitte stellt ihn doch mal einem facharzt vor. vielleicht kann ihm dort geholfen werden.

der brief hat mich übrigens sehr tief berührt. ist mir auch schon lange nicht mehr passiert...

viel glück!
FG
Jessica am 18.02.2013Eintrag melden
Oh liebe Mamus, ich empfinde Ihren Schmerz wie meinen. Es geht mir auch so wie Ihnen. Meine Tochter konsumiert seit 5 Jahren alles was sie erwischt, auch Alkohol. Sie hatte ebenfalls ADHS. Ihr Sohn scheint, genau wie meine Tochter, gefühllos und erbarmungslos zu seinen Mitmenschen, ganz besonders zu denen, die ihn am meisten lieben, zu sein. Meine Tochter war auch seit ihrer Kindheit oft erschreckend grausam zu Tieren, obwohl die anderen Mitglieder unserer Familie ausgesprochene Tierfreunde sind.
Ich weiß, dass Sie nichts falsch machen, ich dachte das auch immer von mir, bis ich einen Psychiater in meiner allerhöchsten Not aufsuchte, der mir genau das Gegenteil bewies.
Natürlich sind wir auch nur Menschen und machen Fehler, genau wie alle anderen Menschen auch. Es liegt aber an den (unseren) Kindern, dass sie besonders uns, die wir sie mehr als alle anderen es je können, lieben, immer am schwersten verletzen müssen. Es ist anscheinend zwanghaft bei ihnen. Ich habe einen Selbstmordversuch hinter mir bei dem ich nur gerettet wurde, weil mein Mann unerwartet früh -2 Tage früher als geplant und völlig überraschend- von einer Dienstreise zurück kam.
Im letzten Jahr bekam ich Magenkrebs durch die (ungerechtfertigten) ständigen Vorwürfe meiner Tochter, weil ich vor Schuldgefühlen -ich glaubte lange, was sie mir alles vorwarf- nie mehr zur Ruhe kam. Dann endlich kam ich zu meinem Psychiater und dort erkannte ich nach vielen Sitzungen, wer die wahre Schuld an ihrem unglücklichen Leben trägt: sie ganz alleine! Sie hätte die Gestirne vom Himmel holen können und ich hätte ihr dabei geholfen... aber sie stieß mich immer zurück und wollte ihren Weg ins Nichts unbedingt gehen. Wahrscheinlich wollte sie mich mit dem Zuschauen ihres langsamen Sterbens sogar strafen. (Ich weiß bis jetzt nicht, was ich ihr angetan habe. Ich habe sie immer nur geliebt.) So scheint es bei Ihnen und Ihrem Sohn auch zu sein. Lassen Sie ihn los, ich habe es auch bei ihr getan und seitdem habe ich wieder ein wenig zu leben lernen können.
Wenn sie clean werden will und aus ihrer Seele heraus erkennt, wer ich wirklich bin und was ich wirklich für sie empfinde, bin ich wieder für sie da. Aber erst dann! Ich kann jedoch zum jetztigen Zeitpunkt nicht sagen, ob ich noch einmal dazu im Stande bin, die vorherige Liebe zu ihr wieder aufbauen zu können, denn ich bin aus Notwehr in eine gewisse, innere Emigration gegangen. Man verändert sich dadurch.
Ich wünsche Ihnen von Herzen, dass Sie die Kraft haben, sich selbst zu retten und schicke Ihnen ganz, ganz liebe Grüße
Jess
Ulf am 17.02.2013Eintrag melden
Hi Mamus, Bitte schau nach einer Suchtberatungsstelle in Eurer Nähe. Vermutlich ist es für deinen Sohn unterstützend, wenn du das erste Mal zur Drogenberatung mitgehst, wo er unbedingt schnellstens hinsollte. Allerdings sollte er perspektivisch selbst willens und in der Lage sein, aktiv etwas gegen seine Sucht zu tun. Die Suchtberatungsstelle kann dann alles weitere mit deinem Sohn gemeinsam in die Wege leiten (Entgiftung/Therapie). Dass du ihm etwas zu essen gibst, ist sicher in Ordnung, Geld für essen oder wohnen zu geben, fände ich problematisch, da nicht sicher ist, was dann letztlich davon gekauft wird. Er sollte nicht nur zur Entgiftung, sondern am besten nahtlos danach zur stationären Langzeittherapie in einer Klinik für Doppeldiagnose-Patienten, da du ja von Psychoseanzeichen etc. schreibst. Wichtig ist, dass du die Verantwortung für sein Leben bei deinem Sohn belässt, aber ich kann mir gut vorstellen, dass das als Mutter extrem schwierig ist. Vielleicht tust du ja auch etwas für dich, es gibt in jeder größeren Stadt auch Selbsthilfegruppen für Eltern suchtkranker Kinder, da erfährst du für dich etwas Unterstützung.
Liebe Grüße und viel Erfolg für euch.
Edmund am 17.02.2013Eintrag melden
Ich liebe meine Mutter! Sie hat mir mein Leben zweimal geschenkt. Einmal als Säugling und einmal, als ich kurz vor dem Drogentod war. Danke, Mama!
Petra am 17.02.2013Eintrag melden
Hallo Mamus ...

bin inzwischen so verzweifelt und habe überhaupt keine Ahnung habe was gerade passiert.

Wir sind eine Patchworkfamilie...meine Kinder sind 19 Jahre und das Mädel 11 Jahre...tolles Umfeld...toller Mann ...gutes Berufsfeld , tolle Tochter ...nur mein Sohn ist schon immer das Sorgenkind.
Mit 10 Jahre ADHS diagnostiziert...dann Medikinet bis zum 13 Lebenjahr es wurde besser.
Danach nahm er keine Medikamente mehr. ER begann eine Psychotherapie ...aber alles wurde schlimmer...mit 14 bekifft ...falsche Kreise.
Als er auf der Hauptschule gelandet ist, wurde es endlich besser.ER machte einen guten REalschulabschluss, war zwar nach wie vor super antrengend...aber keine Vorfälle von denen ich weiß.
DAnn 1 Jahr BGJ, super ...dann Lehre...toller Chef ...Führerschein..eigenes Auto ...puh wir dachten endlich alles gut. Jetzt hat e in 8 Wochen Zwischenprüfung. Alle sind begeistert von ihm, nur unser VErhältnis ist immer wieder böse.

Tja dann er Hammer, vor 2 Wochen wurde er von er Polizei angehalten. Speed genommen ...und seid diesem Moment ist nichts mehr wie es war.
Er findet das alles normal, es machen alle und ich soll doch auch mal ...
und es ist nicht schlimm und meine Sorgen versteht er schon mal gar nicht !
Da er jedes WE nicht zuhause ist, bekomm ich ja auch nie etwas mit. 'Er erzählt nix. Schon lange nicht mehr ! Hat alles neue Freunde ...die alten sind zu langweilig...Sad

Letzte Woche war er lieb, nett. Wir gingen relativ nett miteinander um, ich hoffte das es nicht so schlimm sei wie angenommen. Perfektes Theater !
Am Freitag verabschiedete er sich mit den Worten ...ich fahre und trinke nicht ect. Ich sagte nur " ich verlass mich auf dich.
Er hatte ein fremdes Mädel dabei, die bei uns übernachtete und dachte alles wird gut. Er wird schon nix nehmen.
...Tja und dann kamen die beiden um 3 Uhr und feierten bis morgens um acht im Zimmer und kichterten...schliefen bis 18:00 Uhr ...nichts gegessen...nichts.Ich flippte völlig aus und stellte ihn zur Rede, ob er denn der Meinung sei, das ich völlig blöd bin ! Mir war sofort klar, dass er wieder drauf war. Er wich mir aus, guckte mich nicht an.
DAnn verschwand er ...gestern rief ich ihn an und machte ihm klar, dass er sofort nach Hause kommen soll. Alles was kam ...er hole seine Sachen und zieht heute noch aus...

Mitten in der Nacht kam er und packte Sachen ...WEg !
Ich bin so hilflos und weine nur noch, meine Kleine leidet, mein Mann und meinem Sohn ist es scheiß egal !
WAs ratet ihr mir ? WAs kann ich tun ? Soll ich ihn einfach laufen lassen ? Er wiegt nur 49 kg und das bei 1,75 ...wie lange wird sein Körper das mitmachen, da er auch noch einen körperlich schweren Job hat ?
'Ich rief bei der Drogenberatung an...aber solange er nicht mitkommt ? Kann ich ihn nicht einweisen lassen ...?
Ich muss doch irgendwas tun ? Sein leiblicher Vater und ich sind da eine Meinung ... aber was ?

traurige Grüße Petra
L. Sommer am 17.02.2013Eintrag melden
Hallo du, habe gerade den ersten todestag von meinem michi ueberstanden, 15. februar 2012. er waere am 9. april 2013, 22 jahre alt geworden! kann dich sehr gut verstehen. es waren drogen und alko. der tod ist final und loescht, so weh es tut, alles lebendige aus, uns bleiben die erinnerungen, mit dem tod eines kindes oder aber auch von normalen todesfaellen..oma und opa, die erinnerungen!!! wenn der schmerz dich ueberfaellt...da hilft es mir, an ihn dolle zu denken! vor allem wenn er absoluten mist wieder mal gebaut hat, oder was er in seiner kindheit fuer einen bloedsinn gemacht hat, von scheibe einschlagen und sonstigen kram..wie er mich in den arm nahm, wenn er hifle brauchte, wenn er mir dankbar war fuer das was ich fuer ihn ohne worte gemacht habe, geschenke die er mir gab zu geburtstag und weihnachten, die ganzen bilder die da sind. gehe einfach zurueck und frage nicht nach dem WARUM...es gibt keine antwort darauf.
drueck dich..ist halt alles mist!
Yani am 17.02.2013Eintrag melden
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Ein kleiner Engel ist dein Begleiter,

er trägt dich immer weiter und weiter.

Er ist dein Tröster und dein Freund,

der nichts in deinem Leben versäumt ,


lg
Marthe am 17.02.2013Eintrag melden
Da hast du jede Menge zu tragen. Ich wünsche dir von Herzen alle Kraft, die du brauchst, um das alles zu schaffen.
K.F. am 17.02.2013Eintrag melden
Hallo liebe Mamus
es würde Dir sicher wohler sein,wenn Du ihn zu seinen Dealern begleitest (inkognito) fährst, damit er hinterm Steuer nicht einschläft etc. Vor allem weißt Du dann wo er ist.
Du wirst es nicht glauben, aber ich kenne eine Christin, die einige Jahre allerdings, für ihre drogenabhängige Tochter betete und die ist echt ohne Maßnahmen von heute auf morgen clean und ohne Verlangen.

Auch eine Gattin betete für ihren alkoholkranken Mann.
Allerdings erlebte ich, wie Gott mehr eingreift, wenn man ihn nicht nur in Notfällen um Hilfe bittet, sondern wenn man Jesus (ohne Marienkult-Engelsanbetung-unnützen Papst ) direkt, ohne Umschweife und in jedem Lebensbereich schon morgens um Führung bittet.
Unversucht würde ich da allerdings nichts lassen.

Jesus schütze die Familie! Amen.
Annamyrtl am 17.02.2013Eintrag melden
Mamus ich kenne das leider genau. Es ist eine brutale Qual, sein Kind so zu sehen.
hdl
Hansi am 17.02.2013Eintrag melden
Seit du da bist Dirp hat die Apokalypse begonnen! Scheisse was du da abziehst! Schon was davon bemerkt?
Anira am 17.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus mein Bruder ist daran gestorben mit 22 jahre. Ich habe auch genommen aber dann aufghört wegen dem mit mein Bruder. Wird dem Körper und Geist über Jahre mit Drogen Gefühle Emotionen Wohlbefinden erleichtert, abgekürzt, vorgegaukelt gewöhnt er sich daran es brennt sich regelrecht auf die Festplatte. Die eigenen Centren im Gehirn, die normalerweise dafür von der Natur vorgesehen sind verkümmern und schalten sich letzt endlich ab. Das is Tatsache.
Die künstlich zugeführte Drogendosis ist um einviel Tausenfach grössere als die natürlich dem Körper zugeführte ich spreche von Botenstoffen ,Seratonin, Opioide ectr. die im Gehirn über die Synapsen in minimalsten Dosen dem Gehirn in verschiedene bereiche zugeführt wird. Dazu komt es gerade bei diesen von dier erwähnten Drogen noch dazu ,das die normalen Wege die Gefühle ectr. normalerweise nehmen abgekürzt werden.
Wird nun dem Körper das alles endzogen,kanst du dir vorstellen es zum totalen Blackout kommt. Dann hat man es wirklich nicht leicht Feuerwerke von Gefühlen,auf, ab, hin, her, an,aus... Nur dereine gedanke ein einziges mal noch nur um diesem scheiß Gefühlswirrwar für einen Moment zu entfliehen sich wieder zu fangen kraft zu sammeln für die nächsten Qualen. Seinen Körper nimmt man erst jetzt wieder richtig war,doch der ist in vielen Ebenen regelrecht abgestorben taub... ehnlich wie bei einem Coma Patienten der nach langer zeit wieder zurück kommt und nach und nach wieder alles lernen muss...Der Körper wird sehr langsam wieder wach,die körpereigenen Fabriken müssen erst wieder zum laufen gebracht werden.. reinigen,Maschienen warten,Material besorgen,arbeiter einstellen ,motivieren,produzieren,logistik,tranzportieren,montieren,probieren,und hoffen das alles wieder so wird wie vor dem Konkurs. Entschuldige aber ich möchte dir das einfach ein bischen näher bringen..ich hoffe du verstehst. Und das alles ist nicht in ein paar Monaten gegessen,das dauert...
Körperlich ein bischen schneller ,aber die Psyche.. und wünsche euch All die Liebe,Kraft und Glauben dieser Welt. Wichtig ist er erst dann viel mer dein wahrer Sohn und Freund zu sein den die Liebe ist elementar. Verzei mein schlechtes Deutsch...Drogen konnen viel zerstören. Viel Glück.Bleib stark!
Dirp am 17.02.2013Eintrag melden
@ludo

KEINE Situation rechtfertigt es, Drogen zu nehmen und Alkohol in Unmengen zu trinken!
ludo An Alle die Urteilen am 17.02.2013Eintrag melden
es ist leicht über so leute zu urteilen die drogen nehmen, wenn man nicht dahinter kucken will. man kann doch nie wissen wie sie daran gekommen sind oder warum sie das tun. wenn du einmal drin bist ist es schwer raus zu kommen. klar ist jeder für sich verantwortlich aber jeder macht fehler und trift manschmal falsche entscheidungen man weis doch nicht in welcher situation er ist.
Dirp am 17.02.2013Eintrag melden
Interessant, was sich seit meinem letzten Besuch hier getan hat.
Gegen die Angriffe bin ich übrigens immun, denn ich weiß, dass ich im Recht bin. Um gegen emotionalen Schwachsinn zu kämpfen, ist mir Don Quijote auf seiner Rosinante nun doch zu wesensfremd.

Es schweift hier per se stark ins philosophische ab. Meine Meinung dazu ist, das Leben mag vielleicht keinen Sinn haben, deshalb ist es aber noch lange nicht sinnlos.
Wir gestalten lediglich, auf unterhaltsame Weise, den planetarischen Stoffwechsel auf weltlicher Ebene als Wurmfutter. Die Süchtigen leisten ihren Beitrag dazu nur freiwillig und wesentlich früher als die Anderen. Unter diesem Aspekt gesehen, kann man ihnen sogar dankbar sein.

Bis in Kürze.
B. Hausmann am 17.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus ich meine wenn man sich so abschießt wie dein Sohn, sieht man keinen Sinn in seinem Leben. Alle Süchtigen sind wohl so eingestellt. Ich habe mich auch oft gefragt
Warum sind wir auf der Welt ?
Warum bin ich geboren ?

Jetzt bin ich nunmal da und muss das beste daraus machen
Vielleicht für die ganz jungen Menschen wichtig sich zu fragen : Warum bin ich auf der Welt und was will ich aus meinem Leben machen ?
Ganz wichtig : Das Leben dauert nicht ewig, auch wenn man vielleicht noch 50 Jahre vor sich hat.
Das hört sich so lange an und ist trotzdem so kurz.
Viele Jahre werden einfach vergeudet, sie kommen nicht zurück
Eigentlich ist jeder Tag vergeudet, den man sinnlos verstreichen läßt, merkt man oft erst, wenn es schon zu spät ist.

Ich kann nur vom Herzen hoffen das sich dein Sohn ändert bevor es für IHN zu spät ist.

Lieber Gruß mit Traurigkeit
Arno am 17.02.2013Eintrag melden
Junge du tust mir so wahnsinnig leid! Sitzt mitten in allem was sich jeder wünscht und siehst es nicht.
Lg
Kathi am 16.02.2013Eintrag melden
Julius
Ich sehe Menschen ohne Beine, heute gar einen Jungen ohne den gesamten Unterkörper lachen.
Ich sehe krebskranke Kinder lachen.
Ich sehe Hinterbliebene von gerade gestorbenen Menschen Zuversicht schöpfen,
und ich sehe die Beiträge hier.
Nein, man kann sagen was man will, das Leben ist lebenswert, egal wie sehr sich der eine oder andere Gedanke sich einem aufzwingt.
Ich jedenfalls bin dankbar für jeden Tag und jeden Sonnenschein, letzteres auch gemünzt auf jedes Lächeln, welches mir begegnet :)
Jemand erzählte mir, dass die Hölle gar kein Fegefeuer sei, sondern "einfach nur" die vollkommenste Schwärze. Ein Nichts aus Nichts.
Oh ja, da liebe ich das Leben doch unendlichfach.

Ich wünsch Dir alles erdenklich Gute, Julius. Deiner Mutter gilt meine allergrößte Hochachtung und Bewunderung.
Heny am 16.02.2013Eintrag melden
Julius, Du kommst mir vor als ob Du keinen Sinn mehr in Deinem Leben siehst und es darum so sinnlos vergeudest.
Die Außenwelt ist ein Spiegel der inneren Welt. Wir handeln entsprechend dem eigenen Gedankenmuster, auf die Weise manifestiert sich die eigene Lebenseinstellung. Klar, es gibt Dinge, gegen die man wirklich nichts machen kann, die man leider hinnehmen muss. Wir haben nicht auf alles Einfluss.
Einem wird es auch nicht immer leicht gemacht. Aber man hat es selbst in der Hand was man daraus letztendlich macht. Das Leben ist eine Lernphase, so dass wir zur Meisterschaft gelangen.
Sicher ist es lebenswert.
Traurig wenn manche Menschen dies nicht erkennen können.
Es liegt an Dir, nur ganz alleine an Dir, auch die schönen Seiten zu sehen. Du hast viel Liebe von Deiner Mutter, das ist gewaltig! Sie kann Dir helfen, Dich aus dem Sumpf zu ziehen. Nimm Deine Chance! Pack es an, und zwar sofort!

Grüße!
Bella am 16.02.2013Eintrag melden
Ma, dein Junge ist schon lange tot. Nur seine Hülle ist noch da. Lass ihn los, Liebe heißt auch gehen lassen. Du klammerst dich an etwas was gar nicht mehr existiert. Das war bei meinem Kind auch so. Sie nahm Drogen und trank.
Es tut mir leid dass ich dir das so hart sagen muss.
Mit einem stillen Gruß von einer auch verwaisten Mutter.
E.H. am 16.02.2013Eintrag melden
leider noch sehr jung, dein sohn. Wenn er lang genug Überlebt, wird das ein Wechselspiel zwischen, Clean -> echte Geühle (froh das noch jemand da ist), Drauf -> berechnend, ausbeutend usw.!

Bei den meisten von uns, zumindest bei mir war es so! Dann jetzt endlich lange Clean, ist mein liebster Mensch, meine Mutter vor kurzem verstorben! Jetzt hätte sie ein Grund stolz auf mich zu sein und ich hätte sie sehr oft gebraucht! Aber was Eltern so durchmachen, ist glaube ich auch sehr emotional grausam .

schönes WE wünsch ich dir trotzdem
Kanter am 16.02.2013Eintrag melden
@Lukas
Natürlich kann mensch nicht reife bei anderen erzeugen, indem er seine helfende hand reicht und jene eventuell sogar garnicht erwünscht ist; allerdings hat das eine mit dem anderen nichts zu tun, das heißt, es ist ausdruck des mitfühlens, der menschlichkeit und in diesem sinne auch resultat einer reife, u.a. der der sozialen kompetenz (e. fromm hat diese thematik bezogen auf die kapitalistische gesellschaftsform dezidiert in seinen werken behandelt); in diesem sinne ist reife auch keine entwicklung die sich autonom abspielt, sondern ein permanenter prozeß in verbindung mit seiner umwelt und ausdruck der reife des erwachsenen ist es dann eben auch, hilfe resp. die sich sorgende person nicht zurück zu weisen, sondern sich/sein handeln im dialog mit den anderen zu erklären; wenn dieser dialog ausbleibt, dann - würde ich sagen - hat eine transformation zur reife eben noch nicht stattgefunden und das würde dann wiederum implizieren, das die reife person gegenüber der unreifen (hier das eigene kind) person eine verantwortung hat und diese dann auch wahrnehmen muss.
Das reife sich u.a. darin ausdrückt, das mensch in der lage ist, seinen emotionalen schmerz unter kontrolle zu halten oder gar gänzlich zu negieren, ist gänzlicher unsinn, auf den ich gar nicht erst weiter eingehe.
In diesem sinne...
Lukas am 16.02.2013Eintrag melden
Hi, reif für das Leben ist dieses Kind mit Sicherheit nicht!
Reife kann man aber nicht dadurch erzeugen, dass man jemandem eine helfende Hand reicht, zumal das unreife Kind diese helfende Hand zurückweist, sonst wäre es nicht unreif. Reife müssen sich solche Persönlichkeiten selbst erarbeiten und meist auf die härteste Weise. Schlimmstenfalls führt es auch zu einem bösen Ende, das hat aber nichts mit sozialer Inkompetenz der Eltern zu tun. In dem Augenblick, indem jemand um Hilfe bittet, soll ihm auch geholfen werden. Und für ein volljähriges Kind haben die Eltern nunmal keine Verantwortung mehr.
Gruß
Heidi am 16.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus,

Deine Worte bewegen mich sehr. Ich kann Dich nur in den Arm nehmen wollen und fest drücken.
Der Kampf um Dein Kind wird sich lohnen, ich fühle es!

Einen lieben Gruß und lass Dir den Mut nicht nehmen.
Jo am 15.02.2013Eintrag melden
Ich schließe mich den überwiegenden Meinungen an. Wenn er meint, dann muss er erstmal richtig abstürzen, wenn er mal halb bewusstlos in seiner Kotze aufwacht oder ein Toter neben ihm liegt, dann klingelt bei manchen noch der Wecker.
Für dich als Mum unbegreiflich, und auch kaum durchführbar, wenn er zuhause ist und du alles mitkriegst. Aber mit über 18 ist er nicht erwachsen wenn er sich so benimmt, das sagt nur das Gesetz (ein Stück Papier). Und gerade wir Vögel hier halten ja soviel von Gesetzen...mit 23 ist er so dumm wie 13, nur das er mehr Möglichkeiten hat, sich dummerweise und leichtfertig umzubringen.
Schau trotzdem, ihn nicht ganz aus den Augen zu verlieren. Glaube das wird für dich härter als für ihn.

lg
Mücke am 15.02.2013Eintrag melden
Hallo Mamus,

ich kann Dir nur einen Tipp geben:

DU BIST DAFÜR NICHT VERANTWORTLICH-ES IST SEINE ENTSCHEIDUNG

Lass Ihn-du kannst ihm nicht helfen--er ist suchtkrank sein Leben lang
Sei mir nicht böse, solange du ihm einen Rückzugsplatz bietest, wird er irgendwann vor Dir stehen, arbeitslos, dich belügen, bestehlen...

Momentan bist du nur eine Sicherheit für Ihn.

Meine Eltern haben das 9 Jahre lang gemacht.
Ich bin froh darüber, daß ich es einigermaßen geschafft habe.
Aber das ist eine andere Geschichte.

DAS WICHTIGSTE ZUM SCHLUß:

SEI FÜR IHN DA, WENN ER DICH WIRKLICH BRAUCHT
NICHT BEIM ERSTEN,ZWEITEN MAL...
DU MERKST ES, WENN ER DICH BRAUCHT
Hilda am 15.02.2013Eintrag melden
Julius du erntest was du sähst.
Sähst du Freude, erntest du unendliche Freude.
Sähst du Leid, erntest du unermessliches Leid.

Noch kannst du deinen Boden selbst beackern. Mache es in der besten Art die du kannst. Du machst es für einen Einzigen, Für dich...

Viel Erfolg und alles Gute!
Holger am 15.02.2013Eintrag melden
Sehr traurig wenn sein Kind sich tötet und man muss zuschauen...
In Gedanken bei Ihnen
Holger
Meike am 14.02.2013Eintrag melden
Lieber Julius.

Nun ist ein Jahr vergangen seit diesem schrecklichen Unfall, ein Jahr voller Tränen, Trauer, diesem furchtbaren Schmerz und der unstillbaren Sehnsucht nach meinem Sohn. Er hätte so gerne noch gelebt, wurde ganz plötzlich aus einem so hoffnungsvollen Leben gerissen, das gerade erst so richtig begonnen hat. Wir vermissen ihn so sehr! Er ist immer in unseren Gedanken, unseren Erinnerungen und in unseren Herzen. Er war ein wunderbarer und ganz besonderer Mensch. Er war 20 Jahre alt.

Julius, lerne dein Leben als das wertzuschätzen was es ist: das größte Geschenk, unendlich wertvoll und einzigartig. Sei dankbar, dass du es leben darfst, sei gut zu dir und vergifte seine Form nicht weiter. Die Form ist dein Körper.
Wie gerne hätte Marc mit dir getauscht.....!

Liebe Grüße.
Renata am 14.02.2013Eintrag melden
Ich denk an Ihren Sohn und an Sie! Wie unermesslich traurig....
D. am 14.02.2013Eintrag melden
Nein, liebe Mutter Mamus, Sie machten bei Ihrem Sohn überhaupt nichts falsch. Unser Sohn stammt aus einer sog. priviligierten Familie, er hatte alles um ein erfolgreiches und glückliches Leben führen zu können - auch Liebe ohne Ende. Dennoch verloren wir ihn an Drogen und Alkohol und mussten ihn im Frühjahr 2012 im Alter von knapp 21 Jahren zu Grabe tragen. Es ist noch immer nicht fassbar für mich, seine Mutter, dass er sein Leben auf so sinnlose und, letztlich, unwürdige Weise zerstört hat. Unter seinem Tod leide ich als wäre er gestern eingetreten... Unsere Familie hat sich nie wieder von diesem entsetzlichen Verlust erholt, auch wenn es von außen unsichtbar ist.

Manche Menschen sind dumm, Brandstifter haben Persönlichkeitsdefizite, Suchtkranke haben Persönlichkeitsstörungen und meist schwere psychische Krankheiten. Nicht alles ist Erziehungssache. Durch schlechte Erziehung hat man zwar fast die Garantie, einen faulen, inkompetenten Trottel durchzufüttern, mit guter Erziehung aber nur die Grundlage, dass daraus jemand bodenständiges, leistungsfähiges wird.

Viel Kraft, Familienzusammenhalt und Mut, Ihren steinigen Weg zu gehen.
Bronze am 14.02.2013Eintrag melden
Mamus, Ich kann den seelischen schmerz von dir sehr, sehr gut verstehen. Wenn andere dir schreiben, du sollst deinen sohn ziehen lassen, sollst ihn eigene erfahrungen sammeln lassen,denn schließlich ist er ja erwachsen, so läßt sich zu solchen aussagen sagen, das reife nichts mit dem alter zu tun hat und das es eine frage der verantwortung ist, gerade auch als elternteil, sich eben nicht nur sorgen zu machen, sondern auch helfend eingreifen will (gewissen leuten fehlt ein solches verantwortungsbewußtsein=ausdruck mangelnder reife und sozialer inkompetenz, vielleicht auch ausdruck einer infantilen persönlichkeit(?)); ich würde dir wirklich sehr gerne helfen, nur so ad hoc kann ich dir auch keine adäquate antwort geben, dafür fehlen mir auch zuviele informationen.
Liebe grüßle
Leon am 14.02.2013Eintrag melden
Hi Mamus
total verzweifelt dein Brief an Julius. Schau mal, ein Sohn ist auch nur ein Mensch. Mit über 18 ist er volljährig, erwachsen sollte er dann auch sein, und zu wissen, was er tut, hat er nun auch. An dieser (deiner) Stelle wäre mir selbst ein Bruder oder eine Schwester längst gleichgültig. Wer sich nicht belehren lassen will und die "Ich mache, was mir passt"-Nummer zu ernst nimmt, der soll das zumindest fern von mir machen. Und von deinem eigenen Wohl her, solltest du ihn tun lassen, was er will, nur unterstütze ihn mit überhaupt nichts und weine ihm ständig hinterher. Gruß aus Berlin
horst am 14.02.2013Eintrag melden
hallo julius
ich war bis april 2011 ein druffi ich hatte eine mutter und einen vater und eine schwester und zwei brüder. meine ganze familie ist im april 2011 plötzlich verstorben es war ein autounfall ohne irgend welche vorwahrnung, es wird nie wieder so sein wenn deinee mutter und deine familie nicht mehr ist, denn sie fehlen mir jetzt plotzlich über all owohk ich früher immer nur genervt von ihnen war. eine mutter isst einfach das beste was man besitz wenn man noch eine hat man kan einfach mit alles zu ihr kommen, man kan nicht mehr mit ihr lachen die schöne zeit mit ihr ist einfach vorbei was einfach traurig ist, ich hoffe das du wenigsten noch deine mutter und familie behälst und immer gut zu ihr bist. ich bin jetzt trocken und clean aber den preis hät ich nicht zahlen wollen, jede minute mit meine familie ist mir heute so wertvoll und jede nicht mit ihr zusammen verbracht habe oder im streit verzweifelt mich. ich wil nicht das du auch da durch must es ist die hölle ohne ende. horst
Charlotte am 14.02.2013Eintrag melden
Hallo Mamus und Alle
Oh man... Manchmal regt man sich über Kleingkeiten auf und ist verärgert, wenn mal wieder alles schief läuft.
Wenn man sich eure tragischen Schicksale durch liest, wird einem ganz anders...
Dann weiß man erst mal, dass man auf hohem Niveau stöhnt.
Mein Beileid für alle, die so ein Schicksal erleben müssen.
LG, Charlotte
Lebberti am 14.02.2013Eintrag melden
tragisch ohne worte was ihr durchmacht. ich habe mir immer kinder gewünscht und keine bekommen, aber wenn ich das hier lese bin ich dankbar das es so ist....
lg
Stephanie am 14.02.2013Eintrag melden
Liebe Familie
ich studiere seit Tagen nur noch diese Seite und die vielen Kommentare. Ich bin tief erschüttert über das Leid von dem ihr und die anderen zerbrochen werden. Ich bin eigentlich total gegen die Todesstrafe aber den Dealern die eure Kinder umbringen sollte man sie wirklich geben!
Gruß Stephanie
Yani am 14.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus, heute ist Valentinstag! Obwohl Du bestimmt schöne Blumen bekommst, will ich Dir auch was schenken, nicht ganz so schön, aber vom Herzen!


___Alles
____________Alles All
_______Alles Alles Alles
______Alles Alles Alles A
______Alles Alles Alles *
_______Alles Alles All*
___________*Alles A*
______________*Al*
________________
_____Liebe____ Liebe*____*zum__zum*
__Liebe Liebe Liebe Lieb__zum zu_ zum z
_Liebe Liebe Liebe Liebe _ zum zum zum
Liebe Liebe Liebe Liebe Li__* zum zum*
Liebe Liebe Liebe Liebe Li_____*zum*
Liebe Liebe Liebe Liebe L_______*
_Liebe Liebe Liebe Lie *
___Liebe Liebe Liebe*__Valent
______Liebe Liebe *__Valentins___ tag
________Liebe Lie*_ Valentinstag Valent
_________Liebe *__ Valentinstag Valentins
___________Lie*___Valentinstag Valentins,
____________L*_____Valentinstag Valent*
____________________Valentinstag Val*
_____________________*Valentinstag
______________________Valentins*
_______________________Valen*
________________________tin*
________________________♥
...♥SCHÖN, DASS ES DICH GIBT♥...
Sonka am 13.02.2013Eintrag melden
Liebe Familie und Mamus.

Sie tragen keine Schuld am Leid Ihres Kindes! Sie sind eine wunderbare Mama und Ihr Mann sicher ein wunderbarer Papa. Trotzdem fühlen Sie sich schuldig, das ist doch richtig? Schuld wird Ihnen bestimmt auch von Ihrem Sohn eingeredet, doch das bedeutet nur, dass er keine Eigenverantwortung übernehmen will.

Haben Sie sich schon einmal mit dem Gedanken vertraut gemacht, dass er sich mit seinem Verhalten auch umbringen kann? Wenn das eintreten sollte, sind Sie trotzdem schuldlos an seinem Tod.
Die meisten trauernden Eltern spüren eine gewisse Schuld, daß sie länger leben durften als ihr Kind. Wenn ein erwachsenes Kind aufgrund von Suizid, Drogenmißbrauch, AIDS, Trunkenheit oder anderer, gesellschaftlich stigmatisierter Ursachen stibt, fühlen sich viele Eltern oft schuldig, da sie nicht gewusst haben, wie sie die Probleme ihres Kindes lösen können. Oft fragen sich die Eltern dann, was sie hätten anders machen können, um die Situation zu verhindern, die vielleicht den Tod des Kindes verursacht hat.

Solche Äußerungen, dass das Kind schließlich selbst Schuld habe an seinem Tod, tragen nur dazu bei, daß die Eltern noch mehr Schmerz verspüren und sich isoliert und geschlagen fühlen.

Einige Eltern haben sich um ihr Kind gekümmert, wenn es körperlich oder geistig behindert war, oder auch Probleme mit Drogen und Alkohol hatte. Dieses Kind wird zum Mittelpunkt des Lebens geworden sein, was bedeutet, daß der Tod den Tagesablauf gänzlich ändert und noch zu deren Leiden und Verlustgefühl beiträgt.

Ich umarme Sie und wünsche Ihnen alles Gute!
Naddi am 13.02.2013Eintrag melden
Mir ist da heute so ein gedanke gekommen und vielleicht gibt es hier ja welche die schon erfahrung haben.

Ich hab mich beim lesen dieser erschütternden Zeilen gefragt was ich wohl tun würde wenn meine Tochter irgendwann "abrutscht". Also wenn Sie Drogensüchtig werden würde oder sehr viel alkohol trinken würde usw....

Aus eigener erfahrung weiß ich, dass die Eltern da nicht wirklich viel ausrichten können wenn die das nicht sofort erkennen. Und selbst wenn, können die Eltern oft nix wirkungsvolles unternehmen.

Die meisten sagen ja: "Da sind die Eltern dran schuld" und oft stimmt es auch. Viele "abgerutschte" Jugendliche haben ein schwieriges Elternhaus. Aber eben nicht alle. Ich kenne auch viele, deren Eltern toll sind/waren und die trotzdem süchtig wurden.

Ich wünsche Ihnen viel Kraft liebe Mamus und Familie und vor allem Ihrem Sohn, dass er rauskommt/rauskommen will.
Preja am 13.02.2013Eintrag melden
Geh noch nicht nicht die Regenbogenbrücke, und vor allem nicht SO! An ihrem Ende erwartet Dich kein Honigtopf, kleiner dummer Junge! Es erwartet Dich unendliches Leid, genau das, was Du denen hier angetan hast, die Dich so unermesslich lieben. Es ist noch nicht zu spät für Dich, aber bald wird es das sein. Ändere Dein Leben! Du hast alle Unterstützung dazu die nötig ist. Noch setzt Du nur Spuren in den Sand, die vom Wind positiver Energien verwischt werden können. Bald werden die Spuren in Stein gemeißelt sein und Du wirst sie nur durch Schwerstarbeit abtragen können.
Viel Erfolg und ein schnelles Aufwachen aus Deinen Illussionen, solange Du es noch ohne unwiederbringliche Schäden für Dich bewerkstelligen kannst.
Grüße
Familie Schubert am 13.02.2013Eintrag melden
Wir haben unsere Tochter 2010 beerdigen müssen. Drogen und Alkohol haben sie umgebracht und die ganze Familie ist mit ihr gestorben.... Wir verkraften es einfach nicht..... Keiner von uns war je süchtig....
Ihnen soll es nicht so gehen.
Unendlich viel Kraft wünschen wir Ihnen für den Dornenweg.
Alf am 13.02.2013Eintrag melden
wenn du blos meine mutter sein tätst!
Andrea am 13.02.2013Eintrag melden
Hm, oder der Junius bekommt zu viel Aufmerksamkeit und ist der Nabel der Welt.
Peter am 13.02.2013Eintrag melden
Mamus, unsere 14-jährige Tochter wurde am letzten Freitag vom Jugendamt abgeholt weil unser 21-jähriger Sohn seit 3 Jahren Drogen und Alk konsumiert und die Behörden es unzumutbar für unsere Tochter finden das sie "in so einem Umfeld" leben muss. Unser ganzes Vietel hat von unserem Sohn gewußt und es gemeldet. Es war schon entsezlich unserem Sohn verfallen zu sehen und nichts tun zu können aber jetzt sind wir total verzweifelt und wissen nicht mehr weiter. Hoffentlich hast Du nicht mehr Kinder die kleiner sind als Dein Sohn sonst passiert Dir das vielleicht auch noch. Unser Sohn ist noch da dem haben sie nämlich nicht geholfen! Wir sind am Ende!!!
Marina am 13.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus und Familie. Meine Gedanken begleiten Euch durch diese schwere Zeit. Aber ich wünsche Euch bald eine Zeit, wo Ihr Euch mit einem Lächeln an einer neuen, gemeinsamen Zukunft mit Eurem geheilten Julius freuen könnt. Ich habe auch beide Phasen erlebt und kenne die Bedeutung meiner Worte deshalb sehr genau.
Mit liebevollen Grüßen von Marina
Reinhard am 13.02.2013Eintrag melden
Gott stehe Ihnen, Ihrer Familie und Ihrem Sohn bei! Ich bete für Sie.
R.
Yani am 13.02.2013Eintrag melden
Schutzengel für Euch hierlassen.


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Erna am 13.02.2013Eintrag melden
Das ist das zu Herzen gehendste Dokument einer Mutter an ihren geliebten Sohn das ich je gelesen habe. Ich bin zu Tränen gerührt....
Eine Siebentage brennt zur Linderung Ihres Schmerzes und zur Heilung Ihres Sohnes bei mir. Viel Kraft und nicht den Kampf um ihn aufgeben. Eines Tages wird es sich gelohnt haben. Liebe Grüße -Erna
Rommy am 13.02.2013Eintrag melden
Mutterliebe ist, wenn sie so ist wie deine, unschlagbar und wird im Ende immer siegen. Ich habe auch einen 15jährigen Sohn der ADS hat und hoffe, dass er nicht den Drogenweg gehen muss. Ich habe unheimlich Angst davor!
Liebe Grüße und viel Stärke.
Jamser am 12.02.2013Eintrag melden
Für meinen Freund Marco

Ich bin mir sicher Du bist jetzt an einem besseren Ort - Ruhe in Frieden. Keine Macht den Drogen.
Norma 1. am 12.02.2013Eintrag melden
@Mamus und Familie.

Ich bin Suchttherapeutin und arbeite seit 16 Jahren mit süchtigen jungen Leuten. Gerne gebe ich Ihnen einige Empfehlungen, wie Sie lernen, mit der Sucht Ihres Sohnes zu leben und trotzdem noch ein eigenes, glückliches Leben mit dem Rest Ihrer Familie führen zu können.
Vergessen Sie dabei nicht, dass Sie ihn nie heilen können, nur unterstützend begleiten. Die Voraussetzung ist immer, dass er es persönlich will.
Bedenken Sie jedoch auch, dass es SEINE Sucht ist und NICHT IHRE, sofern Sie sich nicht durch Co-Abhängigkeit ebenfalls süchtig machen (lassen)!

ERSTE EMPFEHLUNGEN

Geben Sie sich keine Schuld, dass Ihr Kind suchtkrank geworden ist. Es müssen viele ungünstige Faktoren zusammentreffen, bis eine Sucht entsteht.

Machen Sie Ihr Wohlergehen nicht abhängig vom Befinden Ihres Kindes. Sie helfen ihm nicht, wenn Sie seinetwegen leiden.

Schaffen Sie schnellstmöglich eine suchtfreie Zone. In Ihrer Wohnung dürfen weder (außer vom Arzt verordnete) Tabletten, Drogen noch Alkohol konsumiert werden. Sollte Ihr Kind sich nicht daran halten oder / und konsumierende Freunde mitbringen, gilt unverzüglich Hausverbot. Alle müssen sofort die Wohnung verlassen, auch Ihr Kind. Wenn nötig, holen Sie die Polizei. Das Kind darf die Wohnung erst im nüchternen Zustand und alleine wieder betreten.

Nehmen Sie dem Kind während seiner Suchtzeit die Möglichkeit, Suchtmittel ohne Ihr Wissen einnehmen zu können. Überlassen Sie ihm keine Zimmerschlüssel oder Wohnungsschlüssel.

Brechen Sie nötigenfalls den Kontakt zu Ihrem Kind konsequent ab bis es bereit ist, sich einer ärztlichen Behandlung zu unterziehen. Eine Entziehung von Suchtmitteln alleine ist jedoch meist nicht erfolgreich, weil einer Sucht so gut wie immer massive, psychische Krankheiten vorausgehen. Diese verstärken sich unter dem Einfluss von Suchtmitteln meist erheblich, wenngleich das von den Patienten nicht wahrgenommen wird, da die Symptome durch die Einnahme von Alkohol und Drogen gedämpft werden, sich allerdings "unter der Decke" permanent weiter entwickeln. Es muss demnach stets eine intensive, psychiatrische Behandlung mit einer Suchttherapie parallel durchgeführt werden. Die Erfolgsausquoten liegen hierbei bei ca. 85%, ohne Paralleltherapie (nur Suchtentzug) bei ca. 3%. Eine sehr wertvolle Unterstützung kann Hypnose dabei sein. Erfolgreiche Hypnotherapeuten für Suchterkrankungen kann ich Ihnen auf Wunsch gerne nennen.

Rücken Sie die eigenen Interessen und die Ihrer Familie wieder in den Vordergrund.

Niemand kann einen anderen Menschen von seiner Sucht befreien, darum ist es sinnlos, mit Reden, Bitten, Drohen sein Kind dazu bewegen zu wollen, sein süchtiges Verhalten zu ändern. Sinnloses Debattieren bringt Sie nicht weiter, sondern kostet Kraft, die vergeudet ist. Aus der Abhängigkeit muss sich der Süchtige selbst befreien.

Sprechen Sie keine Drohungen aus, die Sie nicht einhalten können. Sie werden sonst unglaubwürdig.

Zeigen Sie Ihrem Kind, dass man auch im realen Leben Schwierigkeiten bewältigen und Freude haben kann, auch ohne Suchtmittel.

Nehmen Sie Ihrem Kind nichts ab, was es allein erledigen kann, auch wenn Sie den Eindruck haben, dass es nichts auf die Reihe bekommt. Es kann mehr als Sie denken, denn Drogen oder Alkohol zu beschaffen, erfordert viel Koordinationsfähigkeit.

Helfen Sie ihm nicht aus seinen Schwierigkeiten und zahlen Sie nichts mehr für ihn, auch seine Schulden nicht. Das trägt nur zur Verlängerung seiner Sucht bei. Geld ist immer ein Tabuthema während der Suchtzeit, egal wie hoch oder niedrig der Betrag ist.

Lassen Sie Ihr Kind die Konsequenzen seines Handelns selbst tragen, nur so werden ihm die Probleme seiner Abhängigkeit bewusst.

Wir können nur uns selbst verändern, das hat aber Rückwirkung auf andere.

Abhängige brauchen dringend klare Grenzen und konsequentes Handeln. Veränderung gelingt in den seltensten Fällen von heute auf morgen. Darum geben Sie sich Zeit, machen Sie kleine Schritte. Im Kreis von ebenfalls betroffenen Eltern fällt das leichter.

"Trau Dich.
Wenn Du etwas wagst, kannst Du etwas verlieren.
Wenn Du nichts wagst, wirst Du bestimmt etwas verlieren.
Das größte Risiko ist es, nichts zu tun."

Mit Ihrem berührenden Brief arbeite ich zwischenzeitlich mit großem Erfolg. Aus meinem Erfahrungsschatz heraus möchte ich jedoch behaupten, dass Ihre Worte bei Ihrem Sohn zu keiner Veränderung seines Suchtverhaltens führen werden. Das liegt daran, dass er Ihnen viel zu nahe ist und sich darum keinen Zugang zu Ihnen und Ihrer einzigartigen Nachricht erlaubt. Von daher rate ich Ihnen, den üblichen Weg zu gehen, den ich Ihnen oben darlegte.
Ich möchte mich im Namen meiner, durch Ihren Brief wesentlich in ihrer Heilung beeinflussten Patienten, sowie in meinem eigenen, ganz herzlich bei Ihnen bedanken.

Viel Erfolg bei der Genesung Ihrer Familie und Ihres Sohnes.

N.B.
Norma 2. am 12.02.2013Eintrag melden
Nummer gegen Kummer

Bei Drogen- und Suchtproblemen finden Abhängige und ihre Angehörigen telefonisch erste Beratung und Information unter

Telefon: 01805-313031

Erfahrene Fachleute aus der Drogen- und Suchtberatung sind 24 h täglich, das ganze Jahr über erreichbar.

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www.bvek.org

Dies ist die Website des Bundesverbandes der Elternkreise suchtgefährdeter und suchtkranker Söhne und Töchter e.V. (BVEK). Hier werden die Interessen betroffener Eltern auf Bundesebene vertreten und es findet ein Informationsaustausch von Elternkreisen untereinander statt. Hier können sie auch einen Elternkreis in ihrer Nähe finden.

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www.dhs.de

ist ein Portal der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen. Nationale, internationale politische Entwicklungen und Bedingungen sind hier neben Zahlen und Fakten zu finden.

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www.bzga.de

Internetportal der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Hier findet man Bucherscheinungen, Studien und Forschungsberichte.

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www.gesetze-im-internet.de

Internetseite des Bundesjustizministeriums mit u. a. dem Betäubungsmittelgesetz.
Eine Mutter - Exsüchtig & Suchtkind am 11.02.2013Eintrag melden
Liebe Familie,

als ehemals politox Süchtige und heute ebenfalls Mutter eines süchtigen Sohnes, kenne ich beide Seiten ganz genau. (Als mein Sohn, 19 Jahre, geboren wurde, war ich bereits seit 7 Jahren clean. Er kam weder durch die Schwangerschaft noch in sonstiger Art mit meinem ehemaligen Suchtleben in Verbindung.) Sein Vater hatte nie Suchtprobleme, er raucht nicht einmal Zigaretten.

Unser Sohn ist seit 2 Jahren "richtig" süchtig und nicht clean!
Er wird, um der Liebe willen, die wir, seine Eltern für ihn fühlen, von uns nicht mehr unterstützt. D.h. er bekommt keinen Cent mehr - egal, was er dafür alles verspricht, er kann es sowieso nie halten -, er bekommt keine Kleidung, keine Wohnmöglichkeit - erst wenn er clean ist, zuhause ist eine Drogenfreie und Alkoholfreie Zone -, kein Essen usw. und VOR ALLEM: keine für ihn fühlbare, emotionale Zuwendung von uns mehr.

Ein süchtiger Mensch erzählt seinen Eltern, oder denjenigen, von denen er Geld bekommt, immer alles was sie hören wollen, damit seine Suchtmittelbeschaffung gesichert ist. Keines dieser Versprechen kann er einhalten, solange die Geldgeber selbst "süchtig" sind. Damit meine ich die Co-Abhängigkeit, unter der Ihre Familie mit Sicherheit leidet. Ich möchte Ihnen das gerne etwas näher erklären.


Was Sucht mit Familien macht!

Sucht ist eine Krankheit, von der alle Familienmitglieder mit betroffen sind und in einen Teufelskreis gezogen werden. Egal ob der Süchtige ein Kind, der Bruder oder die Schwester, ein Partner oder ein Elternteil ist. Es ist auch egal um welche Sucht es sich handelt, die Auswirkungen auf die Familie sind dieselben.

In einer Familie, in der ein Mitglied über Jahre trinkt, Drogen konsumiert, glückspiel- oder sexsüchtig ist, wird jedes Familienmitglied früher oder später zwangsläufig schwer krank. Sucht macht für die Angehörigen das Leben unberechenbar. Keiner weiß, was wann passiert, wie er damit umgehen soll und wie es weitergeht. Die Beziehungen untereinander sind oft hochgradig gestört. So wie der Süchtige schleichend mehr und mehr in die Abhängigkeit gerät, rutscht der Angehörige mehr und mehr in die Co-Abhängigkeit.

Was ist Co-Abhängigkeit?
Es ist der Zustand in dem sich Angehörige befinden, wenn sie das Verhalten des Süchtigen vor seiner Umwelt entschuldigen, für ihn lügen (z.B. er kann nicht kommen, ist krank usw.), ihm seine Probleme aus dem Weg räumen (z.B. Anträge ausfüllen, Suchtmittel-Beschaffung ermöglichen mit Geldüberlassung, Arzttermine machen, usw.) und seine Aufgaben für ihn erledigen (z.B. für ihn einkaufen, Essen machen, putzen usw.). Damit ermöglichen sie ihm ein Leben in Sucht, sie machen sich sozusagen, zum Helfershelfer der Sucht.

Dieses Verhalten ist ungemein anstrengend, führt Angehörige früher oder später stets an, oft auch über, die Grenzen der eigenen Gesundheit und bringt immer psychosomatische Störungen mit sich.
Warum verhalten sie sich trotzdem so? Aus Liebe, Loyalität, zur Selbsterhaltung, aus Verantwortungsgefühl, Mitleid oder Naivität? Wahrscheinlich ist von allem etwas dabei! Es klingt hart, ist aber oft tatsächlich so:

Angehörige glauben, dass der Abhängige ohne ihre Hilfe lebensunfähig ist.

Dem Abhängigen signalisiert dieses Verhalten: Ich bin hilflos, unfähig, abhängig vom Angehörigen und ich kann mein unverantwortliches Verhalten weiterführen.


Die andere Seite der Medaille ist die: So wie der Süchtige sein Suchtmittel konsumieren oder haben will, will ihm der Angehörige dieses wegnehmen. Der Süchtige verharmlost, der Angehörige beschuldigt. Für den einen ist das Suchtmittel Gift, für den anderen Medizin - Fluch und Segen. Der Angehörige kontrolliert, der Süchtige verheimlicht und versteckt. Hier Vorwürfe, dort Rechtfertigungen, Drohungen - Versprechen usw. Ein ambivalenter Zustand.

Auf der einen Seite ist der Angehörige für den Süchtigen ein Verbündeter, der ihm sein süchtiges Verhalten möglich macht, auf der anderen Seite ein Feind, der ihm sein Sucht- mittel, wegnehmen will. Für den Angehörigen ist der Süchtige einerseits Not leidend und hilfebedürftig, für den es sich aufzuopfern gilt. Andererseits ist dieser nicht bereit, sich therapieren zu lassen, weil er sein Leben lebensunwert findet. Eine ausweglose Situation!

Viele sagen, das Suchtmittel sei das Problem. Ich glaube, bei genauerem Hinschauen, dass Leugnen das Problem ist. Damit meine ich nicht das Vertuschen nach außen hin. Mit Leugnen meine ich bewusstes oder unbewusstes Verdrängen, Ablehnen, nicht wahrhaben wollen, nicht akzeptieren, nicht annehmen, Widerstand leisten.

Der Süchtige leugnet, dass er ein Problem hat, obwohl er weiß, dass mit ihm etwas nicht stimmt. Er konsumiert oder spielt mehr als er zugibt - stets auch sich selbst gegenüber - und oft heimlich. Würde er sich das eingestehen, müsste er die Konsequenz daraus ziehen - Abstinenz.

Der Angehörige leugnet, dass Sucht eine Krankheit ist, die er nicht heilen kann und er will nicht wahrhaben, dass er selbst unter dieser Krankheit in Form von Co-Abhängigkeit leidet.

Was kann der Co-Abhängige tun, um aus diesem Dilemma heraus zu kommen? Meiner Meinung nach genau dasselbe wie der Süchtige. Er darf, er kann, er muss kapitulieren! Er muss sich genauso wie ein Suchtkranker eingestehen, dass er dem Suchtmittel gegenüber machtlos ist. Kapitulation ist eine aktive Handlung. Damit breche ich den Widerstand. Ich akzeptiere die Situation so wie sie ist. Das heißt noch lange nicht, dass ich sie für gut heißen muss.

Wenn ich als Angehöriger erkenne, ich kann etwas für mich tun, ich muss nicht mehr so weitermachen wie bisher, ich darf mich ändern, meine Sichtweisen, meine Verhaltens- muster, wenn ich bereit bin, eine gründliche Inventur zu machen, dann bin ich auf dem richtigen Weg. Wenn ich mich in einer ehrlichen und schonungslosen Selbstreflexion frage: Warum habe ich das so lange mitgemacht? War es Angst oder war es Liebe? Vielleicht aus Gewohnheit, Faulheit oder gar Masochismus? Bin auch ich irgendwo, irgendwie abhängig - vielleicht abhängig davon gebraucht zu werden? Warum ist das so? Will ich mein Leben wirklich so leben?

An dieser Stelle kann ich nur empfehlen Hilfe und Unterstützung von außen zu holen und anzunehmen. In einer Therapie oder in Selbsthilfegruppen können Autonomie, konse- quentes Handeln und das Ablegen falscher Verantwortungsgefühle erlernt werden. Auto- nomie bedeutet für mich in diesem Zusammenhang: Ein selbst bestimmtes Leben, indem ich meine Bedürfnisse, mein Wohlbefinden, meine Interessen respektiere und darauf achte, mir diese nicht von jemand anderem, für dessen Interessen und Bedürfnisse, nehmen zu lassen.

Erst wenn mir das gelingt, dann bin ich auch wirklich glaubwürdig, wenn ich zum Süchtigen sage: Wenn du trinken, kiffen, spielen, zocken … willst, dann ist es deine Sache. Der spürt dann schon, dass das kein Vorwurf, oder Verachtung oder eine Drohung ist. Durch mein verändertes Verhalten besteht die Hoffnung, dass auch der Süchtige sich ändert. Wenn ich davon überzeugt bin, kann ich sagen: „Ich weiß, dass du eines Tages aufhören kannst“. Die Betonung liegt auf „du kannst.“

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Sobald mein Sohn bereit ist, seinen Entzug zu machen und die Hausregeln einhält, darf er wieder bei uns wohnen und ich bin bereit, ihn bei allem zu unterstützen. Rückfall = sofortiger Rückzug von mir und unserer Familie!


Wenn ein Weg aus der Sucht gelingt, was garantiert keine Selbstverständlichkeit ist, bedeutet das nicht, dass alles so wird wie es früher war und jetzt wieder gut ist. Vieles wird anders sein und ein gesundes Familienleben kann nur dann funktionieren, wenn weiterhin alle Beteiligten zu Veränderung und Entwicklung bereit sind und dafür etwas tun.

Meine Eltern erkannten das alles schon, als ich noch süchtig war und haben mich dementsprechend behandelt. DAS war meine einzige Rettung und ich werde niemals aufhören, sie dafür zu lieben. Da ich auch meinem Sohn diese Chance geben will, behandeln mein Mann und ich ihn heute genau so.

Meine Gedanken und meine allerbesten Wünsche für das Entkommen aus dem Teufelskreis sind bei Ihnen!
Liebe Grüße
M. - Hilfe für Eltern süchtiger Kinder am 11.02.2013Eintrag melden
Hallo liebe Eltern von Julius,

Sucht und psychische Erkrankung (Doppeldiagnose)

In den Elternkreis kommen in den letzten Jahren immer mehr Eltern, deren Kinder neben ihrer Suchterkrankung psychische Auffälligkeiten aufweisen. Lange Zeit stand die Sucht im Vordergrund und erst in den letzten Jahren wurde der Zusammenhang zwischen Drogenmissbrauch und Alkoholmissbrauch und psychischen Störungen untersucht. Dabei fand man heraus, dass bei vielen Abhängigen eine psychische Erkrankung zugrunde liegt. Es liegt die Vermutung nahe, dass Cannabismissbrauch das Entstehen dieser Krankheit beeinflussen bzw. verstärken kann, wenn es eine Veranlagung (Disposition) dazu gibt.

Der Begriff Doppeldiagnose bezeichnet das gemeinsame Auftreten eines Missbrauchs oder einer Abhängigkeit von einer oder mehreren psychotropen Substanzen und mindestens einer anderen psychischen Störung / Krankheit bei einem Patienten. (Moggi und Donati 2004)

Erste Symptome einer psychischen Störung können oft schon Jahre vor Ausbruch der Erkrankung auftreten. Um diese zu lindern - was anfangs auch gelingt - werden Drogen oftmals zur Stimmungsstabilisierung benützt. Man spricht hier von Selbstmedikation. Dabei besteht die Gefahr, dass es zu einer Suchterkrankung kommen kann. Mit fort- schreitendem Drogen- und -Alkoholkonsum werden die Symptome verstärkt. Es können Wahnvorstellungen, Halluzinationen, Störungen des Denkens und der Gefühlswelt entstehen und die Art und Weise, wie die Realität wahrgenommen und verarbeitet wird, verändert sich.
Gerade Jugendliche und Heranwachsende greifen bei den ersten Anzeichen lieber zum Joint, denn das gilt als cool, wohingegen eine psychische Erkrankung sie zum Außenseiter machen kann.

Es ist schon schwierig genug, nur mit Sucht oder einer psychischen Erkrankung zurecht zu kommen. Umso schwerer wird es, wenn beides gleichzeitig auftritt. Da diese Krank- heitsbilder sich gegenseitig oft noch verstärken, ist die Behandlung sehr schwierig. Doppeldiagnose bedeutet wirklich doppeltes Leid nicht nur für den Betroffenen selbst, sondern vor allem auch für Eltern und Angehörige. Die kommen durch diese doppelte Belastung zweier ganz unterschiedlicher Krankheiten schnell an ihre Grenzen, denn wird die psychische Erkrankung nicht erkannt und nicht behandelt, gibt es große Schwierigkeiten in der Behandlung der Sucht und umgekehrt.

Ausführliche Informationen und Erfahrungsberichte von betroffenen Eltern finden Sie in der Broschüre "Was tun bei Doppeldiagnose". Unter dem Dach des Bundesverbands der Elternkreise (BVEK) haben sich Eltern aus dem gesamten Bundesgebiet zu einer Austauschgruppe „Doppeldiagnose“ zusammengeschlossen. Aus ihrem Wissen und ihren Erfahrungen ist diese Broschüre entstanden. Auch bei der Deutschen Fachgesellschaft für Psychose und Sucht und beim Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker finden Sie weitere Informationen und Hilfsangebote.

Bei akuten Krankheitsanzeichen sollten Angehörige nicht in Panik verfallen. Hört Ihr Sohn oder Ihre Tochter plötzlich Stimmen oder fühlt sich verfolgt, belogen, bestohlen, und das von den nächsten Angehörigen oder gar den Eltern, dann bleiben Sie ruhig. Es ist wichtig, aufmerksam zuzuhören und auf keinen Fall die Schilderungen ins Lächerliche zu ziehen. Man soll ihm/ihr aber auch nicht einfach Recht geben, sondern vorsichtig andeu- ten, dass sich Ihre Wahrnehmung nicht mit seiner/ihrer deckt. Versuchen Sie, den Betrof- fenen zu überzeugen, eine psychiatrische Ambulanz oder einen Psychiater aufzusuchen. Wenn das nicht freiwillig geschieht, holen Sie sich fachlichen Rat.

Es kann jede Familie treffen.
Schämen Sie sich nicht dafür.
Verharmlosen Sie das Ganze nicht, dadurch können die Probleme noch verschärft werden.

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass Familienmitglieder meistens mehr leiden als der Betroffene selbst. Wenn sich die Sucht in eine Familie einschleicht, entfaltet sie nicht nur ein zerstörerisches Potenzial für den Abhängigen, sondern auch für sein ganzes Umfeld. Das Zusammenleben mit einem süchtigen Menschen ist geprägt von Unehrlichkeit, lieb- losem oder aggressivem Verhalten bis hin zu Diebstahl und körperlicher Gewalt. Schuld- gefühle, Hilflosigkeit und Ängste machen sich breit.
Das ist eine enorme Belastung für jede Familie.

Eltern fällt es oft schwer, diese vielschichtige Erkrankung ihres Sohnes oder ihrer Tochter zu akzeptieren, die in verschiedenen Hilfesystemen behandelt werden sollte. Das macht oft rat- und hilflos und man weiß nicht, wie es weitergehen soll.

Viel Kraft und kluges Handeln!
LG
D.G. am 11.02.2013Eintrag melden
Hallo Julius
Als junger Mann bemerkte ich mit der Zeit, dass ich anders Alkohol trank als andere. Während meine Freunde irgendwann aufhörten, machte ich weiter. Wenn ich dann später eine Flasche aufmachte, musste ich sie auch austrinken, egal ob es Wein war oder Schnaps. Es kam zu Filmrissen – ich wusste überhaupt nicht mehr, was ich im Zustand der Volltrunkenheit gemacht hatte.

Von einem „klassischen Kontrollverlust“ spreche ich heute, mit einem Abstand von 20 Jahren, von der Zeit damals. Ich hatte in meiner Suchtgeschichte viel Glück: Mit Hilfe eines Freundes und des Vaters, der damals selbst als Alkoholiker in einer Selbsthilfegruppe war, stellte ich mich relativ früh meinem Problem. Ein körperlicher Entzug war nötig.

Ich ging in die Diakonie-Beratungsstelle. Mit Hilfe einer Therapeutin und einer Selbsthilfegruppe des Freundeskreises Suchtkrankenhilfe arbeitete ich mich in ein normales Leben zurück – ein Rückfall nach sieben Jahren inbegriffen. Alkoholabhängigkeit ist keine Charakterschwäche, sondern eine Krankheit mit Suchtdruck. Neun Jahre blieb ich in einer Selbsthilfegruppe, dann ging ich meinen Weg alleine weiter.

Heute helfe ich selbst anderen Suchtkranken weiter. Ich absolvierte eine Ausbildung zum Suchtkrankenhelfer und bin im Vorstand des Freundeskreises Suchtkrankenhilfe aktiv. Wer unsicher ist, wie es mit ihm steht, kann Informationen erhalten, wann ein Suchtproblem besteht und was man dagegen tun kann.

Im Freundeskreis gibt es mehrere Selbsthilfegruppen. Neben Alkoholsucht geht es dabei auch um Medikamenten- und Spielsucht. Betroffene und Angehörige arbeiten in den Selbsthilfegruppen zusammen. In den Selbsthilfegruppen gibt es klare und ehrliche Rückmeldungen von anderen Betroffenen. Dort kann man gut besprechen, wie man Situationen anders bewältigen kann, in denen man sonst getrunken hätte. Zudem hat man als Abhängiger oft auch den privaten Freundeskreis vertrunken – dann gibt eine Selbsthilfegruppe Halt. Dort gibt es zudem auch Freizeitangebote wie ein gemeinsames Grillen – ohne Bier, versteht sich.

Um für die Arbeit von Selbsthilfegruppen zu werben, stand ich sogar vor der Kamera. Darin erzählen Betroffene von ihrem Weg in die Selbsthilfe – darunter auch ich.
„Ich muss Diät leben“

Auch in der Bank, in der ich arbeite, bin ich als Suchtkrankenhelfer aktiv. Ich versuche in dieser Funktion, Probleme möglichst früh zu erkennen und zu bearbeiten. Ich selbst hatte seinerzeit den Kollegen relativ früh gesagt, was mit mir los ist – und positive Erfahrungen gemacht. Bei Feiern achteten die Kollegen zum Teil zunächst mit darauf, dass ich keinen Alkohol trankt.

Ich weiß aber auch, dass sich meine Alkoholkrankheit nie ganz ausheilt. „Ich muss Diät leben“. Ich meide Alkohol auch im Essen, etwa in Soßen. Der Gefahr, dass ich durch den Geschmack wieder auf den Geschmack komme, will ich mich nicht aussetzen, sie ist enorm groß und wird seltsamerweise seit Neuestem runtergespielt oder sogar verneint.

Viel Glück Junge. Du kannst es schaffen!
albert am 11.02.2013Eintrag melden
hallo julius lolom erstling
ich schreibe weil ich hoffe das es dich anspricht.
alles fing vor 6 jahren schleichend an bei mir. Ab und zu extasy, speed, alkohol zum runtekommen benzos usw . Ich merkte nicht wie ich täglich die realität mehr verlor. ich merkte blos das mir mein leben immer weniger bedeutete und ich irgendwann gar nicht mehr leben wollte.
Die sucht wurde immer schlimmer, ich verlor meine eltern, meine freunde, mein zuhaus, meine arbeit, führerschein und machte schulden. Auch die suchtmittelmenge änderte sich bis ich täglich klaute um dranzukommen. meine eltern gaben mir überhaupt kein geld mehr das ich sie zahlen konnte. vor 5 monaten wurde ich erneut straffällig um ranzukommen und wurde nochmals erwischt. ich machte einen enzug und bin jetzt seit 4 monaten clean. Aber die strafe steht noch aus, mein anwalt meint entweder zwangstherapie in einer geschlossenen von min.2 jahren oder 4 jahre knast wegen meine oftmaligen verstösse meiner bewährung.
ich habe jetzt noch so ein monat bis zu meinen antritt und nüchtern wird mir jetzt erst alles bewusst was ich die letzten 6 jahre den anderen angetan habe.
Ja ich will nicht in den knast und nicht in die klappse aber ich habe meine strafe verdient und lange nie wieder nur irgendeine tablette an.
Ich wünsche dir das es dir nicht so geht irgendwann nüchtern aufzuwachen und sich die frage zu stellen warum war mir die sucht wichtiger als die die mich lieben und als mein leben. mit dieser schuld leben zu müssen oder freunde an einer überdosis sterben zu sehen. meine eltern sind beide ganz krank geworden wegen mir weil sie mich wirklich lieb haben. Meine mama hat krebs bekommen und ich bin an allem schuld. dabei habe ich meine eltern immer lieb gehabt obwohl ich das durch die sucht meistens nicht gemerkt hab.
Mach sofort eine stationere theraphie und rette dein leben und das von deren die dich lieben. ich bin jetzt wieder reingelassen und darf wieder bei meinen eltern wohnen aber nur weil ich ich dort überhaupt nichts nehmen und trinken darf. Sie überwachen das streng und ich bin ihnen voll dankbar dafür.
Jonas M. @ Julius am 10.02.2013Eintrag melden
Lieber Julius,

ich komme täglich mindestens einmal zu deiner wunderschönen Seite. In den letzten Tagen sind viele, manchmal böse, meistens aber sehr gute, Kommentare hinzugekommen.
Einige davon sind verzweifelt und stammen von Menschen, die in ihrer Hilflosigkeit meinen, es gäbe keinen Ausweg aus der Hölle. Glaube es nicht, mein Freund. Ich will noch einmal meine Nachricht an dich vom 20. Januar nach vorne holen damit Du siehst, es gibt einen Weg für dich. Du hast einen Schutzengel bei Dir, den Du nur noch nicht erkennst.

Das war meine Nachricht an dich (20.01.2013):


Lieber Julius

In meinen jungen Jahren war ich auch in deiner Situation. Sechs Jahre lang habe ich alles an Drogen genommen was ich in die Finger bekam. Alkohol trank ich wie ein Loch. Ich hatte ADHS, schwere Depressionen weil ich nie etwas auf die Reihe bekam und alles zerstörte, was man mir geboten hatte. Ich war der absolute Verneiner schon von Kleinkind an. Mein Vater starb als ich drei Jahre alt war. Meine Mutter war wie deine Mamus. Sie versuchte alles, um mir zu helfen. Doch ich begriff nichts, überhaupt nichts.
Dann geschah etwas entsetzliches, etwas, was mich für immer veränderte und mich bis zum heutigen Tag nicht mehr zur Ruhe kommen lässt. Meine Schuldgefühle und meine Trauer über mein eigenes Verhalten von damals kann ich einfach nicht verkraften. Ich versuchte, an anderen wieder gutzumachen, was ich verbrochen habe. Doch es ist sinnlos, denn der Mensch, dem ich mit meinen Aktionen viel zu früh das Leben nahm, ist nicht mehr erreichbar für mich. Nur an ihm, meinem Opfer, könnte ich "gutmachen"...
Ich schreibe dir meine Geschichte "im Abstand", ich könnte sie ansonsten nicht erzählen.


Er wünschte sich stets einen Schutzengel, doch der war immer da und er sah ihn nicht.

Ein Sohn begleitet schreibend das langsame Sterben seiner Mutter, die er nur noch komatös erlebt - er nimmt Abschied von einem Leben, das sich ihm spät, viel zu spät, erschließt. Als der Sohn von der Krankheit der Mutter erfährt, geht er auf die Straße und läuft ziellos umher. Es gibt keine Hoffnung mehr; die Ärzte haben ihm gesagt, dass die Bauchhöhle, die Knochen und das Gehirn schon ganz verkrebst sind.
Der Sohn flüchtet sich ins Schreiben, beginnt, schreibend, noch vor ihrem Tod von der Mutter Abschied zu nehmen: als ob er sie "unter Worten begrabe", noch während sie lebt. Vielleicht geschieht ein Wunder und sie kann es doch noch lesen? Vielleicht kann er damit das Stundenglas anhalten, es vielleicht sogar rückwärts laufen lassen? Wie soll man damit fertig werden, dass jemand stirbt, der nie mehr ein Leben hatte, weil er es aus Sorge und Angst um das suchtkranke Kind geopfert hat? So viel wollte er ihr noch sagen, so viel noch mit ihr teilen, so viel noch... Und einmal noch sagen zu können: "ich hab dich lieb!". Einmal aus tiefstem Herzen um Vergebung bitten... Vielleicht bekommt er noch eine Chance, eine einzige Chance, die allerletzte?
Er hätte oft gern eine andere Mutter gehabt, eine lustigere, eine, die ihm alle seine eingebildeten Freiheiten ließ, die seine Freunde annahm, die nie welche waren, eine, die zusah, wie er sich schleichend umbrachte, eine, die ihn einfach nur in Ruhe ließ. - Und zu spät, viel zu spät begriff er: "wenn du tot bist, bin ich nirgends mehr daheim"... und zu spät, viel zu spät, begriff er, dass er nun den Menschen verloren hatte, der sein einziger wahrer Freund war; der ihn so sehr liebte, dass er ihm mit seinem Tod die Chance gab, aufzuwachen aus seinen Dauerräuschen und endlich leben zu wollen...
Mama, ich liebe dich! Bin dir unendlich dankbar! Bitte vergib mir...

Du sollst niemals so fühlen müssen, mein armer, unwissender Freund.
Ich denk an dich.
Fam. Seglind am 10.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus und Familie.
Wir sind sehr bewegt und nahe am Wasser nach dem Lesen Ihres wunderschönen Briefes. Wir wünschen Ihnen allen viel innere Kraft zur Überwindung dieser schweren Situation.
Herzlicher Gruß.
Toby am 10.02.2013Eintrag melden
Ich bin Toby, 23. Ich habe immer mal wieder mit Drogen und Sprit zutun gehabt. Doch nichts auf der Welt machte mir mehr zu schafen als das Kiffen aufzugeben. Kiffen war für mich Jahrelang (in den letzten 2 Jahre viel und täglich) IMMER sowas wie ein Ventil in meinem Leben. Einfach mal einen Rauchen und die Probleme verschwinden lassen, so dachte ich. Doch das hat Nur dazu geführt das ich nach der Ausbildung kein Bock mehr hatte zu Arbeiten und auf soziale Kontakte schon drei mal nicht. Durchs kiffen hab ich meine Eltern und mein Zuhause verloren und das weil ich das zurück gewinnen will habe ich damit aufgehört und gehe wieder Arbeiten. Meine Ziele sind meine Motivation. Die Kifferei hat mir nur Verluste gebracht und damit ist ein für alle mal Schluss. Man muss so denke ich erst alles verlieren um zu Wissen was man hatte, doch soweit sollte es erst gar nicht kommen. Kluge Ratschläge sind so einfach zu tippen (selbst mit Rechtschreibfehlern, sorry bin ein Cannabis opfer) oder auszusprechen. Doch im Leben zählen NUR taten und das habe ich leider erst mit 23 Jahren verstanden. Mein Tipp an alle: Step to Step, Sport treiben, "FALSCHE FREUNDE" in die nasse Drogen Wüste schicken und wenn mal wieder die kleinen Kiffer Demonen anklopfen seine Gedankenwelt aufschreiben, Musik hören usw. Wie auch immer das ist ein Schwerer gang doch am Ende wartet die Belohnung: Ein Leben OHNE Drogen und vielleicht den Recall bei DSDS.

Hey Julius, das schaffst DU auch! :)
Helen am 10.02.2013Eintrag melden
Liebe Eltern.

Unsere Tochter ist 24 und seit 8 Jahren Userin und Alkoholikerin. Wir konnten einfach nicht mit ansehen wie sie sich kaputt macht! Und darum haben wir sie aus der Wohnung gewiesen.

Wir finden es wirklich besser, sie lebt ihr Leben ohne uns. Dann bekommen wir wenigstens nichts mehr mit.
Es geht uns jetzt zwar auch nicht besser, aber mit der Hoffnung das sie zur Besinnung kommt fühlen wir uns stärker, als Tag für Tag zugucken zu müssen wie sie scheibchenweise abstirbt.

Traurige Grüße von Eltern zu Eltern.
Lena am 10.02.2013Eintrag melden
Liebe Mama
Ich kann Deine Sorgen verstehen, denn mein Sohn 23 J. knallt sich wie verrückt das Gehirn weg. Ich habe ihn im Herbst letzten Jahres rausgeworfen.

Gestern hatte ich ein Gespräch mit seinem ehemals besten Freund. Mein Gott!!! Es ist alles noch viel schlimmer als ich dachte.

Wäsche - igitt - stinkt (ich wasche die aber)

Sein Freund sagte mir gestern, dass die Wohnung total vermüllt ist. Volles Programm Schimmel, Fliegen, Kotspuren im Klo, etc. Er hat irgendwelche neu kennengelernte "voll korrekte Leute", die auch "druff sind", saufen und wer weiß was noch machen, aus dem Gefängnis entlassene Typen die dealen usw.

Ich wußte ja dass er auffällig ist. Mit 15 Jahren versuchte ich mit ihm eine Therapie zu machen. Die wurde aber durch die Therapeutin nicht durchgeführt, weil mein Sohn keinen Sinn darin sah.

Drogenberatung, Gespräche mit meinem Sohn - volles Programm - habe ich hinter mir. Das zerrt voll an der Psyche. Wie soll ich mich als Mutter abgrenzen? Geht doch nur teilweise.

Das schlimmste ist jedoch, dass er sich selber total cool findet. Er hat immer Spass ist viel unterwegs und alle anderen sind Langweiler. Selten findet er seine Situation peinlich - vor allem vor mir und seinem Bruder, 20 J. alt.

Die Äußerungen sind so, ja wie soll ich dass schreiben -einfach dumm und realitätsfremd -, teilweise auch mit Agressionen verbunden.

Um mich doch ein wenig abzugrenzen, habe ich ihm erklärt, dass er nicht mehr in meine Wohnung kommen darf, sollte er mich noch einmal bestehlen und agressiv werden.

-Alles Scheisse halt -

Lieben Gruß
Karla am 10.02.2013Eintrag melden
Mamus. Ich kann mir vorstellen, daß Du Dich in einer schrecklichen Situation befindest.

Was Deinem Sohn helfen würde, wäre eine Therapie.

Versuche, ihn von Knast zu beschützen.
Kein Knast ist frei von Drogen, sie kosten dort nur ein vielfaches mehr an Geld/ Wertsachen/ dem monatlichen Einkauf/ den speziellen "Dienstleistungen"...

Möchtest Du, dass Dein suchtkranker Sohn in einem Umfeld von Gewalt/Perspektivlosigkeit/Agressionen und Trostlosigkeit lebt?
Dort soll er "zur Besinnung" finden? Neuen Lebensmut fassen?
Inmitten von richtigen Kriminellen? Als junger, psychisch labiler Mensch, der vermutlich "noch nicht mal" von Heroin abhängig ist? Es gibt Menschen, die dort damit anfangen und sich noch HIV fangen über benutzte Spritzen...
Dort gerät er erst richtig auf die schiefe Bahn!
Was meinst Du, was er dort in Haft lernt?

Mach alles damit er nicht dort rein muss!!! Ich kenn es nur zu gut!

LG!
Rosa am 10.02.2013Eintrag melden
Hallo Mamus und "Papus",
dass ihr selbst nichts tun könnt,um euren Sohn von der Sucht los zu bekommen, habt ihr ja sicher schon erkannt. Dass ist ja das, was dieses hilflose Gefühl ausmacht. Ich kann euch nur einige Ratschläge geben, die sich vieleicht grausam anhören, die liebenden Eltern unmöglich erscheinen durchzuführen: Gebt ihm niemals Geld, ihr unterstützt die Sucht damit. Auch ich habe den Fehler gemacht bei meinem süchtigen Jungen, später dann nur noch Kleidung und Nahrung gekauft. Auch das ist falsch: um so mehr wir unterstützen, um so mehr haben sie Zeit und Geld ihre Sucht zu leben. Es klingt hart, aber nur so können wir helfen. Wenn ihr stark genug seid ,sagt ihm er soll sich eine andere Bleibe suchen, solange er nicht gewillt ist, von Alkohol und Drogen los zu kommen. Mein Sohn sagte immer, er will mich da raus halten, also war er mit dem Auszug auch einverstanden. Ich habe die Erfahrung gemacht: um so schneller sie im Dreck liegen, um so eher begreifen sie. Sobald sie begreifen, sind wir wieder für sie da. Leider weiß man nie vorher, wie lange es dauert und es raubt einen fast den Verstand, wenn man zusehen muß, wie das eigene Kind zu Grunde geht. Sagt ihm, dass ihr ihn liebt und deshalb eure Hilfe verweigerst,s olange er süchtig ist. Er muß wissen, dass er auf euch zählen kann, wenn er clean werden und bleiben will. Ich hoffe, ich konnte euch ein wenig helfen. Ich weiß: es tut verdammt weh!

Bleibt stark!
S.W. am 10.02.2013Eintrag melden
hallo,

ich war ca 10 jahre drogenabhängig. ich war polytox... meine eltern waren sehr verzweifelt... ich wurde ins erziehungsheim und später dann in etliche drogentherapien und psychiatrien gesteckt was mir nicht wircklich geholfen hatte, denn jedes mal wenn ich wieder nach hause kam ging das ganze von vorn los! ich glaube es hilft alles nichts solange es im eigenen kopf nicht klickmacht. ich hatte keine lebensfreude und wollte so ein "normales" leben gar nicht haben, weil ich keine freude empfinden konnte und gar nicht wusste wer ich überhaupt bin. so kam ich auf die strasse und es ging mir immer schlechter bis ich selber merkte jetzt hörst du auf oder du stirbst echt daran... mit hilfe meiner eltern, die mich wieder bei sich aufnahmen, konnte ich dann auf ne entzugsklinik wo sie mich erneut in eine therapie schicken wollten, doch für mich war klar ich muss es in meiner stadt schaffen, sonst klappt das nie!!!! und mit diesem willen schaffte ich es dann auch entgültig! ich fing an zu musizieren und fand ganz liebe freunde mit denen ich ehrlich sein konnte. meine mama wurde mein bester freund, sie unterstützte mich und tut das heute noch. ich habe sie unheimlich lieb!!!! mein papa ist leider gestorben als ich so schwer dran war und ich bin jeden tag traurig das wir uns als nüchterne überhaupt nicht kennen seit ich kein kind mehr bin. nun sind es schon sieben jahre und ich bin mega dankbar habe ich es geschafft habe!!!!!!!ich glaube man muss etwas finden wo einem neuen lebensmut und zufriedenheit gibt wie bei mir zb. die musik!!!!! wenn mich damals meine eltern nicht rausgeschmissen hätten weiss ich nicht wies weiter gegangen wäre, dann wäre ich ja nicht so an meine grenzen gekommen!!!! und hätte es selber gar nicht eingesehen, ich bin ihnen dankbar dass sie mich damals aus liebe fallen gelassen haben....

wünsche allen betroffenen viel kraft und ich denke jeder süchtige muss es alleine schaffen!!!!!! auch wenn das sehr schwierig ist für ihn selber und auch die familie....
Verena M. am 10.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus

deine Familie und du gehen unter den Lastwagen wenn ihr zuschaut, wie sich euer Sohn zugrunde richtet.
Sag ihm das. Es ist ein Weg ihm klar zu machen das sein Handeln Konsequenzen hat.
Deinen Sohn kann niemand mehr an die Hand nehmen, er ist ein junger Mann der für sich selbst verantwortlich ist. Auch wenn er das noch nicht kann. Dann muss er es lernen und manche brauchen dafür die Nase im Dreck. Ob das bei ihm so ist kann vermutlich keiner besser sagen als du.

Zieh eine klare Linie, zeig ihm dass er clean immer ein zu Hause hat, dann machst du das was dir jede Suchtberatung auch sagt.

Ich wünsche dir alles Gute, viel Stärke und das er ganz schnell merkt, was er an dir hat.
Nonni am 10.02.2013Eintrag melden
Mamus und Familie, ihr könnt nicht zusehen wie Julius sich Tag für Tag kaputter macht!
Er wird sich dann wohl entscheiden müssen

Mit euch und seiner Familie raus aus den Drogen

oder

Alleine und mit falschen Freunden mit den Drogen!

Lieben Gruss
Sagan Janus am 10.02.2013Eintrag melden
Was muss man verbrechen um so einen Schmerz zu erfahren? Mamus, mir laufen die Tränen in Strömen.... Und immer noch so viel Liebe für das Kind....
Viel Kraft und Stärke wünscht Dir von Herzen
Janus
Lost Splendor am 09.02.2013Eintrag melden
Habe vorhin die Nachricht in einer Zeitschrift gesehen und möchte mich dazu zu Wort melden. Ich habe eine süchtige Schwester und meine Eltern haben nach langem hin und her vor 5 Monaten ihr Zimmer aufgelöst und sie rausgeworfen. Ihre Aggressionen und ihre Psychosen waren unerträglich für uns als Familie und wir hatten es satt, uns ständig für nichts beschuldigen zu lassen und uns zu verteidigen. Sie log, stahl, brachte Freunde mit die total kaputt waren und soff wie ein Loch. Oft hat sie sich tagelang nicht blicken lassen und wenn doch, hat sie nicht mit uns gesprochen. Sie war kein Familienmitglied mehr weil sie es nicht sein wollte. K. hatte uns völlig aufgerieben und jede Harmonie zerstört. Sie hasste uns und wir liebten sie. Es war Notwehr von uns, denn wir wären von ihr psychisch vollkommen zerstört worden. Wir erholen uns gerade von den Schmerzen, die sie uns im Laufe der letzten Jahre zufügte. Heute wissen wir nicht, wo sie sich aufhält. Vor allem meine Mutter denkt aber viel an sie und zündet jeden Tag eine Kerze für sie an. Wenn sie von sich aus bereit ist, mit dem Dreck aufzuhören, darf sie wieder zu uns kommen. Sie bekommt dann ein anderes Zimmer, denn in ihr Jugendzimmer ist jetzt meine Oma eingezogen. Ich habe meine Schwester immer noch lieb, aber es ist das erstemal, dass ich mich zuhause wohl und sicher fühle. Ich muss keine Angst mehr haben vor ihren unberechenbaren Stimmungsschwankungen. Wir wollen auch leben und zwar ohne die Auswirkungen von ihrem Suchtleben.
Ich bin 15 Jahre alt und möchte nie so werden wie sie!
Klaus Jäger am 09.02.2013Eintrag melden
@Mamus

Du musst zuhause einen Drogen- und Alkoholfreien (Suchtfreien) Raum schaffen.

Ich habe es durch einen 17 jährigen Freund erlebt. Mit 14 hatte er Klebstoff geschnüffelt, später kamen Joints dazu. Seine Eltern haben nichts bemerkt weil sie selber Alkoholiker und Tablettenabhängige waren.

Er war ein sehr lieber, ich mochte ihn gerne. Er hat mir oft Nächtelang von sich erzählt, ist bei uns ins Gästezimmer eingezogen und hat die für ihn heile Welt genossen. Keine Vorwürfe, meine Eltern haben ihm bei seiner Ausbildung geholfen, es lief richtig gut. Für bestimmt ein Jahr war er frei von Sucht und der Erfolg in seiner Ausbildung hat ihn getragen, dass konnte man merken. Wir waren gute Freunde geworden und meine Eltern hatten ihn wie ein eigenes Kind aufgenommen.

Disco, falsche Freunde, ich hatte es erst nicht bemerkt, dass er drei Tage ohne Schlaf durchmachen konnte, er wurde eine Mischung aus anhänglich und tierisch gereizt. Ich hatte nicht verstanden was ich falsch mache und darauf natürlich mit Vorwürfen reagiert. Dann kam er zum ersten mal mit Gras zu uns nach Hause. Ich hatte versucht ihn zu bremsen, mit tollen Sprüchen, hat nicht funktioniert. Er war seltsam, da habe ich seine Sachen durchsucht und Kokain gefunden. Am liebsten hätte ich ihn verprügelt, so enttäuscht war ich und so weh tat es mir selber.

Meine Eltern und ich hatten einen Termin bei einer Drogenberatung für ihn gemacht und ihm gesagt, dass es Voraussetzung für den Erhalt unserer Freundschaft ist. Meine Eltern hatten ihm bei Verweigerung mit Rauswurf gedroht.

Ich sollte mitgehen und war damals bitter enttäuscht von dieser Beratung. Eine Psychologin fragte was er bisher genommen hat, er sagte Pillchen, Joints, Pilze, Kokain, Crack. Ich war fassungslos. Sie sagte "kennst du die Nachteile und Suchtgefahr?" er meinte "ja" und das war es.

Ich war sauer und habe ihr das gesagt, kein Angebot, keine Gruppe, nichts? Sie meinte wir sollen ihm ein Umfeld schaffen in das er immer kommen kann wenn er nichts nimmt, dann wäre ich ein Freund und er wüßte immer das jemand da ist. Für viele ist es eine Zeiterscheinung und sie hören irgendwann von selber auf, einige fallen durch. Die sind dann aber so wie so verloren. Die größten Fehler sind, um die falsche Nähe zu behalten selber mitzumachen, oder ein Umfeld aus Vorwürfen zu erschaffen.

Klingt auch logisch.

Er hörte nicht auf zu konsumieren und musste unser Haus verlassen. Wochenlang meldete er sich nicht. Bis er mich anrief das er bestimmt 50 Tabletten seiner Mutter geschluckt hat, es ihm Sau schlecht geht und er seit drei Tagen damit zu Hause liegt. Er lag dann 12 Tage Intensiv, hatte vergrößerte Innereien. Im Anschluss musste er für ein Gespräch ins LKH, das wars. Ich habe die Freundschaft beendet. Ihm gesagt das ich immer für ihn da bin wenn er clean ist, aber ich nicht einsehe, dass seine Drogen mein Leben derart beeinflussen. Meine Eltern sahen das ebenso.

Das ist jetzt knapp 2 Jahre her. Letztes Jahr hat er versucht über Freunde von mir den Kontakt wieder herzustellen, hat dort Nachts angerufen. Ich habe ihn gesehen wie er mit schrägen Vögeln vor unserer Haustüre stand. Jetzt ist wieder seit einiger Zeit Ruhe. Er vergißt mich und meine Eltern auf Dauer jedoch nicht.

Ich kann ihm die Verantwortung für sich selbst nicht abnehmen, dass kann niemand. Wenn er selber aufhören möchte, sind wir da.

So ist meine Erfahrung mit dem Thema und das meine ich mit Suchtfreiem Raum.

Wenn man sich selbst darüber vergißt, wird nur der wichtige Rückhalt immer weniger. Wem soll das helfen?

Liebe Grüße
Sybille am 09.02.2013Eintrag melden
Ab einem bestimmten Punkt glaubt ein jugendlicher Süchtiger oft, dass alles Handeln die alten Taten nicht wett machen kann und resigniert deshalb. Auch wenn es komisch klingt, aber man kann mit 22 Jahren schon denken, dass es keinen Sinn mehr hat etwas zu ändern. Ein Punkt null ist meiner Meinung nach sehr wichtig. Ein Punkt ab dem etwas neues beginnt, alte Missetaten nicht mehr vorgehalten werden und es einen Lichtblick am Horizont gibt.

Die ersten Tage ohne Alkohol und Drogen sind meißt die Schwersten, sobald man eine gewisse Zeit clean ist und seine Zeit sinn- und freudevoll nutzt wird es leichter.

Er scheint mir sehr depressiv zu sein.

Viel Erfolg und Kraft!
Nagi Hofmann am 09.02.2013Eintrag melden
Liebe Mamus,

ich kann dir nur raten, lass ihn fallen. Ich spreche aus Erfahrung, war selbst 12 Jahre drogenabhängig (politoxicoman), habe es nach einer stationären Therapie geschafft. Seit 6 Jahren bin ich absolut clean. Ich weiß, wie Süchtige denken und fühlen. Man verlässt sich gerne auf die Eltern, denn die geben einem ja zu essen, zahlen Taschengeld und auch mal Weggehen. Dein Sohn muss erst ganz tief fallen, damit er merkt, wie weit unten er ist. Solange er das nicht merkt und weiterhin Hilfe (materielle oder seelische Zuwendung) von dir bekommt, solange BRAUCHT er nichts ändern. Er hat ja alles. Sag ihm, sobald er eine Therapie macht und wirklich clean werden will, bist du wieder für ihn da.

Liebe Grüße
Lucy am 09.02.2013Eintrag melden
Hallo Mamus
Ich glaube ehrlich gesagt, dass das Niemand wirklich die drogen und alkoholsucht seines Kindes akzeptieren kann, man kann sich höchstens damit abfinden aber wirklich akzeptieren, wenn es das eigene Kind betrifft kann man das nicht. Zumindest glaube ich nicht daran.

Auch sich damit ab zu finden ist ein langer Weg und bringt sehr viel Kummer mit sich. Es ist ganz einfach sehr schwer!

Trotzdem würde ich mit allen Mitteln probieren immer wieder mit Ihm zu reden, sein Vertrauen gewinnen. Ihm seelische Hilfe anbieten, aber keine praktische. Mit andern Worten: Ich würde Ihm eine ganz klar umrissene Frist setzten in der Er die Chance bekommt, sein Verhalten zu ändern, und Ihm vermitteln, solang Er probiert sich helfen zu lassen, Du hinter Ihm stehst!!

Ansonsten müsstest Du Ihn, so leid es mir tut, vor die Türe setzen.

Geld würde ich Ihm sofort streichen und zwar alles.

Es klingt hart, aber je eher Er die negativen Folgen seiner Sucht durchmacht, desto schneller hat Er vieleicht die Chance zu erkennen und wird fähgebeniger seinem Leben eine Wende zu.

Was macht Er um an Drogen zu kommen?

Ich weiß wovon ich rede. Meine Eltern haben mich ganz genau so behandelt als ich süchtig war (8 Jahre) und erst dann konnte ich aufhören. Als ich ganz unten war, sozusagen, kein Nachschub mehr kam um mir meine Süchte zahlen zu können.

LG
Patrizia am 09.02.2013Eintrag melden
Mein Sohn ist 19 und nimmt alles ausser Heroin(noch).

Er war im September in einer Klinik und hat dann eine Langzeittherapie begonnen, die er nach 10 Tagen abgebrochen hat. Mittlerweile ist er wohl wieder drauf (Vermutung) obwohl er es natürlich abstreitet. Momentan komm ich mal wieder nicht an Ihn ran. Er verstrickt sich wieder in Lügen um seine alten Kumpels wieder zu treffen. Somit fängt wieder alles von vorne an. Er hat seine Prinzipien,die er aus der Klinik mitgebracht hat verworfen und seinen alten Rhytmus wieder aufgenommen.
Leider hilft mir eine Beratungsstelle auch nicht weiter wenn er selbst wieder in seiner Welt ist die er in Ordnung findet. Wo ich schon überall war. Jedesmal die gleichen Worte.. Wenn ER nicht will kann man nix machen. Es ist wie ein Kreislauf aus dem ich ihn rausholen möchte.
Nur wie?!

Er wohnt seit 4 Monaten wieder zu Hause. Wir hatten ihn bevor er in die Klinik ging rausgeschmissen weil es unerträglich war. Als er den Entschluss gefasst hatte sich Hilfe zu suchen (Klinik) habe ich ihn natürlich in sämtlichen Richtungen wieder unterstützt.

Na ja,es hat ja nicht lang angehalten.

Momentan bekommt er kein Geld weil er natürlich auch nicht arbeiten geht. Ab und ann bekommt er was von mir. Aber keine grossen Summen, höchstens 10 Euro in der Woche. Denke das er für Stoff von seinen Kumpels was bekommt auf Pump.

Sein Bewusstsein, sein Charakter einfach alles verändert sich an ihm. Von einer Psychose hin bis zu äusserst agressivem Verhalten zu Hause hab ich schon alles erlebt.

Scheiss Spiel.
Eva am 09.02.2013Eintrag melden
Ganz viel Kraft und Stärke.... Grauenhaft, was Ihre Familie und Sie erleben müssen.... Eine Kerze brennt in der Kirche für Julius und die Familie....
klara am 09.02.2013Eintrag melden
ich hab den brief gelesen mamus und ich echt kaputt weil ich auch so eine mama brauchen würd
bin leider ziemlich am ende und weiß nicht weiter ich habe borderline bin mutter einer fast 3 jährigen tocher und dazu stark abhängig von alk und droge. seit 4 monaten versuche ich in eine klinik zu kommen war bei ärzten ämter suchtberatungen usw nur keiner hilft mir wirklich und die kliniken behandeln entweder nur borderline oder nur sucht oder es sind keine kinder erlaubt nach jedem rückschlag brech ich wieder zusamen und falle in depressionen und möchte aufgeben...
bandi am 09.02.2013Eintrag melden
bin seit 9 jahren druff und zwar auf allem bis auf heroin das nicht. Mein psychischer und physischer verfall schreitet unaufhaltsam voran.Ausserdem immer die depressiven Phasen, ich halt das im moment ganz schwer aus


Dies ist eine goldene Kerze für Julius Lolom Erstling

Am 07.11.2012 wurde diese goldene Gedenkkerze online für Julius Lolom Erstling auf Kerze-anzuenden.de entzündet und damit ein einzigartiges Online-Gedenken erstellt.

Die goldene Kerze zum Gedenken an Julius Lolom Erstling wurde 1.301.254 besucht. Es wurde bisher 1.025 mal Mitgefühl ausgedrückt. Gerne können auch Sie jetzt den Hinterbliebenen gegenüber Ihr Mitgefühl ausdrücken und einige Worte zum Verstorbenen oder ein Spruch/Gedicht verfassen. Nutzen Sie hierfür den Link "Mitgefühl verfassen".

Diese Kerze brennt ewig.